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WIE SCHNELL WÄCHST EIN FISCH?

Verfasst: 19.01.2006, 19:57
von Royal Coachman
Hallo Freunde !

WIE SCHNELL WÄCHST EIN FISCH?

Dass Forellen in ihrer Jugend sehr schnell wachsen und schon nach einem Jahr ihr Gewicht vervielfachen ist ja allgemein bekannt, aber wie sieht es in den Folgejahren aus?
Die Wissenschaft gibt uns hier erschöpfend Auskunft, wenig bekannt ist aber, dass Fische sogar nach ihrem Fang ein konstantes Wachstum erleben, wie ich aus dem Folgenden schließen konnte.

Mein Freund Fritz befischte im Juni ein Gewässer, das sehr große aber schwer zu fangende Bachforellen beherbergt. An einem großen Wehr, dessen Wasser auf eine schräge, unterspülte Bohlentafel herunterstürzt, hatte er anscheinend Erfolg, er berichtete am Stammtisch:

„Durch mannshohe Brennnessel musste ich mich hinunterkämpfen, um von unten anwerfen zu können, doch es lohnte sich. Eine kleinere Regenbogenforelle nahm meine selbstgebundene Goldkopfnymphe, in diesem Augenblick schoss eine große Bachforelle auf diese zu. In ihrer Panik spuckte die Regenbogenforelle die Nymphe wieder aus, worauf die Bachforelle diese sofort und ohne Misstrauen einsaugte. Nach meinem Anhieb entwickelte sich ein aufregender Drill, der unter anderem von einem extrem hohen Sprung gekennzeichnet war. Gott sei Dank fischte ich an diesem Tage meine 6er Sage, die mir eine ordentliche Führung ermöglichte und nach ca. 20 min und mehreren Adrenalinstößen gelang es mir den wunderbar gezeichneten Fisches zu keschern, 1,45 kg zeigte die Zugwaage!

14 Tage später in einem Kaffeehaus hatte der Fisch plötzlich 1,95 kg und nach einem halben Jahr 2,45 kg! :suprise:

Eines Abends rund um Weihnachten waren wir bei Fritz eingeladen, er erzählte uns, dass seine Frau diese Forelle blau gesotten hätte und die drei damals anwesenden Gäste entzückt waren, ob dieser Köstlichkeit. Zu fortgeschrittener Zeit bot seine Frau Maria an, einige belegte Brote zu schmieren und ging in die Küche, ich folgte ihr und fragte scheinheilig in welchem Topf sie denn die Forelle zubereitet hätte?
Sie zeigte mir freudestrahlend den größten Topf, der in ihrer Küche vorrätig war:
30 cm Durchmesser und 15 cm hoch! :suprise:
Ganz beachtlich murmelte ich und kam für mich zu dem logischen Schluss, dass die Forelle schon vor Fritzens erster Erzählung ein überdurchschnittliches „Nachwachstum“ erfahren haben musste.:yes:

Eine vergleichende Untersuchung über das Wachstum von Fischen vor und nach deren Fang, ist bei Prof. Fürchtegott Tulmtupfer, Rektor an der Hochschule für „Fisch-Gschmarri“ in Groß Pschlaps-Pfafflar und Dr. Josef Wolpertinger jun., seinem berühmt-berüchtigten Assistenten, in Auftrag gegeben worden.:D

Wir werden zu gegebener Zeit berichten!


Royal Coachman:

Verfasst: 19.01.2006, 21:53
von allgaeufly
hi RC,

"Nirgends wird so viel gelogen, wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd"

sagte schon Bismarck, und der mußte es ja wissen ;-)! Hier wäre nur noch Jagd durch Fischen zu ersetzen und es passt!

Aber im Ernst; schmunzeln muß man beim aufdecken von solch einem "Nachwachstum" doch schon ganz schön! Klar jeder schätzt mal oder überteibt a bisserl, das gibt es immer und überall. Übel wird es dann, wenn dadurch bestehende Gesetze (Schonmaß, Schonzeit) etc. umgangen werden sollen und man wissentlich Unfug betreibt! Wenn dann "Bären" aufgebunden werden sollen und aus untermaßigen Huchen Bafos werden, aus Seeforellen Bafos etc.! Aber das steht auf nem anderen Blatt Papier!

Dir jedenfalls viel Spaß mit deinen Kollegen und zieh einfach immer ein paaaaar cm ab! ;-)


gruß

Verfasst: 19.01.2006, 22:35
von hares ear
Da hat der ehrenwerte Graf Otto von B. beim Aufzählen wohl die Liebe vergessen. "Liebling es wird im Büro etwas später"
TL
Florian

Verfasst: 20.01.2006, 08:47
von Maggov
Lieber Gebhard,

ich bitte Dich den werten Herren der Forschung folgende Theorie nahezulegen:

Meiner Meinung nach ist es nicht so, dass die Fische vor oder nach dem Fang wachsen - nein sie schrumpfen und zwar beim Messen und bei der Entnahme!

Das merkt man schon daran, dass Fische im Wasser immer grösser sind. Nach der Entnahme - so vermute ich - verliert der Fisch sehr viel Flüssigkeit was zu einer vorübergehenden Schrumpfung führt. Gott sei Dank kann der Fisch auch post mortem die verlorene Flüssigkeit über die Luftfeuchtigkeit ausgleichen und gewinnt so seine ursprüngliche Grösse zurück. Je nach Region kann das bis zu 10 (!) Jahre dauern.

Die wissenschaftlichen Belege hierfür werde ich schnellstmöglich nachliefern.

Ergebenst:

Prof. Dr. Dr. Hans Dampf (Mag. in res obscuri)