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Wie erkennt man die falsche Fliegenschnur?
Verfasst: 18.11.2006, 20:40
von maieralex
Hallo,
es gibt immer wieder Kommentare, dass eine bestimmte Fliegenrute auch eine Fliegenschnur größer oder kleiner als die Angabe auf ihr geeignet ist.
Nun meine blöde Frage: Woran erkenne ich, ob eine Fliegenschnur zu leicht oder zu schwer auf meiner Fliegenrute ist.
Alexander
Verfasst: 19.11.2006, 09:59
von kea
Hiho,
zuleicht ist ganz einfach: die Rute läft sich nicht auf, d.h. die Rute wird nicht ausreichend genug gekrümmt und kann ihre Energie nicht auf die Schnur übertragen.
Zu schwer ist nicht so einfach: wenn die Rute anfängt "hinterher" zu eiern, bzw. wenn das Wurfergebnis bei gleicher Technik wieder schlechter wird, ist die Schnur zu schwer.
Faustformel: die meisten Hersteller geben das Wurfgewicht für eine DT Schnur an. Da eine WF aber nach dem Belly leichter wird, kann man gut eine Klasse schwerer werfen. Anfänger sollten eher schwerere Schnüre nehmen, bei Fortgeschrittenen ist auch eine leichtere Schnur kein Problem, denn die Rutenladung kann dann durch den dynamischen Wurfablauf erreicht werden. (z.B. durch "ankern" der Schnur auf dem Wasser).
Verfasst: 19.11.2006, 11:02
von Nico
Hallo!
Ob eine Schnur zur Rute passt, muss man testen, normalerweise funktionieren die Herstellerangaben aber ganz gut. Aber Ausnahmen gibt es da auch. Wie gesagt, laden zu leichte Schnüre die Rute nicht auf. Wird die Rute mit einer zu schweren Schnur geworfen, fängt sie an zu "schlagen". Sie schwingt stark nach und die Schnur fliegt unruhig. Normalerweise merkt man das auch ohne Experte zu sein.
Die DT-WF These kann ich nicht unterschreiben. Die AFTMA Klasse beschreibt das Gewicht einer Schnur auf den ersten 9,14m, egal, ob es eine WF oder DT ist, egal, ob schwimmend oder sinkend. WF heißt auch nicht, dass die Keule nach den AFTMA-entscheidenden Metern zu Ende sein muss. Es gibt WF Schnüre mit Keulen von 9 Metern aber auch von 20m.
Die meisten Leinen heutzutage sind Longbelly-Schnüre, deren Keulen über 9,14m lang sind. Da wäre man schlecht beraten, sie eine Klasse schwerer zu kaufen.
Wenn man überwiegend in sehr kurzen Distanzen fischt, kann es Sinn machen, eine Klasse schwerer zu benutzen.
Das Ankern der Schnur auf dem Wasser ist kein dynamischer Ablauf, sondern ein Teil spezieller Würfe wie dem Switchcast.
Ist man nicht sicher, ob die Rute richtig bestückt ist, einfach mal eine Klasse höher und/oder niedriger werfen.
Besten Gruß
Nico
Verfasst: 19.11.2006, 13:00
von Bernd Ziesche
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