MP Bobbin Praxistest - Ein etwas anderer Review
Verfasst: 23.10.2010, 11:36
Ich habe mir -vor allem aus Neugier- den neuen Bobbin von Marc Petitjean über einen Fachhändler aus dem deutschsprachigen Raum bestellt. Zuvor hatte ich nur Gutes über diesen neuartigen Fadenhalter mit patentiertem Fadeneinzug gelesen. Nach einer gewissen Wartezeit bekam ich diesen in verschweißter (!) Originalverpackung mit Anleitung zugeschickt.
Nach dem umständlichen Öffnen der Blisterverpackung mit einer recht starken Schere war ich dann doch sehr verwundert und schliesslich verärgert: Dieser Nicht-Automatik-Bobbin der absoluten Preisoberklasse (45,90 EUR) war möglicherweise ohne Qualitätskontrolle hergestellt worden, anders lässt sich nicht erklären, was ich erlebt habe: Die Idee dieses Bobbins ist, dass der Faden ohne konventionelles Einfädeln durch das Fadenhalterröhrchen, nämlich nur durch Einlegen in das auf einer Seite rinnenförmig geöffnete Fadenrohr und anschliessendes frontales Einfädeln durch einen etwas geöffneten Metallring geschieht. Bei meinem Bobbin passte jedoch nichts durch die vordere Spitze, da der Metallring nahezu geschlossen war und es somit praktisch keine Frontalspalte zum Einlegen des Fadens gab. Selbst Spiderweb von Danville, einer der dünnsten Bindefäden auf dem Weltmarkt, passte nicht durch das Öhr. Auch ist die Rinne zumindest meines Bobbins in einem Bereich des Randes überhaupt nicht sauber verarbeitet, was bei diesem Preis ebenfalls verwundert und beim Arbeiten mit teurem Floss ärgerlich sein kann, da dieses stärker als andere Bindefäden zum Ausfransen neigt.
Das Problem des nahezu geschlossenen Spitzenringes habe ich selbst, nämlich durch Eindrücken mit einem kleinen selbstgebauten Weichholzwerkzeug (unter Lupenbeobachtung) gelöst und so den notwendigen kleinen Spalt erzeugt.
Insgesamt enttäuschend für den Preis und kaum funktionaler als ein hervorragend verarbeiteter, wesentlich leichterer Original-Matarelli-Bobbin. Ich erwarte mehr Freude für mein Geld und zwar von Anfang an!
Gruss
Michael
Nach dem umständlichen Öffnen der Blisterverpackung mit einer recht starken Schere war ich dann doch sehr verwundert und schliesslich verärgert: Dieser Nicht-Automatik-Bobbin der absoluten Preisoberklasse (45,90 EUR) war möglicherweise ohne Qualitätskontrolle hergestellt worden, anders lässt sich nicht erklären, was ich erlebt habe: Die Idee dieses Bobbins ist, dass der Faden ohne konventionelles Einfädeln durch das Fadenhalterröhrchen, nämlich nur durch Einlegen in das auf einer Seite rinnenförmig geöffnete Fadenrohr und anschliessendes frontales Einfädeln durch einen etwas geöffneten Metallring geschieht. Bei meinem Bobbin passte jedoch nichts durch die vordere Spitze, da der Metallring nahezu geschlossen war und es somit praktisch keine Frontalspalte zum Einlegen des Fadens gab. Selbst Spiderweb von Danville, einer der dünnsten Bindefäden auf dem Weltmarkt, passte nicht durch das Öhr. Auch ist die Rinne zumindest meines Bobbins in einem Bereich des Randes überhaupt nicht sauber verarbeitet, was bei diesem Preis ebenfalls verwundert und beim Arbeiten mit teurem Floss ärgerlich sein kann, da dieses stärker als andere Bindefäden zum Ausfransen neigt.
Das Problem des nahezu geschlossenen Spitzenringes habe ich selbst, nämlich durch Eindrücken mit einem kleinen selbstgebauten Weichholzwerkzeug (unter Lupenbeobachtung) gelöst und so den notwendigen kleinen Spalt erzeugt.
Insgesamt enttäuschend für den Preis und kaum funktionaler als ein hervorragend verarbeiteter, wesentlich leichterer Original-Matarelli-Bobbin. Ich erwarte mehr Freude für mein Geld und zwar von Anfang an!
Gruss
Michael