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Wathose trocknen?

Verfasst: 28.08.2007, 18:28
von webwood
Hallo

man liest allenthalben daß Die Hose oder die Stiefel mit den Füßen nach oben aufgehängt werden sollen um zu trocknen.
Nun ist es aber so, daß feuchte Luft leichter ist als Trockene.
Also rein physikalisch gesehen müsste man dann doch die Füße nach unten hängen lassen-oder?
Bei atmungsaktiven Klamotten mag das ja anders sein, aber bei Neopren
scheint mir diese Empfehlung unlogisch.

Was meint Ihr?

TL

Thomas

Re: Wathose trocknen?

Verfasst: 28.08.2007, 18:35
von Frank.
webwood hat geschrieben: Was meint Ihr?
Lieber Thomas,

bei meiner Wathose gilt während der Sommermonate vor allem: Aufhängen möglichst weit entfernt von menschlichen Nasen, sonst - - - :kotz

Einsichtsvoll,

Dein Frank

Verfasst: 28.08.2007, 18:46
von salmosalar
Nun ist es aber so, daß feuchte Luft leichter ist als Trockene
Ahja? :roll:
Wusste ich nicht.
Dachte nur warme Luft steigt nach oben...

Lernt immer noch dazu
Salmi

Verfasst: 29.08.2007, 01:09
von Björn
Hallo,

@ salmosalar: genauer gesagt schließen sich hohe Lufttemperatur und hoher Wasserdampfgehalt nicht aus, sondern bedingen einander eingeschränkt, weil die Wasserhaltekapazität der Luft mit ihrer Temperatur steigt. Deshalb ist die Aussage " feuchte Luft ist leichter als trockene" nicht falsch, vergleicht man die Luftströme in einem begrenzten Gebiet (Trockenraum der Wathose), da dort aufsteigende Luft wärmer ist - also auch mehr Wasserdampf transportieren kann, sondern nur ungenau.

Danke,

setzen,

Björn

Verfasst: 29.08.2007, 09:59
von Maggov
Hallo Thomas,

ich denke Kondenswasser und Wasser, dass gegen die warme Luft (also von oben) in die Hose eingedrungen ist entweicht am schnellsten wenn man die Hose mit den Stiefeln nach oben aufhängt.

Meine (atmungsaktive Wathose) hat Füsslinge und da ich keine besondere Vorrichtung auf meinem Balkon habe um die Hose upside-down aufzuhängen hängt diese seit Jahren mit der Öffnung nach oben und trocknet ganz gut. Bei meiner alten Wathose war ein Füssling durchgescheuert und es drang mit der Zeit doch etwas Wasser ein - diese habe ich beidseitig durch Umkrempeln getrocknet. Die Nähte und Füsslinge haben das prima verkraftet.

Viele Grüsse und dry pants

Markus

P.S: das mit der warmen Luft kann man mittels eines Watgürtels sozialverträglicher gestalten, allerdings steigt dann mit zunehmender Fischdauer der Auftrieb :D

Verfasst: 29.08.2007, 10:11
von brummer
guten morgen,
hallo markus,du sprachst vom durchgescheuerten füssling?das problem hab ich neuerdings auch,bei mir ist aber das material zwischen den stoffschichten wech,der stoff ist noch heile....was könnt ich da machen?

lg
rene`

Verfasst: 29.08.2007, 10:23
von Maggov
Hallo Rene,

ähnlich war das bei mir - ich habe die Stelle von beiden Seiten mit Industrietape (heißt manchmal auch Panzertape) abgeklebt und mit Aquasure versiegelt. Das hielt an der Innenseite sehr gut, aussen musste ich es von Zeit zu Zeit "erneuern". Beim ersten mal hatte ich die Stelle zu sparsam abgeklebt und versiegelt - rechne also mit mehreren Versuchen...

Als ich mich dann in einen Haufen Glasscherben gesetzt habe und ein Haken ein weiteres Loch auf Höhe der Wade verursachte war mit die Flickerei zu blöd und ich habe mir eine neue Hose gekauft. Die Alte wird im Winter jedoch "renoviert" und als Ersatzhose behalten.

Viele Grüsse und viel Erfolg

Markus

P.S.: Wenn Du diese Abriebe aufgrung der Watschuhe bekommen hast (sei es durch Nähte oder Drücken der Schuhe) solltest Du diese asap austauschen.

Verfasst: 29.08.2007, 13:10
von brummer
hallo markus,
danke für den tipp,werde es mal probieren

gruß
rene`

Verfasst: 29.08.2007, 18:46
von webwood
Hallo

erstmal Danke für Eure Antworten.
Frank hatte offensichtlich im wahrsten Sinne des Wortes "Den richtigen Riecher". Ich hab eine Steg gebaut, hatte also den ganzen Tag die Wathose an und dabei weit mehr geschwitzt als beim normalen Angeln. Das Ding stinkt wie eine Mülltonne.
Zu meiner physikalischen Überlegung: Feuchte Luft enthällt mehr Wasserdampf, also H2O. Wasserstoff ist das leichteste Element, daher sollte auch feuchte Luft in Relation zur trockneren Umgebungsluft leichter sein. Ein Temperaturgefälle zwischen der Außenluft im Trockenraum und dem inneren der Hose wird ja wohl nicht bestehen. Daher denke ich eben Füße nach unten trocknet das innere der Hose schneller, aber ich bin ja leider kein Physiker

Trockene und geruchsfreie Hosen wünscht

Thomas

Verfasst: 29.08.2007, 19:44
von Moin
Mal was zum Thema Rosenduft in Watbüxen etc. :shock:
Der Biologe Oliver C. Thornton hat - nach mikrobiologischen Untersuchungen, die er an rund 20 übel riechenden Neopren-Füßlingen vorgenommen hat - folgendes festgestellt:

Verursacher des Geruchs ist Clostridium butyricum, ein Bakterium, das neben Buttersäure noch eine ganze Reihe anderer "Gestank-Hammer" bei seinen auxotrophen, anaeroben Gärprozessen herstellt.

Einfache Lösung des Problems: Nach jedem Tauchgang ein paar Spritzer Spitazid (zur Not tut es auch Sagrotan o.ä.) in die Füsslinge und einmal durchwringen, damit es überall hinkommt; das tötet die Clostridien und verhindert die Geruchsentstehung.

Spitazid ist ein Desinfektionsmittel für den Labor und Krankehausbedarf, im Handel unter dem Namen Spitacid erhältlich, das beinahe alle Bakterien und noch vieles andere tötet, indem es durch den enthaltenen Benzylalkohol verschiedene Stoffwechselvorgänge unterbindet.

Infos zu Spitazid:
http://www.uni-muenster.de/Chemie/AC/ge ... uw-d26.htm

Bezug u.a. bei http://www.tharayil.mytoday.de/desinfektion.htm

(500 ml kosten ca. 7 EUR, 5 Liter rund 70 EUR, ohne Mwst.).

Nach der Desinfektion oder vor der erneuten Benutzung sollte man die behandelten Teile gut spülen. Bis der alte Geruch aus den Füßlingen raus ist, braucht es trotzdem eine Weile. Die o.g. Methode zerstört nur den Geruchsverursacher, aber kaum den Geruch selbst. Man muss also ein bisschen Geduld haben, bis die Füßlinge wieder "normal" riechen oder ein Neoprendeodorant benutzen, beispielsweise "Sink the Stink" (http://www.flinet.com/gulfstream/sts.html), das auch in unseren Breiten unter diesem Namen in zahlreichen Tauchshops für wenig Geld erhältlich ist und wirklich gut wirkt.

Quelle: tauchen.nullzeit.at

Verfasst: 31.08.2007, 08:42
von Hans.
Hallo,
ich habe eine Wathose mit angeschweißten Stiefeln, die wurde im März 4 Jahre alt, ich benutze sie jetzt also in der 5. Saison. Die Stiefel sind mit Neopren ausgefüttert und sitzen fast wie ein Watschuh. Die Hose stinkt nicht !

Mein Tip sind Wollsocken. Ich trage IMMER Wollsocken in der Wathose, und wenn es im Sommer dünnere sind. Wolle saugt extrem viel Feuchtigkeit auf, kühlt dabei nie den Fuß aus und sorgt gleichzeitig für ein gutes Fußklima. Zieht man nach 4 oder 6 oder noch mehr Stunden die Hose aus, sind die Strümpfe beinahe naß, der Stiefel aber nicht. Ergebnis ist eine nasal-sensorisch unauffällige Wathose.

Sogar die Firma Simms hat bei allem Hi-Tec-Material Socken aus Merino-Wolle im Programm.

Zu empfehlen sind auch Wollsocken von Falke, und zwar die speziellen Wandersocken. Die sind wunderbar im Zehen- und Fersenbereich gepolstert und unverwüstlich. Die trage ich ganzjährig auch in meinen Wanderschuhen, also auch im Sommer. Etwas behaglicheres kann man seinen Füßen nicht antun. Gibts im Outdoor-Fachhandel.

Grüße
Hans

P.S. Meine Wathose wird seit dem ersten Tag an ihren Trägern so aufgehängt, dass sie dabei mit den Stiefeln auf dem Boden steht. So hängt nur wenig Gewicht an den Trägern. Aber vom Wasser bis zum Auto ist sie sowieso fast trocken...

Verfasst: 31.08.2007, 09:02
von Frank.
Hans Klas hat geschrieben:Die Hose stinkt nicht !
Das mag dem einen oder anderen hier wie übelstes Anglerlatein vorkommen. Stimmt aber - Hans' Hose war schon in meinem Kofferraum und hätte sich dort mit der Nase nicht auffinden lassen. Meine schon ...
Hans Klas hat geschrieben:Ergebnis ist eine nasal-sensorisch unauffällige Wathose.
Lieber Hans,
in der Rubrik "Geniale Wortfindung" hast Du dir soeben den Hauptpreis verdient! Demnächst lesen wir hier Fragen wie

"Liebe Leute, wie kann ich denn die nasal-sensorischen Normabweichungen meiner Wathose minimieren?" - "Liebe Freunde, mein Frau klagt über nasal-sensorische Diskrepanzen in unserer Raumflora!" usw.

Ach, wie prosaisch waren noch die Zeiten des so asozial klingenden "Käsefußes" und der "Stinkesocken". Lange hatte ich nach sprachlicher Abhilfe gesucht: Danke, mein Freund!

Herzlichst, Frank

Verfasst: 31.08.2007, 09:09
von Darth Wader
Für Trockentauchanzüge gibt es zum einen Bügel zum kopfüber-Aufhängen, die benutze ich gerne zum Aufhängen von Watklamotten, erziele damit die besten Erfolge.
Außerdem (da Trockentauchanzüge aus praktischen Gründen nicht atmungsaktiv, sondern gasdicht sind) gibt es auch diverse Produkte, um die Dinger innen zu trocknen. Eines heißt "Dampyr" und ist nichts anderes als ein schöner kleiner Sack voll Silikat. Einfach reinhängen, saugt die Feuchtigkeit von ganz alleine.
Und dann hat ein Kollege eine geniale Konstruktion gebastelt: Einfach mit grauen Wasserrohren und den entsprechenden Verbindungsteilen ein großes U gebastelt, die Rohre mit dem Akkubohrer akupunktiert und dann mittels eines Haarföns warme Luft in die Beine gejagt. So hat er auch die schwierigen Stellen in den Füßlingen problemlos trockengelegt...

Verfasst: 31.08.2007, 21:26
von Hans.
Natürlich nehme ich den Preis gerne entgegen,

lieber Frank,

habe mich über Deine Anmerkungen köstlichst amüsiert.

Herzliche Grüße
Hans