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Mal eine wirklich harte Nuß !
Verfasst: 28.05.2006, 21:59
von Royal Coachman
Hallo Freunde !
Heut geht es aber wirklich mal an die Spezialisten !
Was unterscheidet einen
GEWOHNHEITSFISCH
von einem
BÜRGERFISCH
und was sind das überhaupt für Fische?
Viel Spass wünscht Euch
Royal Coachman
PS: Googeln zwecklos!

Verfasst: 29.05.2006, 07:49
von Karl
Servus Gebhard, vielleicht Karpfen und Karausche. Der Karpfen fürs bürgerliche Volk, die Karausche fürs gewöhnliche Volk? So wars nämlich früher. Grüßerchen Karl
Verfasst: 29.05.2006, 08:34
von Royal Coachman
Hallo Karl !
Das ist es leider nicht!
freundlichst
Gebhard
Verfasst: 29.05.2006, 11:08
von Frank.
Okay, ich mach mal einen Versuch: Der Fang der Gewohnheitsfische war jedermann erlaubt, die Bürgerfische durften nur von denjenigen gefangen werden, die das Bürgerrecht besaßen?
Ist wirklich eine harte Nuß!
Herzlich, Frank
Verfasst: 29.05.2006, 13:13
von RolandT
Hallo Gebhard,
ich muß mich zur Zeit leider raushalten. Bin in Thüringen und habe leider keinerlei Material zum Stöbern

Sollte bis zum Mittwoch Abend noch kein Lösungsvorschlag vorliegen, vielleicht kann ich dann noch etwas dazu beitragen! Schaun wir mal, wer bei diesem Rätsel mit dem Auflösen schneller sein wird. Bin jetzt schon gespannt auf das Ergebnis.
Herzlichst RolandT
Leider !
Verfasst: 29.05.2006, 17:52
von Royal Coachman
Hallo Frank !
Nicht schlecht, aber das ist es leider nicht !
Ganz schön hart die Nuß !:D
freundlichst
Gebhard
Verfasst: 29.05.2006, 18:05
von Maggov
Hallo zusammen,
ich wage mal eine ganz abgefahrene Theorie:
Der Fisch war lange Zeit das Symbol für das Christentum. Deshalb sind Gewohnheitsfische Kleriker und Bürgerfische eben bürgeliche Christen.
In diesem Sinne Friede auf Erden
Markus
Verfasst: 29.05.2006, 22:35
von ranzi
Hallo zusammen...also:
der BURGERFISCH ist meist paniert und liegt zwischen den Brötchenhälften beim FISCHBURGER.
Gruß, Ranzi

Re: Leider !
Verfasst: 29.05.2006, 22:39
von Frank.
Original geschrieben von royal coachman
Hallo Frank !
Nicht schlecht, aber das ist es leider nicht !
Ganz schön hart die Nuß !:D
freundlichst
Gebhard
Bin ich denn weit weg oder zumindest auf der richtigen Spur? Große und kleine Gewässer?
Gib mir doch mal 'nen Tip, mein Lieber!
Herzlichst, Frank
Verfasst: 30.05.2006, 09:14
von Maggov
Hi Ranzi,
auch net schlecht - nur der Gewohnheitsfisch fehlt noch

.
Einen Tip fände ich auch klasse - aber nen Schweren bitte!
Gruss
Markus
TIP
Verfasst: 30.05.2006, 09:45
von Royal Coachman
Hallo Freunde !
Großartig, das mit dem Fischburger:D, ist es aber nicht !
TIP: das sind keine Fischarten, sondern beides sind
ZINSFISCHE !
freundlichst
Gebhard
Verfasst: 30.05.2006, 12:41
von RolandT
Hallo Gebhard,
hat es zufällig hiermit etwas zu tun? :
Amtsfischerei!
"Zur Geschichte der Amtsfischerei
Die Entwicklung der Fischerei in Pockau wurde hauptsächlich von der jeweiligen Herrschaft auf der Burg Niederlauterstein bestimmt. Die Burg diente im 12. Jahrhundert dem Schutz der Händler auf den Böhmischen Steigen und war für den Markgrafen von Meissen ein Stützpunkt für die Kolonisation des Reichslandes. Im Auftrag der auf Lauterstein herrschenden Feudalherren von Leisnig warben Lokatoren junge, hoflose Bauern aus Franken als Siedler an und führten sie in den Talkessel der Pockau. Es entstand das Waldhufendorf Pockau, zu dem auch das Fischereigut gehörte. 1365 belehnte Lautersteiner Burggraf Albrecht von Leisnig mit dem Dokument " Fischereigerechtsame" die Bauern mit dem Recht zum Fischen in den damals sehr fischreichen Flüssen. Die Zinsfische (Forellen) wurden nach Lauterstein verbracht. 1434 ging Lauterstein durch Kauf an das Geschlecht der Berbisdorfer. Wolf von Berbisdorf hat die Fischereigerechtsame vom Fischereigut und weiteren Bauern zurückgekauft und das Fischereigut mit dem Fischfang beauflagt.
Während des 30- jährigen Krieges brannten 1646 schwedische Soldaten den Großteil des Waldhufendorfes nieder, so auch das Fischereigut. Der Kurfürst erzwang in Folge von den Berbisdorfern den Kauf der Herrschaft Lauterstein. Im Auftrag von Kurfürst Johann Georg dem I. wurde 1653 an Stelle des abgebrannten Fischereigutes die kurfürstliche Amtsfischerei in der heutigen Gestalt errichtet. Es lässt sich durch fehlende Dokumente heute leider nicht mehr nachweisen, ob sich der Kurfürst an der Baufinanzierung beteiligt hat. Im vom Kurfürst eingerichteten Amt Lauterstein setzte der Kurfürst einen Fischmeister als Aufseher für die Fisch- und Hegegewässer ein. Ihm unterstand auch der vom Kurfürst eingesetzte Amtsfischer zu Pockau. Jeder neue Besitzer bzw. Erbe des Amtsfischers war gleichzeitig wieder Amtsfischer. Der Amtsfischer hatte als Beamter des Kurfürsten im Dorf eine privilegierte Stellung. Er durfte einen Degen tragen und musste mit "Sie" angesprochen werden. Das Fischen wurde nun hauptsächlich von dafür bestimmten Leuten durchgeführt.
Durch die Holzflößerei ging der Fischreichtum in den Flüssen zurück. Um das geforderte Fischaufkommen zu garantieren, wurden zusätzlich noch Fischteiche angelegt. Die Fische wurden nun alle in der Amtsfischerei verarbeitet und als frische, geräucherte und gedorrte Fische hauptsächlich an den Hof des Kurfürsten nach Dresden geliefert. Zum Räuchern hatte man eine Räucherei eingebaut. Der mit einem doppelt liegenden Dachstuhl großräumig angelegte Dachraum diente in drei Ebenen dem Trocknen der Fische."
Mal schauen, ob wir uns auf diesem Wege an das Thema:
GEWOHNHEITSFISCH
und:
BÜRGERFISCH
nähern können.
Herzlichst RolandT
Verfasst: 30.05.2006, 13:30
von Frank.
... ja, das hatte ich auch schon gegoogelt ... Bin aber noch immer etwas ratlos ...
Dein Frank
Verfasst: 30.05.2006, 14:31
von markus
Hallo,
dann zitiere ich mal den Rainald Grebe, um den BÜRGERFISCH ein wenig zu erhellen:
"Faust
Wenn der Bürgerfisch brav liegt im Bett mit seiner Bürgerfischfrau
Wenn der Sohnemann verschimmelt auf dem Küchentisch draußen
Der Tag fand statt und das Wetter fand statt
Das Essen haben sich die meisten besser vorgestellt
Aber die Zeit war zu knapp
Dann liegt das letzte Bier wie jedes lezte Bier beruhigt den Magen drin"
Klingt lyrisch, aber auch abwegig.
TL Markus
Verfasst: 30.05.2006, 15:28
von Maggov
Hallo zusammen,
ich starte den nächsten Versuch, da ich mir sicher bin Gebhard hat gegoogelt bevor er den Zinsfisch erwähnt.
Also:
Der Gewohnheitsfisch ist der Fisch den ein Fischer an den fischrechtsinhabenden Menschen "regulär" abdrücken musste. Sozusagen das Tageskartenentgeld.
Der Bürgerfisch wiederum war nur bestimmten Leuten vorbehalten (analog zu Karls Annahme). An bestimmten Gewässern mussten diese Fische immer abgeführt werden, es sei denn man hatte Bürgerprivilegien, dann durfte man den einen oder anderen behalten.
Aus welcher Quelle das kommt kann ich nicht sagen, da ich wie immer k.A. habe und nur rate

...
@Markus: das Lied hatte ich auch gegoogelt, deshalb war der erste Versuch auf Menschen abgezielt.
Viele Grüsse
Markus