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Schußkopf clear Klasse 7/8 für Mefo-Fischerei

Verfasst: 22.01.2009, 15:42
von derflow
Hallo!

Bin krampfhaft auf der suche nach einem Schußkopf, der die oben genannten Vorraussetzungen erfüllt....
In div. Onlineshops konnte ich bis jetzt noch nix passendes finden bis auf diverse Vollschnüre mit einer transparenten Spitze.

Kann mir evtl. jemand weiterhelfen (Bezugsquelle/Hersteller?) und ggf. sogar über seine Erfahrungen mit den Dingern berichten (in Bezug auf Material, Wurfeigenschaften etc.)

Schonmal vielen Dank im voraus!

Grüße
Florian

Verfasst: 22.01.2009, 16:18
von Norbert WAF

Verfasst: 22.01.2009, 20:36
von Maifliege
Hier findest du alles...

http://www.troutcontrol.de/epages/61653 ... D=15942110

Ab und zu auch in der "Bucht"
TL
Maifliege

Verfasst: 22.01.2009, 23:27
von Achim Stahl
Hallo Florian,


was willst du damit? Zu den Dingen, die ich an meinen über 100 jährlichen Küstentagen am allerwenigsten vermisse, gehört ein transparenter Schußkopf.

Zum einen liegen Welten zwischen transparent und unsichtbar, zum anderen stört sich kein einziger Fisch an deiner wie auch immer gefärbten Schnur, wenn du ein ausreichend langes Vorfach (min. 12' plus Tippet) fischst.

Meine erste Wahl für die Küste ist eine WF mit mittellanger Keule und etwas verkürztem Front- und Reartaper. Damit kommt man mit zwei Leerwürfen klar und kann entspannt bei jedem Wetter fischen.


Viele Grüße!


Achim

Verfasst: 23.01.2009, 21:24
von Maifliege
Hallo Achim,

Respekt vor deiner Erfahrung und deinen Wurffähigkeiten. Ein Vorfach von rund 3,7m + Tippet (so ungefähr 1m vor dem Pitzenbauer?) will auch bei Wind geworfen werden!

Die Idee hinter einem wie auch immer sichtigen transparenten SK das Vorfachgedüdel zu minimieren ist berechtigt. Es werden Millionen von meterlangen Polyleadern mit ähnlicher Sichtigkeit wie eine "clear" verkauft, auch von Dir!

Warum nicht den ganzen Kopf aus Sichtigkeitsgründen auch als Vorfach verstehen? Clear ist auch "schlanker" geht bei Wind besser, ist Dir aber bekannt.

Ich erlebe einen schlanken "durchsichtigen" SK mit nicht zu hohem spezifischem Gewicht (wg. Sinkrate) als die erfolgreichste Schnurwahl z. B. auf Nordfünen.

TL
Mathhias

Verfasst: 24.01.2009, 00:31
von Achim Stahl
Hallo Maifliege,

danke, dass du meine Erfahrungen respektierst! Ich hatte mir hier, aufgrund dieser Erfahrungen erlaubt, eine recht kompromisslose Stellungennahme zum Thema "transparenter Schußkopf " abzugeben. Das war als Hilfestellung für Florian gedacht; ich kenne es nämlich auch, dass man sich, aus mangelnder Erfahrung, über etwas den Kopf zerbricht, wofür es eigentlich gar keinen Grund gibt.

Vielleicht hätte ich darauf hinweisen sollen, dass nicht nur meine eigenen subjektiven "Wurfkünste" diese Erfahrung prägen, sondern auch das, was ich als Instruktor und Guide mit Einsteigern an der Küste erlebe. Auch das Nachfrage- und Kaufverhalten meiner Kunden im Laden führt bei mir zu gewissen Erfahrungen.

Zu den Vorfächern: Die meistgekauften Küstenvorfächer in meinem Laden haben eine Länge von 15'. Daran wird in der Regel ein ein Meter langes Fluorcarbontippet angeknüpft. Selbst relative Anfänger kommen damit sehr schnell problemlos klar, wenn sie erst mal ausprobieren. Und sollte der Wind wirklich mal platt von vorne wehen, ohne dass man an eine andere Stelle ausweichen kann (ist eh eher hypothetisch!), dann nimmt man eben ein 10' Vorfach. Das hat dann auch keine Scheuchwirkung, denn bei auflandigem Wind ist das Wasser sowieso angetrübt.

Polyleader verkaufe ich so gut wie gar nicht, und wenn, dann nur an diejenigen, die sich partout nicht nicht von einem vernünftigen Vorfach überzeugen lassen wollen. Ein Polyleader ist in meinen Augen so etwas wie ein Duftstein für die Kloschüssel: eigentlich völlig überflüssig, wird aber trotzdem gerne gekauft! 8)

Im Ernst: ein Polyleder glänzt im Wasser wie ein Affenpopo und hat nur keine Scheuchwirkung, wenn man ein elend langes Tippet anknotet, und dann hat sichs auch wieder mit dem schönen Abrollen und Strecken. Außerdem ist es so schwer, dass es bei einer Schnur, die gut mit der Rute harmoniert, die ganze schöne Harmonie wieder versaut.

Zu der Windschnittigkeit und Sichtbarkeit transparenter Schußköpfe: Sie sind genau so windschnittig wie jeder andere Intermediateschußkopf und meistens wegen ihres Glanzes eher sichtbarer.

Ich weiß ja nicht, was du auf Nordfünen erlebst, aber die meisten Fliegenfischer, die ich an der Küste treffe, fischen eine stinknormale WF floating. Manche auch einen Schußkopf, manche auch eine Intermediate Schnur. Aber ich kenne niemanden, der sich Sorgen macht, weil sein Schußkopf nicht transparent ist.


Viele Grüße!


Achim

Verfasst: 24.01.2009, 14:08
von Rolf Renell
Hallo Florian ,
von meinen Erfahrungen kann ich sagen das sicherlich die Schusskopffischerei bei bestimmten Voraussetzungen einen Vorteil bietet,einen transparenten Kopf zu werfen bzw. effektiv werfen zu können bedeutet auch eine gute Wurfkontrolle zu haben ,Sichtkontrolle gleich null,man sieht dies schon zum Teil bei Vollschnüren als "transparente".Ich seh es auch immer wieder bei unseren Seminaren an der Küste ,das sich zuviel um das "Material" geschert wird,Optimierung in einigen Komponenten wie Vorfach etc. macht sicherlich Sinn,aber das wars. Eine Vollschnur werfen zu können bedeutet auch in jeder Lage Kontrolle über seinen Wurf zu haben und zusätzlich immer einen "Lerneffekt" bzw. Trainig zu haben.Wenns ein Kopf sein muss ist von Tibetorange bis Bahamabeige alles möglich ,
beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 24.01.2009, 19:17
von derflow
Hallo !

@ Maifliege & Norbert

- Vielen Dank ! Die links sind top und ich denke ich habe gefunden was ich suche.

@ Achim & Rolf

....über meine Wurfkünste mache ich mir eigentlich keine Sorgen - behaupte mal sie sind für den Zweck ausreichend :wink: . Ich sehe schon Vorteile in einem transparentem Schußkopf - und da ich mir sowieso noch einen in Intermediate zulegen will warum dann nicht gleich in clear?

Verfasst: 24.01.2009, 19:31
von Rolf Renell
Hi Florian ,na dann ist das völlig ok und du wirst damit sicherlich glücklich werden,jedem das Seine.Sollte alles wertfrei sein und nur zur Überlegung anregen.Ich denke die postings sind halt eben nur durch den praktischen Umgang und Erfahrungen geprägt
viel Erfolg ,
beste Grüsse,
Rolf

Verfasst: 24.01.2009, 22:08
von derflow
Hallo Rolf !
....passt schon. Zu Überlegungen haben eure Postings definitiv angeregt und über Qualität der Beiträge kann man sich absolut nicht beklagen.
Ganz im Gegenteil zu einigen anderen Themen im Forum wo spätestens nach dem dritten Beitrag völlig am Thema vorbei nur noch über irgendwelche dummen Kommentare oder Beleidigungen diskutiert wird.

Nochmal Vielen Dank und Grüße

Florian

Verfasst: 25.01.2009, 01:27
von fjorden
Achim Stahl hat geschrieben:Zu den Vorfächern: Die meistgekauften Küstenvorfächer in meinem Laden haben eine Länge von 15'. Daran wird in der Regel ein ein Meter langes Fluorcarbontippet angeknüpft. Selbst relative Anfänger kommen damit sehr schnell problemlos klar, wenn sie erst mal ausprobieren. Und sollte der Wind wirklich mal platt von vorne wehen, ohne dass man an eine andere Stelle ausweichen kann (ist eh eher hypothetisch!), dann nimmt man eben ein 10' Vorfach. Das hat dann auch keine Scheuchwirkung, denn bei auflandigem Wind ist das Wasser sowieso angetrübt.

Polyleader verkaufe ich so gut wie gar nicht, und wenn, dann nur an diejenigen, die sich partout nicht nicht von einem vernünftigen Vorfach überzeugen lassen wollen. Ein Polyleader ist in meinen Augen so etwas wie ein Duftstein für die Kloschüssel: eigentlich völlig überflüssig, wird aber trotzdem gerne gekauft! Cool

Im Ernst: ein Polyleder glänzt im Wasser wie ein Affenpopo und hat nur keine Scheuchwirkung, wenn man ein elend langes Tippet anknotet, und dann hat sichs auch wieder mit dem schönen Abrollen und Strecken. Außerdem ist es so schwer, dass es bei einer Schnur, die gut mit der Rute harmoniert, die ganze schöne Harmonie wieder versaut.
@Achim,
das sehe ich ganz anders. Ich konnte bisher keine Scheuchwirkung bei Polyleadern feststellen - selbst große MF nahmen die Fliege am sehr kurzem Tippet (50 cm)!!! bei Sonnenschein und unbewegtem Wasser - und sie werfen sich ohne Probleme, wenn die Schnur eine Klasse niedriger genommen wird. Gerade Anfänger_innen würde ich zu Polyleadern raten. Ein 5,5 m Tippet halte ich für absolut übertrieben. Die MF sind in der Regel alles andere als Vorfachscheu. Ich halte hingegen den Fluocarbonhype für übertrieben, ist sehr teuer und braucht kein Mensch.

Zu deinem Tip hinsichtlich Schwimmschnur würde ich dir zustimmen. Keule von 9 - 11 m und fischen. Ein Clear Intermediate Kopf ist da unnötig und sinkt in der Regel auch viel zu schnell.
Gruß
Fjorden

Verfasst: 27.01.2009, 08:55
von Hans.
Hallo Achim,

wie geht es denn bei Dir nach der Schnurspitze Richtung Fliege weiter. Interessiert mich nur mal, weil ich seit Jahren sooo gerne mit Polyleadern fische und fange.

Grüße
Hans

Verfasst: 27.01.2009, 12:12
von Achim Stahl
Hallo Hans,
Hans Klas hat geschrieben:Hallo Achim,

wie geht es denn bei Dir nach der Schnurspitze Richtung Fliege weiter. Interessiert mich nur mal, weil ich seit Jahren sooo gerne mit Polyleadern fische und fange.

Grüße
Hans
Bei mir folgt nach der Schnurspitze ein 15' 15 lbs Climax Salmon / Steelhead Vorfach oder ein 12' 15 lbs Rivergevorfach, daran ein Vorfachring, daran etwa 1 Meter 12 lbs Fluorcarbon.

Anfängern gebe ich lieber ein 10' Vorfach. Aber auch das 15' Vorfach streckt sich viel leichter als man denkt. Ich war am Anfang auch skeptisch und wollte es nur bei optimalen Windverhältnissen benutzen, aber dann habe ich festgestellt, dass es sich kaum anders wirft als ein kurzes Vorfach. Nur bei extrem beschwerten Fliegen und leichter Schnurklasse ist die Länge hinderlich.

Die Sache ist ja auch nicht neu, in der britischen Stillwasserszene werden schon immer Vorfächer von fünf bis sechs Metern Länge gefischt.

Fast alle hier an der Küste, ich einschließlich, haben eine Zeit lang mit Polyleadern gefischt, und fast alle sind wieder davon abgekommen.


Viele Grüße!


Achim

Verfasst: 27.01.2009, 13:38
von goeddoek
Achim Stahl hat geschrieben: Fast alle hier an der Küste, ich einschließlich, haben eine Zeit lang mit Polyleadern gefischt, und fast alle sind wieder davon abgekommen.

Stimmt nicht ganz :wink: :D

Auch auf der anderen Seite der Ostsee ist das so :wink:


@ Florian

Wenn Du einen zweimal benutzten SK haben möchtest, bitte PN an mich. Ich bin von dem Ding nicht überzeugt - sag ich Dir aber ehrlich :wink:

Verfasst: 28.01.2009, 14:54
von Hans.
Achim Stahl hat geschrieben:Hallo Hans,
Hans Klas hat geschrieben:Hallo Achim,

wie geht es denn bei Dir nach der Schnurspitze Richtung Fliege weiter. Interessiert mich nur mal, weil ich seit Jahren sooo gerne mit Polyleadern fische und fange.

Grüße
Hans
Bei mir folgt nach der Schnurspitze ein 15' 15 lbs Climax Salmon / Steelhead Vorfach oder ein 12' 15 lbs Rivergevorfach, daran ein Vorfachring, daran etwa 1 Meter 12 lbs Fluorcarbon.

Anfängern gebe ich lieber ein 10' Vorfach. Aber auch das 15' Vorfach streckt sich viel leichter als man denkt. Ich war am Anfang auch skeptisch und wollte es nur bei optimalen Windverhältnissen benutzen, aber dann habe ich festgestellt, dass es sich kaum anders wirft als ein kurzes Vorfach. Nur bei extrem beschwerten Fliegen und leichter Schnurklasse ist die Länge hinderlich.

Die Sache ist ja auch nicht neu, in der britischen Stillwasserszene werden schon immer Vorfächer von fünf bis sechs Metern Länge gefischt.

Fast alle hier an der Küste, ich einschließlich, haben eine Zeit lang mit Polyleadern gefischt, und fast alle sind wieder davon abgekommen.


Viele Grüße!


Achim


Danke Achim!

Aber wo genau siehst Du den Unterschied? Was ist am Polyleader so viel weniger gut, oder kann man das nur im Wurf erfahren?

Grüße
Hans