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Ausrottung des Kormorans stoppen
Verfasst: 17.02.2009, 13:03
von caddis
Ich stieß gerade zufällig auf diesen Artikel auf der Homepage der Grünen und muss meinen Ärger mit Euch teilen. Der Link ist
http://www.gruene.landtag.nrw.de/cms/fo ... oppen.html
Mir war gar nicht bewusst, dass der arme Vogel kurz vor seiner Ausrottung steht. Bislang erschienen mir die Bestände als relativ gesund und kräftig. Aber vielleicht sind die Statistiken ja auch einfach falsch. Übel sowas. Armes Tier.

Re: Ausrottung des Kormorans stoppen
Verfasst: 17.02.2009, 13:09
von FoolishFarmer
Hallo caddis,
caddis hat geschrieben:Ich stieß gerade zufällig auf diesen Artikel auf der Homepage der Grünen und muss meinen Ärger mit Euch teilen. Der Link ist
http://www.gruene.landtag.nrw.de/cms/fo ... oppen.html
Mir war gar nicht bewusst, dass der arme Vogel kurz vor seiner Ausrottung steht.
Das steht in dem Artikel aber auch mit keinem Wort.
Viel mehr wird davor gewarnt, es nicht gleich wieder zu übertreiben (z.B. mit Kormoran-Abschüssen) - was ich ehrlich gesagt gut nachvollziehen kann.
Im Großen und Ganzen finde ich den Artikel sogar eher positiv. Gleich der erste Satz ist richtungsweisend.
Ich kann Deinen Ärger also nicht wirklich nachvollziehen? Vielleicht solltest Du den Artikel einfach nochmal genauer lesen?

Verfasst: 17.02.2009, 14:35
von Zweihandwedler
Unten steht doch im Artikel, ob man Fragen hat,also los.
Verfasst: 17.02.2009, 15:04
von brummer
tatsächlich,äußerst positiv,dieser Artikel.......
aber wohl nur für grüne Wahlkampfpolitiker......und das schlimmste,manche Leute glauben auch noch dran.......
Gruß
René
Verfasst: 17.02.2009, 15:13
von horstie honk
Verfasst: 17.02.2009, 19:43
von Gammarus roeseli
Was der gute Mann (Robert Grözinger) da schreibt, hört sich für mich in etwa so an, als wie wenn einer schreibt oder behauptet:
„Wir müssen mehr Treibhausgase produzieren damit sich das Klima erwärmt, damit wir im Winter weniger heizen müssen um den Klimawandel zu verhindern!“
Man kann einfach alles, wirklich alles, schön oder schlecht reden, halt einfach so wie es ein jeder gerade braucht! „Schuld“ sind ja eh immer die anderen!!
Grüße Christian
P.S.: Umweltschutz ist sehr, sehr Wichtig!!!
Ein schönes Beispiel, sind unsere Fließgewässer, vor ca. 20- 40 Jahren in einer Zeit in der Umweltschutz noch keine so große Rolle gespielt hat und das Umweltbewusstsein der Menschen eher gering war, waren viele unserer Fließgewässer in einem erbärmlichen Zustand, teilweise sogar biologisch verödet!
Umweltschutz! Schaut euch die vielen kranken und sterbenden Kinder an, in den Ländern in denen sich um Umweltschutz keine großen Gedanken gemacht wird!
Wo wären wir denn heute ohne Umweltschützer und ohne Umweltschutz??? Umweltschutz ist lebenswichtig!!!
(Auch wenn das so ein paar alte „Methusalems“ immer noch nicht begriffen haben und auch nicht mehr begreifen werden!)
Verfasst: 17.02.2009, 20:24
von horstie honk
hallo christian,
ah) schön, dass du erfasst hast worum es geht
beh) wieso habe ich vor 20- 30 jahren in der dreckbrühe (rhein) mehr fisch gefangen?
++ kurzmitteilung ende +++
Verfasst: 17.02.2009, 20:31
von Mario Mende / Sachsen
Meiner Meinung nach ist der Artikel ganz OK. Bedenkt man den Wahlkampf, sollte man aber nichts darauf geben. DCas ist nur warme Luft-Stimmenfang!
horstie honk kann ich nur Recht geben.
Als die Flöha noch dreckig war, da fing man Regenbogenforellen, die hatten Huchencharakter. (Olbernhau an der Fleischerei)
Zander und richtig gute Barsche haben wir trotz Kohledreck auf den Seen gefangen. Das war noch Eisangeln, mit de Russen zusammen haben wir Barsche gelupft, die wirklich (!!) nicht durchs Eisloch passten...
Und damals dachte keiner an die Umwelt...............
Verfasst: 17.02.2009, 20:56
von FoolishFarmer
Servus,
horstie honk hat geschrieben:beh) wieso habe ich vor 20- 30 jahren in der dreckbrühe (rhein) mehr fisch gefangen?
Weil die Drecksbrühe hochkant voll mit Nährstoffen (und sonstigem Zeugs) war. Und weil Nährstoffe in einem Gewässer wie dem Rhein nunmal nicht in Makrophyten, sondern gleich in Phytoplankton umgesetzt werden, hat die Nahrungskette ein bombiges Fundament gehabt.
Heute gibt es gottlob deutlich weniger Nährstoffe im Rhein (auch die Nordsee kann so wieder atmen), aber daher natürlich auch wieder wesentlich weniger Massenfische. Dafür erhöht sich die Zahl der Spezialisten.
Und nu komm mir nicht mit "dann waren die alten Zeiten aber besser" - denn heute kann man den Fisch bedenkenlos essen.
Zudem gibt es in einem Ökosystem Fließgewässer eben auch noch deutlich mehr als "nur" Fische!
Wer heute noch ernsthaft der Ansicht ist, der Gewässerschutz der letzten 30 Jahre wäre fehl am Platz, der - mit Verlaub - "hat se nich mehr alle"!

Verfasst: 17.02.2009, 21:10
von Mario Mende / Sachsen
Natürlich will keiner die "alten zeiten" wiederhaben, aber man erinnert sich halt daran.
Und man wundert sich über die schnelle Regeneration der Gewässer und die schnelle Zunahme der Arten.
Verfasst: 17.02.2009, 21:42
von Hardy
Mario Mende / Sachsen hat geschrieben:
Als die Flöha noch dreckig war, da fing man Regenbogenforellen, die hatten Huchencharakter. (Olbernhau an der Fleischerei)
Zander und richtig gute Barsche haben wir trotz Kohledreck auf den Seen gefangen. Das war noch Eisangeln, mit de Russen zusammen haben wir Barsche gelupft, die wirklich (!!) nicht durchs Eisloch passten...
Und damals dachte keiner an die Umwelt...............
Genau meine Beobachtung!
Früher waren hier viel mehr und viel dickere Fische im Bach.
Die meisten von uns sind doch sowieso C+R Befürworter. Wie wär's also, wenn wir wieder ein bisschen mehr für die Eutrophierung unserer Fließgewässer tun würden. (Jeder kennt doch den ein oder anderen Bauern, der mal eben bis an den Rand des Baches odeln kann!)
Ruckzuck haben wir die besten Trophygewässer mit dicksten Forellen.
Und dem Kormoran schlagen wir auch noch ein Schnippchen, weil der die dicken Dinger nicht schlucken kann. Genial!
Groetjes
Hardy
Verfasst: 17.02.2009, 22:08
von Zweihandwedler
Ich sehe den Komentar eher sarkastisch,aber Leider ist es so das oft Tierliebhaber nun mal Menschen hassen.
In einer Talkshow würde der Führer des Tierschutzes mal gefragt,warum es 10x Tierschutzmitglieder gibt als Kinderschützer.
Der ist kommpett ausgerastet und schimpfte nur das die keine Gelder bekommen dürfen.
Wenn ich sehe was da für Geld und Immobilien hingehen,aber das hungrige Kind in der Nachbarschaft wird weggejagt.
Verfasst: 18.02.2009, 09:19
von FoolishFarmer
Hardy hat geschrieben:Wie wär's also, wenn wir wieder ein bisschen mehr für die Eutrophierung unserer Fließgewässer tun würden. (Jeder kennt doch den ein oder anderen Bauern, der mal eben bis an den Rand des Baches odeln kann!)
Dein Sarkasmus in Ehren - aber beachte bitte dabei, dass man sich dadurch direkt strafbar machen würde (Verstoß gegen das Verschlechterungsgebot der WRRL = Straftat, keine Ordnungswidrigkeit). Sowas wird heutzutage empfindlichst geahndet!

Verfasst: 18.02.2009, 11:46
von Rattensack
Hardy hat geschrieben:
Jeder kennt doch den ein oder anderen Bauern, der mal eben bis an den Rand des Baches odeln kann!)
Ist halt auch ein bisserl giftig und kann zu Fischsterben führen. Wenngleich die abdriftenden toten Fische aus den Bächen dann die größeren Flüsse düngen würden, stimmt auch wieder.
C.
Verfasst: 18.02.2009, 14:59
von Daniel/Bonn
Der Kormoran war in vergangenen Jahrhunderten ausgerottet, konnte aber in der letzten dreißig Jahren dank eines europaweiten Jagdverbots seinen natürlichen Lebensraum wiederbesiedeln. Seit Ende der 90er Jahre haben sich die Bestände in NRW auf einem stabilen Niveau eingependelt.
Was man von dem kurz vor der Ausrottung stehenden Kormoran hält, kann man ganz demokratisch gleich jetzt im Superwahljahr mitteilen.
daniel
