Elektrisch abfischen

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Jens2001
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Elektrisch abfischen

Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

Hallo Forums-Gemeinde

habe Heute mal eine Frage an die Forumskolegen, die auch Gewässer bewirtschaften.

Folgende Problematik

Bei mir an der Schwarza werden z.Z. als ausgleichende renaturierungs Maßnahmen für einen Talsperrenbau die Wehre aus dem Fluß gerissen.
Dabei bin ich übrigens mit dem die Maßnahme begleitenden Biologen einer Meinung.... Es ist Quatsch und zum Fenster hinaus geworfenes Geld..... Einbau von Fischtreppen ja, komplettes Entfernen der Werhre nein!!!!
Möchte dies auch noch kurz begründen.... die Schwarza verfügt in dem entsprechendem Bereich sogut wie nicht über natürliche tiefere Stellen die als Rückzugsmöglich bei extremem Nirdrigwasser dienen könnten. Auch ist der Fluß seinem Charakter nach ziemlich schnell mit recht viel Gefälle und dadurch recht Nährstoffarm und kalt...... finde das jeder der uralten und nicht mehr genutzten Wehrkolke eine Bereicherung darstellt. Vielleicht noch etwas zur Erklärung, bei den Wehren handelt es sich nicht um Stauwehre, die den Flußlauf extrem verlangsamen uns ein Wandern der Fische unmöglich machen sondern um ca. 1 m hohe scräge Abstrürze, die auch von den Forellen bei etwas höherem Wasserstand bei ihren Wandereungen überwunden werden...
Nun aber mein Eigentliches Problem am Montag kommen die Bagger und wir haben gestern das Wehr und etwa 150 m Flußlauf unterhalb und 20 m oberhalb elektrisch abgefischt...... das ganze mit einem schönem leichtem Batterie betriebenem tragbarem E-Gerät wie es für biologische Untersuchungen verwendet wird. Hat der Biologe vom Talsperrenbau mitgebracht und er hat auch gefischt.....
Das Ergebnis war für mich auf den 150 m Flußlauf durchaus befriedigend und im Rahmen dessen, was ich erwartet habe. Nicht aber im Wehrkolk!!!! Wir haben für das Sitzendorfer Werk, Knner des Flusses wissen jetzt welches ich meine doch recht wenig Fische erwischt und vor allem, die größte Forelle war gerade einmal 35 cm..... meine befürchtung ist jetzt einfach, daß wohl die ordentlichen Fische alle drin geblieben sind und dem Bagger zum Opfer fallen werden.... kenne die Sache mit den E-Geräten eben anders....... dann aber große Aggregate mit Verbrennungsmotor und langen Kabeln.... da schossen die Forellen regelrecht aus dem Wasser und selbst Aale kamen zum Vorschein...... kann mir eben auch nicht vorstellen, daß in dem Wehr nicht mehr ein einziger großer Fisch hausen soll......
Bin mal auf Eure Meinungen gespannt.

LG Jens
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hall Jens,
ist es möglich daß der Kolk ziemlich tief ist und die Fische nach unten wegtauchen konnten, oder daß sie zwischen Wurzeln oder ähnlichem standen und nicht an die Oberfläche kamen? Das Wirkungsgebiet des Stromfeldes ist begrenzt und von der Leitfähigkeit des Wassers abhängig.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Harald

ja, der Wehrkolk ist ziemlich tief im Durschnitt ca. 1,5 m aber maximale Tiefe ca. bei 2,5 m auf dem Grund liegen viele große Steinbrocken und die Mauern sind auch ordentlich unterspühlt!!! Kann mir einfach nicht vorstellen, daß da keine großen Fische mehr drin gewesen sein sollen.......

LG Jens
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

@ Jens:

Generell ist die lineare Durchlässigkeit der Gewässer eines der wichtigsten Ziele der Renaturierung. Sicherlich kommen starke Forellen bei Hochwasser über 1 Meter hohe Wehre, aber bereits eine 10 cm hohe Schwelle stellt beispielsweise für Mühlkoppen ein unüberwindbares Hindernis dar. Sie besitzen keine Schwimmblase und können sich deshalb nicht aus dem Wasser katapultieren. Die Durchlässigkeit des Gewässers fördert zudem den genetischen Austausch wandernder Salmoniden. Auch viele Kleinfische (Bachschmerlen, Elritzen, etc.) und Fischnährtiere können sich wieder ausbreiten.

Tiefere Kolke können sicher bei Trockenheit ein Rückzugsgebiet darstellen, doch in der Tiefe werden Schlamm und Fäulnisanteile abgelegt. Die Nährtierdichte nimmt außerdem wegen des Sauerstoffmangels rapide ab. Wenn im Hochsommer auch noch die Fließgeschwindingkeit deutlich absinkt und der Sedimentanteil im Wasser steigt, können die Kolke umkippen.

Das gilt wie gesagt für Aufstauungen, die wir künstlich geschaffen haben. Natürlich entwickelte Kolke verändern sich im Laufe des Jahres durch den Geschiebedruck von selbst.

Wir haben in unserer Gegend fast alle künstlichen Wehre der Fließgewässer beseitigt, bzw. mit rauhen Gerinnen als Fischtreppen ausgestattet. Ein letztes Problem stellen nur noch die uralten Wiesenwehre der Kleinbäche dar, weil damit in früheren Zeiten über ein Grabensystem die Wiesen bewässert wurden. Artenschutz interessierte damals nicht. :mad:

Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Olaf Kurth

das die Durchlässigkeit der Gewässer ein Ziel der Renaturierung ist, ist mir vollkommen klar..... nur gibt es eben bei Gebirsbächen und kleinen Gebirgsflüssenauch ganz natürliche Schüße, Stürze und kleine Wasserfälle die jede Menge Sauerstoff ins Wasser bringen und in Ihrem Auslauf tiefere Kolke bilden....... Und soetwas gab es da in früheren Zeiten in dem Abschnitt bestimmt auch, bis der kleine Fluß zum Hochwasserschutz in seinem Lauf in Ufermauern gezwängt wurde und natürliche Hindernisse wohl auch entfernt wurden...... und nix anderes machen diese Wehre.... Wie schon gesagt, es sind keine Stauwehre sondern Absturtzkanten.......
Du scheinst die Schwarza als Fluß leider nicht zu kennen eigentlich Schade denn es lohnt sich..... es gibt in diesem Flüschen defakto keine langsamen Bereiche in denen Sedimentablagerungen erfolgen und Väulnisproßesse ablaufen..... mit einer einzigen Ausnahme vielleicht, einer sehr langsamen und tiefen Kurve im Flußlauf...... auf keinem Fall aber im Bereich der Wehrkolke...... der kleine Fluß hat ein komplettes Bett aus Felsen und Geschiebe (Steinen mit einer Grpße zwischen 15-60 cm) und nur recht wenigen Kiesbänken diese sind oft im Auslauf der Wehrkolke zu findenund bilden die Laichbänke für die Äschenpopulation......
Im Allgemeinen besteht der Lauf des Flusses zu einem zehr sehr hohem Anteil aus flachen Rieselstrechen mit einer Durchschnitlichen tiefe von ca. 20 cm und nur sehr wenigen natürlichen tiefen Stellen....... insofern stellt jeder Wehrkolk eine Bereicherung dar..... Kenner des Flüßchens werden mir sicherlich Recht geben...... und noch einmal Fischtreppen natürlich ja aber eine komplettes entfernen der Wehre ich denke es wird der Äschenpopulation im Fluß nicht unbedingt gut tun....
Im übrigen ist der begleitende Biologe der Maßnahmen da mit mir ganz einer Meinung, nur konnte sich eben auch nichtr durchsetzen, da es sich wohl um eine politische Entscheidung handelt...... und ein komplettes entfernen der Gewässerverbauungen sich wohl besser anhört als ein einbringen von Fischtreppen.......

LG und schönen Sonntag Jens
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo Jens,

deine oben genannte Poblematik kenne ich nur zu gut. Wir selber bewirtschaften einen sehr kleinen Forellenbach im Taunus. Durch ausgleichmaßnahmen werden seit einigen Jahren bei uns ebenfalls die Wehre aus dem Gewässer entfernt. Das Problem bei uns ist, dass wir in den Trockenperioden kaum noch Wasser im Bach haben und die ehemaligen aufgestauten Wehrbereiche den Lebewesen immer als Rettungsinsel diente. Mir wäre es auch lieber gewesen, Fischtreppen einzubauen. Jedoch läßt sich natürlich darüber streiten.
Was mich jedoch am meisten aufregt, dass es unseren Behörden nicht um die eigentliche Renaturierung geht, sonde wie man am kosteneffektivsten die Ausgleichmaßnahmen für den Häuserbau umsetzten kann.

Nur ein Beispiel. Kurz vor unserem Streckenende gibt es ehemalige Auen die Früher als Schrottplatz genutzt wurden. Dort liegen unter anderem noch alte Autos etc. Den Behörden ist es jedoch zu teuer, den nun nicht mehr sichtbaren Schrott zu entfernen, da durch das Abholzen der nun darüber gewachsenen Bäume neue Ausgleichsmaßnahmen fällig würden. Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen! :mad:

Ich denke, durch das Renaturieren der Auen würde man noch weit mehr Probleme lösen, die auch im Interesse der Behörden sein müssten, wie z.B. Hochwasserschutz etc.

Gruß Matthias
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

@ Jens

Selbstverständlich sind meine Ausführungen allgemein gehalten, weil ich die Schwarza nur vom Hören-Sagen kenne. Vor Ort sieht die Sache sicherlich anders aus. Von den Sünden der Vergangenheit, die durch falsch verstandenen Hochwasserschutz entstanden sind, war bestimmt auch die Schwarza betroffen.

Und von Artenschutz und politischen Entscheidungen wollen wir nicht reden, denn diese Aspekte driften oftmals völlig auseinander.

Schönen Sonntag (gehe jetzt fischen!!) ;)

Olaf
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

@Jens

Um die Sinnhaftigkeit des Entfernens der Schwellen beurteilen zu können, bitte ich dich um 2 Informationen, dann werd ich dir weiteres dazu schreiben:

1) Wurde die Lauflänge des Gewässers durch Regulierungsmaßnahmen in der Vergangenheit verkürzt (Durchstiche, etc.)?

2) Wie ist die Laufform des Gewässers aktuell und wie war sie in der Vergangenheit?
Gestreckt / Furkierend / Pendelnd / Mäandrierend

Zur Elektrobefischung:

Ich schätz mal der Biologe verwendete ein Impulsstromgerät. Deine Beobachtung ist richtig, bei Impulsgeräten kommt es weniger zum Anziehen der Fische ("Galvanotaxis"), die Fische werden eher betäubt wo sie stehen. Die Wirkungsweite von Impulsstrom ist allerdings bei gleicher Leistung des Aggregats viel weiter als bei Gleichstrom.

Tiefe Pools sind allerdings - unabhängig von den verwendeten Geräten - kaum zu befischen, am ehesten bei Verwendung eines Bootes mit Fangrechen. Bei Tiefen von > 2.5 m ist meiner Erfahrung nach sowieso mit Elektrofischerei ziemlich Schluss.

Nur: Ich möchte die Sinnhaftigkeit von Elektroabfischungen vor Baumassnahmen grundsätzlich stark bezweifeln, weil abgefischte Strecken meiner Erfahrung nach innerhalb von wenigen Stunden wieder besiedelt werden. Und kilometerlange Strecken leerzufischen ist wohl weder praktikabel noch sinnvoll.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ rattensack

zu 1. in der betroffenen Ortslage wurde der Flußlauf in der Vergangenheit mit Sicherheit verändert. Und der Fluß in seinem Bett zwischen Ufermazern gezwängt. In diesem Bereich gibt es also weder unterspühlte Bäume noch andere nennenswerten Hindernisse.
zu 2. die Laurichtung des Gewässers würde ich in dem Bereich eher als gestreckt bezeichnen....... außerhalb der Ortslage ist sie pendelnd bis mändrierend mit teilweise sehr viel Gefälle....

Ja genau es war ein Impulsstromgerät..... für kleinere Bäche wiklich hervorragend geeignet...... aber eben nciht für den Wehrkolk.....
die von Dir beschriebene Wirkungsweise trifft in etwa auch zu......

Gruß Jens
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ranzi
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Ungelesener Beitrag von ranzi »

Gestreckt / Furkierend / Pendelnd / Mäandrierend

...kannst Du mir das - wenn´s geht - kurz erklären?
Danke und Gruß, Ranzi
RFFS
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ ranzi

einFließgewässer neigt je nach geologischen Vorausetzungen und Fließgeschwindigkeit dazu in unterschiedlichen Betten abzufließen. Dabei besteht die Tendenz, daß ein Fluß in S Förmigen Kurven sein Bett verändert es gibt den Prall- und den Gleithang (Prallhang an der Uferseite auf die die Ftrömung steht Gleithang auf der anderen Seite)

- gesteckt bedeutet ziemlich gerader Lauf ohne Große Kurven
- furkierend.... keine Ahnung welche Bedeutung das Wort bei unseren Nachbarn in Östererich hat..... kenne ich nicht
- pendelnd leichte S-Kurven Bildung
-mändrieend sehr stark ausgeprägte S-Kurvenbildung, die sich teilweise auch so stark, daß es zur Bildung von Durchbrüchen und Altarmen führen kann.......

Hoffe das hat geholfen.......

Gruß Jens
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo Jens, servus ranzi!

Den Erklärungen von Jens ist nichts hinzuzufügen.

Furcierend bedeutet: verästelt, aufgezweigt in Haupt- und Nebenarme
Bekannte Beispiele: Taglamento, Lech- Oberlauf, Donau (ursprünglich).
Bildet sich bei mäßigem bis hohem Gefälle und hohem Geschiebetrieb aus, leider durch Regulierung de facto aus unserer Kulturlandschaft verschwunden.

Warum die Frage nach der Laufform?

Nun, bei einem pendelnden oder mäandrierenden Lauf bilden sich von Natur aus tiefe Kolke in den Aussenbögen. Wenn ich Schwellen einbaue, baut sich das Gefälle lokal ab, dadurch gehen die Kolk - Furt - Sequenzen (Laichplätze, Jungfische, Adultfische...) verloren, und es entsteht lediglich ein Kolk unter der Schwelle. Die Lebensraumqualität des Staus im Oberwasser wird meist überschätzt, und ist wenig nachhaltig (Verlandung durch Geschiebe...).

Deshalb kann das Entfernen von Schwellen, auch wenn dadurch kurzfristig gute Fischeinstände verschwinden, zur natürlichen Bildung von erstklassigen Habitaten für alle Lebensstadien von Fischen führen. Natürlich nur, wenn der Fluss den Platz dazu hat und nicht durch Regulierungen völlig eingezwängt ist.

Was passieren wird, kann man natürlich nur vor Ort beurteilen. Ich wollte nur darauf hinaus, dass manchmal etwas Weitblick gefordert ist und Verständnis für Hydromorphologie - das fehlt leider oft bei Fischern, die nur den kurzfristigen Verlust eines Wehrkolkes etc. beklagen und die Bedeutung von Laich- und Jungfischhabitaten unterschätzen.

Ich hoff bei euch an der Schwarza entwickelt sich was nettes und die Fisch' profitieren davon!

clemens
Zuletzt geändert von Rattensack am 12.07.2005, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

Wie schon gesagt, im Ortslauf Sitzendorf ist die Schwarza in Ugermauern gezwängt...... es können sich also keine natürlichen Vertiefungen bilden.... dieser Bereich ist etwa 2 km lang...... deshalb bin ich ja auch so traurig um das verschwinden der Wehre ohne diese wird der Bereich des Flusses noch eintöniger werden.....

und wie gesagt, die Laichbänke für die Äschen Popuölaqtion gehen auch verloren.

LG Jens
Hâgar Otter

Ungelesener Beitrag von Hâgar Otter »

Die Beseitigung von Querberbaungen ist sicher immer von Vorteil für die Durchgängigkeit! Für den Fischbestand ist NICHT das Volumen der vorher gestauten Strecken entscheidend, sondern die Strukturierung der Gewässersohle und -Ufer!! Aus wässerbautechnischen Gründen (Verhindrung der Sohleintiefung mit Grundwasserabsenkung) kann es unvermeidbar sein, fast sohlebene Querrriegel zu belassen, diese sollten dann asymmetrisch konkav sein um ein pendelndes Niedrigwassergerinne auszubilden (Natursteinbauweise ist vorzuziehen). Gute Beispiele findet man bei: Bayern.de > Wassserwirtschaft, viel Infomaterial hat auch die IGFS e.V.
Auch innerörtlich zwischen Ufermauern gezwängte Gerinne kann man mit geringem Aufwand revitlisieren in dem man durch Leitsporne ein 'mäandrierendes Niedrigwassergerinne' erzeugt. (Foto-)Beispiele könnte ich (oder lutz.glaser@ifgs-ev.de ) dir mailen.
Seriös beraten könnte man nur mit Ortskenntnis!
Zuletzt geändert von Hâgar Otter am 05.08.2005, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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