Fränkische Saale
Verfasst: 22.08.2012, 14:02
Es war ein warmer Morgen an diesem 15.08.12 im unterfränkischen Gemünden. Die Sonne war noch nicht ganz über die Berggipfel gestiegen als ich gegen halb 7 meine Ferienwohnung verließ. Die ganze Woche waren wir Vorort mit reichlich Sonne beschenkt worden und das Thermometer stieg in den letzten Tagen immer weiter hinauf bis auf die 30 °C. Auch heute sollte ein solch warmer Sommertag werden und ich freute mich spätestens in einer halben Stunde im kühlen Nass zu stehen.
Nachdem ich den Wagen mit allen Utensilien bepackt hatte, machte ich mich auf den Weg. Ich hatte mir am Vortag einen Tagesschein für die Fränkische Saale geholt. Dieser Fluss mündet zusammen mit der Sinn im Main. Die Saale ist nicht nur aufgrund ihrer wunderschönen Ufervegetation sondern auch durch ihren Fischreichtum und den unterschiedlichen Strömungsverhältnissen als ein Top Angelgewässer bekannt. Die Wassertiefe schwankt zwischen 30 und 120 cm. Tiefe Gumpen sind in der Mitte und im Uferbereich zu finden, Zahlreiche Fahnengewächse und Steine bieten den Fischen ausgezeichnete Standplätze.
Ich war bisher noch nie an der Saale zum Fliegenfischen, war aber sofort von diesem Fluss in seinen Bann gezogen worden.
Als ich nach einer kurzen Autofahrt schließlich am Wasser angekommen war und meine 6er Fliegenrute der Marke Winter in Kombination mit einer Rolle der Marke Bauer und einer 7er Fliegenschnur (schwimmend) mit sinkenden Vorfach ausgerüstet habe, begann ich meinen Angeltag, der einige Überraschungen für mich bereit hielt und mich noch früh genug ins Staunen versetzen sollte.
Ich begann damit, mir einen geeigneten Einstiegspunkt zu suchen, was nicht allzu schwer fiel. Nachdem ich ein wenig flussabwärts fischte bekam ich schon nach den ersten 10 Würfen einen Biss auf meine braune Nymphen Imitation mit Goldkopf. Nach einem schönen Drill landete ich schließlich eine 32er Äsche, die nach dem Lösen des Hakens wieder zurück in ihre heimischen Gefilde gesetzt wurde. Nach diesem Biss ging es Schlag auf Schlag. Fast jeder 3. Wurf zog einen Biss nach sich. Doch die Forellen blieben aus. Hauptsächlich stiegen Döbel auf meine Nymphe ein und boten mir einige aufregende Fluchten. Insgesamt fing ich an diesem Tag 20 Döbel die alle zwischen 30 und 45 cm maßen
Nachdem der Tag sich langsam der Mittagszeit neigte, beschloss ich noch einmal weiter oberhalb im Fluss ein paar Würfe zu machen um danach eine wohlverdiente Mittagspause einzulegen.
Als ich oberhalb an einer mir interessant erscheinenden Stelle ankam, fing ich an die Nymphe am gegenüberliegenden Ufer unter einigen tiefer hängenden Ästen anzubieten. Der Grund war hier von Fahnengewächsen geprägt und ich hatte das Gefühl, dass hier so einige Überraschungen auf mich warten könnten.
Doch mit dem was daraufhin passierte, hatte ich selbst nicht gerechnet. Als ich mit dem vierten Wurf wieder einmal unter den Ast eines Baumes warf und die Fliege abdriften ließ, erkannte ich im Wasser eine schimmernde Flanke eines nicht allzu kleinen Fisches. Ich hoffte das dieser meine Fliege wahrgenommen hatte und fühlte mich sofort bestätigt als ein Ruck durch die Rute ging. Mit dem Anhieb merkte ich, dass mein Verstand mir keinen Streich gespielt hatte. Es war wirklich ein größerer Fisch der meine Fliege genommen hatte. Im Drill wunderte ich mich über die Intensität der Fluchtversuche des Fisches. Anfangs dachte ich, es sei ein größerer Döbel mit dem ich es hier zu tun hatte, doch nachdem der Fisch sich während seiner Flucht aus dem Wasser katapultierte erkannte ich, das es eine sehr starke Rotgetupfte war mit der ich es hier zu tun hatte. Mein Herz fing auf einmal an schneller zu pochen, nachdem ich merkte, das ich es hier mit meiner Traumforelle zu tun hatte. Die wilden Fluchtversuche ließen sofort erkennen, dass es sich bei der Bachforelle um ein wildes Exemplar handeln musste.
Ich war mir unsicher ob meine Nymphe, die ich auf einem 12er Haken gebunden hatte, den heftigen Sprints standhalten würde oder ob ich am Ende niedergeschlagen nach Hause fahren durfte.
Der Drill dauerte ca. 20 min und nachdem ich schätzungsweise 30 m mit dem Fisch flussabwärts gewandert war, konnte ich den ersten Versuch starten den Fisch mit dem Kescher zu landen.
Natürlich hatte ich Angst das sobald ich mich der Forelle nähern würde und sie meinen Schatten und den Kescher erkennen würde sie erneut einen Sprint absolviert und auf diese Weise meine Nymphe restlos überfordert sein würde und ausschlitzen könnte. Doch ich hatte Glück und konnte sie beim ersten Versuch erfolgreich Keschern. Als die Forelle endlich
in meinem Kescher lag fiel mir ein großer Stein vom Herzen. Ich watete zurück zum Ufer und konnte nun endlich meinen Fang genauer begutachten. Das Maßband gab mir endlich Gewissheit.
Mir war eine 54er Bachforelle ins Netz gegangen und war somit meine größte Bachforelle, die ich an einer Fliegenrute gedrillt hatte. Diesen Tag werde ich mir rot im Kalender einkreuzen und niemals vergessen. Die Fränkische Saale werde ich niemals vergessen und hoffe das in den zwei Monaten in denen ich noch in diesem traumhaften Gewässer und diesem wunderschönen Fleck Erde mit der Fliegenrute umherziehe, mir noch einige fränkische Überraschungen widerfahren werden.
Nachdem ich den Wagen mit allen Utensilien bepackt hatte, machte ich mich auf den Weg. Ich hatte mir am Vortag einen Tagesschein für die Fränkische Saale geholt. Dieser Fluss mündet zusammen mit der Sinn im Main. Die Saale ist nicht nur aufgrund ihrer wunderschönen Ufervegetation sondern auch durch ihren Fischreichtum und den unterschiedlichen Strömungsverhältnissen als ein Top Angelgewässer bekannt. Die Wassertiefe schwankt zwischen 30 und 120 cm. Tiefe Gumpen sind in der Mitte und im Uferbereich zu finden, Zahlreiche Fahnengewächse und Steine bieten den Fischen ausgezeichnete Standplätze.
Ich war bisher noch nie an der Saale zum Fliegenfischen, war aber sofort von diesem Fluss in seinen Bann gezogen worden.
Als ich nach einer kurzen Autofahrt schließlich am Wasser angekommen war und meine 6er Fliegenrute der Marke Winter in Kombination mit einer Rolle der Marke Bauer und einer 7er Fliegenschnur (schwimmend) mit sinkenden Vorfach ausgerüstet habe, begann ich meinen Angeltag, der einige Überraschungen für mich bereit hielt und mich noch früh genug ins Staunen versetzen sollte.
Ich begann damit, mir einen geeigneten Einstiegspunkt zu suchen, was nicht allzu schwer fiel. Nachdem ich ein wenig flussabwärts fischte bekam ich schon nach den ersten 10 Würfen einen Biss auf meine braune Nymphen Imitation mit Goldkopf. Nach einem schönen Drill landete ich schließlich eine 32er Äsche, die nach dem Lösen des Hakens wieder zurück in ihre heimischen Gefilde gesetzt wurde. Nach diesem Biss ging es Schlag auf Schlag. Fast jeder 3. Wurf zog einen Biss nach sich. Doch die Forellen blieben aus. Hauptsächlich stiegen Döbel auf meine Nymphe ein und boten mir einige aufregende Fluchten. Insgesamt fing ich an diesem Tag 20 Döbel die alle zwischen 30 und 45 cm maßen
Nachdem der Tag sich langsam der Mittagszeit neigte, beschloss ich noch einmal weiter oberhalb im Fluss ein paar Würfe zu machen um danach eine wohlverdiente Mittagspause einzulegen.
Als ich oberhalb an einer mir interessant erscheinenden Stelle ankam, fing ich an die Nymphe am gegenüberliegenden Ufer unter einigen tiefer hängenden Ästen anzubieten. Der Grund war hier von Fahnengewächsen geprägt und ich hatte das Gefühl, dass hier so einige Überraschungen auf mich warten könnten.
Doch mit dem was daraufhin passierte, hatte ich selbst nicht gerechnet. Als ich mit dem vierten Wurf wieder einmal unter den Ast eines Baumes warf und die Fliege abdriften ließ, erkannte ich im Wasser eine schimmernde Flanke eines nicht allzu kleinen Fisches. Ich hoffte das dieser meine Fliege wahrgenommen hatte und fühlte mich sofort bestätigt als ein Ruck durch die Rute ging. Mit dem Anhieb merkte ich, dass mein Verstand mir keinen Streich gespielt hatte. Es war wirklich ein größerer Fisch der meine Fliege genommen hatte. Im Drill wunderte ich mich über die Intensität der Fluchtversuche des Fisches. Anfangs dachte ich, es sei ein größerer Döbel mit dem ich es hier zu tun hatte, doch nachdem der Fisch sich während seiner Flucht aus dem Wasser katapultierte erkannte ich, das es eine sehr starke Rotgetupfte war mit der ich es hier zu tun hatte. Mein Herz fing auf einmal an schneller zu pochen, nachdem ich merkte, das ich es hier mit meiner Traumforelle zu tun hatte. Die wilden Fluchtversuche ließen sofort erkennen, dass es sich bei der Bachforelle um ein wildes Exemplar handeln musste.
Ich war mir unsicher ob meine Nymphe, die ich auf einem 12er Haken gebunden hatte, den heftigen Sprints standhalten würde oder ob ich am Ende niedergeschlagen nach Hause fahren durfte.
Der Drill dauerte ca. 20 min und nachdem ich schätzungsweise 30 m mit dem Fisch flussabwärts gewandert war, konnte ich den ersten Versuch starten den Fisch mit dem Kescher zu landen.
Natürlich hatte ich Angst das sobald ich mich der Forelle nähern würde und sie meinen Schatten und den Kescher erkennen würde sie erneut einen Sprint absolviert und auf diese Weise meine Nymphe restlos überfordert sein würde und ausschlitzen könnte. Doch ich hatte Glück und konnte sie beim ersten Versuch erfolgreich Keschern. Als die Forelle endlich
in meinem Kescher lag fiel mir ein großer Stein vom Herzen. Ich watete zurück zum Ufer und konnte nun endlich meinen Fang genauer begutachten. Das Maßband gab mir endlich Gewissheit.
Mir war eine 54er Bachforelle ins Netz gegangen und war somit meine größte Bachforelle, die ich an einer Fliegenrute gedrillt hatte. Diesen Tag werde ich mir rot im Kalender einkreuzen und niemals vergessen. Die Fränkische Saale werde ich niemals vergessen und hoffe das in den zwei Monaten in denen ich noch in diesem traumhaften Gewässer und diesem wunderschönen Fleck Erde mit der Fliegenrute umherziehe, mir noch einige fränkische Überraschungen widerfahren werden.