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Karabiner
Verfasst: 01.04.2011, 14:09
von Philzlaus
Hallo
Ich habe ein Problem mit den Karabinern. Irgendwie öffnen sich diese von alleine unabhängig ob ich sie konvektioniert habe mit einer Stahlflexleitung oder direkt ans Monofil. Bin echt am Ende meines Lateins. Liegts am Wurfstiel, eventuell öffnet der Leader im Loop den Verschluss. Man merkts dann meinst wenn der Streamer futsch ist oder wenn ein Fisch beist und nur der Karabiner nach der ersten Sekunde drann hängt.
Ich wende die Ron Thompson Snap Lock. Die dürften ja ned so schlecht sein?

Verfasst: 01.04.2011, 14:28
von Achim Stahl
Hallo Philipp,
knotbares Stahlvorfach wie Flexonit ist unter anderem deshalb so beliebt, weil es sich knoten lässt.
Mein Tipp: Nutze das, und lass die Karabiner und Quetschhülsen weg!
Viele Grüße!
Achim
Verfasst: 01.04.2011, 14:36
von Philzlaus
Weils mit jedem mal umknoten kürzer wird. Im Prinzip hast du ja recht. Die Idee war nur es so lange wie möglich zu verwenden. Ich wechsle sehr gerne die Fliegen.
Verfasst: 01.04.2011, 14:44
von Hawk
Moin
Bei Snaps gibts schon sehr deutliche Qualitätsunterschiede und RT ist in Spinnangler Kreisen eher nicht so verbreitet.
Vorweg zum Fliegenfischen nutze ich sie garnicht , beim Spinnfischen verwende ich fürs mittelschweres Hechtfischen Evergreen Wide Snaps oder Decoy Round Snaps beide in Gr. 2 .Sind afaik bis 16lb ausgelegt also mehr als ausreichend. Durch die große Rundung spielt der Köder wesentlich besser als bei herkömmlichen Snaps.
Wenn es noch robuster sein soll dann schau dir mal die Profiblinker Snaps an, die sind recht dickdrähtig, bei den stärkeren Modellen kostets teilweise schon ordentlich Kraft die überhaupt zu öffnen. Die gehen dann sicherlich nciht mehr ungewollt auf.
Oder du probierst die Decoy Spiral Snaps
z.B. (
http://cgi.ebay.de/Decoy-Spiral-Snap-Hi ... 20b747597d )
18lb sind recht realistisch, ich benutz die Teile zum Vertikalangeln im Winter in den kleinsten Größen und hatte noch keine Probleme damit trotz zahlreichen hechten bis 1m.
edit : Jenzi Klemmhülsen würde ich übrigens auch nicht empfehlen die Teile sind teilweise recht scharfkantig was dem Stahlvorfach meistens nicht sonderlich gut bekommt. Ich verwende für gröbere Sachen meistens Drennan Slim Crimps
Gruß Sven
Verfasst: 01.04.2011, 23:03
von dreampike
Hallo Sven,
ich habe die Dinger auch mal verwendet, sogar die qualitativ Spitzenmässigen von Think Big. Erfahrung war, dass die Hechte sehr leicht in der Lage sind, die Karabiner zu knacken, dass hat u.a. was mit der Hebelwirkung zu tun. Besser sind Microsnaps in Größe L, mit denen habe ich keine Fische, wohl aber ab und zu eine Fliege verloren. Inzwischen habe ich mir wieder die 100m-Rolle Flexonit gekauft und knüpfe jeden Streamer mit einem ganz simplen Knoten an, das hält und hält ...
Wolfgang aus Ismaning
Verfasst: 02.04.2011, 11:22
von Hawk
dreampike hat geschrieben:Hallo Sven,
Erfahrung war, dass die Hechte sehr leicht in der Lage sind, die Karabiner zu knacken, dass hat u.a. was mit der Hebelwirkung zu tun.
Nur mal Interesse halber , wo soll es denn eine Hebelwirkung geben die dem hecht erlaubt nen Snap zu "knacken" ?
Der Köder hängt ja erstmal frei beweglich im Snap und an der anderen Seite hängt der Snap ebenfalls recht frei beweglich auf der Schnur / Stahlvorfach.
Ich sehe nicht wo da irgendeine Hebelwirkung ansetzten könnte.
Die genannten Snaps benutze ich in der kleinsten Größe 00 auch zum Bachforellenfischen oder leichtem Barschangeln ( ebenfalls mit der Spinnrute , man möge mir das verzeihen

). Auch da hab ich regelmäßig Hechte am Band und auch da halten die Snaps tadellos.
Und zwischen einem Streamer und einem Gummifisch am leichten Swimjig dürfte von der Hebelwirkung her 0 Unterschied sein.
Was alle 100 Jahre mal vorkommen kann ( bei mir noch nie) ist das der Hecht so auf einen Snap beißt das er diesen mit den Zähnen oder so aufdrückt , das sollte aber bei den Japanischen Snaps eine vernachlässigbare Ausnahme und bei den Profiblinker teilen in ner entsprechenden Größe absolut unmöglich sein.
Verfasst: 02.04.2011, 23:30
von dreampike
Hallo Hawk,
Ausgangspunkt war ja die Frage, ob es an der Qualität der Karabiner liegt, wenn sich die Dinger bei einem Hechtbiss öffnen. Und ich meine nein, da mir genau das gleiche auch bei hochwertigen Karabinern passiert ist. Und ich habe mir das mal angeschaut, da ich nicht glaubte, dass der Hecht durch Draufbeissen zufälligerweise genau "richtig" auf den Karabiner beisst. Rutscht dagegen das Hakenöhr aus irgendwelchen Gründen nur ein wenig aus der Karabinerrundung heraus und es kommt eine seitliche Drehung dazu, verkanten sich die beiden. Das kann auch passieren, wenn ein Hecht drauf beisst. Kommt nun Zug auf den Karabiner, wirken ziemlich starke Kräfte auf die Karabinerschenkel und der Verschlusshaken kann herausrutschen. Kann sein, dass man dass nicht Hebelwirkung nennt, ich bin kein Physiker... Und beim Spinnfischen mit Jigs habe ich genau das gleiche auch schon erlebt, allerdings wesentlich seltener. Und die Sache liegt zumindest bei den von mir verwendeten Gummifischen und Jigköpfen ein wenig anders wie beim Fliegenfischen, weil erstens der Jigkopf meistens aus dem Hechtmaul herausschaut und zweitens der dicke Kopf verhindert, das Hakenöse und Karabiner in verkantetem Zustand vom Hechtkiefer fixiert werden können.
Die Microsnaps in L halten dagegen sehr gut und können nicht geöffnet werden, weil sie gar nicht zugemacht werden. Kann allerdings insbesondere mit kalten Fingern zu einer nervigen Fummelei werden...
Wolfgang aus Ismaning
Verfasst: 04.04.2011, 14:04
von Philzlaus
Alles schön und gut aber bei mir gehen die Karabiner ohne Fischkontakt auch auf. Werde mir aber jetzt auch mehr Flexonit auf Lager legen.
Verfasst: 05.04.2011, 19:53
von Svartdyrk
Hi Phillip,
schau mal wie der Mario das gelöst hat und seine Hechtvorfächer fertigt.
Da geht das ganz ohne die Karabiner mit Micro Snaps.
Find ich 'ne Super Idee
EINS
ZWEI
DREI
Die komplette Beschreibung dazu findest Du
hier.
Macht auf jeden Fall einen stabileren Eindruck als die sich dauernd öffnenden Karabiner.
Gruß & Petri
Svart

Verfasst: 26.04.2011, 13:33
von Philzlaus
Danke mal für die Antworten. Mal ne weitere Frage. Welche Karabiener oder wie löst ihr das Problem des eindrehens bei Poppern. Die drehen sich bei mir wie Propeller. Selbst bei Wirbeln hatte ich sofort Kringeln im Flexonit.
Verfasst: 26.04.2011, 16:00
von mario.s
Hallo Phillip,
ich hatte auch mal das Problem, dass sich der Karabiner schon beim Wurf geöffnet hatte. Muss also nicht unbedingt durch einen Biss ausgelöst worden sein. Beim Werfen mit schwereren Streamern z.B. Bunny´s wirken da schon Kräfte in der Wendephase. Die Rundung eines Karabiners bleibt dann auch nicht unbedingt immer zentral im Hakenöhr. Durch seitliches Kippen der Karabineröse gegen den Hakenschenkel treten schon genügend Kräfte auf, um der Verschluss problemlos zu öffnen bzw. zu deformieren (bei den dickdrähtigen Modellen natürlich nicht). Ich habe mir aus diesem Grund einen zusätzlichen kleinen Sprengring in das Hakenöhr gezogen, quasi als zweites Gelenk. Funktioniert super! Hatte seit dem keine ungewollte Öffnung mehr gehabt. Außerdem lassen sich dort auch engere (kleinere) Karabiner gut einhängen. Ich benutze meist diese:
http://shop.angel-domaene.de/images/pro ... 2970_0.jpg
Deine Popper: drehen die sich beim Wurf oder im Wasser wie Propeller? Im Wasser sollten die sich jedenfalls nicht drehen, sonst stimmt da die Symetrie nicht so ganz.
TL, Mario
Verfasst: 26.04.2011, 20:14
von Philzlaus
Die Popper drehen sich in der Luft. Im Wasser sind sie stabil.