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Watstiefel oder Hose?

Verfasst: 06.10.2005, 14:55
von Ralf S.
Hallo Leute,
bin im Begriff mir ne wasserdichte Beinbekleidung zuzulegen.
Die Frage ob Hose oder Stiefel hängt vermutlich vom Gewässer ab, richtig?
Dann bleibt da noch die Materialfrage, normaler Kunststoff 8verlängerter Gummistiefel), oder doch Neopren?
Ich kann mir vorstellen das es in normalen Watgummistiefeln oder Wathose auf Dauer in Wasser ganz schön frisch werden kann:suprise: .
Klärt mich auf.
Dank im vorraus.
Gruß
Ralf

Verfasst: 06.10.2005, 15:14
von Friedemann
Hi Ralf,
entscheidend ist wo du fischen willst. Aber ohne das zu wissen
behaupte ich mal dass eine Wathose ( am besten atmungsaktiv )
vielseitiger einsetzbar ist.
Gruß aus Hessen
Friedemann

Verfasst: 06.10.2005, 17:54
von Harald aus LEV
Hallo Ralf,
ich plädiere auch für die Wathose ... oder beides :-)
Selbst wenn Du sie für Dein Gewässer nicht brauchst, fährst Du an ein unbekanntes Gewässer, hast Du mit der Wathose immer noch Schutz, während es mit den Stiefeln schon sehr kalt und feucht an gewissen Körperstellen wird.
Fischst Du hauptsächlich im Sommer, dann atmungsaktiv oder PVC. Für die kälteren Tage evtl. mit dickem Fleeceunterziehzeug und mehreren Schichten Unterkleidung. Fischst Du viel im Winter oder bei niedrigen Temperaturen, dann Neopren. Auf Dauer wirds wahrscheinlich so sein, daß Du ein Paar Watstiefel, eine atmungsaktve und eine Neoprenwathose hast (weiß ich aus Erfahrung :-) ).
Gruß Harald

Verfasst: 06.10.2005, 18:32
von Royal Coachman
Hallo Ralf !

Nachdem hier alle für die Wathose plädieren, seien mir doch einige kritische Anmerkungen erlaubt.

Wie Du richtig bemerkt hast, hängt das vom Gewässer ab, ein gewichtiges Argument für die Watstiefel ist die höhere Beweglichkeit. An einigen meiner Gewässer muß man senkrechte Leitern erklimmen oder hinunter turnen.
Da zeigt sich der Vorteil der Schaftstiefel, außerdem sind diese schnell aus- oder angezogen. Die Wathose betrachte ich z.T als Produkt der Faulheit, es wird überall hin einfach gewatet, auch wenn eine Umgehung möglich oder ein Rollwurf bzw. Switch Cast ebenfalls zum Erfolg führen würde.

Die watenden Horden, die uns hin und wieder am Wassser begegnen, sind der Untergang der Laichgründe.

Damit kein Missverständnis aufkommt, es gibt Gewässer, wo die Wathose ihre Berechtigung hat, aber es sind bei weitem nicht so viele, wie uns versucht wird einzureden.

freundlichst
Royal Coachman

Verfasst: 06.10.2005, 19:12
von Rolf Renell
Alles gesagt,

Eine Anschaffung : Wathose,atmungsaktiv ,achte auf Schrittmass!!!evtl. mit Fleece oder anderer warmer Unterwäsche.

Zwei Anschaffungen: Wathose s.oben und atmungsaktive Watstiefel/Strümpfe oder vernünftiger Kautschukstiefel(Aigle,Chameauy,Hunter),

Drei Anschaffungen: alles wie oben ,dazu Neoprenhose 4-5 mm
beste Grüsse,Rolf

Verfasst: 06.10.2005, 19:28
von allgaeufly
"Die watenden Horden, die uns hin und wieder am Wassser begegnen, sind der Untergang der Laichgründe. "


... du hast in diesem punkt sehr recht, royal coachman!!!


allerdings stimme ich dir in den anderen punkten nicht ganz zu! ich fische an einem gewässer (wahrscheinlich ähnlich wie bei dir!) wo sich nicht ein normaler mensch rumtreibt! felsriegel, abbrüche, muren, wasserfälle usw.(keine leitern!;-)) teils so, daß man auf allen vieren rumkrabbelt! ;-) ich hab das ein jahr mit "aigle"-stiefeln probiert und nur ärger gehabt (bequem!?)! rutschig, ständiges umknicken, zu niedrig usw.. dort kommst du ohne wathose nicht durch, weil du ständig queren mußt! man kann doch auch "sanft" u. umsichtig waten? man muß ja nicht wie ne herde elefanten durchpflügen! also für mich ist das die einzige möglichkeit, zumal sich die atmungsaktiven hosen eh wie ne trekking-hose tragen! besser wäre für mich noch wenn es den "extreme" auch mit stollen profil gäbe :-)!

es lebe die hochalpinfliegenfischerei !!! ;-)

lg und nix für ungut!

Verfasst: 06.10.2005, 20:43
von Royal Coachman
Hallo Allgaeufly !

Das ist schon klar, daß es auf das Gewässer ankommt, aber wie sieht das in der Wirklichkeit aus, an einem Wiesenbach laufen Marsmännchen herum und stehen bei 3-4m Breite völlig unnötig bis zum Bauch in der Bachmitte, nur weil es sich so bequemer Werfen läßt.

Ich spreche der Wathose beileibe nicht ihre Notwendigkeit ab, nur kommt sie, meiner Meinung nach viel zu oft zum Einsatz.

freundlichst
Royal Coachman

PS: meist bin ich der einzige mit Schaftstiefeln, aber oft habe ich schon den zweiten Fisch gefangen, bis der Kollege endlich seine Wathose anhat, seine Watschuhe an den Füßen und endlich die Gamaschen um :D

Verfasst: 06.10.2005, 20:59
von Karl
Servus Gebhard, ziehe auch meistens watstiefel an, aber im schnellen Wasser mit groben Steinen möchte ich meine Watstiefel mit spikes und Filzsohle nicht missen (und wenns bloß zum Durchqueren ist) Gruß Karl
P.S. Bin Anfang Nov. bei Freilassing, geht was zsamm?

Verfasst: 07.10.2005, 00:25
von ranzi
Hallo, ich sehe es genau wie Gebhard. Nur waten, wenn´s unbedingt nötig ist. An meinen heimischen Bächen bin ich in der Regel mit Hippers (sowas wie Watstiefel, aber mit Neoprenfüßlingen) unterwegs, die ich zusammengefaltet in den Gravelguards einklemme, so dass ich bis zu den Knien "wasserdicht" bin. Wenn´s sein muß - z.B. zur Flußüberquerung - ziehe ich die Dinger einfach hoch, aber meistens fahre ich wieder so nach Hause, wie ich gekommen bin ... und zwar mit den eingefalteten Strümpfen.
Wozu ich aber auf jeden Fall rate, ist eine Bekleidung mit separatem Schuh, da Du nur damit den erforderlichen Halt um die Gelenke hast...wer schon mal mit Gummistiefeln umgeknickt ist, weiß was ich meine.
Trockene Füße wünscht Ranzi

PS:@RC ...so bekleidet fahre ich auch mit dem Auto an´s Wasser, Deine zwei Fische Vorsprung müßtest Du Dir beim Rennen vom Parkplatz zum Wasser erarbeiten.

Verfasst: 07.10.2005, 11:33
von Harald aus LEV
Hallo Gebhard,
ich muß Dir widersprechen. Sicher am kleinen Fluß/Bach laufe ich auch lieber mit meinen Watstiefeln herum. Aber an grösseren Flüssen und im Urlaub, bei unbekannten Gewässern, habe ich lieber meine Wathose dabei. Natürlich sollte man nur waten, wenn´s nicht anders geht, aber das ist mit Watstiefeln nicht anders. Auch damit kann man jede Menge Laichgruben zertrampeln. Mit Wathose habe ich jedoch eine grössere Sicherheit wenns tiefer und dazu noch strömungsreicher wird. Wie oft bin ich mit Stiefeln den einen entscheidenden Schritt zu weit maschiert und habe nasse Füße bekommen. Auch wenn die Wassertiefe normalerweise gereicht hätte. Dadurch daß sich in der Strömung ein Stau oberhalb des stromauf plazierten Beines bildet, läuft´s dann schnell in den Stiefel.
Und über die Leitern (Jägertreppen) und Felsen klettern kann ich mit der Hose genausogut wie mit Stiefeln, vorausgesetzt, die Hose wurde nicht zu eng gekauft.
Ich gebe Dir Recht in dem Punkt daß man vor dem Waten überlegen sollte, ob man nicht vom Ufer aus zurechtkommt.
Gruß Harald

Verfasst: 07.10.2005, 12:18
von Werner
Hallo,
ich bin fast ausschließlich mit der atmungsaktiven Hose unterwegs. Die Vorteile überwiegen meines Erachtens die im Thread ebenfalls genannten Nachteile.

Nebenbei :
( Ich brauche eine neue, weil durch die viele Herumlauferei die meinige im Schritt undicht wurde. Wer verrät mir ein Produkt, bei dem dieses Problem nicht auftritt ?)

@ Gebhard : Das gehört zwar nicht in diesen Thread, aber ich bin der Meinung, dass die Beeinträchtigung des Biotops durch Waten ein von "politisch" korrekten Fliegenfischern erfundenes, in der Wirklichkeit nicht existentes Problem ist.
Warum ?
Setze mal die durch die jährlichen Hochwässer verursachten "Verschiebungen" in Beziehung zu den marginalen Beeinträchtigungen durch watende Fliegenfischer. Von Ersteren erholt sich das Biotop überraschend schnell, wieso sollte man beim Zweiten dann annehmen, dass eine ins Gewicht fallende Beeinträchtigung stattfinde ?

Das nur am "Rande", Fortsetzung in einem anderen Thread oder auch nicht.

Gruß Werner

Verfasst: 07.10.2005, 12:36
von Royal Coachman
Hallo Freunde !

Nochmals, ich bin keineswegs gegen die Wathose, sondern gegen ihren übermäßigen Einsatz und schaut Euch doch mal an Euren Gewässern um, mit Watstiefeln ist man schon ein Exot und wird mitleidig belächelt (was mir im übrigen sowas von wurscht ist :D).

Die Wathose hat einen Prozentsatz von weit über 90 errreicht, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß der Wat- oder Schaftstiefel durchaus seine Berechtigung hat.
Es gibt Gewässer, das sind sogar Schaftstiefel verboten und Wathosen sowieso.

Freundlichst
Gebhard

Verfasst: 07.10.2005, 12:56
von Thomas aus Hamm
Tach Gebhard,



Es gibt Gewässer, das sind sogar Schaftstiefel verboten und Wathosen sowieso.

Freundlichst
Gebhard






derartige Gewässer habe ich am 29.07. diesen Jahres kennengelernt:D

Kurze Buchse und Sandalen;) was angesichts der Temperaturen von 39 Grad
sehr angenehm war.

Schönes WE nach Salzburg

Thomas

Verfasst: 07.10.2005, 13:44
von pehers
Ich bin der Meinung, wo man den in Fluß noch mit Watstiefeln einsteigen kann, sollte man nur solche verwenden und zwar aus einem Grund:

Je tiefer man im Wasser steht, umso weniger weit kann man werfen!

Man verliert mE oft mehr an Wurfweite, als man durchs tiefere Waten gewinnt!

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 07.10.2005, 15:05
von Ralf S.
Hallo,
habt erstmal vielen Dank.
Ich denke für den Anfang (auch aus Kostengründen) werden es wohl Watstiefel werden.
Hat jamand einen guten Preis-Leistungstip?

Gruß
Ralf