Theoretische Frage
Verfasst: 18.10.2008, 15:15
Hallo zusammen,
ich befasse mich jetzt seit einiger Zeit mit dem Bau einer gespliessten.
Bisher habe ich allerdings nur ein paar "Probestückchen" aus Bambus gehobelt und geleimt um mich mit den Techniken vertraut zu machen.
Nun werden die einzelnen Streifen vor dem verleimen ja begradigt. Hier ist mir folgendes eingefallen:
Beim Bau laminierter Sportbögen (meist Bambus auf einem druckresistenten Holz) wird oft ein sogenannter Perry-Reflex eingebaut. D.h. beide Laminate werden entgegen der eigentlichen Biegerichtung des Bogens gespannt und so verleimt. Dadurch hat der fertige Bogen ungespannt einen Reflex. Wirkende Kräfte werden sozusagen ins Bogeninnere verlagert. Der Zugwiderstand erhöht sich und die Gefahr, dass der Bogen "Set" (eine permanente Biegung in Zugrichtung) bekommt reduziert sich drastisch.
Was wäre denn, wenn man die Tonkinstreifen vor dem Verleimen in "Bogenform" brächte, also eine gleiche Biegung aller Streifen.? Die Streifen würden sich (unverleimt) also an den Enden berühren und in der Mitte voneinander abstehen (Ich hoffe das ist verständlich).
Als Resultat stelle ich mir einen steiferen Blank vor. Man könnte die Materialdicke also entsprechend reduzieren. Ausserdem sollte die fertige Rute besser gerade bleiben.
Wie seht Ihr das?
Gruss
Stefan
ich befasse mich jetzt seit einiger Zeit mit dem Bau einer gespliessten.
Bisher habe ich allerdings nur ein paar "Probestückchen" aus Bambus gehobelt und geleimt um mich mit den Techniken vertraut zu machen.
Nun werden die einzelnen Streifen vor dem verleimen ja begradigt. Hier ist mir folgendes eingefallen:
Beim Bau laminierter Sportbögen (meist Bambus auf einem druckresistenten Holz) wird oft ein sogenannter Perry-Reflex eingebaut. D.h. beide Laminate werden entgegen der eigentlichen Biegerichtung des Bogens gespannt und so verleimt. Dadurch hat der fertige Bogen ungespannt einen Reflex. Wirkende Kräfte werden sozusagen ins Bogeninnere verlagert. Der Zugwiderstand erhöht sich und die Gefahr, dass der Bogen "Set" (eine permanente Biegung in Zugrichtung) bekommt reduziert sich drastisch.
Was wäre denn, wenn man die Tonkinstreifen vor dem Verleimen in "Bogenform" brächte, also eine gleiche Biegung aller Streifen.? Die Streifen würden sich (unverleimt) also an den Enden berühren und in der Mitte voneinander abstehen (Ich hoffe das ist verständlich).
Als Resultat stelle ich mir einen steiferen Blank vor. Man könnte die Materialdicke also entsprechend reduzieren. Ausserdem sollte die fertige Rute besser gerade bleiben.
Wie seht Ihr das?
Gruss
Stefan