Ist die Nutzung eines Keschers fischschonender?

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Benutzeravatar
Erge
Beiträge: 240
Registriert: 03.01.2008, 16:41
Wohnort: Wuppertal
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Ist die Nutzung eines Keschers fischschonender?

Ungelesener Beitrag von Erge »

Hallo,
die breite Meinung zur optimalen Schonung eines gefangenen Fisches, den man releasen möchte, ist ja das der Fisch nach Möglichkeit nicht gekeschert oder mit den Händen angefasst werden soll, um so die Schleimschicht optimal zu schonen.
Bei vielen Kollegen, die ich so am Wasser beobachte dauert aber die letzte Phase des Drills oft sehr lange bis der Fisch in der Reichweite der Hände ist. Bei höheren Wassertemperaturen ist die lange Drilldauer für den Fisch nicht besonders zuträglich, die Sterblichkeit steigt rapide an. Wäre es nicht deutlich schonender einen Kescher mit einem langen Stiel zu verwenden und so die Drilldauer erheblich zu verkürzen? Die Gefahr einer eventuellen Schädigung der Schleimschicht ist im Vergleich zur Verausgabung durch einen längeren Drill sicher das geringere Übel.

Viele Grüße Ronald
Benutzeravatar
MoritzzZZZzzz
Beiträge: 216
Registriert: 23.06.2007, 23:31
Wohnort: bis zum Bauchnabel in der Havel
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Ungelesener Beitrag von MoritzzZZZzzz »

Ein gummierter Kescher sollte (fast) alle Probleme lösen, wenn man es nicht schafft den Fisch in den ersten Anläufen in die Hand zu dirigieren. Der schneidet nicht von hinten in die Flossen* und wird auch weniger Schleim abreiben als das Öko-Baumwoll-Teil. :-)

Gruß

Moritz


*wie einige großmaschige Kescher
Gin clear water? Brownlining!!
flo staeuble
Beiträge: 535
Registriert: 18.02.2009, 10:58
Hat sich bedankt: 64 Mal
Danksagung erhalten: 145 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von flo staeuble »

hi,

also ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass hier ein längerer kescher "das kraut fett macht"
zielführender ist hier meiner meinung nach eine kleine selbstdisziplinierung beim drill:
jeder von uns läuft gefahr, den drill in die länge zu ziehen, weil sichs einfach geil anfühlt.
wenn aber das vorfach nicht gerade aus engelshaar besteht, kann man doch die meisten fische recht zügig heranholen (und so halt seinen eigenen "spaß" (das böse wort:-)) etwas verkürzen.)
dann fisch im wasser lassen, mit einer langen arterienklemme nur den hakenschenkel greifen, kleine drehung machen und der fisch löst sich vom haken.
trophyfotos kommen dabei nicht heraus - aber etwas besser gelaunte fische.

auf 100 qm wasserfläche einem fisch mit einem 10-Meter-Kescher zu folgen halte ich hingegen für schwierig:-)

flo
Benutzeravatar
Erge
Beiträge: 240
Registriert: 03.01.2008, 16:41
Wohnort: Wuppertal
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Ungelesener Beitrag von Erge »

Hallo Flo,

so sollte es laufen. Schau dir aber mal ein paar Kollegen am Wasser an. Die sind technisch nicht so versiert zügig zu drillen, für die wäre eine Kescher sicherlich von Vorteil.

Viele Grüße Ronald
Maggov
Moderator
Beiträge: 5549
Registriert: 28.09.2006, 14:21
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 308 Mal
Danksagung erhalten: 401 Mal

Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hi Ronald,

genau aus diesem Grund ärgert es mich tierisch dass die Brodin-Kescher so verdammt teuer sein müssen.

Mir persönlich ist es lieber es keschert jemand mit nasse Netz einen Fisch als er dass er zig Anläufe bei der handlandung braucht.

LG

Markus
Antworten