Original geschrieben von Mike Kühn
War vor drei Jahren an der Salmostrecke der Warnow des LAV und komplett enttäuscht. Die Warnow machte nur auf wenigen Teilstrecken auf mich den Eindruck eines Gewässers in der Salmoregion ohne das ein Forellen- oder Äschenschwanz zu sehen war. Man muss dazu sagen es war Sommer! Aber trotzdem 18 € fand ich zuviel. Hat jemand da draußen bessere Erfahrungen mit dem Bach machen können?
Grüße Mike
Der Bach ist hier quasi direkt vor meiner Haustür und ich befische ihn seit ca. 30 Jahren.
Daß in dem Bach nichts drinn ist oder daß er überfischt sei, höre ich von Gastanglern schon so lange wie dort fische..................
Die meisten mecklenburgischen Niederungsbäche sind so eine Sache für sich, man sollte sie gut kennen, sonst wird es schwierig.
Fast alle diese Strecken sind Seenabläufe, auch wenn es Quellgewässer sind, wie die Warnow und die Nebel, werden sie doch erst nach Durchfluss eines oder mehrerer Seen interessant. Das heißt nun, daß das meist recht warme Oberflächenwasser der Seen sich nach dem Ablauf erst in Waldlagen und beim Durchfließen von Torflagern auf ein für Salmoniden erträgliches Maß herunterkühlen muß.
Zum anderen kommt hinzu, daß diese Gewässer, insbesondere die Warnow sich nicht an die sonst übliche Regionseinteilung von Gewässern hält, sondern lustig zwischen Bleiregion und Forellenregion umherspringt.
Ich will damit sagen, es gibt Bereiche die Salmoniden führen und Bereiche in denen sie fast nicht vorkommen und die Bereiche sollte man kennen.
Dazu kommt, daß sich zum Beispiel die Warnow eine zusätzliche Schonzeit gönnt, nämlich den Sommer, zum einen durch die recht hohe Wassertemperatur, zum anderen durch das fast völlige Zuwuchern großer Bereiche mit Unterwasserpflanzen, die teilweise eine undurchdringliche Schicht bilden.
Auch sollte man sich vor Augen führen, daß diese Gewässer nahezu völlig selbstreproduzierend sind, es sind also keine Besatzstrecken und das ist gut so, auch sind die Bestände jährlichen Schwankungen unterworfen.
Die Warnow hat beispielsweise auch einen teilwandernden Forellenbestand Bach/Meerforelle.
Die Äsche kommt in der Warnow nur in äußerst geringfügigen Mengen vor, bis vor ein paar Jahren gab es nur wage und unbestätigte Fangmeldungen.
Ich persönlich wollte nie so recht daran glauben, da die Art nie besetzt wurde, bis ich voriges Jahr 3 Äschen fing und einige Fänge beobachten konnte. Woher die Fische kommen ist nicht ganz klar, die einzige Möglichkeit scheint ein Aufstieg aus der in die Warnow mündenden Nebel zu sein.
Fazit, man sollte so ein Gewässer wie die Warnow kennen und wissen wo und vor allem wann man dort fischen soll, dann hat man auch Erfolge.