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Verwendung von Polyleadern ?
Verfasst: 22.05.2008, 14:14
von Nymph-Tom
Hallo susammen,
Ich habe bis jetzt immer normale selbsgemachte or auch gezogene Vorfächer verwendet. Da ich jetzt in die Zweihand / Lachsfischerei eingestiegen bin, bietet sich die Verwendung von Polyleadern in unterschiedlichen Ausführungen an.(float, intermediate, sink.....)
Wie funktioniert das ganze mit diesen Polyleadern? Wenn ich mir z.B. einen Polyleader in 10ft kaufe, dan ist dieser ohne Tip und ich muss ein Tip in gewünschter Stärke anknoten.......sehe ich das richtig?
Was bedeutet das für meinen Fall mit 14 Fuss Rute. Sagen wir mal ich will im Endeffekt einen Leader von 15 Fuss, wie lang soll ich den Poly kaufen (habe schon von 8 bis 12 Fuss gesehen) oder anders herum gefragt ein max wie langes Tip sollte ich anknoten, was haltet ihr für sinnvoll?
Ausserdem stellt sich mir noch die Frage bezüglich des knotens dieser Polys. Kann man die dinger ganz normal mit einem Mono verknoten und was mache wenn es durchs Tip anknoten mit der Zeit kürzer wird?
Oder verwendet ihr vieoleicht einen Pitzenbauer Ring an einem Lachvorfach um das Tip anzuknoten?
Wie ihr seht habe ich einige Fragen zu einem wahrscheinlich einfachen Thema. Ich gehe bald zum Lachsfischen und will nur optimal vorbereitet sein.
Danke schon mal für euere Hilfe.
Tom
Verfasst: 22.05.2008, 15:57
von piscator
Hi Tom,
optimal vorbereitet zum Lachsfischen ist niemand -- und mach dir keinen Kopp wg. der Polyleader, die braucht kein Mensch. Ein paar Schussköpfe in verschiedenen Dichteklassen und entsprechende Monovorfächer selbstgeknüpft (lang für Schwimmschnur, Kurz für Sinker) und du bist bestens ausgestattet. Statt 3 Polyleader lieber einen weiteren Schusskopf wenn du Geld ausgeben musst.
TL, Jürgen
Verfasst: 22.05.2008, 17:29
von guideliner
Hi, Tom
Das sehe ich wie Jürgen.
Lieber einen Schusskopf mehr!
gruß Sven
Verfasst: 22.05.2008, 18:42
von Flyfisherman Markus
Hallo Tom
Das sehe ich ein wenig anders als meine Vorredner...
Die Polyleader gibt es ja bekanntlich in verschiedenen "Währungen" floating, intermediate, sinking, fast sinking usw
Somit kannst Du noch einmal Nuancen bei der Präsentation erreichen. Als Faustlänge sollte Polyleader inkl. Tip ca. 1.5 x Rutenlänge sein bei sinkenden darf oder soll Tip kürzer sein.
Polyleader helfen auch die Fliege im Wurf gestreckt aufs Wasser zu bringen, dann fischt die Fliege sofort, manchmal sehr wichtig, wenn man zb das gegenüberliegende Ufer als Lachsstandort ausgemacht hat und Fliege sofort fischen muss, damit Lachs angesprochen wird.
Lieber Gruss
Verfasst: 22.05.2008, 19:21
von piscator
Moin,
Sagen wir es mal ganz wertfrei, ich bin die letzten 30 Jahre ohne Polyleader ausgekommen und für den Fisch am anderen Ufer gibt es die kleinen kurzen Messing oder Tungsten -- Tubes, die fischen sofort los -- viel schneller als jeder Polyleader. Ich werde deshalb auch die nächsten Jahre ohne auskommen., Jürgen
Verfasst: 23.05.2008, 07:20
von Nymph-Tom
Hallo,
Bitte keine streitereien wegen meiner Frage
Wenn ich das richtig verstenden habe sind Jürgen und Sven der Meinung ein Polyleader hat ausser den verschiedenen schwimm bzw. sinkeigenschaften keine Vorteile gegenüber einem Normalen Leader.
Wie sieht es bezüglich Memory und kringeln im Vergleich zu normalen aus?
Markus:
Du sagst als Faustregel ca. 1,5 x Rutenlänge, dies wäre in meinem Fall 21 Fuss

Hätte nicht gedacht, dass ich soo lange Leader brauche.
Verwendet ihr , wenn ihr normale geknotete oder gezogene verwendet auch so lange? Ich dachte vielleicht an ca. 17 Fuss für meine 14er Rute.
Ich hab mal etwas in den Läden Herumgeschaut und 21 Fuss habe ich als normalen Leader auch nicht gefunden......verlängert ihr die gekauften dann noch?
Gruss,
Tom
Verfasst: 05.06.2008, 08:14
von Nymph-Tom
Hallo nochmal,
Da ich bereits drei verschiedene Schussköpfe habe (float, intermediate, sink) und ich generell eigentlich keine Vorteile bei Verwenung eines Polyleaders feststellen konnte, habe ich mich in der letzten Zeit mit der Länge normaler Vorfächer beschäftigt.
Ich bin immernoch unschlüssig wie lang ich mein optimales Vorfach wählen sollte. Verwende normale Lachsfliegen auf Doppelhaken in grössen 5 - 11.
Habe jetzt ziemlich viel zwischen 15 und 20 Fuss experimentiert aber da mein Underhandcasting noch nicht perfekt ist, ist es für mich schwierig das optimale herauszufiltern.
Ich habe teilweise das gefühl dass richtung 20 Fuss besser funktioniert, da ich irgendwie einen besseren D-Loop bekommen aber ich fine auch dass diese Länge mehr "Tailing loops" verursacht......was mache ich falsch oder wie kann ich diese "Tailing loops" generell vermeiden?
Welche Länge würdet ihr für eine 14 Fuss #11 verwenden?
Gruss,
Tom
Verfasst: 05.06.2008, 12:41
von Michael St.
Hallo Tom,
mit dem Tailingloop könnte das so per Ferndiagnose für mich zwei Gründe haben:
1. evtl. ist deine Fliege ein kleinwenig zu schwer - auf Grund der Vorfachlänge streckt sich dein Wurf dann zu spät
2. (wahrscheinlicher, da oft gesehen) Ankerpunkt und Beschleunigungsbahn nicht auf einer Linie. Beispiel: Du setzt den Anker in 45 Grad zur Strömung, wirfst aber 90 Grad, quasi gerade, in die Strömung. So fängt dein Vorfach zwangsläufig immer den Kopf.
Zu deinen Vorfächern: Ich fische generell eine- bis anderthalb Rutenlängen bei Float- und Intermediate-Köpfen mit POLYLEADERN.
Bei Sinkern hat man das Problem, dass Polyleader nicht Density-Compensated sind. Der vordere, dünne Teil hängt immer höher im Wasser als der hintere. Hier fische ein ich so kurz wie möglich (Stück Mono), da ich runter möchte.
Vielleicht hilft dir das ein bisschen.
Gruß,
Michael
Verfasst: 06.06.2008, 08:26
von Nymph-Tom
Danke für die Tips Michael,
Ich werde beim nächsten Üben 2. mal genauer unter die Lupe nehmen.
Von der Vorfachlänge liege ich dann gar nicht so schlecht. Aber um es etwas genauer zu machen, wann sollte ich Richtung 14 Fuss und wann Richtung ca. 21 Fuss gehen?
Gruss,
Tom