Können Fische weggespült werden?
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Äschenjäger
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Können Fische weggespült werden?
Hallo Fliegenfischer,
ca. 1 Stunde fahrt von mir ( mit dem Fahrrad ) gibt es die sog. "Argen".
Sie ist ein breiter Fluss, stark strömend ( teils ), sehr klares Wasser, und mit vielen natürlichen Standplätzen für die Fische. Insekten gibt es alle Möglichen ( Sprock, Steinfligen, Mafliegen etc. etc. ) also eine super Nahrungsaufkommen für die Fische!
In dem Fluss wurden ALLE Wehre entfernt, damit die Fische aus dem Bodensee ihrer natürlichen Laichwanderung nachgehen können.
Eigentlich ist sie ein echter Traum für Fliegenfischer.
Doch es gibt Strekenweise kaum noch Fische, und ich möchte wissen woran das liegen könnte, es gibt wenig Angler, Kormorane hab ich noch nie gesehen und Schwarzangler auch nicht.
Manche Angler behaubten es liege an den Höchwassern, die Fische werden in den Bodensee gespühlt.
Eigentlich ist die absoluter schwachsinn ( meiner Meinung nach ) da die Fische gut asuweichen können, aber woran liegt es dann?
Hat einer von euch eine Idee?
Ich freue mich schon auf eure Antworten,
Gruß Marius
ca. 1 Stunde fahrt von mir ( mit dem Fahrrad ) gibt es die sog. "Argen".
Sie ist ein breiter Fluss, stark strömend ( teils ), sehr klares Wasser, und mit vielen natürlichen Standplätzen für die Fische. Insekten gibt es alle Möglichen ( Sprock, Steinfligen, Mafliegen etc. etc. ) also eine super Nahrungsaufkommen für die Fische!
In dem Fluss wurden ALLE Wehre entfernt, damit die Fische aus dem Bodensee ihrer natürlichen Laichwanderung nachgehen können.
Eigentlich ist sie ein echter Traum für Fliegenfischer.
Doch es gibt Strekenweise kaum noch Fische, und ich möchte wissen woran das liegen könnte, es gibt wenig Angler, Kormorane hab ich noch nie gesehen und Schwarzangler auch nicht.
Manche Angler behaubten es liege an den Höchwassern, die Fische werden in den Bodensee gespühlt.
Eigentlich ist die absoluter schwachsinn ( meiner Meinung nach ) da die Fische gut asuweichen können, aber woran liegt es dann?
Hat einer von euch eine Idee?
Ich freue mich schon auf eure Antworten,
Gruß Marius
- pehers
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Leider, das gibt es!
Extreme Hochwasser können einen Fluß leerspülen. Ich habe zum Beispiel einen Artikel über ein Stück der Ager, das Hans Aigner bewirtschaftet gelesen und er berichtet darüber, daß diese Strecke völlig ausgeräumt wurde. Es ist natürlich ein extremes Beispiel das Hochwasser von 2002, aber zeigt aber was passieren kann: Sämtliche Strukturen wurden dem Flußboden gleichgemacht.
Allerdings auch wenn es nicht so extrem ist und beispielsweise wenig Rückzugsmöglichkeiten für Fische bestehen, werden diese einfach weggespült.
Sie wandern zwar mit der Zeit wieder ein, aber das kann sehr lange dauern und meistens nicht in dem Ausmaß wie vorher.
Vor allem Besatzfische sind von solchen Ereignissen massiv betroffen.
Freundlichst,
Hans
Extreme Hochwasser können einen Fluß leerspülen. Ich habe zum Beispiel einen Artikel über ein Stück der Ager, das Hans Aigner bewirtschaftet gelesen und er berichtet darüber, daß diese Strecke völlig ausgeräumt wurde. Es ist natürlich ein extremes Beispiel das Hochwasser von 2002, aber zeigt aber was passieren kann: Sämtliche Strukturen wurden dem Flußboden gleichgemacht.
Allerdings auch wenn es nicht so extrem ist und beispielsweise wenig Rückzugsmöglichkeiten für Fische bestehen, werden diese einfach weggespült.
Sie wandern zwar mit der Zeit wieder ein, aber das kann sehr lange dauern und meistens nicht in dem Ausmaß wie vorher.
Vor allem Besatzfische sind von solchen Ereignissen massiv betroffen.
Freundlichst,
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
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Äschenjäger
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Äschenjäger
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Das ist nicht unbedingt richtig.
Äschen können sehr wohl auch in stehenden Gewässern vorkommen. Sie brauchen zwar zum Laichen Flüsse, aber ansonsten gibt es keinen Grund, warum sie nicht in einem See, wie dem Bodensee zumindest zeitweilig überleben könnten.
So kann es an manchen Flüssen im Salzkammergut Wassertemperaturen geben, bei denen man nicht mehr glauben würde, daß Äschen überleben können.
Auch im Attersee habe ich zB. schon Äschen im Bereich von Flußmündungen gefangen, wobei in den Flüssen kein Äschenbestand nachgewiesen war.
Beste Grüße,
Hans
P.S.: Am Besten wäre es, einen Fischereibiologen zu fragen!
Äschen können sehr wohl auch in stehenden Gewässern vorkommen. Sie brauchen zwar zum Laichen Flüsse, aber ansonsten gibt es keinen Grund, warum sie nicht in einem See, wie dem Bodensee zumindest zeitweilig überleben könnten.
So kann es an manchen Flüssen im Salzkammergut Wassertemperaturen geben, bei denen man nicht mehr glauben würde, daß Äschen überleben können.
Auch im Attersee habe ich zB. schon Äschen im Bereich von Flußmündungen gefangen, wobei in den Flüssen kein Äschenbestand nachgewiesen war.
Beste Grüße,
Hans
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AGV-Furrer
Hallo Marius,
natürlich können Fische (bei extremen Hochwassern) verspült werden. Das ist nichts ungewöhnliches in der Natur.
Dies wird durch den starken Wandertrieb der Fische, die stets bemüht sind etwas Flussaufwärts zu schwimmen, auch wieder kompensiert.
Kann es sein das viele eurer Fische jetzt (da die Wehre weg sind, was sich auch in einer anderen Strömung bemerkbar macht) die Möglichkeit genutzt haben ihrem Wandertrieb nach zu geben?
Ja und Äschen im Bodensee? Warum nicht. Die sogenannte Äschenregion ist ja nicht gerade gekennzeichnet von reißender Ströumg, kaltem Wasser usw.
Und der Bodensee ist sicher nicht so sauerstoffarm das eine Äsche dort nicht leben könnte.
Sie wird sich allerdings wohl eher im unteren Mündungsbereich aufhalten, oder in andere Zuflüße abgewandert sein.
natürlich können Fische (bei extremen Hochwassern) verspült werden. Das ist nichts ungewöhnliches in der Natur.
Dies wird durch den starken Wandertrieb der Fische, die stets bemüht sind etwas Flussaufwärts zu schwimmen, auch wieder kompensiert.
Kann es sein das viele eurer Fische jetzt (da die Wehre weg sind, was sich auch in einer anderen Strömung bemerkbar macht) die Möglichkeit genutzt haben ihrem Wandertrieb nach zu geben?
Ja und Äschen im Bodensee? Warum nicht. Die sogenannte Äschenregion ist ja nicht gerade gekennzeichnet von reißender Ströumg, kaltem Wasser usw.
Und der Bodensee ist sicher nicht so sauerstoffarm das eine Äsche dort nicht leben könnte.
Sie wird sich allerdings wohl eher im unteren Mündungsbereich aufhalten, oder in andere Zuflüße abgewandert sein.
- Rattensack
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Servus Äschenjäger,
um den Ursachen auf den Grund zu gehen, wäre entscheidend zu wissen, ob alle Größenklassen von Fischen zurück gegangen sind oder nur die großen (fangbaren).
Zum Wegschwemmen bei HW: Ich würde dies nicht überschätzen, kritisch ist das eher nur bei Jungfischen (wenn Hochwässer zeitlich mit schwimmschwachen Altersstadien zusammenfallen, v.a. bei der Äsche!) sowie - wie bereits erwähnt - bei Besatzfischen, welche eine geringe Schwimmleistung haben, nicht gelernt haben mit Hochwässern umzugehen
oder einfach die Gelegenheit nutzen, sich aus dem für sie ungewohnten Lebensraum zu verabschieden. Schwerwiegender auch für grösserer Altersstadien wird's dann, wenn massiver Geschiebetrieb einsetzt (was bei der von Pehers erwähnten Ager passiert ist). Gut möglich, dass durch das Entfernen der Wehre anfänglich genau diese massive Geschiebemobilisierung statt gefunden hat. Wenn der Fluss eine naturnahe Morphologie hat (v.a. nicht begradigt wurde), werden sich bei geringeren Hochwässern allerdings sekundär wieder gute Einstände und tiefe Kolke bilden.
An der Argen liegt wohl ein gewisser übergeordneter Interessenskonflikt vor - die Bedeutung als Laichgewässer für die Seeforelle ist höher zu bewerten als etwa das Vorliegen von (unnatürlichen!) Wehrkolken als Lebensraum für adulte Bachforellen!
Lg,
Clemens
um den Ursachen auf den Grund zu gehen, wäre entscheidend zu wissen, ob alle Größenklassen von Fischen zurück gegangen sind oder nur die großen (fangbaren).
Zum Wegschwemmen bei HW: Ich würde dies nicht überschätzen, kritisch ist das eher nur bei Jungfischen (wenn Hochwässer zeitlich mit schwimmschwachen Altersstadien zusammenfallen, v.a. bei der Äsche!) sowie - wie bereits erwähnt - bei Besatzfischen, welche eine geringe Schwimmleistung haben, nicht gelernt haben mit Hochwässern umzugehen
oder einfach die Gelegenheit nutzen, sich aus dem für sie ungewohnten Lebensraum zu verabschieden. Schwerwiegender auch für grösserer Altersstadien wird's dann, wenn massiver Geschiebetrieb einsetzt (was bei der von Pehers erwähnten Ager passiert ist). Gut möglich, dass durch das Entfernen der Wehre anfänglich genau diese massive Geschiebemobilisierung statt gefunden hat. Wenn der Fluss eine naturnahe Morphologie hat (v.a. nicht begradigt wurde), werden sich bei geringeren Hochwässern allerdings sekundär wieder gute Einstände und tiefe Kolke bilden.
An der Argen liegt wohl ein gewisser übergeordneter Interessenskonflikt vor - die Bedeutung als Laichgewässer für die Seeforelle ist höher zu bewerten als etwa das Vorliegen von (unnatürlichen!) Wehrkolken als Lebensraum für adulte Bachforellen!
Lg,
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allgaeufly
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hi zusammen ,
ich befische einen teil des oberlaufes der unteren argen! dort hat es bombige bestände! vor allem viele jungfische! als ich den ersten beitrag gelesen habe ist mir aufgefallen, daß es m.m. nach etwas unlogisch ist, daß der fluß "leergespült" ist.
a.) müßten von den flußaufw. gelegenen regionen fische in den unteren teil gespült werden. oder werden die alle bis in den bodensee gespült!???
b.) haben wir ja schon in den letzten monaten(insbesondere nach dem letzten hochwasser im august) darüber diskutiert, daß es versch. gründe gibt warum viele fische mit den hochwässern viel besser klarkommen wie wir denken: -geringerer strömungsdruck am grund, -unterstände ...
klar kommen brut und satzfische wahrscheinlich schlechter weg wie der rest!
wir haben nach dem aug. hochwasser 05 an der oberen weißach beobachtet, daß die karten völlig neu gemischt waren. d.h.: es kamen in allen abschnitten eine woche später fische vor! brut-satzfische-40er usw.! dort herrschten extremste verhältnisse eine woche vorher (es wurden gitterstege weggerissen , ufer abgerissen incl. heftiges geschiebe!
die fische packten es erstaunlich gut!
...mir erscheint es sehr unwahrscheinlich, daß die argen in den bodensee gespült wurde und ich denke man bräuchte mehr hintergrund-infos um die wirkliche ursache zu erforschen! auch das mit den schwellen erscheint mir nicht einleuchtend!
so long
ich befische einen teil des oberlaufes der unteren argen! dort hat es bombige bestände! vor allem viele jungfische! als ich den ersten beitrag gelesen habe ist mir aufgefallen, daß es m.m. nach etwas unlogisch ist, daß der fluß "leergespült" ist.
a.) müßten von den flußaufw. gelegenen regionen fische in den unteren teil gespült werden. oder werden die alle bis in den bodensee gespült!???
b.) haben wir ja schon in den letzten monaten(insbesondere nach dem letzten hochwasser im august) darüber diskutiert, daß es versch. gründe gibt warum viele fische mit den hochwässern viel besser klarkommen wie wir denken: -geringerer strömungsdruck am grund, -unterstände ...
klar kommen brut und satzfische wahrscheinlich schlechter weg wie der rest!
wir haben nach dem aug. hochwasser 05 an der oberen weißach beobachtet, daß die karten völlig neu gemischt waren. d.h.: es kamen in allen abschnitten eine woche später fische vor! brut-satzfische-40er usw.! dort herrschten extremste verhältnisse eine woche vorher (es wurden gitterstege weggerissen , ufer abgerissen incl. heftiges geschiebe!
die fische packten es erstaunlich gut!
...mir erscheint es sehr unwahrscheinlich, daß die argen in den bodensee gespült wurde und ich denke man bräuchte mehr hintergrund-infos um die wirkliche ursache zu erforschen! auch das mit den schwellen erscheint mir nicht einleuchtend!
so long
Zuletzt geändert von allgaeufly am 19.10.2005, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
„Jetzt weiß ich endlich was ich dir bieten kann Marge! Völlige und nie-endende Abhängigkeit!”
Homer Simpson
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anonymus
durch die beseitigung der schwellen haben sich natürlich die strömungsverhältnisse deulich und damit die lenbensraum- & standplatzverteilung nachhaltig geändert.
dauerhaft weggespült wurden die etablierten wildfische bestimmt nicht, sie stehen nun eben an anderen ihnen genehmeren einständen.
dass von besetzten salmoniden nur ein leider sehr geringer %-satz über längere zeit am oder um den einsatzort bleiben (sich behauoten können) kann man im I-Net unter BUWAL.ch nachlesen.
mag sein, daß die strukturveränderungen künftig wieder mehr die BF (& SF) begünstigen, wäre das so schlimm?
dauerhaft weggespült wurden die etablierten wildfische bestimmt nicht, sie stehen nun eben an anderen ihnen genehmeren einständen.
dass von besetzten salmoniden nur ein leider sehr geringer %-satz über längere zeit am oder um den einsatzort bleiben (sich behauoten können) kann man im I-Net unter BUWAL.ch nachlesen.
mag sein, daß die strukturveränderungen künftig wieder mehr die BF (& SF) begünstigen, wäre das so schlimm?
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hucenklausotto
argen
hallo äschenfischer,
ich kenn die argen gut, schliesslich befische ich den unteren Abschnitt (12km) bis zur Mündung seit vielen Jahren. die weiter oben liegende Reviere hab ich schon öfter mit Gastkarten befischt. Es ist so, wie du sagst, wunderschöner Fluss aber mittlerweile nahezu fischleer.
Die Hochwasser an der argen sind längst nicht so gewaltig, wie zB in den Alpen, der Bodensee wirkt letztlich immer wie ein riesiger Schwamm.
Der Verein dem ich angehöre setzt im Stil eines Put and take Gewässers seit vielen Jahren fangreife Bafos aus der Zuchtanlage ein und wundert sich wo die abbleiben. Seit ein paar Jahren versucht man es mit Elektoabfischen in einem Zufluss. Die Laichforellen werden abgestreift, und im Seenforschungsinstitut gebrütet und dann im Sommer (markiert) wieder eingesetzt, teilweise auch in wv Boxen.
Andererseits wird geangelt wie im Forellenpuff. Alle Köder, Blinker mit Drillingen, Wobbler (3 Drillinge) sowie Wurm, Käse etc. sind erlaubt. Es werden ca. 100 Jahreskarten ausgegeben. Täglich dürfen vier Salmoniden entnommen werden, was aber nur kurz nach Besatz realistisch ist. Nach dem Einsetzen wird geangelt was das Zeug hält, ab Juli ist die Strecke dann wieder tot. Der Besatz wird nicht markiert wie zB Kürzen der Fettflosse, sodass die wenigen Laichforellen den gleichen Fangbestimmungen unterliegen wie der eingesetzteForellenschrott.
Da es kaum mehr Laichtiere gibt und der Forellenschrott sich schon durch kleinste Hochwasser in den See spülen lässt gibt es kaum mehr Fisch in der Argen. Die Jungfische werden zudem mit Blinkern (klar werden die zurück gesetzt-aber verludern vermutlich hinterher) und "Naturköder" an kleinen Häkchen so dezimiert, dass kaum was nachkommt.
Klar, es gibt möglicherweise noch den "FaktorX", der mit verantwortlich ist, aber man muß nur die Argenstrecke des Terrassenhotels als Beispiel nennen, um klar zu machen was an diesem wunderschönen Fluß möglich ist, wenn man ihn anständig befischt und bewirtschaftet
soweit
liebe grüsse vom bodensee
klaus
ich kenn die argen gut, schliesslich befische ich den unteren Abschnitt (12km) bis zur Mündung seit vielen Jahren. die weiter oben liegende Reviere hab ich schon öfter mit Gastkarten befischt. Es ist so, wie du sagst, wunderschöner Fluss aber mittlerweile nahezu fischleer.
Die Hochwasser an der argen sind längst nicht so gewaltig, wie zB in den Alpen, der Bodensee wirkt letztlich immer wie ein riesiger Schwamm.
Der Verein dem ich angehöre setzt im Stil eines Put and take Gewässers seit vielen Jahren fangreife Bafos aus der Zuchtanlage ein und wundert sich wo die abbleiben. Seit ein paar Jahren versucht man es mit Elektoabfischen in einem Zufluss. Die Laichforellen werden abgestreift, und im Seenforschungsinstitut gebrütet und dann im Sommer (markiert) wieder eingesetzt, teilweise auch in wv Boxen.
Andererseits wird geangelt wie im Forellenpuff. Alle Köder, Blinker mit Drillingen, Wobbler (3 Drillinge) sowie Wurm, Käse etc. sind erlaubt. Es werden ca. 100 Jahreskarten ausgegeben. Täglich dürfen vier Salmoniden entnommen werden, was aber nur kurz nach Besatz realistisch ist. Nach dem Einsetzen wird geangelt was das Zeug hält, ab Juli ist die Strecke dann wieder tot. Der Besatz wird nicht markiert wie zB Kürzen der Fettflosse, sodass die wenigen Laichforellen den gleichen Fangbestimmungen unterliegen wie der eingesetzteForellenschrott.
Da es kaum mehr Laichtiere gibt und der Forellenschrott sich schon durch kleinste Hochwasser in den See spülen lässt gibt es kaum mehr Fisch in der Argen. Die Jungfische werden zudem mit Blinkern (klar werden die zurück gesetzt-aber verludern vermutlich hinterher) und "Naturköder" an kleinen Häkchen so dezimiert, dass kaum was nachkommt.
Klar, es gibt möglicherweise noch den "FaktorX", der mit verantwortlich ist, aber man muß nur die Argenstrecke des Terrassenhotels als Beispiel nennen, um klar zu machen was an diesem wunderschönen Fluß möglich ist, wenn man ihn anständig befischt und bewirtschaftet
soweit
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klaus
- pehers
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Das klingt ja erschreckend! Kann man da im Verein nicht etwas ändern, das muß doch für alle unbefriedigend sein, wenn ab Mitte Juni ein fischleerer Fluß zu "befischen" ist?
Beste Grüße,
Hans
Beste Grüße,
Hans
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Äschenjäger
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allgaeufly
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- Registriert: 29.09.2006, 13:29
- Wohnort: dirty south
hi,
da wundert sich einer, daß der fluß leer ist!!!??? ich hab unseren verein schon immer für rückständig gehalten, aber bei uns ist an jedem fließwasser nach blech schluß und nur mit schonhaken! solange wir solche strukturen vorfinden und derartige praktiken durchgeführt werden, werden wir "unsere" fischpopulationen weiter dezimieren! letztendlich kann man aber nicht von "forellenschrott" sprechen sondern nur den kopf über diese "geistig verarmten" gewässerbewirtschafter schütteln!
da hilft nur eins: wegbleiben von solchen strecken...!!!
gruß aus dem allgäu
da wundert sich einer, daß der fluß leer ist!!!??? ich hab unseren verein schon immer für rückständig gehalten, aber bei uns ist an jedem fließwasser nach blech schluß und nur mit schonhaken! solange wir solche strukturen vorfinden und derartige praktiken durchgeführt werden, werden wir "unsere" fischpopulationen weiter dezimieren! letztendlich kann man aber nicht von "forellenschrott" sprechen sondern nur den kopf über diese "geistig verarmten" gewässerbewirtschafter schütteln!
da hilft nur eins: wegbleiben von solchen strecken...!!!
gruß aus dem allgäu
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