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Warum keine normale geflochtene als Backing?
Verfasst: 03.03.2008, 23:06
von tobio
Nun, der Titel sagt es schon, warum keine normale geflochtene Schnur als Backing nehmen?
Der einzige Grund, der mir dafür einfällt wäre, das man dann nicht mit der Hand an der Schnur drillen kann.
Aber es gibt doch bestimmt sonst noch nahe liegende Argumente, auf die ich gerade nicht komme?!
Verfasst: 03.03.2008, 23:09
von gespliesste
Hallo Tobio,
das Thema wurde schon mal ausführlich besprochen. Schaust du hier
viewtopic.php?t=257333&highlight=backing
Fazit war, das sich geflochtene nach den Erfahrungen ganz gut als Backing eignet.
Olaf
Verfasst: 03.03.2008, 23:21
von tobio
Ah, ok danke Dir.
Dann Entschuldigung für das Doppelposting.
Wobei ich Dyneema meinte, also keine innen hole Schnur sonder geflochtene wie Power Pro, Stren oder Spiderwire etc.
Re: Warum keine normale geflochtene als Backing?
Verfasst: 04.03.2008, 09:17
von Hardy
tobio hat geschrieben:Nun, der Titel sagt es schon, warum keine normale geflochtene Schnur als Backing nehmen?
Der einzige Grund, der mir dafür einfällt wäre, das man dann nicht mit der Hand an der Schnur drillen kann.
Aber es gibt doch bestimmt sonst noch nahe liegende Argumente, auf die ich gerade nicht komme?!
Moin moin
Wenn dir ein Fisch die Leine bis ins Backing abzieht, drillst du ihn sicher nicht mehr mit der Hand, sondern über die Rolle. Da ist es dann m.E. nach egal, ob spezielles Backing oder geflochtene Schnur aufgespult ist.
Groetjes
Hardy
Verfasst: 04.03.2008, 09:39
von Ralph Hertling
Moinmoin!!
War es nicht so, dass sich "normales" Backing unter starker Spannung (Drill eines Monsters) NICHT in die darunter liegenden Windungen "ziehen" kann, andere Geflochtene Schnüre a priori aber wohl schon?
Aber ich bin mir sicher, das wir diese Diskussion hier sicher schon mal hatten!
TL
Ralph
Verfasst: 04.03.2008, 11:51
von gespliesste
Hallo Ralph,
die These hatte ich mitunter verbreitet, da ich das Problem einige Male beim Umspulen von sehr dünnem Backing und beim Werfen auf der Wiese hatte.
Aber ich glaube ich war der einzige und muss zugeben das ich mitunter auch sehr dünne geflochtene Schnüre als Backing auf einigen Rollen hatte. Also wenn es zu dünn wird und lange auf der Rolle unter der Hauptschnur schläft dann würde ich es hin und wieder mal zur Kontrolle ab- und wieder aufspulen.
Für die Kollegen die regelmässig Monster bis ins Backing drillen eher kein Problem, aber so weit habe ich es leider noch nicht gebracht
LG, Olaf
Backing
Verfasst: 04.03.2008, 13:54
von Tom Doll
Hallo Leute,
Die meisten als Backing benannten Schnüre sind Dacron Schnüre, der Unterschied ist meist die Einfärbung und die Länge die verkauft wird.
Stärkere Dyneema Schnur eignet sich sehr gut als Backing - kein Problem, habe ich auch schon versucht, aber Dyneema hat eine sehr glatte Oberfläche und benötigt andere Knoten. Ich habe aber gehört, daß sich Dyneema in die Löcher der Rollenspule drängt und daher nicht optimal ist. Ich kann das so nicht bestätigen, da ich noch nie so viel Backing auf eine Rolle gespult habe.
Auch 0,40er Monofilschnur geht als Backing durch, nicht mal da sehe ich Probleme. Ich habe das mal aus der Not heraus gemacht, aber keinerlei Probleme gehabt.
Gruß
Tom
Verfasst: 19.03.2008, 15:59
von Christian FS
Hallo FliFis,
ich habe jahrelang mit 0,4er Monofil als Backing gefischt, hatte nie Probleme. Drillen tut man ja dann wie bereits erwähnt über die Rolle, allerdings sind da LA Rollen von Vorteil wegen des Kringeln des Monofils mit der Zeit.
Gruß
Christian
Verfasst: 19.03.2008, 16:38
von webwood
Hallo
als Backing nehm ich eine fein geflochtene Maurerschnur aus dem Baumarkt. Hab auch einmal eine "Original" Backingschnur im FliFi-Fachhandel gekauft. Der einzige Unterschied war, die "Original" Backingschnur hat meine Flugschnur eingefärbt, die Maurerschnur tut das nicht. Ach so- Ja, der Preis war auch unterschiedlich
TL
Thomas
Verfasst: 19.03.2008, 20:04
von Eckat
Tach ersma
Ich sag mal so :
Rute 300€
Rolle 190€
Schnur 80€
Den Fisch seines Lebens verlieren weil man am Backing gespart hat.....unbezahlbar.
Was ich sagen will ist Folgendes :
Auch oder gerade ich schaue schon daß ich die Kosten für mein Hobby niedrig halte,weil der Etat begrenzt ist.
Aber wenn Leute die hier über Ruten und Rollen für mehrere hundert Euro fachsimpeln,
bzw. diese kaufen und dann überlegen wie sie am Backing nen 5er sparen können kommt mir das schon seltsam vor.
Gruß Eckat
Verfasst: 19.03.2008, 20:15
von Heinz
Hallo,
ich finde die Ansicht von Eckat absolut richtig. Wenn man sparen muss, dann am richtigen Platz und dort wo es sich lohnt. An Kleinigkeiten spart man meist nur sehr wenig und der Ärger den man sich u.U. einhandelt,
kann sehr groß sein.
Grüsse
Heinz
Verfasst: 19.03.2008, 23:08
von balto
Moin,
also Kosten hin oder her, zweckmäßig muß die Sache sein.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass insbesondere bei der Salzwasserfischerei das Backing einen entscheidenden Einfluss auf die Korrosionsbeständigkeit der Rolle hat.
Wenn ich es nicht schaffe nach Gebrauch die Salzkonzentration in der Backingwicklung auf ein Mindestmaß -also Süßwasserqualität- zu reduzieren, stellt sich im Backing ein zu starkes Elektrolyt ein. Je nach Abstand der verbauten, unterschiedlichen, metallischen Rollenbauteile in der sog. elektrochemischen Spannungsreihe der Elemente, wandern die Ionen der unedeleren Metallanteile (Anode) zu den Edeleren (Kathode).
Führt z.B. bei Eigenbaumetallrollen aus Alu und Messing dazu, dass das Messing zugunsten des Alu anläuft. Ist halt das Problem bei nur lackierten oder beschädigten Rollen. Messing (bzw. dessen Zinkanteil) dient in diesem Fall quasi als Opferanode.
Deswegen nutze ich insbesodere bei meinen alten Rollen (kein geschlitzter Großkernboden) ausschließlich monofiles Material, da dies einfach leichter zu spülen ist und nicht soviel Flüssigkeit bindet.
Bei Süßwasserrollen habe ich auch bereits Drachenschnur aus dem Modellbaubereich eingesetzt. Geht prima und färbt auch nicht ab.
Gruß
Balto
Verfasst: 20.03.2008, 08:25
von tobio
Also mir ging es bei dem Thema weniger um die Kosten.
Gute Geflochtene ist nicht günstiger als Backing.
Vielmehr interessierte mich die Frage, warum es generell spezielles Backing sein muss und wo die Vorteile/Eigenschaften liegen, die ich evtl. übersehen habe.
Mir fällt dazu nur ein:
1. das man Backing halt noch zwischen den Fingern halten kann (spielt bei der Klasse eh keine Rolle, da Bremse)
2. Die evtl. besseren Dehnungseigenschaften des Backings, die bei einer Geflochtenen nicht vorhanden sind.
Das Ganze auch unter dem Gesichtspunkt betrachtet, dass ich beim Hechtangeln eine viel kleinere Rolle verwenden könnte, wenn ich statt 50lb Backing 50lb Geflochtene verwenden würde bei gleicher Länge.
Verfasst: 20.03.2008, 13:45
von l`omble amants
Hallo an alle Freunde des Fliegenfischens...
.. hab mit großem interesse eure beiträge gelesen und mir ist ehrlich gesagt auch nicht wirklich klar, warum es unbedingt backing und nicht geflochtene sein muss...
... ich könnte mir aber vorstellen, dass erstens ja die besondere farbsättigung der schnüre besonders schön anzuschauen ist und deshalb eine komplett bespulte rolle einfach besonders gut aussieht, im gegensatz zu ner im vergleich eher trist wirkenden bspw. grünlichen geflochtenen...
aber auch farbige geflochtene kommen eben nicht an die intensive farbe des backing´s...
... und zweitens behaupte ich, ist eine backing besser gegen das eindringen von wasser isoliert und somit leichter, geschmeidiger und vorallem auch bei kälteren temperaturen besser geeignet...
doch im großen und ganzen is der hauptgrund sicherlich das bessere aussehen der bespullten rolle
ZITAT Eckat:
"Auch oder gerade ich schaue schon daß ich die Kosten für mein Hobby niedrig halte,weil der Etat begrenzt ist.
Aber wenn Leute die hier über Ruten und Rollen für mehrere hundert Euro fachsimpeln,
bzw. diese kaufen und dann überlegen wie sie am Backing nen 5er sparen können kommt mir das schon seltsam vor."
Ach und die aussage Eckat´s find ich übrigens daneben...
kla ist die differenz des erparten sehr klein, doch geht es hier nicht nur um finanzielle aspekte.... viel wichtiger ist doch das verständnis für die einzelnen komponenten seines equipments...
ich persönlich möchte schon wissen warum ich gerade etwas spezielles verwende und wo dabei die vorteile liegen....
.. sparen am falschen ende sollte man nie aba die begründung war hier einfach unangebracht...
Verfasst: 20.03.2008, 14:00
von markus
tobio hat geschrieben:
Vielmehr interessierte mich die Frage, warum es generell spezielles Backing sein muss und wo die Vorteile/Eigenschaften liegen, die ich evtl. übersehen habe.
Hi Tobio,
es gibt demjenigen ein gutes Gefühl, der sich mit seinem Tackle am selbstempfundenen Optimum bewegt. Das ist der wahre Vorteil spezieller Backings. Vielleicht ist gar keine technologische Begründung notwendig. Maurerschnur auf meinen Abel-, Hardy- Orvis- usw- Rollen? Sorry, undenkbar. Hab ich auch nie versucht, allein der Anblick ließe mich erschauern.
Ich finde es einfach gut zu wissen, daß ich mich selbst auf das Backing verlassen könnte. Es faßt sich einfach besser an.
TL Markus