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monofile runninglines

Verfasst: 07.09.2010, 22:57
von strongbow
N´Abend Gemeinde!

Im zurückliegenden Urlaub habe ich beim Meerforellenfischen u. a. auch Schussköpfe, letztere befestigt an einer monofilen Running Line von Zpey, eingesetzt.

Leider ist diese running line ein absolutes PITA-Produkt. Das beste an der Schnur ist noch die mintgrüne Farbe, die sehr beruhigend wirkt, wenn man wieder mal eine der endlosen Perücken entwirren muss.

Von der Leine ist nun auch kaum noch was übrig, weil ich in meiner Verzweiflung nachts einfach die übelsten Knoten rausgeschnitten habe und die Enden dann im Wasser stehend wieder zusammengeflickt habe.

Es steht also ein Neuerwerb an.

Ich frage mich nur, ob es bei monofilen Running Lines überhaupt signifikante Qualitätsunterschiede gibt? Ich habe sonst den Slick Shooter von Rio verwandt - die Leine war nicht ganz so übel wie die Zpey, aber unter optimal stelle ich mir doch was anderes vor.... Gibt es nach Euren Erfahrungen überhaupt weitgehend memory-freie, geschmeidige monofile Runnung lines auf dem Markt??

Oder ist es zu empfehlen, auch bei der Einhandfischerei gecoatete Running Lines wie an der Zweihand zu verwenden? Was nehmt ihr da?

Wie haltet ihr das und welche Erfahrungen liegen jeweils vor?

Verbleibe also neugierig...

Strongelchen

Verfasst: 07.09.2010, 23:11
von sundeule
Ich verwende Amnesia. Mit der habe ich begonnen, danach die schwimende Varivas recht schnell vernichtet und bin dann wieder bei der "Vergesslichen" gelandet. Ich finde die Schnur langlebig und gut zu glätten. Vor dem ersten Wurf strecke ich die Schnur kurz und dann liegt sie kringelfrei im Korb.

Monofile Runningline

Verfasst: 10.09.2010, 20:52
von Bäschwatz
Moin Strongelchen
Der Händler, der mir sowas ähnliches in blau schickte hat es sicher gut gemeint.
Knotenfestigkeit super und Zugfestikeit wie Abschleppseil.
Aber...
Kringel, Getüddel, Knoten und menschliches Verdauungsprodukt erschwerend noch hinzu...
Mit der Schnur hatte ich nach ner Stunde spätestens abgeschlossen.
Hab danach einfach ne DT vom Angelflohmarkt halbiert und mit dickem Ende nach vorne mit dem Schußkopf fest verbunden.
Etwas Epoxy drüber und dann war auch das Geratsche in den Ringen rum.
Wenn Du Gewichtsmäßig und von der Verteilung her weißt was Du brauchst empfehle ich Vollschnüre mit geflochtenem Kern.
Ist mir selbst auch am liebsten.
Es gibt aber Leute, die monofile Flugschnur bevorzugen.
Hat sicher gute Gründe.
Die , die ich ausprobierte, hatten aber vorwiegend Nachteile.
Gruß Thilo

Verfasst: 11.09.2010, 11:12
von Thotty
hey Strongbow,

ich hab so etliche runninglines durchprobiert und bin bei MONIC gelandet.

angefangen hatte es mit 45`er monofiler STREN, weil der unbestreitbare vorteil dieser neongelben mono
spinnschnur als "studententarif" echt klasse ist. ich hatte mit 150m davon statt backing auf die rolle gestrickt
und hab die zu werfenden ersten 30m vor dem fischen vorgedehnt, damit man draußen richtung dänemark
überhaupt den anbiss spürt. angescheuerte partien kann man ohne schlechtes gewissen einfach abschneiden..

flat beam funzt am besten, wenn sie länger nass war, dann erst wird sie super geschmeidig.
eine coated runningline von loop hab ich trotz ihrer spitze wurfperformance weiterverkauft,
mich nervt einfach dieses loop to loop geschlaufe bei schussköpfen, aber das ist ne ganz
eigen persönliche geschmackssache. ich bin da anders als Thilo..

Monic ist bislang mein favorit, geringste dehnung und knotbarkeit sind meine essentials bei ner runningline,
damit es nicht so in den rutenringen rumpelt. und wenn man sie von der rolle kommend einmal streckt damit
das memory rausgeht und anschließend mit einem schnurkorb fischt, hat man da auch keine nächtlichen knotenprobleme...

grüße
Thotty

Verfasst: 12.09.2010, 09:57
von stuart
Ich benutze sowohl bei der 1hand als auch bei der 2hand Fischerei AirFlo Ridge-Runningline.

Verfasst: 14.09.2010, 08:51
von strongbow
Vielen Dank für die Vorschläge.

Vollschnur ist für den Anwendungsbereich keine Alternative, mit der Botanik kämpfe ich an der Küste eh net und außerdem fische ich Schußköpfe nie ohne Korb (ohne ist wirklich eine Angelegenheit für Masochisten).

Dickes Monofilament habe ich als Student aus Budgetgründen auch verwendet. Deren Vorteil ist eindeutig, dass man nicht rumfummelt, sondern im Falle des Falles einfach zur Schere greift, ohne das es im Geldbeutel schmerzt. Mittlerweile kann ich mir shooting lines bzw running lines aber leisten :wink: .

Die genannten Produkte werde ich mal antesten, welches zu erst lasse ich die Münze entscheiden.

Außerdem werde ich es auch einmal mit einer ummantelten Running Line versuchen. Denn beim Zweihandfischen gibt es auch ohne Korb kaum Getüdel. Mittlerweile gibt es ja auch diese Leinen mit wirklich kleinen Schlaufen.

Was nimmt man da am besten als Durchmesser für Einhandruten in Klassen 7 und 8? o,oo28 - o,oo30?

Strongelchen

Schnurgetüddel

Verfasst: 14.09.2010, 23:37
von Bäschwatz
Hi Strongelchen.
Das Du von Vollschnüren nix hältst will ich nicht negativ kommentieren.
Wird sicher Gründe haben.
Ich hatte mal kurze Vorführung wie's geht ,von erfahrenem Mitglied in diesem Forum erhalten.
Das er aufgrund seiner Erfahrung, und seiner Werferischen Übung ne Longbelly von 85 Fuß Kopflänge , ausm Handgelenk bis ans orangene Backing warf, hat mich noch nicht sonderlich überrascht.
Auch nicht, das es mit ner noch nicht mal besonders guten Rute stattfand.
Mir ist halt aufgefallen, das er ne Handvoll Backinkgekringel so in der Hand hielt, das es sich beim Abwurf nicht vertüddelte.
Ohne überhaupt einen Blick drauf zu werfen.

Schnurkorb hatte er keinen.
Wird er sicher auch nicht brauchen.
Gruß Thilo

Verfasst: 15.09.2010, 09:01
von strongbow
@ Thilo

Ich habe nicht geschrieben, dass ich von Vollschnüren nichts halte. Aber für bestimmte Konstellationen bei der MeFo-Fischerei sind Schußköpfe m.E. besser geeignet. Deshalb schrieb ich auch "für diesen Anwendungsbereich". Für das Nachtfischen würde ich im Regelfall tendenziell eher zu Vollschnüren langen... Weil`s nachts einfacher ist und die Forellen eh dicht an den Saum herankommen.

Was den von Dir angeführten Werfer angeht: Alles ist relativ. Auch er würde mit einem Schußkopf wahrscheinlich noch mal 3-4 Meter weiterwerfen. Das kann je nach Situation an der Küste entscheidend sein.

Wenn Du mit monofilen shooting lines fischt - und jetzt kommt die einzige absolute Wahrheit in diesem Posting - führt an einem funktionierenden Korb kein Weg vorbei. Obwohl ja eigentlich ein leicht zu verstehendes low Tech-Produkt, ist hier viel Schrottttt auf dem Markt... :roll:

Für Vollschnüre braucht es keinen Schußkorb, auch wenn ein oder zwei Meter des Backings mit raussegeln. Das bekommt ein guter Werfer mit "line management" schon hin. Praktisch ist ein Schußkorb auch hier trotzdem. :wink:

Strongelchen