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DT halbieren

Verfasst: 09.08.2005, 15:38
von sedge111
Hallo Kollegen,

ich habe mal eine Geräte- bzw. Schnurfrage.

Ich fische an einem kleinem (max. Breite 8m), sehr zugewachsenen Wiesenbach mit eine rst M3 #4 , Ath Gallatin 1 und einer Cortland 444 dt # 4.

Diese Kombination liegt mir sehr gut, speziell die Dt wegen der fast ausschließlich nur möglichen Rollwürfe.

Das einzige Problem ist das Fassungsvermögen der ATH, die Rolle ist mit der DT sehr (über)voll. Da ich aber mit der Schnur sehr zufrieden bin will ich weiter mit ihr fischen. Jetzt habe ich mir gedacht, dass ich ja die DT zur Hälfte halbieren könnte (13 - 14 m werfe ich an diesem Bach (fast) nie). Als Nebeneffekt könnte ich ja so darüberhinaus auch noch die Lebensdauer meiner Schnur verdoppeln. :D

Nun meine konkrete Frage: Sollte ich dann, an das halbierte Ende sofort das Backing binden oder würdet Ihr mir eine runningline wie bei einem Schusskopf empfehlen (Ich habe leider keinerlei Erfahrung mit Schussköpfen!). Falls ja, welche runningline würdet Ihr mir dann empfehlen?

Danke im voraus!

Tom
sedge111

Verfasst: 09.08.2005, 15:41
von emka
einfach backing ran und fertig...wozu die runningline?

hab das gleiche problem bei einer #2-kombi gehabt und ebenso gelöst


c&df
mk

Verfasst: 09.08.2005, 15:42
von stockinger
Hi Sedge
Das ähnliche Problem hatte ich mit meiner 444 DT4 F und der DC2 LA auch. Also, DT halbiert und Backing gleich angebunden. Funzt super!
TL
Sebastian

Verfasst: 09.08.2005, 15:53
von Maggov
Hallo,

warum lasst Ihr nicht einfach das Backing weg?

wenn der Bach wirklich so klein ist kann ich mir nicht vorstellen, dass Euch ein Fisch bis ins Backing gehen kann?

Is' doch schad' um die teure Schnur :)

Gruss

Markus

Verfasst: 09.08.2005, 15:55
von Flemming Olsen
@ Maggov

Mein Reden....

I

Verfasst: 09.08.2005, 15:57
von stockinger
Hi Leute
Hatte im Frühjahr einen 6-7 Pfd Karpfen an der 4er Rute. Lins und rechts Bäume. Gott sei Dank war das Wasser noch sehr kalt, sonst hätt ich wahrscheinlich keine Chance gehabt... Deshalb Backing ;o)
TL
Sebastian

Verfasst: 09.08.2005, 16:32
von sedge111
Danke für Eure Tipps!!! :D

Heute abend ist sie dran!!!

Tom
sedge111

Verfasst: 09.08.2005, 16:42
von Raguel
Kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der Fisch ins Backing geht, maggov!
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das Backing soviel Platz abgibt, dass es
den halben DT-Rest rausreisst. Es sei denn jemand hat für alle Fälle eine
200 Meter Reserve draufgespult.

Aber mal ehrlich! Wie oft habt ihr bei der Jagd auf Äsche und Forelle in deutschen Bächen
und Flüssen schon mal euer Backing gesehen ;-)

Verfasst: 09.08.2005, 16:51
von emka
geht auch weniger darum ob irgendein fisch einem das backing runterreißt als vielmehr darum

1. die schnur zu schonen...zweite hälfte irgendwann mal auftüddeln

und

2. den halben teil durch backing zu unterfüttern und so weniger gekringel zu haben

also, schere frei!


so, und jetzt kommt ihr

c&df
mk

Verfasst: 09.08.2005, 16:57
von Maggov
Das Platzargument sehe ich ein - war ja auch nur ne Frage *winsel* ...

Wg. Schnur schonen gibt es gerade bei der DT nen Trick -> umdrehen. :D

wg. mir könnt Ihr Eure Schnüre schneiden wie Ihr wollt... aber die Knoten gehen halt so schwer durch die Ringe ;) ...

Viel Spaß beim Basteln wünscht

Maggov

Verfasst: 09.08.2005, 17:12
von emka
Original geschrieben von Maggov
Das Platzargument sehe ich ein - war ja auch nur ne Frage *winsel* ...

Wg. Schnur schonen gibt es gerade bei der DT nen Trick -> umdrehen. :D

wg. mir könnt Ihr Eure Schnüre schneiden wie Ihr wollt... aber die Knoten gehen halt so schwer durch die Ringe ;) ...

Viel Spaß beim Basteln wünscht

Maggov


das mit dem umdrehen ist schon klar...das problem ist aber die begrenzte kapazität der rolle. zieht man nun die gesamte schnur ohne backing auf (wegen platzmangel) wird diese, je näher sie am kern liegt, immer kringeliger (gibt es dass wort memoriger?)..daher durchschneiden.
wie gesagt, dass backing bekommt man an einem verwachsenen bach wohl niemals zu sehen und wenn doch hat man m.e. sowieso keine chance den fisch noch zu kriegen..es dient eben nur als rollenfüller.


c&df
mk

Verfasst: 10.08.2005, 10:01
von Flemming Olsen
aber die Knoten gehen halt so schwer durch die Ringe


Einspleißen, Aquasure drüber et voila... Geht ziemlich gut!!!!

I

Verfasst: 10.08.2005, 12:20
von Rocker-on-rod
So jetzt ich auch nochmal: Fische ne halbierte 5er Quiet Taper an einem kleinem Bach Nähe HH und finde, Backing muß sein. Es gibt Stellen mit Büschen und Bäumen unter denen echte Kracher stehen, die man aber einfach nullinger Anwerfen kann. Einzige Chance Indianerfischen, d.h., Goldkopf unter leichtem Zug stromab treiben lassen. Ab ca. 15 m ohne Deckung sieht dich der Fisch spätestens, also gebührenden Abstand einhalten. Und wenn du den dann hakst und er stromab wegzittert – ohne Backing gute Nacht. Zumal unser Flüsschen z.B. recht kurvenreich ist ...

Verfasst: 10.08.2005, 14:12
von Maggov
Hallo,

is' ja gut :) ... war eben nur ne Idee.

Wg. den Knoten -> war ein wohl fehl verstandener Joke wenn man die Schnur zu oft zerschneidet...

Ich will ja gar nicht bestreiten, dass Backing eine sinnvolle Sache ist. Dem Memoryeffekt-Argument gebe ich auch recht...

Eine letzte Sache möchte ich zu Bedenken geben:
@Rocker: Du fischst ne 5-er DT - hab ich auch (auf einer normalen also nich LA Rolle) - bei meiner Rolle passen neben der ganzen Schnur sicher nochmal 50 Meter Backing drauf. Vielleicht ist hier eine grössere Rolle ein Trick - nix für ungut...

Wenn der Fisch sagen wir 15 m Schnur nimmt - was dann ungefähr die Backinggrenze wäre - und diese im Wasser liegen und man ein 14-er Vorfach fischt ist wahrscheinlich die Grenze der Tragkraft bereits bei einem 30-er Fisch erreicht (ist jetzt alles Daumenintegral!) soll heißen man verliert diesen Fisch relativ sicher durch Vorfachbruch oder er schlitzt aus. Was ich damit sagen will ist, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass in einem kleinen Bach - sagen wir zwischen 3 und 6 Meter Breite - ein Fisch wirklich ins BAcking geht und man ihn noch HALBWEGS SICHER rauskriegt. Wenn ich ein stärkeres Vorfach nehme kann ich den Fisch (ausser wir sprechen von einem Bach der schmal ist und eine Irrsinnsströmung hat) i.d.R. halten und brauche das Backing nicht...

Ich persönlich habe bisher mit der Fliege nur auf Forellen gefischt. Ich fische ne 5-er und habe unterschiedlichste Strömungsverhältnisse gehabt und auch schon den einen oder andere Fisch gefangen bei dem ich mir gedacht habe der könnte ins Backing gehen. Passiert isses mir noch nicht. ich kann mir schon vorstellen - v.a. bei starker Strömung oder ungünstigem Standort beim Drill - dass das passieren kann, dann aber eher an grossen Flüssen. Deshalb hatte ich den Vorschlag gemacht kein Backing zu nehmen.

Na ja, jeder Fluss ist anders, Backing schafft sicherheit und ich will es auch schlecht machen oder sonst was...

Nix für ungut meint

maggov

Verfasst: 10.08.2005, 16:04
von Raguel
Im grossen und ganzen ist deine Einschätzung, was Bäche angeht, richtig, maggov. Wobei hier wohl die Kategorisierung Bach wohl unterschiedlich ausfallen würde (6 m ist schon sehr breit).
Bäche haben ihre eigenen Gesetze und ihr solltest viele Standardtechniken neu überdenken, sowohl was das Werfen als auch das Treibenlassen der Fliege angeht (wenn ihr nicht gerade an einer Abwasserrinne fischst mäandrieren Bäche extrem).
Eins kann ich versichern: das Backing werdet ihr nicht sehen, denn die nächste Kurve, wo die Schnur klemmt ist nur drei Meter weit. Wohlgemerkt, es kann sein, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Bächen haben.

Gruss Raguel

P.S. Aus Wikipedia: Üblicherweise wird ein Fließgewässer dann als Bach bezeichnet, wenn es nicht breiter als 5 m ist.