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Back to the Roots
Verfasst: 11.08.2006, 18:27
von MarkoF
Hallo Gemeinde,
dieser Denkanstoss gründete bei mir aus einem anderen Tread.
Mit welcher Ausrüstung waren die Fliegenfischer vor langer Zeit unterwegs? Vor langer Zeit ist relativ, ich weiss. Sucht euch einfach eine Zeit aus. Ich meine damit, was schleppen wir alles mit uns? Brauchen wir das ganze Zeugs wirklich?
Mir reicht beispielsweise eigentlich neben Rute einige wenige Fliegen und etwas Vorfachmaterial, ein Messer und etwas um den Haken zu lösen. Mehr benutze ich eigentlich nie. Wenn ich mit so wenig unterwegs bin, ist das Fischen irgendwie leichter, unkomplizierter und sogar schöner. Diese Einfachheit hat mich auch damals zum Fliegenfischen gebracht. Aber wenn ich jetzt meine Ausrüstung betrachte, ... ist doch eine reine Materialschlacht geworden von dem ich eigentlich das wenigste wirklich brauche.
Wie ist das bei euch? Bin gespannt auf Antworten, Meinungen und Anregungen.
Das Fliegenfischen in seiner ursprünglichen Form.
Viele Grüsse
Marko
Verfasst: 11.08.2006, 19:06
von Tom Kin
Ein Aufruf zum Konsum-Boykott/Verzicht ist nach deutschen Gesetzen verboten!
Ausserdem hast Du das Prinzip nicht verstanden, dass man sich einen Ferrari nicht kauft um von A nach B zu fahren.
Verfasst: 11.08.2006, 19:12
von Makenshi
Hallo,
ich denke, da ist schon was dran. Aber es könnte ja sein, dass zufällig ein 2m Waller den Streamer nimmt und man dann doch das Gaff zum Landen braucht, oder eine 60er Äsche reißt dir augrund von Materialermüdung das ganze Vorfach ab. Nicht zu vergessen die portable Bindeausrüstung, falls die Box beim Angeln doch mal leer wird...
Aber jetzt mal Spaß bei Seite, ich denke auch, dass wir viel zuviel Krempel zum Angeln mitnehmen. Aber trotzdem sollte man vielleicht noch etwas Fliegenfett spendieren.
Gruß,
Tristan
Verfasst: 11.08.2006, 19:16
von RolandT
Hallo Tom Kin,
erst Lesen, dann Denken und dann Reden! Vielleicht würdest Du dann verstehen, was Marko mit seinem Posting versucht hat, auszudrücken. (Wo ist das denn ein Aufruf zum Konsum Boykott?)
Übrigens täte es Gut, wenn man am Beginn seines Geschreibsels wenigstens ein Hallo oder so ähnlich hinbekommen würde. Auch ein Schlusssatz wäre nicht schlecht. Würde etwas persönlicher und freundlicher gegenüber dem anderen ausschauen. Wo bleibt denn hier der Anstand??
Mit freundlichen Grüßen,
RolandT
Verfasst: 11.08.2006, 19:45
von Tom Kin
Sorry hab' vergessen das Satire-Flag zu setzen. Ich glaube aber der Autor hat mich verstanden.
Verspreche das nächste mal ein Kniep-Augen-Smily zusetzen.
Verfasst: 11.08.2006, 19:53
von ranzi
Hallo Tom,
Dein Analogieschluss zum Ferrari hinkt. Im Sinne von Marko´s Posting wäre das wohl der Ferrari mit Anhängerkupplung und Dachgepäckträger.
Gruß, Ranzi
Verfasst: 11.08.2006, 19:56
von MarkoF
Klar Tom,
ich hab reichlich schmunzeln müssen. Das Leben ist doch ernst genug, ist doch schön wenn es hier etwas lockerer zugeht. Aber ein kurzes Hallo über dem Text liest sich einfach schöner
Gruss Marko
Verfasst: 11.08.2006, 20:28
von Tom Kin
Hallo,
ist angekommen Marko

. Bin hier noch nicht eingefahren ...
... Ferrari mit AHK und Dachgepäckträger ...

faszinierende Vorstellung.
Tom
Verfasst: 11.08.2006, 22:58
von rgermo
Hi Marko,
womit ich am Bach unterwegs bin: BW-Rucksack mit Proviant und einer Tüte für den/die Fische.
Arterienklemme an der Hose, Maßband, Messer ( auch als Priest zu gebrauchen), Fliegendose von Plano, Vorfach 018er, Nevrsink, Rute, Papiere Rauchzeug.
Thats it.
Hab keine Weste, eine Hose mit vielen Säckeln und Rucksack reichen mir.
Ach ja eine Baseballkappe und Handy.
Gruß Ralf
Back to the Rods!!!
Verfasst: 12.08.2006, 12:32
von pehers
Servus Freunde!
Gute Idee sieser Thread zumal es schüttet und ich nicht fischen gehen kann!
Ich habe immer den großen Vorteil des Fliegenfischens darin gesehen, dass ich nicht wie die Ansitzangler, wie ich sie von der Donau kenne, mit einem Sessel, einer Alusitzplattform und einem Ansitzzelt unterwegs bin!
Und das sollte auch so bleiben! Ich muß alledings zugeben, dass ich einige Jahre auch ein bisschen einem anderen Trend verfallen war - ich hatte tausende Fliegen mit am Wasser in einer zweistelligen Anzahl an Dosen und bei aufmerksamer und ehrlicher Betrachtung, habe ich eigentlich nur 10 davon gebraucht! Ich habe zwar jetzt immer noch fünf Dosen mit, aber ich bessere mich - langsam!
Denn der wicchtigste Grund dafür ist meines Erachtens, je unbeschwerter man fischt, desto unbeschwerter fischt man!!!
Beste Grüße,
Tight lines und keine braune Brühe wünscht,
Hans
Verfasst: 13.08.2006, 21:57
von allgaeufly
hallo liebe regengeplagte gemeinde,
ich finde das thema auch gut! wird man doch als potenzieller kunde mit allerlei "kram" konfrontiert! ich bin auch der meinung: weniger ist mehr! man fühlt sich leichter und freier. die meisten sachen die ich im rucksack mit rumschleppe sind gar nicht explizit fürs fischen! regenjacke, erste-hilfe-tasche, feldflasche, foto, brotzeit(!) und getränke(bier!!!) taschenofen und biwaksack(;-) ) . ich fische pro saison meist eh nur ca. 5 verschiedene streamer, 5 nymphen und 5 trockenfliegen! eine nackenleine mit dem kleinkram dran, ein jagdmesser, kescher und die polbrille (vergess ich meist!) wenn man mal so ein paar stündlein abends geht und nicht in schwieriges gelände ist es auch mal schön in ein hip-chest nur messer und tüte zu packen und die fertig montierte rute mit ein paar fliegen mit zu nehmen!
man geht fast nackt!
lg und schönen abend
Verfasst: 14.08.2006, 11:10
von Tom Kin
(nach dem etwas schnoddrigen Einstig, nun ernsthaft)
Meine Urlaube sind in der Regel grosse Wanderungen. Im Rucksack zählt jedes Gramm. (wirklich) Rolle, Rute, Vorfachtasche, Fliegendose, fertig. Halt, ein streichholzschachtelgorsses Orvis-Mehrzwecktool ist auch noch am Gürtel. Ein mittelgrosses Opinel taugt nicht nur für die Brotzeit sondern kann auch gut als Betäuber verwendet werden.
Verfasst: 15.08.2006, 09:45
von Harald aus LEV
Hallo Marko,
nachdem ich mich immer mehr bepackt habe, gehe ich seit der letzten Saison den anderen Weg und entferne alles, was ich nicht brauche.
Früher habe ich meist mehrere Fliegendosen mitgeführt (jeweils 1 f. Nymphen, Trockene, Streamer).
Nachem ich mir überlegt habe, welche Muster ich i.d.R. Fische, habe ich mir für die entsprechenden Gewässer je 1 Universaldose bestückt und nehme nur doch diese eine mit.
Des weiteren: kl. Spitzzange z. Andrücken des Widerhakens, Gink, Ersatzvorfachmaterial, kl. Messer, Clip, Priest, kl. 1.Hilfe-Pack.
Das alles findet in meinem Fischerkörbchen Platz, welches ich mir umhänge und fertig.
Gruß
Harald
Verfasst: 15.08.2006, 10:21
von Harald aus LEV
Hallo Marko,
eines noch dazu. Man kann auch zu wenig mitnehmen. Ist mir vorgestern so gegangen.
Ich wollte meinem Neffen nur kurz zeigen, wie man mit der Fliegenrute wedelt. Also Rute und Rolle eingepackt.
Kurz vor der Haustür der Gedanke "Nimm noch 'ne Fliegendose mit".
Gedacht - getan.
Am Wasser dann, doch eine Nymphe angeknotet und ein wenig gefischt. In 99% aller Fälle drücke ich den Widerhaken an. Da ich aber nur die Dose mitgenommen habe, lag meine kleine Spitzzange zu Hause herum und der Widerhaken wurde nicht angedrückt. Kurz darauf bleibt die Nymphe an einem alten Lappen, der sich im Fluß verkeilt hat hängen.
Ich ziehe zuerst sachte, dann, in Intervallen, immer stärker daran. Plötzlich löst sich die Nymphe, saust an gespannter Schnur und Vorfach wie vom Katapult getrieben aus dem Wasser heraus und verhakt sich wieder.
Diesmal aber in meinem Daumen, wobei der Haken genau unter dem Fingernagel halt findet und bis über den Widerhaken eindringt.
Ohne Widerhaken hätte ich ihn einfach herausziehen können.
So habe ich ihn mehr oder weniger herausgerissen, indem ich die Nymphe zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand genommen und gleichzeitig mit einem Ruck die Rechte nach rechts unten und die Linke nach links oben gerissen habe. Das Ganze lief ungleich schmerzhafter ab, als es hätte sein können. So folgt die Strafe auf dem Fuße!
Gruß
Harald
Verfasst: 15.08.2006, 11:02
von Olaf Kurth
Hallo Harald,
für solche Fälle hilft es, eine dickere Monofilschnur um den Hakenbogen zu legen, den vorderen Teil der Fliege oder Nymphe runter zu drücken und mit einem beherztem Ruck den Eindringling zu entfernen. Selbst mit Widerhaken ist das möglich und die Wunde ist sofort wieder verschlossen. Das habe ich schon oft gesehen und auch selbst praktiziert.
Gruß, Olaf