Das Drama nach dem tollen Fang...
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Hans.
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Das Drama nach dem tollen Fang...
Liebe Freunde,
Fischarten und ihr Fang, Fliegenfischen-Praxis & Technik, über diese Theamtik wird hier dauernd geschreiben. Aber nicht über den Praxis-Teil, an den wir uns vielleicht nicht so gern erinnern: Da haben wir einen tollen Fang gemacht, und durch den Freudentaumel, wir sind dann ja nicht ganz auf dieser Erde, passiert uns ein großen Mißgeschick. Wie ist es Euch in dieser Hinsicht nach dem Fang ergangen?
Hier mein Bericht:
Da fange ich vor zwei, drei Wochen meine erste Forelle über 50 cm, eine Regenbogen, ein tolles Erlebnis, Flucht mit drei großen Sprüngen, ich konnte es nicht glauben, als sie dann doch im Kescher war.
Eine Woche später will ich wieder an Wasser, habe schon alles im Auto, nur die Rute fehlt noch. Ich greife da hin, wo sie immer ist, und greife ins Leere! Da wurde mir schlagartig klar, das ich die aufgetackelte Rute, im Dunkeln neben dem Auto an einen Ast gelehnt, am Wasser stehen gelassen hatte. Nicht mal beim Ausladen des Autos hatte ich gemerkt, dass die Rute nicht dabei war. Nun war schon eine Woche vergangen. Kurz: Ich habe dann alles in Bewegung gesetzt, sie zurückzubekommen, aber sie ist futsch, mit Rolle und Schnur.
Ich habe dann von meinem Vereinsvorsitzenden erfahren, was ihm nach dem Fang von besonderen Fischen passierte.
Sein erster Lachs kostete ihm in Kanada auch die Rute. Sie blieb am Ufer liegen und zum holen war keine Zeit mehr, weil er in den Flieger mußte.
Und als junger Angler verursachte er auf der Heimfahrt vom Angeln einen schweren Verkehrsunfall, -mit einem 15-pfündigen Karpfen im Kofferraum.
Sie ist nicht ungewöhnlich, die Katastrophe nach dem tollen Fang. Was ist Euch passiert? Schreibt doch mal!
Danke und Grüße !
Hans
Fischarten und ihr Fang, Fliegenfischen-Praxis & Technik, über diese Theamtik wird hier dauernd geschreiben. Aber nicht über den Praxis-Teil, an den wir uns vielleicht nicht so gern erinnern: Da haben wir einen tollen Fang gemacht, und durch den Freudentaumel, wir sind dann ja nicht ganz auf dieser Erde, passiert uns ein großen Mißgeschick. Wie ist es Euch in dieser Hinsicht nach dem Fang ergangen?
Hier mein Bericht:
Da fange ich vor zwei, drei Wochen meine erste Forelle über 50 cm, eine Regenbogen, ein tolles Erlebnis, Flucht mit drei großen Sprüngen, ich konnte es nicht glauben, als sie dann doch im Kescher war.
Eine Woche später will ich wieder an Wasser, habe schon alles im Auto, nur die Rute fehlt noch. Ich greife da hin, wo sie immer ist, und greife ins Leere! Da wurde mir schlagartig klar, das ich die aufgetackelte Rute, im Dunkeln neben dem Auto an einen Ast gelehnt, am Wasser stehen gelassen hatte. Nicht mal beim Ausladen des Autos hatte ich gemerkt, dass die Rute nicht dabei war. Nun war schon eine Woche vergangen. Kurz: Ich habe dann alles in Bewegung gesetzt, sie zurückzubekommen, aber sie ist futsch, mit Rolle und Schnur.
Ich habe dann von meinem Vereinsvorsitzenden erfahren, was ihm nach dem Fang von besonderen Fischen passierte.
Sein erster Lachs kostete ihm in Kanada auch die Rute. Sie blieb am Ufer liegen und zum holen war keine Zeit mehr, weil er in den Flieger mußte.
Und als junger Angler verursachte er auf der Heimfahrt vom Angeln einen schweren Verkehrsunfall, -mit einem 15-pfündigen Karpfen im Kofferraum.
Sie ist nicht ungewöhnlich, die Katastrophe nach dem tollen Fang. Was ist Euch passiert? Schreibt doch mal!
Danke und Grüße !
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Man muss nicht alles mitmachen...
- Frank.
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Lieber Hans,
dieser Thread ist eine tolle Idee! Leider (?) ist mir etwas Vergleichbares noch nicht passiert, so daß ich nichts beizutragen habe - ich hoffe aber, daß wir hier so manche Geschichte zum Mitweinen oder Lachen zu lesen bekommen.
Übrigens: Falls Du - wovon ich mal ausgehe - keine Wiederholung dieses Erlebnisses planst, kann ich Dir gerne vorläufig eine Rute leihen!
Herzlichst, Frank
dieser Thread ist eine tolle Idee! Leider (?) ist mir etwas Vergleichbares noch nicht passiert, so daß ich nichts beizutragen habe - ich hoffe aber, daß wir hier so manche Geschichte zum Mitweinen oder Lachen zu lesen bekommen.
Übrigens: Falls Du - wovon ich mal ausgehe - keine Wiederholung dieses Erlebnisses planst, kann ich Dir gerne vorläufig eine Rute leihen!
Herzlichst, Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
Franz Kafka
- borlonimarco
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Hallo Hans,
Ich bin letztes Jahr nach dem Nachtdienst direkt ans Wasser geeilt. Es war im Spätherbst. Das Wetter war hässlich-herbstlich. Am Wasser ging eine Stunde erstmal gar nix. Dann hat sich eine wunderschöne Bachforelle mit guten 50 cm erbarmt und meine kleine Hasenohrnymphe eingesammelt. Nach einem schonenden Drill wurde dieser wunderbare Fisch wieder in sein Element gelassen. Ich beschloss daraufhin die Fischerei zu beenden. Auf der Heimfahrt hab ich natürlich an diesen tollen Fisch gedacht, und das Auto übersehen, welches vor mir in einer Kurve auf der Landstraße in eine kleine Einfahrt abbiegen wollte....... Bilanz: Volvo wirtschaftl. Totalschaden, gegnerischer Passat (knapp ein Jahr alt) Totalschaden......
aber eine Forelle die weiterleben durfte, auch wenn sie mir dieses Jahr leider nicht mehr begegnet ist.
Gruß
Marco
Ich bin letztes Jahr nach dem Nachtdienst direkt ans Wasser geeilt. Es war im Spätherbst. Das Wetter war hässlich-herbstlich. Am Wasser ging eine Stunde erstmal gar nix. Dann hat sich eine wunderschöne Bachforelle mit guten 50 cm erbarmt und meine kleine Hasenohrnymphe eingesammelt. Nach einem schonenden Drill wurde dieser wunderbare Fisch wieder in sein Element gelassen. Ich beschloss daraufhin die Fischerei zu beenden. Auf der Heimfahrt hab ich natürlich an diesen tollen Fisch gedacht, und das Auto übersehen, welches vor mir in einer Kurve auf der Landstraße in eine kleine Einfahrt abbiegen wollte....... Bilanz: Volvo wirtschaftl. Totalschaden, gegnerischer Passat (knapp ein Jahr alt) Totalschaden......
aber eine Forelle die weiterleben durfte, auch wenn sie mir dieses Jahr leider nicht mehr begegnet ist.
Gruß
Marco
*dermitderäschetanzt*
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Hans.
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Danke Frank,
ich habe in unserem www.goettinger-fliegenfischer.de - Forum nach ner Rute gefragt, die vielleicht jemand verkaufen möchte. Mal sehen, was der Freitag bringt.
Viele Grüße
Hans
ich habe in unserem www.goettinger-fliegenfischer.de - Forum nach ner Rute gefragt, die vielleicht jemand verkaufen möchte. Mal sehen, was der Freitag bringt.
Viele Grüße
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
Hallo Hans,
in die Reihe der Missgeschicke kann ich mich mit zwei Geschehnissen einreihen, den Rest hab ich entweder vergessen oder ist nie passiert.
Auf dem Weg zum sommerlichen Barschfischen habe ich voller Vorfreude meine Rute AUSNAHMSWEISE bereits aufgerüstet in den Kofferraum des Autos gelegt, zusammen mit einer zweiten Rute.
Ein paar hundert Meter vor dem gewohnten und sehnlichst angesteuerten Parkplatz macht die Strasse eine geschätzte 110° Kurve. Neben den Ruten im Kofferraum lag ein überarbeiteter Computer, ein wahrer "Turm". Auf der Seite zwar, aber ich bin noch nicht fertig.
Diese besagte Kurve jedenfalls hat bei den rasanten 11km/h des Fahrzeugs das Wunder vollbracht, dass sich der Computer von der einen Seite auf die andere legt, leider nicht ohne dabei ein deutliches Knirschen und Knacken zu erzeugen.
Innerlich hatte ich beim Abbremsen gehofft es sei lediglich der Rechner selbst gewesen, der sich nun aufgelöst habe. Natürlich, und eine innere Gewissheit die sich in derartigen Situationen ja leider meist (immer?) bewahrheitet sagte es mir bereits, war die aufgerüstete Rute verschieden. Oder besser, sie war regelrecht hingerichtet worden.
Das die zweite Rute dem Tod um etwa 2,7cm entgangen war konnte mich in dem Moment irgendwie auch nicht so richtig trösten.
Bevor ich am Wasser stand war der Tag bereits gelaufen.
Anderes Malheur,
ebenfalls auf dem Weg zu einem Fischgewässer und voller Vorfreude hielt der Fahrer das Fahrzeug auf abgelegener Strecke an um mir die Möglichkeit des Erleichterns zu geben. Also raus aus dem Auto und die Tür voller Freude mit Schwung..., inzwischen hatte sich ein in meinem Besitz befindliches Rutenrohr hinter dem Sitz hervor gemogelt und ragte ein paar spöttische Zentimeter aus eben dieser Wagentür .. "GGGrrrrKKKK"!!!!
Seit dem vertraue ich nur wirklich stabilen Rutenköchern und den wunderbaren grauen Beschützern die manche auch gern als HT- oder Abflussrohre bezeichnen. Zudem ist ein etwas gemäßigtes Temperament nicht nur der Vorfreude nicht abträglich, es kann sogar helfen die Lebenszeit diverser Begleitgegenstände erheblich zu verlängern.
In diesem Sinne, Jan
in die Reihe der Missgeschicke kann ich mich mit zwei Geschehnissen einreihen, den Rest hab ich entweder vergessen oder ist nie passiert.
Auf dem Weg zum sommerlichen Barschfischen habe ich voller Vorfreude meine Rute AUSNAHMSWEISE bereits aufgerüstet in den Kofferraum des Autos gelegt, zusammen mit einer zweiten Rute.
Ein paar hundert Meter vor dem gewohnten und sehnlichst angesteuerten Parkplatz macht die Strasse eine geschätzte 110° Kurve. Neben den Ruten im Kofferraum lag ein überarbeiteter Computer, ein wahrer "Turm". Auf der Seite zwar, aber ich bin noch nicht fertig.
Diese besagte Kurve jedenfalls hat bei den rasanten 11km/h des Fahrzeugs das Wunder vollbracht, dass sich der Computer von der einen Seite auf die andere legt, leider nicht ohne dabei ein deutliches Knirschen und Knacken zu erzeugen.
Innerlich hatte ich beim Abbremsen gehofft es sei lediglich der Rechner selbst gewesen, der sich nun aufgelöst habe. Natürlich, und eine innere Gewissheit die sich in derartigen Situationen ja leider meist (immer?) bewahrheitet sagte es mir bereits, war die aufgerüstete Rute verschieden. Oder besser, sie war regelrecht hingerichtet worden.
Das die zweite Rute dem Tod um etwa 2,7cm entgangen war konnte mich in dem Moment irgendwie auch nicht so richtig trösten.
Bevor ich am Wasser stand war der Tag bereits gelaufen.
Anderes Malheur,
ebenfalls auf dem Weg zu einem Fischgewässer und voller Vorfreude hielt der Fahrer das Fahrzeug auf abgelegener Strecke an um mir die Möglichkeit des Erleichterns zu geben. Also raus aus dem Auto und die Tür voller Freude mit Schwung..., inzwischen hatte sich ein in meinem Besitz befindliches Rutenrohr hinter dem Sitz hervor gemogelt und ragte ein paar spöttische Zentimeter aus eben dieser Wagentür .. "GGGrrrrKKKK"!!!!
Seit dem vertraue ich nur wirklich stabilen Rutenköchern und den wunderbaren grauen Beschützern die manche auch gern als HT- oder Abflussrohre bezeichnen. Zudem ist ein etwas gemäßigtes Temperament nicht nur der Vorfreude nicht abträglich, es kann sogar helfen die Lebenszeit diverser Begleitgegenstände erheblich zu verlängern.
In diesem Sinne, Jan
Hallo Hans,
Ich kann nur meine Geschichte vom Geklauten Auto erzählen, die Du ja bereits kennst aber vielleicht an dieser Stelle auch passt.
Zum Hechtfischen hatte ich mir die Loomis Rute meines Vaters ausgeliehen, welche er immerzu hütet wie seinen Augapfel und an die immer nur in Ausnahmesituationen und selbst dann nur sehr schwer und in zahlreiche Versprechungen eingebettet dranzukommen ist. Es hatte nun aber geglückt und so freute ich mich nicht mit meiner eigenen 5er Rute schwere Streamer rausschlenzen zu müssen sondern hierfür die kräftigere 8er zur Verfügung zu haben und also mal richtig feuern zu können. Natürlich hatte ich trotzdem auch mein eigenes Gerät dabei und eben in einem solchen von Jan bereits erwähnten "grauen Rutenrohr" im Kofferraum. Daneben meine Tasche mit den Fliegen, Rolle und was man sonst so hat... Am Wasser angekommen parkte ich auf dem nahezu verlassenen Parkplatz des eher abgelegenen Baggersees, zog mir die Watstiefel an, schnappte mir eine Handvoll selbstgebundener Hechtverführer, machte die Loomis startklar und schon konnte es losgehen. Es war schon abend und so war von vornherein klar, dass ich nicht so viel Zeit zum Fischen haben würde. Nach etwa 2 Stunden und einem herrlichen Sonnenuntergang am leider nicht so romantischen Baggersee war ich noch ohne Biss und entschloss mich meinem mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Arm ein Pause zu gönnen und nach Hause zu fahren. Zurück am Parkplatz musste ich dann jedoch schockiert feststellen, dass jemand mein Auto geklaut hatte und - das machte die Sache ja noch viel Schlimmer - meine gesamte eigene Ausrüstung noch mit im Auto war! Verdammt! Naja, immerhin hatte ich ja MEINE Rute Verloren und nicht auch noch die meines Vaters. Einzig und allein sein Rutenrohr (kein graues diesmal) war noch im Auto gewesen und würde wohl von mir kompensiert werden müssen...
Die Situation war glasklar und nachdem ich den verwinkelten Parkplatz im Dunkeln mehrfach abgesucht hatte rief ich die Polizei. Es folgten Stunden mit stumm kopfschüttelnden Polizisten und Momenten in denen ich mich Aussagen konfrontiert sah wie: "Na hörn' se ma! Ich will Ihnen ja nich zu nah treten aber wer klaut denn einen 12 Jahre alten Golf?"
Naja, weiß auch nicht her Wachtmeister aber weg ist er nunmal! Und meine Angel auch, hätt ich am liebsten zugefügt.
Zum Aufnehmen meiner Anzeige musste ich dann noch aufs Polizeirevier wo der Beamte meine Aussage mittels des "Ein Adler Sucht" Systems in den Computer eingab. Ich denke die Polizei bekommt schon so einiges zu sehen aber jemanden mit Fliegenrute und Wathose hatten sie dort, ihren Blicken nach zu Urteilen, noch nie gehabt.
Jetzt kommt aber das gute Ende der Geschichte. Meine Versicherung stellte mir dank eines vor etlichen Jahren abgeschlossenen und bei mir in der Zwischenzeit in Vergessenheit geratenen Schutzbriefes für eine Woche einen Ersatzwagen. Mit diesem erledigte ich 6 1/2 Tage all' meine notwendigen Erledigungen (war gar ein neuer Passat!) um dann die Nachricht zu erhalten mein Auto sei wieder aufgetaucht. Fahrbar sogar - was auch immer das heißen möge! Am nächsten Tag konnte ich es kaum abwarten zur Verwahrungsstelle zu fahren! Innerlich hatte ich den Verlust meines gesamten Gerätes schon verbucht und es blieb' nur darauf zu hoffen, dass mir jemand hatte einen Streich spielen wollen...
Und tatsächlich! Der Dieb war kein Fliegenfischer gewesen (nicht, dass ich das angenommen hätte) oder muss besser bestückt sein als ich - jedenfalls waren all meine Sachen tatsächlich noch im Auto! Sogar das Rutenrohr meines Vaters! Die Geschichte hatte ich ihm zu dem Zeitpunkt aber natürlich schon erzählt. Seine Rute war ja während der ganzen Zeit am sichersten Ort (diebstahltechnisch jedenfalls) den man sich hätte denken können - meiner rechten Hand!
So lieber Hans, ich wünsche Dir eine ebenso glückliche Fügung Deiner derzeitig unglücklichen Umstände! Hoffe der Spass am Rutensuchen kompensiert zur Zeit zumindest ein klein wenig.
TL, Gruss
TRistan
Ich kann nur meine Geschichte vom Geklauten Auto erzählen, die Du ja bereits kennst aber vielleicht an dieser Stelle auch passt.
Zum Hechtfischen hatte ich mir die Loomis Rute meines Vaters ausgeliehen, welche er immerzu hütet wie seinen Augapfel und an die immer nur in Ausnahmesituationen und selbst dann nur sehr schwer und in zahlreiche Versprechungen eingebettet dranzukommen ist. Es hatte nun aber geglückt und so freute ich mich nicht mit meiner eigenen 5er Rute schwere Streamer rausschlenzen zu müssen sondern hierfür die kräftigere 8er zur Verfügung zu haben und also mal richtig feuern zu können. Natürlich hatte ich trotzdem auch mein eigenes Gerät dabei und eben in einem solchen von Jan bereits erwähnten "grauen Rutenrohr" im Kofferraum. Daneben meine Tasche mit den Fliegen, Rolle und was man sonst so hat... Am Wasser angekommen parkte ich auf dem nahezu verlassenen Parkplatz des eher abgelegenen Baggersees, zog mir die Watstiefel an, schnappte mir eine Handvoll selbstgebundener Hechtverführer, machte die Loomis startklar und schon konnte es losgehen. Es war schon abend und so war von vornherein klar, dass ich nicht so viel Zeit zum Fischen haben würde. Nach etwa 2 Stunden und einem herrlichen Sonnenuntergang am leider nicht so romantischen Baggersee war ich noch ohne Biss und entschloss mich meinem mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Arm ein Pause zu gönnen und nach Hause zu fahren. Zurück am Parkplatz musste ich dann jedoch schockiert feststellen, dass jemand mein Auto geklaut hatte und - das machte die Sache ja noch viel Schlimmer - meine gesamte eigene Ausrüstung noch mit im Auto war! Verdammt! Naja, immerhin hatte ich ja MEINE Rute Verloren und nicht auch noch die meines Vaters. Einzig und allein sein Rutenrohr (kein graues diesmal) war noch im Auto gewesen und würde wohl von mir kompensiert werden müssen...
Die Situation war glasklar und nachdem ich den verwinkelten Parkplatz im Dunkeln mehrfach abgesucht hatte rief ich die Polizei. Es folgten Stunden mit stumm kopfschüttelnden Polizisten und Momenten in denen ich mich Aussagen konfrontiert sah wie: "Na hörn' se ma! Ich will Ihnen ja nich zu nah treten aber wer klaut denn einen 12 Jahre alten Golf?"
Naja, weiß auch nicht her Wachtmeister aber weg ist er nunmal! Und meine Angel auch, hätt ich am liebsten zugefügt.
Zum Aufnehmen meiner Anzeige musste ich dann noch aufs Polizeirevier wo der Beamte meine Aussage mittels des "Ein Adler Sucht" Systems in den Computer eingab. Ich denke die Polizei bekommt schon so einiges zu sehen aber jemanden mit Fliegenrute und Wathose hatten sie dort, ihren Blicken nach zu Urteilen, noch nie gehabt.
Jetzt kommt aber das gute Ende der Geschichte. Meine Versicherung stellte mir dank eines vor etlichen Jahren abgeschlossenen und bei mir in der Zwischenzeit in Vergessenheit geratenen Schutzbriefes für eine Woche einen Ersatzwagen. Mit diesem erledigte ich 6 1/2 Tage all' meine notwendigen Erledigungen (war gar ein neuer Passat!) um dann die Nachricht zu erhalten mein Auto sei wieder aufgetaucht. Fahrbar sogar - was auch immer das heißen möge! Am nächsten Tag konnte ich es kaum abwarten zur Verwahrungsstelle zu fahren! Innerlich hatte ich den Verlust meines gesamten Gerätes schon verbucht und es blieb' nur darauf zu hoffen, dass mir jemand hatte einen Streich spielen wollen...
Und tatsächlich! Der Dieb war kein Fliegenfischer gewesen (nicht, dass ich das angenommen hätte) oder muss besser bestückt sein als ich - jedenfalls waren all meine Sachen tatsächlich noch im Auto! Sogar das Rutenrohr meines Vaters! Die Geschichte hatte ich ihm zu dem Zeitpunkt aber natürlich schon erzählt. Seine Rute war ja während der ganzen Zeit am sichersten Ort (diebstahltechnisch jedenfalls) den man sich hätte denken können - meiner rechten Hand!
So lieber Hans, ich wünsche Dir eine ebenso glückliche Fügung Deiner derzeitig unglücklichen Umstände! Hoffe der Spass am Rutensuchen kompensiert zur Zeit zumindest ein klein wenig.
TL, Gruss
TRistan
- Frank.
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Hab ich schon gelesen. Ist aber noch so lange hin ... Wenn Du also rasch Ersatz brauchen solltest ...Hans Klas hat geschrieben:Danke Frank,
ich habe in unserem www.goettinger-fliegenfischer.de - Forum nach ner Rute gefragt, die vielleicht jemand verkaufen möchte
Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
Franz Kafka
Hallo,
vor Jahren war ich, noch vor meiner Zeit als Fliegenfischer, mit der leichten Spinnrute (5-15 Gramm und butterweich) an meinem Hausgewässer der Sieg unterwegs. In einem kleinen Buhnenfeld dann der Klassiker - MIST Hänger ! Zwei Sekunden später hat der Hänger dann in einer wahren Wolke von flüchtendem, aus dem Wasser stritzenden Kleinfisch eine fulminante Flucht hingelegt, einer der vereinzelten großen Hechte aus der Sieg hatte sich den 5cm Gummifisch geschnappt - ein Bild das ich mein gesamtes Anglerleben nicht mehr vergessen werde. Nach 40 min. Drill mit der völlig unzureichenden Rute und 20er Schnur war er dann nach Kescherbruch und anschließender Handlandung mein - 103 cm und 14 Pfund - mein erster Meterhecht. Ich kann euch sagen, ich hab Indianertänze vor Freude aufgeführt!
Am Abend war dann bei uns in Oberpleis Kirmes und der Fisch wurde mehr als ordentlich gefeiert - Kölsch bis zum Filmriß. Am nächsten Morgen wachte ich mit einer hübschen Platzwunde, die Narbe ziert jetzt noch meine linke Augenbraue , bei einem Kumpel auf dem Sofa auf. Laut Augenzeugenberichten ein ungebremster Seemannsköpper auf den Bordstein.
Wenn ich jetzt die kleine Narbe im Spiegel sehe, kommt immer die Erinnerung an diesen tollen Fang zurück und ich bin mir sicher - das wars wert !!
Grüße,
Björn
vor Jahren war ich, noch vor meiner Zeit als Fliegenfischer, mit der leichten Spinnrute (5-15 Gramm und butterweich) an meinem Hausgewässer der Sieg unterwegs. In einem kleinen Buhnenfeld dann der Klassiker - MIST Hänger ! Zwei Sekunden später hat der Hänger dann in einer wahren Wolke von flüchtendem, aus dem Wasser stritzenden Kleinfisch eine fulminante Flucht hingelegt, einer der vereinzelten großen Hechte aus der Sieg hatte sich den 5cm Gummifisch geschnappt - ein Bild das ich mein gesamtes Anglerleben nicht mehr vergessen werde. Nach 40 min. Drill mit der völlig unzureichenden Rute und 20er Schnur war er dann nach Kescherbruch und anschließender Handlandung mein - 103 cm und 14 Pfund - mein erster Meterhecht. Ich kann euch sagen, ich hab Indianertänze vor Freude aufgeführt!
Am Abend war dann bei uns in Oberpleis Kirmes und der Fisch wurde mehr als ordentlich gefeiert - Kölsch bis zum Filmriß. Am nächsten Morgen wachte ich mit einer hübschen Platzwunde, die Narbe ziert jetzt noch meine linke Augenbraue , bei einem Kumpel auf dem Sofa auf. Laut Augenzeugenberichten ein ungebremster Seemannsköpper auf den Bordstein.
Wenn ich jetzt die kleine Narbe im Spiegel sehe, kommt immer die Erinnerung an diesen tollen Fang zurück und ich bin mir sicher - das wars wert !!
Grüße,
Björn
If you can´t fish the one you love, love the one you fish...
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flatfischer
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Hallo,
bei mir war das Drama vor dem Fang.
2003 im Mai kurz nach der Hechtschonzeit morgens im Einlaufgebiet an der Sösetalsperre im Harz mit dem Wobbler auf Hecht. Ein 50er-Hechtlein erbarmt sich und sitzt knapp am Enddrilling des Wobblers. Ich setze mit langjähriger Erfahrung zur Handlandung an, um dem Fisch zum schnellen und schonenden Releasen den Kescher und mir das langwierige Rausfummeln des zweiten Drillings aus dem Keschernetz zu ersparen. Immer ist die Handlandung glatt gegangen, diesmal nicht!
Irgendwie schlägt und springt der Hecht plötzlich vor meiner Hand und der eine Haken des freien Kopfdrillings sucht sich mit meinem Ringfinger einen äußerst unpassenden Platz zum Verweilen. Vor Schreck lasse ich die Rute auf die Steinplatten des Einlaufgrabens fallen. Da der Hecht immer noch am Enddrilling sitzt und bei mir mit jeder Bewegung heftige Schmerzen verursacht, wird dieser unter den mit zusammengebissenen Zähnen zahlreich hervorquellenden nicht druckreifen Flüchen irgendwie vom Haken befreit und in sein Element zurückgesetzt.
Der Haken ist am Ende des Ringfingers glatt durchs Gewebe gegangen, selbstredend mit Widerhaken. Selbstverständlich ist wie immer, wenn man mal einen anderen Angler braucht, kein Aas am Wasser. Also den Seitenschneider genommen und versucht, die Drillingsspitze abzukneifen. Dummerweise hatte ich die etwas schwächlichen Originaldrillingen durch Qualitätsdrillinge aus äußerst solidem Stahl ersetzt. Durchkneifen ging nicht.
Da ich wenig Lust habe, mit dem Wobbler am Finger zum nächstgelegenen 10 Kilometer entfernten Arzt zu fahren (wie auch?), gibt es nur noch die Möglichkeit, den Haken durch den Finger zurückzuschieben, was unter erheblichen Schmerzen (wie sympatisch sind mir doch widerhakenlose Fliegen...) auch gelingt. Die Wunde ist auch glatt wieder verheilt, nur mußte ich beim Händeschütteln noch fast ein Jahr die Zähne zusammenbeißen.
Da mir die Lust am Angeln vorerst vergangen ist und mir nach der Eigenoperation der Sinn eher nach einem Schnaps steht, will ich nur noch nach Hause. Beim Aufnehmen der Rute hallen die nächsten fürchterlichen Flüche über das sonst so idyllische Sösetal. Meine geliebte Sportex-Spinnrute hat beim unsanften Aufprall auf die Steinplatten einige äußerst häßliche Schrammen auf dem Blank davongetragen und die Rollenkurbel meiner ebenfalls heiß geliebten alten Abu C 4-Spinnrolle ist glatt abgebrochen. Wenns läuft, dann läufts!
ABER: DIE GESCHICHTE HAT EIN GUTES ENDE GEFUNDEN!
Nachmittags bin ich dann mit der gleichen Rute, dem gleichen Wobbler und einer anderen Rolle doch noch einmal los (sind wir Angler oder Memmen?). Nach 20 Minuten Fischen und einem Fehlbiss den Platz gewechselt und dort mit dem zweiten Wurf nach 20 Jahren Angeln den langersehnten Meterhecht gefangen. 103 cm und 16 Pfund.
Die Rute fische ich immer noch und für die Rolle konnte bei der ANSPO-Angelmesse in Kassel auch noch eine neue Kurbel organisiert werden.
Ende gut, alles gut.
Helge
bei mir war das Drama vor dem Fang.
2003 im Mai kurz nach der Hechtschonzeit morgens im Einlaufgebiet an der Sösetalsperre im Harz mit dem Wobbler auf Hecht. Ein 50er-Hechtlein erbarmt sich und sitzt knapp am Enddrilling des Wobblers. Ich setze mit langjähriger Erfahrung zur Handlandung an, um dem Fisch zum schnellen und schonenden Releasen den Kescher und mir das langwierige Rausfummeln des zweiten Drillings aus dem Keschernetz zu ersparen. Immer ist die Handlandung glatt gegangen, diesmal nicht!
Irgendwie schlägt und springt der Hecht plötzlich vor meiner Hand und der eine Haken des freien Kopfdrillings sucht sich mit meinem Ringfinger einen äußerst unpassenden Platz zum Verweilen. Vor Schreck lasse ich die Rute auf die Steinplatten des Einlaufgrabens fallen. Da der Hecht immer noch am Enddrilling sitzt und bei mir mit jeder Bewegung heftige Schmerzen verursacht, wird dieser unter den mit zusammengebissenen Zähnen zahlreich hervorquellenden nicht druckreifen Flüchen irgendwie vom Haken befreit und in sein Element zurückgesetzt.
Der Haken ist am Ende des Ringfingers glatt durchs Gewebe gegangen, selbstredend mit Widerhaken. Selbstverständlich ist wie immer, wenn man mal einen anderen Angler braucht, kein Aas am Wasser. Also den Seitenschneider genommen und versucht, die Drillingsspitze abzukneifen. Dummerweise hatte ich die etwas schwächlichen Originaldrillingen durch Qualitätsdrillinge aus äußerst solidem Stahl ersetzt. Durchkneifen ging nicht.
Da ich wenig Lust habe, mit dem Wobbler am Finger zum nächstgelegenen 10 Kilometer entfernten Arzt zu fahren (wie auch?), gibt es nur noch die Möglichkeit, den Haken durch den Finger zurückzuschieben, was unter erheblichen Schmerzen (wie sympatisch sind mir doch widerhakenlose Fliegen...) auch gelingt. Die Wunde ist auch glatt wieder verheilt, nur mußte ich beim Händeschütteln noch fast ein Jahr die Zähne zusammenbeißen.
Da mir die Lust am Angeln vorerst vergangen ist und mir nach der Eigenoperation der Sinn eher nach einem Schnaps steht, will ich nur noch nach Hause. Beim Aufnehmen der Rute hallen die nächsten fürchterlichen Flüche über das sonst so idyllische Sösetal. Meine geliebte Sportex-Spinnrute hat beim unsanften Aufprall auf die Steinplatten einige äußerst häßliche Schrammen auf dem Blank davongetragen und die Rollenkurbel meiner ebenfalls heiß geliebten alten Abu C 4-Spinnrolle ist glatt abgebrochen. Wenns läuft, dann läufts!
ABER: DIE GESCHICHTE HAT EIN GUTES ENDE GEFUNDEN!
Nachmittags bin ich dann mit der gleichen Rute, dem gleichen Wobbler und einer anderen Rolle doch noch einmal los (sind wir Angler oder Memmen?). Nach 20 Minuten Fischen und einem Fehlbiss den Platz gewechselt und dort mit dem zweiten Wurf nach 20 Jahren Angeln den langersehnten Meterhecht gefangen. 103 cm und 16 Pfund.
Die Rute fische ich immer noch und für die Rolle konnte bei der ANSPO-Angelmesse in Kassel auch noch eine neue Kurbel organisiert werden.
Ende gut, alles gut.
Helge
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Darth Wader
- Beiträge: 169
- Registriert: 16.05.2007, 19:52
- Wohnort: Wo der Schwarzwald am tiefsten ist
Dieses Jahr an der Wiese im Schwarzwald ne schöne Bachforelle gekeschert. Habe den Fisch vorsichtig aus dem Netz gehoben und Ihn zurückgesetzt. Vor Entzückung glatt vergessen, den Watkescher wieder am Rücken einzuhängen. Bin munter weitergewatet und den Kescher habe ich an dem Gummizug, mit dem ich ihn gesichert hatte, wohl hinter mir hergezogen, während die Strömung munter durchpfiff.
Den Ruck, als das Gummiseil schließlich riss, habe ich gar nicht mitbekommen. Am Auto habe ich dann gemerkt, dass mir was fehlt. Hurra.
Dabei war das mein Glückskescher. An der Kleinen Wiese habe ich den schonmal auf die gleiche Art verloren, aber recht schnell gemerkt, dass nix mehr auf dem Rücken baumelt. Bin dann 200m flussabwärts und hab den Bach kontrolliert, an einem Stein mitten im Flüsschen hing das gute Stück.
Jetzt habe ich einen neuen Kescher...
Den Ruck, als das Gummiseil schließlich riss, habe ich gar nicht mitbekommen. Am Auto habe ich dann gemerkt, dass mir was fehlt. Hurra.
Dabei war das mein Glückskescher. An der Kleinen Wiese habe ich den schonmal auf die gleiche Art verloren, aber recht schnell gemerkt, dass nix mehr auf dem Rücken baumelt. Bin dann 200m flussabwärts und hab den Bach kontrolliert, an einem Stein mitten im Flüsschen hing das gute Stück.
Jetzt habe ich einen neuen Kescher...
Da erste Jahr des Fliegenfischens. Fehmarn. Schöner Herbstnachmittag.
Als es Dunkel wurde, trat ich dann, zwar ohne Fisch, aber tief Zufrieden, den Heimweg von Westermarkelsdorf durch die Wiesen zu meinem Auto an. Noch in Gedanken an den schönen Nachmittag öffnete ich ein auf dem Deich befindliches Gattertor und ging hindurch. Kurz nach Durchschreiten auf ein trockenes "Knack" und ein Ruck in der Rute. Ein Blick auf die herabbaumelnde Spitze bestätigte meine von Angst getragene Mutmaßung: Rutenbruch. Ich hatte die Rute mit der Spitze nach hinten zeigend getragen (genau: damit man in der Dunkelheit nicht versehentlich in den Boden sticht und dadurch möglicherweise die Spitze abbricht
). Aber als Binnenländer hatte ich mir um den genialen, automatischen Schließmechanismus (schräg eingebaut) der "Schaftür" keine visionären Gedanken gemacht. Ok, passiert, aber zumindest schneller Service von RST!
(Und von der nach einer anstrengenden Mefo-Tour schlicht beim Auseinanderbauen auf dem Autodach liegen gelassen Orvis Battenkill incl. Schnur möchte ich nichts weiter ausführen...oder von meinem in mühseliger Arbeit selbstgebauten Watkescher, der sich bei einer Bellybootfahrt auf der Ostsee unbemerkt gelöst hatte.....oder........)
Mark
Als es Dunkel wurde, trat ich dann, zwar ohne Fisch, aber tief Zufrieden, den Heimweg von Westermarkelsdorf durch die Wiesen zu meinem Auto an. Noch in Gedanken an den schönen Nachmittag öffnete ich ein auf dem Deich befindliches Gattertor und ging hindurch. Kurz nach Durchschreiten auf ein trockenes "Knack" und ein Ruck in der Rute. Ein Blick auf die herabbaumelnde Spitze bestätigte meine von Angst getragene Mutmaßung: Rutenbruch. Ich hatte die Rute mit der Spitze nach hinten zeigend getragen (genau: damit man in der Dunkelheit nicht versehentlich in den Boden sticht und dadurch möglicherweise die Spitze abbricht
(Und von der nach einer anstrengenden Mefo-Tour schlicht beim Auseinanderbauen auf dem Autodach liegen gelassen Orvis Battenkill incl. Schnur möchte ich nichts weiter ausführen...oder von meinem in mühseliger Arbeit selbstgebauten Watkescher, der sich bei einer Bellybootfahrt auf der Ostsee unbemerkt gelöst hatte.....oder........)
Mark






