Koordiniert aktiv werden!

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Hâgar Otter

Koordiniert aktiv werden!

Ungelesener Beitrag von Hâgar Otter »

;) Wir schreiben uns hier im Forum und Fachmagazinen die Finger wund über Besatz oder nicht, BF und/oder RF, RF ja oder nein, jung oder fangfähig, (Material und Angelziele) usw. !!!
:verlegen: vielleicht hat ja ein Poster hier nicht zu Unrecht vom wiederkäuen ausgelutschter Tehmen gesprochen?
:yes: ich möchte hier einmal (nicht nur für Bayern) feststellen dürfen, daß
* die Gewässergüte flächendeckend besser geworden ist,
* die Geässerstrukturen erfasst & Defizite erkannt, Gewässerentwicklungskonzepte und -Pflegepläne erstellt wurden.
* Mit der Umsetzung wurde vielerorten schon (erfolgreich) begonnen.
Was wir Fischer dazu beitragen können und unverzüglich tun müssen:
wir müssen uns 'organisationsunabhängig' aber in flußgebietsbezogenen (das entspricht den neuen Strukturen der Wasserwirtschaft) Aktionsgemeinschaften zusammenfinden und uns aktiv wirksam einbringen!
Das könnte die Renaisance der traditionellen Fischereigenossenschaften sein, wenn sie nicht im alten Trott weiterwurschteln, denn dann hätten sie ihre Existenzberechtigung zugungsten junger vitalerer Aktionsbündnisse "pro Aqua" verspielt!
Wir müssen uns dafür einsetzen, daß die verfügbaren, zunehmend knapper werdenden Mittel mit Sachverstand und Augenmaß so (gewässer-)effizient wie nur möglich eingesetzt werden. Wir müssen Prioritäten setzen und Lösungsansätze aufzeigen, Verzögerungen vermeiden helfen, Innovative Methoden fördern und Fehler/Rückfälle verhindern!
Damit werden wir noch Jahrzehnte ausgelastet sein!
Paralell gilt es die einheimischen Fischbestände zu schützen und erhalten, sie wo und wie auch immer vor 'ökologischen Sündenfällen' und 'genetischer Umweltverschmutzung' zu bewähren. Dazu bedarf es einer umfassenden Neuorientierung bei den Hegezielen (ist säen & ernten in freien Gewässern "ökologisch" oder nur ökonomisch?) und einer Revolution in der Besatzpraxis (z. B. nur noch kontrolliertern, von Wildfischen abstammenden, naturnah aufgezogenen Besatz aus 'zertifizierten' Satzfischzuchtanlagen!) und bei der Befischungsausübung und -intensität (Catch & Release, Zwischenschonmaße, usw.)
Es gibt viel zu tun; zerreden wir's nicht, warten wir nicht ab, packen wir's an!
:daumen:
Zuletzt geändert von Hâgar Otter am 06.08.2005, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

ich kann diese Vorgehenswiese nur unterstreichen und absolut befürworten. Doch nun kommt das aber: Es werden sich nicht die Leute finden die den Idealismus haben und sich für die Fischerei aufofern. Bei den "Mitläufern" ist sofort Schluss sobald sie einen Eurotaler in z.b. rechtliche Auseinandersetzungen investieren müssen. Auch wird bei den Behörden die "kleine" Schar der Abschittsfischer nicht das Gehör finden wie es intern erhofft ist. Das beste Beispiel ist das Wiesentproblem wo die Fischer einfach ignoriert werden. Sicherlich steigt und fällt so eine Organisation mit dem guten ZUgpferd an vorderster Front, doch die guten Pferde sind naturgemäß rar gesäät.
Ich bin ausserdem der festen Überzeugung, dass wenn unser VDSF richtig Wirbel machen würde, es der Anglerschaft und dessen Ansehen besser gehen würde.

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
Hâgar Otter

Ungelesener Beitrag von Hâgar Otter »

Hallo Roland,
ich dachte dabei eher an eine (Re-)Oganisation der Gewässerbewirtschafter (ob privat oder Verein) in Flußgebietsgenossenschaften*. Dann wären sie Körperschaften öffentlichen Rechts und für alle Behörden (unvermeidbar) zwingend "Verhandlungspartner auf gleicher Augenhöhe". Daß sie dann mit kooperativer Unterstützung der bestehenden Fischereiverbände noch wirksamer agieren könnten ist unbestreitbar. In einigen Regierungsbezirken und Bundesländer funktioniert das ganz gut, in anderen gibt es leider große Defizite. Es fehlt nicht an der personellen Besetzung (da gibt es Fischereiräte und Vize-, Verbandsbiologen, Gescchäftstellen und -führer, usw.) Nach meiner Überzeugung fehlt es eher an der Kompetenz und Vehemenz sich wasserbaulichen und -rechtlichen Dingen durchzusetzen. Ähnliches könnte man natürlich auch zum Gemeingebrauch oder anderen Aspekten der Gewässerbenutzungen als Eingriff in die Fischerei als eigentumsgleiches Eigentumsrecht sagen.
Daß damit* auch die Problematik adäquaten Besatzmaterials lösbar wäre hat die leider fast "eingeschlafene" Tradition der Genossenschafts-/ Verbandbrutanlagen gezeigt. Wo es sie noch/wieder gibt wird (meistens) hervorragende Arbeit geleistet.
anonymus

Ungelesener Beitrag von anonymus »

Die 'heftige Reaktion' auf diesen Post (ganze 2 Einträge) zeigt, daß das Interesse der Fliegenfischermehrheit am Gewässerschutz erst akut wird wenn die Fischereiauaübung unmittelbar betroffen - das Kind meist schon den Bach runter - ist! :mad:
Wer alle Probleme auf die Gewässerbewirtschafter (Privat oder Verein/Verband) delegiert sollte sich nicht wundern wenn er feststellen muß, daß da nicht immer alles in seinem Sinne läuft. ;)
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