Hi Bernd,
Generell hast du es schon ganz gut beschrieben, einige Anmerkungen:
1. Das gewünschte Gewicht des Kopfes
2. Die gewünschte Länge des Kopfes
3. Die Materialdichte (schwimmend, langsam sinkend, schnell sinkend usw.)
4. Die Taperung (Profilverlauf / Verjüngungsprofil)
5. Das Gewicht der Fliege.
Warum? Im Fall von Hechstreamern kann eine Fliege durchaus > 2 Gramm im nassen Zustand wiegen (kann durchaus eine Schnurklasse ausmachen), das sollte immer einkalkuliert werden. Wird leider von vielen ignoriert.
[..] da sich nicht alle Ruten- und Schnurhersteller an die Vorgaben nach AFFTA halten [..]
Nur Schurhersteller, es gibt *keine* AFTMA bzw. AFTTA Spezifikation für Fliegenruten. Lediglich inoffizielle Ansätze wie die CC-Methode.
Schießen lassen, wenn noch ein Teil des Kopfes in den Ringen ist, funktioniert nicht
Geht schon - wenn auch nicht besonders effizient. Kann aber sinnvoll sein für dynamische Rollwürfe auf kurze Distanz (mache ich durchaus öfters), dazu sollte der Verbindung zum Schusskopf nicht zu klapperig sein.
Ganz schön heftig dein Hechtgerät - ich nehm ne 7er mit 15.5 g Schussköpfen (oder leichter).
Einen 30ft. / 9.15m Schusskopf würd ich als "Normallänge" bezeichnen - kurz ist 6/7m SA hat dazu z.B. neue Skagit Einhand Schussköpfe - sind sehr kurz. Habe ich noch nicht getestet (die finde ich auch ganz schön teuer).
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Für eine digitale Waage sollte man sich IMHO immer ein Tarierungsgewicht dazu kaufen - kostet auch nicht viel ca. ~ 4 Euro. Einfach mal bei ebäh unter "Taschenwaagen" schauen.
Marco: 16.5 g ist ganz schön an der Grenze IMHO, hängt auch von der mittleren Steifigkeit der Rute ab.
Ich persöhnlich nehme ungern "zu schwere" Schussköpfe: die Präsentation ist wesentlich ungenauer, insbesondere Kontrolle bei Seitenwind finde ich schwierig. Mit leichteren Schussköpfen ist es einfacher, saubere Haarnadeln zu werfen.
Ich richte mich nach objektiv ermittelten Parametern der Rute, hier hab ich das beschrieben:
http://www.angelverein-ragow.de/Texte/Messverfahren.pdf
(den Artikel müsste ich mal überarbeiten)
Trial & Error funktioniert natürlich auch.
Das Fronttaper mache ich so ca. 2.5 m lang (Erfahrungswert) - zu kurz und die Fliege schägt zu stark - zu lang und man hat Probleme mit dem Abrollen. Ich hatte mal DTs mit zu kurzen Fronttaper - da hat man mit jedem Wurf automatisch eine Kurve geworfen

, Shakespeare DTs haben manchmal ein extrem langes Fronttaper.
Man kann sich auch sehr gut Sinktips spleissen (sehr effizient an Kanälen) - z.B. Fastsinking / Slow Intermediate Backtaper - solche Schnüre werden nicht produziert
Bis dann..
Torsten