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Overlap zum 100sten
Verfasst: 10.12.2004, 10:46
von squid77
Hallo
Noch zwei Fragen zum Overlap.
Ich ermittle den Overlap indem ich die gebogene Spitze auf einer ebenen Oberfläche drehe dabei springt der Blank irgendwann.
Der Overlap liegt an dem Punkt, kurz nachdem der Blank springt..Ist dies richtig?
Frage zwei will ich eine steife Rute im Vorschwung (schnellere Rute) und nicht im Drill binde ich die Ringe an Grün oder Rot?
Danke für die raschen Antworten
Pascal
Verfasst: 10.12.2004, 22:30
von mario mücke
hallo pascal,
die geschichte mit dem overlap geistert nun schon so viele jahre durch die meisten rutenbauanleitungen.
niemand hält die rute (beim werfen) immer in der gleichen flucht. das hieße also der overlap, wenn er richtig platziert wäre, würde immer an einer anderen stelle liegen. ich glaube der overlap hat keinen einfluß auf das wurfverhalten einer rute.
grüße mario mücke
Verfasst: 11.12.2004, 07:55
von Noellgen, H
Hallo Pascal,
das Thema wurde auch hier im Forum rauf und runter diskutiert,
gib mal overlap in die Suchfunktion, dann findest Du gewiss alle
Informationen.
tight lines,
Heiner
Verfasst: 12.12.2004, 18:33
von Wolf L.
Hallo,
wenn man das so sieht wie Mario ist das eh egal. Wenn nicht, nimmt man die Literatur (wie z.B. die Beschreibung auf der Hauptseite).
ABER das erscheint mir nicht einleuchtend. Wenn ich an dem Blank den ich hier liegen habe den bekannten Test mache "springt" er mal zur einen, mal zur anderen Seite. Die sinnvolle Erklärung wäre, dass der Overlap weder oben noch unten liegt, sondern an der Seite. Auch das wiederum empfände ich als logisch, biegt sich doch der Blank im Querschnitt mit der geringsten Steifigkeit. Und das wäre zumindest theoretisch dann wenn der Overlap in der neutralen Faser liegt, also entweder links oder rechts an der gebogenen Rute.
So, und nun?
Gruss,
Wolf
Verfasst: 14.12.2004, 08:47
von Dorus
Also wir an der Küste machen es so:
auf die grüne Linie kommen die Steuerbord-Ringe (rechtsgedreht), auf die rote die Backbord-Ringe (linksgedreht).
Ausnahme: Für Sturmruten ab Klasse Ork#12 werden die Ringe spiralförmig um den Blank angeordnet.
Das hat den Vorteil, dass die Schnur schön dicht anliegt und nicht klappert.
Das Thema "Overlap" ist für dieses Forum höchstwahrscheinlich viel zu komplex, als das es hier erschöpfend dargestellt werden kann.
Statische Ermittlung des "Gesamtsprungpunkts" ist natürlich nur ein Provisorium.
Dynamische, empirische Ermittlung mit provisorisch angebundenen Ringen, Ermittlung der Eigenresonanz in verschiedenen "Ebenen", in Verhältnis zum Schwingungselement Schnur und Wurfstil, unter Berücksichtigung der inneren Unsymmetrien.
Ich schätze mal so ungefähr wäre das Thema anzusetzen.
Bei der Ermittlung des Overlaps würde ich neben einen Gesamtsprungpunkt auch mehrere Segmentpunkte ermitteln.
Wenn dann die Punkte auf einer Außenlinie liegen Ringe hier aufbinden.
Die Dynamik sieht dann wie bei einem Schwert aus.
Richtig ist dann die Wurfrichtung (Rollwürfe ausgenommen) in der die Rute an härtesten ist.
Wenn die Ringe und Overlap nicht fluchten ist kaum ein zielgenauer Wurf zu erwarten.
Bei Blanks mit verdrehtem Overlap ist es natürlich egal...
eventuell Blank teilen.
Nur Mut! Dorus
Verfasst: 20.12.2004, 11:28
von ratschan
Hi Pascal!
Die Ringe gehören auf alle Fälle (bei einer Rute, mit der man präzise UND weit werfen soll) auf die grüne Seite (die "schwächere Seite"). Sonst bricht die Rute beim alles entscheidenden letzten Vorschwung unweigerlich aus - was statt einer Geraden zu einem gebogenen Weg der Rutenspitze führt. Allerdings kannst du die Geschichte optimieren, indem du beobachtest, ob du beim Wurf die Rolle wirklich in der Flucht hältst.
Für entscheidend halte ich den Overlap des Spitzenteils, der ja am meisten durchgebogen wird.
Die "geringer Steifigkeit" einer derartig gebauten Rute kannst vergessen, es handelt sich ja nur um winzige Nuancen - betrifft ebensowenig die Drilleigenschaften.
Clem