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Fluorocarbon
Verfasst: 25.01.2009, 09:44
von Ulli Bussmann
Hallo !
Ich hätte gen einen kleinen Erfahrungs-Austausch über Fluorocarbon Vorfächer zum Fliegenfischen.
Vorteile und Nachteile bezüglich der Knoten ,des Abriebs der Schwimmeigenschaften
und deren Einsatzmöglichkeiten.
Mit sportlichen Grüßen
Ulli .
Verfasst: 25.01.2009, 12:55
von Brocki
Moin Ulli!
Eines kann ich Dir über die Schwimmeigenschaften sagen: Die Vörfacher schwimmen überhaupt nicht,sie sinken,sind für die Trockenfliegenfischerei nicht so geeignet.
Beste Grüße-
Micha
Verfasst: 25.01.2009, 13:15
von Ulli Bussmann
Danke Broki !
Woran liegt das ?
Verfasst: 25.01.2009, 15:09
von Spessart Räuber
Hallo Ulli,
FC hat eine höhere spezifische Dichte als Wasser und sinkt deshalb recht zügig ab. Zum Nymphenfischen verwende ich es als Tippet, nicht als Vorfach, da ich es lieber mag, wenn das Vorfach vom Tippet aus langsam und gleichmäßig sinkt. Das erleichter meiner Meinung nach die Bißerkennung. Als Tippet ist gutes FC durchaus empfehlenswert, vor allem bei sehr sichtigem Wasser und/oder hohem Befischungsdruck.
Cheers
Klemens
Verfasst: 25.01.2009, 15:12
von Brocki
Hallo Ulli!
Ich werde mal einen Text aus einem Fliegenfischergerätekatalog zitieren :
Dieses Vorfachmaterial wird nicht aus Nylon sondern aus "Polyvenylidenfluorid" hergestellt und ist unter der landläufigen Bezeichnung Fluorocarbon bekannt geworden.Fluorocarbon hat einen Lichtbrechungsfaktor der dem Wasser sehr ähnlich ist.Damit wird es fast unsichtbar.Es ist UV-beständig und vor Alterungserscheinungen weitgehend geschützt.Da das spezifische Gewicht von Fluorocarbon höher als das von Nylon ist,sinkt das Fluorocarbonmaterial schneller als Nylon.Das hilft beim Nymphen- und Streamerfischen,weil Sie ihre Fliege schneller auf Tiefe bringen.Es kann aber beim Trockenfliegenfischen von Vorteil sein,da eine leicht in den Oberflächenfilm eingesunkene Vorfachspitze für den Fisch kaum mehr zu erkennen ist.
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So,das war das Zitat.Ich verwende es aber nicht für Trockenfliegen,weil sie mir zu schnell zu "Nassfliegen" werden.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen...
Beste Grüße-
Micha
Verfasst: 25.01.2009, 15:25
von Friedemann
Hallo Ulli,
dem, was Klemens und Micha da geschrieben
haben, ist aus meiner Sicht nichts mehr hinzuzufügen.
Das deckt sich absolut mit meinen Erfahrungen.
Ein kleiner Nachtrag vielleicht noch:
Fluorcarbon kommt mir etwas steifer vor wie
Monofil aber das könnte an den Marken liegen oder
dass es meistens etwas dicker verwendet wird.
Ausserdem sollte bei einer Verbindung zwischen
Monofil und Fluorcarbon ein Pitzenbauer-Ring
verwendet werden, da das Monofil angeblich von dem
Fluorcarbon durchgeschnitten wird.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Verfasst: 25.01.2009, 15:55
von Ulli Bussmann
Nochmals recht herzlichen Dank an alle für die Informationen.
Ich werde es mal versuchen mit diesem Vorfach zu fischen.
Ich melde mich dann wieder.
Danke .
Verfasst: 25.01.2009, 19:00
von Krzysztof G.
Servus
ich fische Trockenfliegen mit Fluorcarbon und habe keine probleme.Seid neueste habe ich in San-River mit eine 0,08-0,10 vorfachspitze gefischt und 18-22 grossen Fliegen ,mit erfolg.Ohne den Vorfach einzufetten!!
Gruss
Krzysztof
Fluorocarbon
Verfasst: 25.01.2009, 21:57
von helmut herrmann
hallo in die Runde,
@ Klemens: ich stimme Dir zu, verwende FC auch nur als Vorfachspitze;
zum Karpfenfischen mit Aufsteigern ist es für mich erste Wahl.
Probleme mit durchschnittenen, verbundenen Vorfachsektionen hatte
ich bisher keine.
Kann dieses Material nur empfehlen, kostet allerdings etwas mehr.
Gruß
Helmut
Verfasst: 26.01.2009, 08:09
von Markus H.
Servus zusammen,
also ich fische in Gewässern mit heiklen Fischen, hohem Befischungsdruck usw. Fluorcarbon als Vorfachspitze. Sowohl beim Streamern und fischen mit der Nymphe als auch beim fischen mit der Trockenfliege ! An manchen Gewässern war es ein großer Unterschied ob man Nylon oder Fluorcarbon gefischt hat. Mit Fluorcarbon wurden die Bisse deutlich mehr.
Auch beim fischen mit der Trockenfliege ist so eine Vorfachspitze aus FC durchaus von Vorteil, eben weil sie ein wenig einsinkt. Wer mit Nylon Vorfachspitzen fischt sollte diese auch vor dem fischen mit LOON Snake River Mud oder Orvis Mud reinigen also entfetten ! Es ist wirklich so, daß eine gefettete Vorfachspitze viel auffälliger im Wasser ist und Fische verscheuchen kann. Man kann sich so eine Paste auch aus etwas Zahnpasta und Spüli selber machen.
Noch ein Vorteil von FC : Weil es weniger sichtbar ist kann man höhere Schnurstärken als bei Nylon fischen.
Ach ja, und FC und Nylon immer mit einem Ringerl verbinden !
Verfasst: 26.01.2009, 08:49
von Marco Reisen
Hallo,
Ich verwundere mich immer wieder, zu hören das manche mit kompletten Tippet´s aus FC Trocken fischen. Ich benutze seit Jahren FC aber bin sehr schnell wieder davon abgekommen dieses beim TroFi. zu benutzen.
Ein gutes 0,50cm langes FC singt sehr schnell ein und zieht die Fliege mit sich.
Das das VF beim TroFi etwas einsinken sollte stimmt, aber doch nur max die ersten 5 cm das ist vollkommend ausreichend.
Aus diesem Grund benutze ich nur noch beim TroFi. Mono welches die ersten 5cm mit River Mud entfettet ist.
Gruß
Marco
Verfasst: 26.01.2009, 10:09
von Michl
Moin,
ich benutze kein FC - Material mehr da es bei mir trotz Verwendung von Ringerl und der angeblich besseren Abriebfestigkeit immer wieder zu mir unerkärlichen Schnurbrüchen kam.
Habe auch schon mehrere Marken ausprobiert.
Da ich viel am Bach fische sind Baumkontakte beim Werfen nicht immer zu vermeiden und vielleicht ist das Material dann anfälliger.
Ist mir übrigens auch schon einige Male beim Anhieb gebrochen, das ärgert mich dann besonders.
Ich bin wieder bei Stroft gelandet.
Gruß Michl
Verfasst: 26.01.2009, 22:22
von gespliesste
Hallo,
ich bin auch völlig ab vom FC. Folgende Gründe:
- FC ist zwar weniger sichtig, aber dafür brauche ich (die Knoten mal weggelassen) allein von den Materialkennwerten einen stärkeren Durchmesser um die gleich Tragkraft zu erhalten.
- die Angaben der Durchmesser waren bei meinem Material (Tiemco FlouroStealth) durchweg fast 20% zu tief. Also ein ausgezeichnetes 0,14mm war ein gemessenes 0,158 mm
- Schlechte Knotenfestigkeit bei FC an FC geknotet und wie allgemein bekannt sehr schlechte Knotenfestigkeit bei FC an Monofil geknotet.
- Für FC ist eine wie auch immer geartete deformation Gift (genau das passiert beim Knoten). Und auch am Pitzenbauer habe ich einen FC Knoten im Bereich kleiner Durchmesser.
- FC ist sehr steif
um mit einem FC Vorfach die gleiche Tragkraft wie mit einem Monofil Vorfach zu erreichen brauche ich deutlich dickere Durchmesser, wobei ich den Knoten trotzdem nicht traue. Macht doch mal selber den unrepresentativen Blindtest zuhause am Bindetisch, knotet mal "FC mit FC" und "FC mit monofil" zusammen und vergleicht zu "Monofil mit Monfil" Verbindungen einfach durch Zugtest mit den Händen. Ich fand alles mit FC gemixt war deutlich unterlegen - aber wie gesagt nur ein subjektives Gefühl meiner zarten Hände.
Als ich FC durch einen Schnurstrecker aus Gummi gezogen habe, sind mir dickere Durchmesser mitunter der Länge nach aufgespleisst. Auch ein Indiz auf die schelchten Eigenschaften in Punkto Deformation.
Beim Nymphen ist die sinkfähigkeit von FC von Vorteil, aber ich finde trotzdem das die anderen Nachteile Überwiegen, so bin ich auch hier wieder beim guten alten Stroft GTM.
Im Bereich dicker Durchmesser >0,18mm fallen nach Erfahrungsberichten hier aus dem Forum die Nachteile wohl nicht mehr so auf, also vielleicht kann es seine Vorteile beim Karpfenangeln oder Streamern wirklich ausspielen.
Just my two cents ...
LG,
Olaf
Verfasst: 02.02.2009, 17:26
von jonnycatch
Fc ist nicht gleich Fc,hier gibt es riesige Unterschiede und Riverge ist mit Abstand das Beste was mir untergekommen ist....aber auch mit Abstand das teuerste.
Verfasst: 02.02.2009, 19:14
von Dirk Janßen
Michl hat geschrieben:Moin,
ich benutze kein FC - Material mehr da es bei mir trotz Verwendung von Ringerl und der angeblich besseren Abriebfestigkeit immer wieder zu mir unerkärlichen Schnurbrüchen kam.
Habe auch schon mehrere Marken ausprobiert.
Ich teile Michls Erfahrungen.
TL
Dirk