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Lie Nielsen 212 Frage
Verfasst: 19.11.2008, 12:04
von Grasfischer
Hallo,
kann die Finger doch noch nicht weglassen und testete heute mal mein neues Geschenk. Fing heute mal an nach einer genialen Anleitung, die ich im Netz gefunden habe meinen neuen LN 212 zu schärfen bzw. einen Grat hinzuziehen, und ihn mal einzustellen. Aus dem Regal nahm ich dann ein paar aufgegebene Spleisse. Da ich sie wegen Leimfugen auf die Seite gestellt habe, hab ich schnell mal ein "schlankeres" Taper auf der Form eingestellt und angefangen sie herauszubekommen. Meine Augen funkelten als ich sah wie nach und nach die Leimfugen verschwanden

. Nun aber zur eigentlichen Frage: Habt ihr Erfahrungswerte wie lange der Grat des Eisen ca. standhält? Verwunderlich fand ich sechs Spleisse ohne Probleme mit ca. 2/10tel Übermaß hin zubekommen!
Gruß, Friedrich
Verfasst: 20.11.2008, 00:01
von Peter S.
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Verfasst: 20.11.2008, 12:45
von Grasfischer
Hallo Peter,
danke für die Antwort! Aber mal ehrlich, ich kenn niemanden der sich in einen 212er eine Nut hat fräsen lassen - Habe zwar großes Vertrauen zu meinem hiesigen Fräser, aber einen nagelneuen Scrapper bearbeiten lassen

nein lieber nicht. Eher werde ich wahrscheinlich in den Stanley 9 1/2 eine Nut von höchstens 1/10tel einfräsen lassen. Das mit den Knoten ist wirklich genial. Wie gesagt hab ich ausgerissene #4-Spleisse wieder wunderbar an den Knoten zu #2-Spleissen hinbekommen.
Nun nochmal zu meiner Frage: Interessieren würde mich wie lange der Grat bei anderen so stand hält. Lieg ich da mit ca. 6-12 Spleissen nicht schlecht oder sollte es länger gehen?
Gruß, Friedrich
Verfasst: 21.11.2008, 00:21
von Peter S.
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Verfasst: 21.11.2008, 12:41
von Grasfischer
Hallo Peter,
danke für die Antwort. Hab mir schon gedacht das da noch mehr drin sein muß. Wenn man nicht wie Du sagst zu heftig über die Form "schrabbst".
Werde mich die Tage mal intensiv mit ihm auseinander setzen...
Viele Grüße, Friedrich
LN 212
Verfasst: 21.01.2009, 22:04
von tea stick
Hey, Friedrich!
Zu Deinem Problem mit dem Scraper ohne "Grube" kann ich Dir den Tip von Bruce Connor weiterflüstern, der (gerade für Holzformen) folgende Lösung parat hat: Er klebt zwei Streifen Edelstahl (stainless Steel) an die Längsränder der Scraper-Sohle in einer Stärke von .004", und zwar mit Superkleber; er meint, daß Epoxy-Kleber die Streifen für lange Zeit festhalten. Auch wenn Du Stahlformen benutzt, werden diese Streifen hilfreich sein, denn "it keeps you blade sharp longer.".
Schönen Gruß von einem Theoretiker auf dem Weg zur Praxis.
Freimut
Nochmal: LN 212
Verfasst: 21.01.2009, 22:07
von tea stick
Ach ja, Friedrich:
Und kannst Du dem, der Dir den Scraper geschenkt hat, mal meine Anschrift geben? Ich gerne den in Bronze und mit einem gezähnten Blatt.
Gruß
Freimut
Verfasst: 22.01.2009, 14:18
von Karl
Hallo Freimut, wozu brauchst du denn ein Zahneisen? will der Karl wissen
Servus Friedrich, das Eisen kommt original mit 60° Fase, was zum Schärfen bescheiden ist, der Cattanach empfiehlt in seinem Buch 30° wie die normalen Eisen. Ich hab jetzt an meinem 45°. Läßt sich einigermaßen ordentlich schärfen und die Standzeit ist auch noch ok. Die Nielson Eisen sind eh alle sehr hochwertig und von ausgezeichneter Qualität, sieht man schon am Preis für ein Ersatzeisen. Du kannst auf die Sohle rechts und links ein hochwertiges Gewebeband kleben, hält bei mir seit 4 Ruten, läßt sich problemlos entfernen und erfüllt seinen Zweck. z.B. vorher Gewebeband auf Plexiglas kleben, mit/ohne messen und die Differenz einfach vom Endmaß abziehen. Laß uns den Jagdschein machen, für die Biester am Himmel.
Gruß Karl
Verfasst: 22.01.2009, 15:00
von Grasfischer
Servus Karl!
Inzwischen bin ich auch bei einer 45° Fase angekommen! Danke für den Tipp mit dem Gewebeband und v.a. wie Du es ausmessen tust! Werde ich bei der nächsten mal ausprobieren.
Und noch was ist mir aufgefallen: Entstehen bei Euch beím "Final-Scrappen" auch so kleine ausfranzende Fasern am Rand, die Amis sprechen da auch öfters von "Fuzzies"?
Das mit dem Jagdschein hört sich gut an! Bei uns im Tal hat man um die 100 Stück gezählt
Gruß, Friedrich
Verfasst: 22.01.2009, 16:18
von Karl
Jo, die fuzzies entstehen bei mir auch, aber erst wenn du die Ecke erreichst. Hab folg. gelesen, aber noch nicht ausprobiert. Mit dem scrapper nur die oberste Krümmung der email wegnehmen und links und rechts quasi einen Mikrorand vom email stehenlassen. Dieser verschwindet dann automatisch nach dem Wegschleifen vom Kleber. Hat außerdem den Vorteil, daß du besser im Maß bleibst, weil eigentlich, wenn du genau nach Maß einstellst, wird es ja nach dem Schleifen minimal geringer. Wobei das natürlich schon Erbsenzählerei ist und 1/100 hin oder her, können wir ja gleich auf Endmaß fräsen
Ende Karl
LN 212
Verfasst: 22.01.2009, 18:04
von tea stick
Ei, Karl (hört sich an wie bei Familie Hesselbach!),
wenn ich den Scraper schon geschenkt bekomme, warum soll ich dann auf den "Zahnspachtel" , der bei Nielsen mit angeboten wird, verzichten?
Ob ich ihn brauchen kann, wird sich dann schon herausstellen.
Und stell' Dir vor, die Franken erklären den Pfälzern morgen den Krieg - ja, wen frag' ich denn dann?
Subtotal: Das war eines meiner gefürchteten Späßle!
Liebe Grüße
Freimut
Verfasst: 29.01.2009, 19:46
von bengbengboumm
Hallo,
ich habe das Gefühl, dass meine 212 Eisen beim letzten Maschienenschleifen zu heiß wurden. Die Standtzeit, dieser, ist meiner Meinung nach zu kurz. 2 Spleisse und ich fluche. Was sagt Ihr dazu? Neue Eisen oder...?
Gruß Rico
Freiheit, ist die Freiheit des anders Denkenden.(Karl Liebknecht)
Verfasst: 29.01.2009, 22:11
von Grasfischer
Hi Rico,
kann mir nicht vorstellen mit einer Nassschleifmaschine die dicken Lee-Nielsen Eisen "kaputt zu schleifen". Aber warum nimmst Du eine Maschine dazu? Ok ich selbst hab keine und schleife alle meine Eisen von Hand, aber im Gegensatz zu den Eisen unserer Blockhobel benötigen wir ja auch keine glatte Spiegelseite oder Fase, einzig nur einen vernünftigen Grat.
Hab letztens eine sehr gute Anleitung über das Schärfen, bzw. Grat ziehen eines Schabhobeleisens gelesen. Leider finde ich gerade den Thread nicht mehr und bin mir auch nicht sicher in welchem Forum das war.
Auf jeden Fall spannte er sein Eisen in eine normale Schleifführung und legte ein 180 Korn Nassschleifpapier auf eine ebene Fläche. Nun zieht man das Eisen in Rückwärtsbewegungen über das nasse Schleifpapier, beim vorwärts schieben einfach anheben. Das ganze solang bis man einen spürbaren Grat fühlt (20-30 Vorgänge sollten reichen). Interessant in diesem Thread fand ich auch das Einstellen der Tiefe des Eisens. Hierzu legt man ein Blatt Papier (80-100gr./m²) auf eine ebene Fläche und stellt seinen 212er ungefähr auf Höhe des Bindestriches zwischen Lee und Nielsen im rechten Winkel auf das Papier. Nun setzt man das Eisen ein bis es auf der ebenen Fläche aufliegt und spannt es fest.
Mit beiden Methoden (bis auf das 180 Korn Papier) bin ich bei den letzten drei Ruten sehr gut gefahren, anstatt des Schleifpapiers nehm ich halt meinen gröbsten Wasserstein. Allerdings ziehe ich den Grat trotzdem alle 6 Spleisse nach, aber mehr will ich auch nicht.
Probiers mal aus, kann mir nicht vorstellen das die Eisen hin sind.
Gruß, Friedrich
Schleifer
Verfasst: 30.01.2009, 10:17
von palakona
Hallo! Kaputtschleifen?
@ Rico,- hab ich was Überlesen? Was für einen Nasschleifer benutzt Du? Kann ich mir bei einer Tormek, die ich gut kenne, oder einer Shinko, die ich hier benutze, eigentlich nicht vorstellen.
Also das Schleifen von den Eisen ist höchstgradig eine Erfahrungssache:
Ausprobieren und Ausprobieren und Experimentieren.
Für den Scraper würde ich bei 45 Grad bleiben und dann mit dem Einstellwinkel in dem Scraper spielen.
Und, indiskrete Frage, ist die Hobelform auch wirklich planparallel? Haarlineal?
Sonst kriegt man eh ein Problem,-
Grüße
Wolfhard
Verfasst: 30.01.2009, 13:41
von bengbengboumm
Danke für die schnellen Info´s,
ich habe die Eisen dazumal einen Bekannten zum schleifen mit gegeben. Leider erfuhr ich erst nach dem Schleifen, dass dieser die Eisen auf einer
Trockenschleifmaschiene bearbeitete. Mein Fehler,das nicht vorher geklärt zu haben:oops:. Naja wie dem auch sei. Ich ließ die Eisen auf 42 Grad anschleifen und wenn man dann bedenkt das sie mit 60 Grad geliefert werden kam da viel Material runter. Nun vermute ich das die Eisen zu heiß wurden und in ihrer Standfestigkeit gemindert wurde.
@ Wolfhard
Ich besitze eine Hobelform, wie ich sie in einem anderen Thread von mir schon beschrieb. Vielleicht kennst Du diese Form und kannst mir unter pn Infos geben.
Grüße aus Do, Rico