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Patagonia aus USA. Lohnt das?

Verfasst: 29.07.2005, 03:41
von dzanko
die patagonia Watermaster gibts in USA für 245$ + 39$ versand nach Deutschland = z.Zt. 233€. die selbe hose kostet bei uns um die 350€!?! . kommt da noch zoll oder anderes dazu. wer hat erfhrung mit usa einkäufen.

ps: wie wärs mit ner sammelbestellung ;)

Verfasst: 29.07.2005, 08:02
von stephan
hallo!
ich habe schon ein paar mal blanks aus den usa gekauft!
da war der versand allerdings wesentlich günstiger!
habe dafür immer zwischen 15 und 25 $ gelöhnt!
eigentlich kommt da auch noch ne steuer drauf ( keine ahnung wie hoch ).
ich habe bisher immer glück gehabt und musste nichts mehr zahlen!
ob der zoll da unaufmerksam war oder warum ich nichts zahlen musste weiß ich allerdings nicht!
ich finde so eine bestellung lohnt sich immer!
gruß
stephan

Verfasst: 29.07.2005, 08:04
von Nico (Berlin)
Hi!
Dazu kommt noch die Einfuhrumsatzsteuer und ein Zollsatz. Der ist sehr unterschiedlich, manchmal 0%, aber er kann auch zweistellig sein. Und dann ist da das Problem bei Reparatur
- und Garantiefällen. EIn Postpaket in die USA kostet 29 €. Da ist der Preisvorteil schnell dahin.

Gruß

Nico


http://www.flyfishers-delight.de

Verfasst: 29.07.2005, 08:38
von Mario Malarczuk
Hallo dzanko

Normal kommen auf den Rechnungsbetrag 20% Zoll drauf. Es kann sein, dass Du das Paket beim Zoll abholen mußt und dort die 20% zahlen, ich hatte aber auch schon, dass ich eine extra Rechnung zum Überweisen vom Zoll bekommen habe.
Bei 233 € Warenwert kommst Du dann auf 279,60 €. Da hast Du dann einiges gespart, aber wie Nico schon geschrieben hat, ist der Garantiefall immer etwas umständlich und unter Umständen auch teuer durch die Schickerei.
Am einfachsten ist es, wenn ein Freund von Dir oder Du selber mal in der USA bist und Dir die Sachen mitbringen läßt. Da kommt man oft so durch den Zoll und braucht auch kein Porto zahlen. Da kann man die Garantieunsicherheiten schon mal verkraften.

Gruß Mario

Verfasst: 29.07.2005, 22:37
von Turus
Hi,
ich habe bisher fast meine gesamte Ausrüstung aus den USA. Zoll kann man sich sparen, wenn der Absender die Ware dementsprechend deklariert, sprich nicht 300 $ Warenwert sondern 60$ draufschreibt. Ist zwar nicht so ganz legal, hab aber noch nie Probleme damit gehabt. Nebenbeibemerkt findest du die Wathose auch noch deutlich günstiger als der Preis den du genannt hattest. Hab für ne Simms G3 280 $ bezahlt, nur so als Beispiel.
Ich weiß, daß viele Händler hier im Forum das *menschliches Verdauungsprodukt* finden, aber dann soll mir mal einer erklären, warum die G3 hier im Laden 575€ kosten muß wenn der offizielle Verkaufspreis in den USA 425$ beträgt.

Gruß
der Turus

Verfasst: 30.07.2005, 10:34
von Mario Malarczuk
Hallo Turus

Das ist doch leicht erklärt, warum die Preise hier so hoch sind.
Das Zeug kommt aus der USA hier her (Transportkosten) zu einem Großhändler, der hier die Deutschlandvertretung hat. Dieser verkauft nun die Ware an den Einzelhändler und möchte natürlich etwas verdienen. Der Einzelhändler will auch etwas verdienen und schon ist der Preis da. Es sind einfach zu viele Leute dazwischen, die mit dem Produkt verdienen wollen. In der USA fehlt da dann ein Zwischenhändler, der Versand und der Zoll (um den kommst Du als Großhändler auf keinen Fall rum). Da kommen dann schnell 100 € zusammen....

Gruß Mario

Verfasst: 30.07.2005, 11:39
von Turus
Hi Mario,
ich schätze mal, dass die Hose in den USA von Simms für ca. 220 $ also ca. 180 € an den Einzelhandel abgegeben wird. Der deutsche Großhändler bekommt vielleicht auch noch bessere Konditionen, da er ja gleich mal 200 oder 300 Hosen kauft (. Die läßt er sich dann per Container kommen, was die Transportkosten minimiert. Selbst bei einer Marge von 60% für den Großhändler, kostet die Hose den Einzelhändler kaum mehr als 300 €. Liegt der Einfuhrzoll nicht bei ca. 7% für solche Güter? Ok, wenn der Einzelhändler dann auch noch seine 80-90 % drauflegt, dann sind wir bei 575 €.
Ich sehe ja ein, dass alle etwas verdienen wollen, aber wenn von 575 € dann 400 € für die Nebenkosten draufgehen, dann tut mir das schon weh.

Gruß
der Turus

Verfasst: 30.07.2005, 12:18
von mknuemann
Man kann die Preise in den USA mit den hiesigen nicht vergleichen, weil
alle Leute die an den Hosen verdienen, weniger Geld verdienen.

Im Grunde musst Du die Hose aber hier kaufen, damit von dem Geld etwas
in die hiesige Rentenkasse fliesst.
;-)

Verfasst: 30.07.2005, 14:28
von Mario Malarczuk
Hallo Turus

Und wenn Du mal bedenkst, dass dies bei allen Dingen so ist, die wir kaufen....
Aber es kann ja auch nicht sein, dass jeder seine Ware direkt beim Produzenten kauft, denn wovon sollen dann alle Händler leben? Überlege mal, was übrig bleibt, wenn der Händler an einer Hose 200 € Gewinn macht. Da gehen erstmal die Steuern runter, bleiben also noch 100 bis 120 €. Dann hat der Mensch ein Geschäft, bezahlt Strom, Versicherungen, Rentenkasse Miete, hat einen Angestellten, einen Steuerberater, eine Frau, 2 Kinder und und und....dies kennt hier ja wohl fast jeder, wenn er am Monatsende auf sein Konto schaut und nichts mehr drauf ist. Wenn es denn erst am Monatsende so ist:(

Da muß man schon einige Wathosen im Monat verkaufen und der Markt ist bei uns etwas kleiner als in der USA.

Zoll fragen

Verfasst: 30.07.2005, 21:58
von smartyarts
Hi,
also immer wenn ich etwas in den USA kaufen wollte, habe ich beim Zoll in Frankfurt angerufen und die haben mir den Code für die Ware genannt. Damit weiß man die Zollsteuer. Bei bestimmten Waren wird kein Zoll gezahlt somit kommt dann nur noch 16% Märchensteuer auf den jeweiligen Kaufpreis den man nach dem Dollar-Euro-Monatsmittelkurs des Zolls ausrechnen muß. Den aktuellen Wert erfährt man auf http://www.zoll.de.

Ist eine Ware im Wert unter 50 EUR, fallen weder Zoll noch Märchensteuer an.

Wenn man Verwandte in USA oder Canada hat, kann man die Ware dorthin schicken lassen und die schicken die Ware als Geschenk mit einer Wertdeklaration von 50 EUR nach Deutschland und schon muß man nichts mehr zahlen!

Wird keine Wertangabe beim Versand aus Amerika gemacht, öffnet der Zoll das Paket und schätzt den Wert des Artikels. Diesen Fall hatte ich mit Software aus den USA. Software hat einen Zollsatz von 10% und deshalb mußte ich dann 26% drauf zahlen, was aber nicht so schlimm war - weil se sich völlig verschätzt haben :D



Was mich aber eher interessiert, ist die Größenbestimmung. Ich möchte mir auch demnächst eine Wathose und Watschuhe kaufen nur weiß ich nicht welche Größe ich brauche.

Ich bin 180 cm groß und trage meist L. Bei den Schuhen ist es Größe 43-44 (US 10). Soll ich mir nun eine Wathose in L zulegen und die Schuhe in 43-44? Oder muß ich die Watschuhe eine Nummer größer kaufen?
Oh Gott, ich sehe gerade Patagonia hat ja noch irgendwelche Zwischengrößen?! :confused:

Verfasst: 01.08.2005, 23:51
von dgspec
Hi,jetzt sind wir wieder bei meinem lieblingsthema.Kauf im Ausland. Ich selbst bin immer mehr auf dem trip mein tackle usw. in usa oder sonstwo zu kaufen. abgesehen von den manchmal immensen preisunterschieden( wie mario so schön sagt...rentenversicherung,miete,kids blabla...) -geht mir nämlich genauso- muss ebenfalls hart für meine kohle arbeiten, ist es eins was mich immer mehr nervt. ich würde ja gerne in deutschland kaufen- aber- und da liegt der hund begraben - wo???.beim örtlichen fachhändler, der die wunschmarke führt aber das gewünschte modell nicht vorführbereit hat?? man könne es ja bestellen- ABER - man muss es dann auch nehmen. Hallo? ich will die ware vorher sehen, dann probieren und DANN-wenns mir gefällt KAUFEN. Wenn es der deutsche Händler nicht am Lager hat und man sich einig geworden ist, dass man das Ganze NICHT zwingend nehmen muss dauert es in der Regel. Will heissen er bestellt es oft erst gar nicht- oder auch immer wieder gern gehört -- Ist momentan nicht lieferbar bla bla ,weil er wartet bis mehr zu bestellen ist usw usw usw. Es gibt ja noch die online shops- bestellt, Bestellbestätigung- alles schön. Bei der Bestellung wurde gebeten, dass man bitte Versand per Post vornehmen möge, da man tagsüber nicht zu Hause sei und dann wenigstens das Paket beim Postamt holen kann. Weit gefehl- Ware kommt mit Kurier, der bietet auch an 2x wieder zu kommen-allerdings zu Zeiten wo man immer noch arbeiten ist- Alternative: Man holt es im Depot ab (liegt natürlich etliche KM von der eigenen Haustür)- Ergebnis- Stress und Kosten obwohl man ja Versandkostenpauschale gezahlt hat. Endlich Paket zu Hause 3 von 6 Artikeln fehlen ( nette Anmerkung zZt nicht lieferbar- erwarten Lieferung innerhalb von 14 tagen, senden dann kostenfrei nach.) 6 Wo später erneuter Anruf ob mit der Nachsendung zu rechnen sei- Antwort wir haben noch nichts bekommen- STILL RUHT DER SEE- nach weiteren 4 Wochen ohne Lieferung aufgegeben!!" den fehlende Artikel in USA geordert- 5 Tg später im Briefkasten. FACT. Nein- das ist kein Einzelfall, sondern ist mit wie oft passiert. PECH gehabt lieber deutscher Einzelhandel und Versender - wenn ich schon bestellen und warten muss- dann eben dort wo ich schnell und sauber bedient werde, die Preise stimmen und....wird auch immer wieder gern genannt- selbst garantie etc klappt bei renommierten US oder UK Händlern groszügig und kulant - meist sogar kostenlos..Da kann sich manch einheimischer Dealer heftig ne scheibe abschneiden. Sicher gibt es engagierte Händler auch hierzulande- nur hab ich selten einen kennen gelernt, noch mag ich da weitere experimente. Übrigends ist es mir bei dutzenden von Auslandsbestllung lediglich einmal passiert, dass etwas nicht zu meiner zufriedenheit geklappt hat.


Upps - jetzt hab ich es sicherlich beim deutschen Handel versch..... - meine erfahrungen sind leider so.
nochmals zu patagonia- lieferung direkt ab werk funktioniert hervoragend-
in der regel haben die us-versender auf ihren seiten auch eine sizing chart, dh man misst seine körpermaße und sieht dann welche us grösse am besten passt. generell kann man sagen, dass us-grössen in der regel immer etwas grösser ausfallen als das deutsche equivalent. will heissen eine us grösse XL ist in der regel etwas grösser geschnitten als eine deutsche xl.
Zu den Kosten
als faustregel, bedingt durch den momentanen dollarkurs: US preis in dollar ist grob das ,was man an der haustür dann in euro bezahlt +/- 10% incl fracht, zoll,eust etc.

gruss dg

Verfasst: 02.08.2005, 21:05
von Turus
Nochmal kurz was von mir:

Mir ist völlig klar, dass man als Händler auch was verdienen muß. Logisch ist auch, dass die Sachen etwas mehr kosten müssen als in den USA. Wenn es dann im Endeffekt aber fast doppelt so teuer ist, dann muß ich mir Alternativen zum hiesigen Handel suchen, da ich es mir sonst gar nicht leisten kann.
Ich gehe sehr gerne zu meinem Händler und plausche natürlich auch ein wenig, und sehr sehr selten gehe ich wieder mit leeren Händen raus. Wollte mit meinem Statement auch niemanden Ärgern (@ mario), aber ich finde speziell im FliFi-Bereich sind die Preise für fast alle Produkte überzogen.
Nur meine Meinung, so und basta!!

Gruß und jede Menge krumme Ruten
der Turus

Verfasst: 07.09.2005, 17:15
von swob
Jetzt muss ich verspätet auch mal was zu dem Thema sagen.
Ich hoffe, dass alle, die Ihr Gerät in den USA kaufen bei einer Firma arbeiten, die Ihre Mitarbeiter demnächst entlässt, da sie in Polen billiger Produzieren können.
Eins ist klar - Eure Arbeitskraft ist auch teurer als die im Ausland!!!! -
und wenn Ihr dann die Kündigung habt, dann schimpft Ihr auch auf die billigen "Preise" aus dem Ausland.
Vielleicht mal ein Gund zum Nachdenken, denn Geiz ist nicht immer Geil!

Verfasst: 07.09.2005, 20:13
von stephan
@ swob
Schon mal darüber nachgedacht, dass wir vielleicht über Getackle reden, dass in den USA hergestellt wird!
Wir lassen dir schon deinen Arbeitsplatz! Keine Bange!
Mag ja sein, dass es etwas teurer sein muß aber nicht fast doppelt so teuer!
problem ist die zwischenstationen, die es bei uns gibt ( Generalvertretungen )! Die wollen natürlich auch alle was verdienen! In Amerika wird das Zeugs dirkt vom Hersteller an den Fachhandel geliefert!
Also einer weniger der sich Geld einstecken will!
Gruß
stephan