Seite 1 von 1
Melkfett Vaseline Schnur behandeln
Verfasst: 04.03.2007, 19:53
von Suki
Hallo Kollegen
Heute ist mir nach dem Fischen mal ne Idee im Kopf Rumgeschwirrt , und zwar hab Ich mir überlegt ob man Fliegenschnüre auch mit normaler Vaseline oder Melkfett abwischen kann .
Des würde doch bestimmt bei der schwimmfähigkeit helfen .
Natürlich gibt es auch tausende Schnurpflegemittel , aber die genannten Mittel gibts ja fast schon in jedem Haushalt.
Was meint ihr dazu ??
Tight Lines
Suad

Verfasst: 04.03.2007, 20:17
von Brocki
Moin Suad!
Ich könnte mir auch vorstellen,daß sich das Fett in den Ringen absetzt und und Verunreinigungen nahezu magisch anzieht.Ich hatte schon vor einigen Jahren das Vergnügen bein Stippen(ich kam auch auf die Idee).
Beste Grüße-
Micha
Verfasst: 04.03.2007, 20:33
von Heinz
Hallo Suad,
die Idee erscheint mir durchaus plausibel, die Anmerkung meines Vorposters bzgl. Absetzen in den Ringen aber auch. Ich würde auf jeden Fall so etwas vorher an einem Stück alter Fliegenschnur ausprobieren und diese anschließend so 2-3 Monate liegen lassen. Es könnte nämlich auch sein, dass das Fett das Kunststoffmaterial der Schnuroberfläche angreift (oder gewisse Zusatzstoffe zum Austritt bringt) und etwa porös macht.
Grüsse
Heinz
Verfasst: 04.03.2007, 20:36
von Eckat
Hallo Suad.
Also Melkfett oder Vaseline würd ich nicht nehmen.
Gibt 'nen Schmierfilm in den Ringen,an der Rute,
an den Fingern und natürlich auch auf dem Wasser !!!
Wenn's schon billiger sein soll,ich nehme
Caramba Kunsstoffpflege aus dem Autozubehör.
Allenfalls bei Minusgraden könnte ich mir vorstellen
das Vaseline an den Ringen das festfrieren der Schnur
verhindert.
Gruß Eckat.
Verfasst: 04.03.2007, 20:43
von Brocki
Hallo Heinz!
Daß die besagten Fette die Schnur angreifen und beschädigen könnten glaube ich nicht.Diese Fette sind mit die saubersten die es gibt.
Mir geht es eigentlich mehr um Verunreinigung und dem Problem,das diese Fette sich nicht dünn genug auftragen lassen und es auch auf der Rolle zu regelrechten Verklebungen kommen kann.-Ist nicht wirklich schön.
Beste Grüße-
Micha
Verfasst: 04.03.2007, 20:48
von Friedemann
Hallo Suad,
ich meine mich erinnern zu können dass in einer Ausgabe von
"Fisch & Fliege" ein normaler Lippenpflegestift empfohlen wurde.
Damit sollen die ersten 1 -2 m die Schnurspitze eingerieben
werden um die Schwimmfähigkeit zu erhöhen.
Für die ganze Leine würde ich ein normales Pflegemittel nehmen.
Die halten eigentlich recht lange und bei dem Preis von Fliegenschnüren
möchte ich auf der sicheren Seite sein.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Verfasst: 04.03.2007, 21:34
von Suki
Hallo Kollegen
Danke für die Antworten .
Des mit dem auftragen auf der Schnur habe Ich eigentlich so gedacht, ein wenig Fett auf ein Tuch geben und die Schnur dann durchziehen. Ich glaube da wird nur ganz ganz wenig aufgetragen das es keine Verklebungen gibt. Bei diesen zwei Fetten geht es mir nicht darum das Die billig sein sollen sondern um die gute Qualität der Fette , die man ja eigentlich fast überall draufschmieren kann .
Schaden werden die einer Schnur bestimmt nicht , da keine aggressiven Bestandteile drin sind .
Naja wenn es dann doch nicht sooo gut ist kaufe Ich lieber nen dafür vorgesehenes Pflegemittel .
Liebe Grüße
Suad

Verfasst: 04.03.2007, 21:42
von t.z.
..
Verfasst: 04.03.2007, 22:02
von Olaf Kurth
Hallo Suad,
das Problem bei Melkfett oder Vaseline ist einmal tatsächlich die temperaturabhängige Konsistenz der Fette, d. h, wenn es kälter wird, kannst du die Fette wie Margarine schmieren. Zum anderen haftet sich draußen in der Natur alles, aber wirklich alles an der eingefetteten Schnur (Pollenstaub, Samen, Dreck, etc.) an. Die Fette können unsere versiegelten Schnüre sicher nicht angreifen, aber du musst nur einmal richtig durchs Unterholz mit der fertig montierten Rute (und der eingefetteten Schnur) maschieren, dann siehst du was da alles für ein Mist dran hängen bleibt.
Wie Eckat empfehle ich dir auch Caramba Cockpit Spray und danach Caramba Kunststoff-Siegel, das Zeug lässt sich fürs Auto, Haushalt und für unsere Zwecke ideal nutzen. Mit Caramba fettest du nicht die Oberfläche der Schnur, sondern es bleibt ein feiner, konservierender Film, der schmutzabweisend wirkt und die Schnur nur so durch die Ringe schießen lässt!
Gruß, Olaf
Verfasst: 04.03.2007, 22:04
von Heinz
Hallo,
die Ummantelungen der Fliegenschnüre bestehen nach meinem Wissensstand aus PVC. Dieser Kunststoff ist ohne Zusätze nicht flexibel.
Das heisst zur Anwendung gelangt eine Mischung von PVC mit verschiedenen anderen Materialien (Weichmacher, UV Stabilisatoren, Farben etc. etc.)-ein sogenanntes Compound. Einige dieser zugesetzten Materialien haben die Eigenschaft, aus dem PVC nach gewisser Zeit langsam zu diffundieren, was besonders im Falle der Weichmacher zu einer Versprödung der Schnuroberfläche und zu Rissbildung führen kann, was in der Folge zur Unbrauchbarkeit der Flugschnur führt.
Fette vermögen diese Entwicklung nicht unwesentlich beschleunigen. Deshalb meine Bedenken, nicht extra für diesen Zweck ausgewiesene Produkte für die Pflege der Flugschnur zur verwenden.
Mich würde es aber durchaus interessieren, ob jemand weiss, ob es bereits Flugschnüre mit einer nicht aus PVC bestehenden Oberfläche gibt.
Ich traue mich fast wetten darauf, dass zumindest daran geforscht wird.
Grüsse
Heinz
Verfasst: 05.03.2007, 09:09
von Ralph Hertling
Guten Morgen zusammen!!
Ich habe in diesem Zusammenhang noch einen ähnlichen Gedanken den ich seit einger Zeit ansatzweise mit mir rum schleppe.
Als ich vor einigen Jahren noch ein Auto besaß kaufte ich zur Pflege der Windschutzscheibe und des Lackes ein Teflonpflegemittel.
Es war zwar nicht billig, aber auch nicht exorbitant teuer.
Nach der Gebrauchsanweisung reinigte ich die betroffenen Flächen penibelst und ließ sie gut trocknen.
Dann trug ich diese Flüssigkeit auf, vertreilte einen dünnen Film und "massierte" diesen ein wenig ein.
Die Folge war, dass die Windschutzscheibe deutlich schwerer verschmutzte und auftreffender Regen auch bei geringerer Fahrgeschwindigkeit schon (Gegenwind) SOFORT rückstandslos wegperlte.
Fliegendreck auf der Motorhaube und am Kühlergrill ließ sich einfach und problemlos mit einem feuchten Lappen ebenso rückstandslos locker abwischen.
Die Wirkung eines Auftrages hielt unter Umständen gut 3-4 Monate an.
Natürlich frage ich mich nun ob ein solches Mittel nicht auch unserer Fliegenleine gut tun würde!
... und watt iss' eigentlich mit die Nanopartikelsse?!?
TL
Ralph
Verfasst: 05.03.2007, 10:01
von Mathias C.
Guten Morgen Euch allen,
es gibt auf dem Reinigungsmittelsektor einiges, was man zur Schnurpflege gut verwenden kann. Z.B. gibt es für Kunststoffböden spezielle Wischpflegen, so g. "Selbstglanzemulsionen" auf Wachsbasis. Diese härten aus, bleiben jedoch elastisch und sind polierbar.
Schnüre damit dünn einreiben, trocknen lassen und anschließend mit einem fusselfreien Tuch abreiben. Die Schnur geht dann wieder ab, wie die berühmte Katze der Familie Schmidt.
Diese Wischpflegen enthalten auch spezielle Pflegeanteile für PVC und für alle, die etwas günstiges suchen- 100ml kosten ca 50 Cent.
Einen schönen Tag
Mathias