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Hard Mono
Verfasst: 17.10.2005, 21:20
von helmut herrmann
hallo an die Runde,
immer, wenn ich auf Hecht gehe, nervt mich das Pendeln der Stahlvorfachspitze im Wurf. Hat jemand Erfahrung mit Hard Mono?
Läßt es sich problemlos knoten und hält es den Hechtzähnen stand?
Gruß
Helmut Herrmann
Verfasst: 17.10.2005, 23:59
von dreampike
Hallo Helmut,
ich hatte das Problem anfangs auch. Da habe ich versucht eine schwere Hechtfliege so zu werfen wie eine normale Trockenfliege. Das Pendeln entsteht wahrscheinlich nicht durch das Stahlvorfach, sondern schlicht durch die schwere Fliege. Vermutlich schwingst du zu früh wieder vor bzw. zurück und die Schnur bzw. das Vorfach ist noch nicht ganz durchgestreckt. Bei einer kleinen Fliege knallt es dann wie bei einem Peitschenhieb. Bei einer so großen Fliege gibt es wegen des Trägheitsmomentes keinen Knall, sondern einen Ruck, der dir den Wurf versaut. Du solltest warten, bis die Fliege ganz hinten bzw. vorne ist und zieht. Ob du da eine Stahlvorfach oder ein Monovorfach dran hast, ist m.E. nicht von Belang.
Wolfgang
Verfasst: 18.10.2005, 09:26
von roland k
Kann den Ausführungen von Wolfgang beim Wurf zustimmen, glaube demnach auch nicht das das Pendeln durch das Stahlvorfach kommt.
Ich nutze seit gut einem Jahr Hardmono und konnte einige Hechte damit aufs trockene legen. Bisher hat noch kein Hechtzahn das Hardmono was anhaben können. Angeknotet wird das Mono an einem guten Wirbel mit dem Schlaufenkonoten dadurch kann ich schnell und einfach den Streamer auswechseln.
Roland
Verfasst: 19.10.2005, 11:30
von rgermo
Schau mal:
http://85.88.1.69/forum/showthread.php? ... ost2302704
Auf Hecht mit etwas anderem als Stahl oder Wolfram ist meiner Meinung nach unverantwortlich.
Klar, Hardmono ist besser als normales Mono, sicher klappt es ach den einen oder anderen Esox auf die Schuppen zu legen damit, aber es ist eine Frage des Glückes wie der Hecht gehakt ist.
Sitzt der Köder im Maulwinkel oder hinten, dann wirds schell eng.
Grüße
Ralf
Verfasst: 19.10.2005, 20:23
von helmut herrmann
guten Abend an die Runde,
ich danke Euch für die Tips. Das Pendeln rührt wahrscheinlich davon her,
weil ich immer sehr lange Vorfächer verwende. Bei einem Streamervorfach
von 2,60 m Länge kann so ein nasser Streamer, auch wenn er noch so
materialsparsam gebaut ist, beim Wurf ganz schön unberechenbar sein.
Ralf meint, daß es unverantwortlich ist, mit etwas anderem zu fischen als
mit Stahl oder Wolfram; jeder Hecht, der sich mit einer Schnur im Maul ver-
abschiedet, ist für mich ein Stück schlechtes Gewissen.
Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher, werde beides ausprobieren. Mit dem schlechten Gewissen muß ich dann ggf. wohl leben.
Helmut Herrmann
Verfasst: 19.10.2005, 20:27
von Äschenjäger
Hallo Helmut,
weis du wie ich auf Hecht mit Köfi fische? Klein Stahl, kein Hardmono und auch kein Kevlar, sonder mit einer 0,70 Monofielen Schnur!
Das ist wirklich sehr gut, den das helt fantastisch, selbst bei großen Hechten!
Mit Hardmono hab ich noch keine Erfahrung gemacht, aber ich bwerde auch bei dem 0,70 Mono bleiben!
Gruß Marius
Verfasst: 19.10.2005, 21:01
von helmut herrmann
Grüße dich, Marius!
Wie unauffällig knotest du deine 0,7er Monospitze an ein Vorfach?
Helmut
Verfasst: 19.10.2005, 21:13
von Äschenjäger
Gar nicht, Klemmhüäsen oder mit Sec Kleber ver Kleben! Hält echt super!
Verfasst: 19.10.2005, 23:04
von Royal Coachman
Hallo Helmut !
Also so einfach kann man sich das nicht machen, ein 70iger Monofil wird bei einem erfahrenen Hecht, der immer wieder im Drill sich mit offenem Maul wälzt, durchwetzt wie ein Zwirnsfaden. Das funktioniert nur, wenn er in der Spange gehakt ist aber sonst ist er verloren. Hard Mono hingegen hält das aus, nur sollte man es nach einem starken Drill auf Verletzungen untersuchen.
Was die Verbindungen angeht, so empfehle ich von Wirbeln, Klemmhülsen und Karabinern Abstand zu nehmen, ein Hecht sieht nicht schlechter als eine Forelle und je größer und älter um so vorsichtiger gehen sie an den Köder heran.
Als Knoten hat sich der Fassknoten bewährt, wichtig dabei ist die verschiedene Anzahl von Windungen, 4-5x bei der Hauptschnur, beim dickeren Hardmono ein bis zwei weniger) und das starke Festziehen bevor die Knoten zusammengeschoben werden.
Bei der Fliegenrute ist KEIN Wirbel notwendig!
freundlichst
Royal Coachman
Verfasst: 20.10.2005, 07:17
von dreampike
Hallo Helmut,
Du hattest eine Frage und Du hast m.E. die richtigen Antworten von langjährigen und erfahrenen Hechtfliegenfischern bekommen. Und dann schreibst du, du wärst jetzt genauso schlau wie vorher? Das ärgert mich schon, da ich mir immerhin Gedanken über dein Problem gemacht habe und eine gewisse Zeit aufwenden musste, die Lösung einigermaßen verständlich zu formulieren. Und solche flapsigen Bemerkungen erhöhen nicht gerade meine Motivation, mein Wissen auf diesem Wege weiterzugeben.
Im Übrigen fische ich im Flachwasser mit sehr langen Vorfächern (bis zu 350 cm) und Tandembunnies in 6/0, ohne dass da irgendetwas pendelt oder beim Werfen stört. Und mir würden eher die Finger abfallen als beim Hechtfischen ohne Not etwas anderes wie Stahlvorfach einzusetzen!
Wolfgang
Verfasst: 20.10.2005, 09:14
von anonymus
was ver...... hat hard mono mit der rubrik filfi-lebenseinstellung zu tun?
auch deswegen genervt zu sein ist KEINE lebenseinstellung !!!
Verfasst: 20.10.2005, 09:37
von Harald aus LEV
Hallo Helmut,
ich habe bislang auch immer Stahlvorfächer benutzt, war aber auch irgendwie nicht so recht glücklich damit. Deshalb werde ich es in diesem Herbst auch mit Hardmono versuchen. Wenn ich die Erfahrung anderer lese, gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen, Hardmono scheuert sich durch, die anderen haben keine Probleme damit. Ich denke, hier muß und sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Vielleicht kommt es auch auf die Größe der zu erwartenden Fische an. Selbst wenn Hardmono etwas angescheuert ist, wird es wahrscheinlich möglich sein, einen mittelgroßen zu landen, währen eine alte Hechtoma den restlichen Faden durchreißt.
Viele Grüße Harald
Verfasst: 20.10.2005, 12:57
von helmut herrmann
hallo Harald,
schön, von Dir zu hören. Wie Du siehst, gehen die Meinungen auseinander.
Ich werde dieses Hardmono probieren, werde dann sehen, ob es für diese
Zwecke taugt. Nach 35 Jahren Fliegenfischerei und 11 Jahren Fliegenfischer-
schule tauchen doch immer wieder neue Herausforderungen auf, die Lösun-
en verlangen. Macht aber gerade diese Fischerei so interessant.
Für mich möchte ich dieses Thema abschließen und bedanke mich herzlich bei meinen Vorrednern für die zahlreichen Tips und Empfehlungen.
Helmut Herrmann
PS.: Leo, Du hast natürlich recht; habe da nicht aufgepaßt.
Verfasst: 20.10.2005, 13:36
von WolfgangW
Hallo Leute,
wer hat den von euch überhaubt Erfahrungen mit Hard Mono gesammelt.
Ich benutze es seid 4 oder 5 Jahren und habe bis heute noch keinen Hecht
verloren. Bertus Rozemeijer fischt auch mit Hard Mono er hatte auch keine Probleme. Die richtig Stärke beträgt 60lb, drunter wehre es verantwortungslos und nach jeden Biss wird
das Vorfach kontrolliert ob Stahl oder Hard Mono.
Gruß
Wolfgang
Verfasst: 20.10.2005, 13:43
von Royal Coachman
Hallo Freunde !
Ein Nachsatz: Hard Mono wird hauptsächlch von den Spinnfischern verteufelt, der Grund könnte darin liegen, daß diese Fraktion mit Knotenwinden nicht sehr viel am Hut hat und Hard Mono ist nun einmal ungeeignet für überkommene Knöpfe

!
freundlichst
Royal Coachman