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Hülsenbeck Hobellehren

Verfasst: 08.05.2004, 13:28
von Rolf - KA
Hallo Gespließtenbauer,

kennt jemand die Hobellehren von Hülsenbeck, taugen die etwas?

Gruß
Rolf

Verfasst: 08.05.2004, 18:22
von zuma
Hallo Rolf
Ich kenne die Hülsenbeck-Formen nicht und kann deshalb nur allgemein zu Hobellehren Stellung nehmen:
Die Hobellehre ist ein Präzisionsding, welches wesentlich mitentscheidet ob Du präzise Ruten bauen kannst. Wesentlichstes Verschleissteil sind die Schrauben zum einstellen der Hobelform. Hier ist auch ein grosser Preisunterschied zwischen den verschiedenen Herstellern begründet! Auch die Qualität des verwendeten Stahls ist von Bedeutung. Eine Metallhobelform wird Dich überleben und deshalb kommt hier der Qualität eine grosse Bedeutung zugemessen.
Ich besitze zwei Hobelformen aus Stahl - eine aus Dänemark und eine aus Deutschland. Diejenige aus Deutschland kommt von Detlef Kronenberg und ich würde sie um keinen Preis mehr hergeben.
Herzliche Grüsse
Kurt

Verfasst: 08.05.2004, 20:11
von Karl
Hallo Rolf, soweit ich weiß ist die Form von Hülsenbeck ohne Stellschrauben d.h. du brauchst noch ne Form in der du die Form einstellen kannst. Ich weiß nicht wie das funktionieren soll am besten rufst du mal Herrn Hülsenbeck an und läßt dir erklären wie er sein Maß einstellt. Ich habe mir eine nach Penrose bauen lassen von einem Bekannten, funktioniert sehr gut auf CNC Maschine gemacht. Bei Interesse PN. Gruß Karl

Verfasst: 09.05.2004, 15:23
von Reinh.S
Hallo, liebe Leute, was schreibt ihr da.
Schrauben ein Verschleißteil mit Kostenunterschieden ?
Ok, nen paar Cent liegen sicherlich drin.
Die Lehre wird aus Werkzeugstahl gefertigt weil sich normaler Baustahl schlechter schleifen läst, wegen eventueller weichen stellen im Stahl.Meines wissens wird auch der Werkzeugstahl nicht gehärtet, wozu auch.
Der größte Kostenfaktor ist das schleifen auf der Planschleifmaschiene.
Beide Seiten der Lehre müssen nunmal exakt gleiche Maße haben.
Eingestellt wird die Lehre mittels einer Meßuhr, sieht man auch in Hülsenbecks Katalog, also wird seine Lehre auch Schrauben haben, vieleicht hat sich der Werkzeugbauer besonders viel Arbeit damit gemacht und die Köpfe versenkt.
:mad: Grüße Reinhard

Verfasst: 09.05.2004, 16:55
von Rolf - KA
@Reinhard,

im Katalog steht aber das die Hobellehren keine Schrauben haben .

Gruß
Rolf

Verfasst: 09.05.2004, 17:02
von M.Lüder
hallo zusammen,
weil hier gerade das thema hobellehre ansteht:
wieviel darf oder sollte eine form aus stahl denn ungefähr kosten?
ich habe eben ein angebot über € 690 + mwst. von einer metallbaufirma.
zu teuer oder ok?

viele grüsse micha

Verfasst: 09.05.2004, 18:34
von Karl
wieviel Fuß? ich habe für ne 6´ ohne Schleifen der Oberfläche die Hälfte gezahlt. Wenn du kaltgewalztes Material nimmst, reicht es wenn du mit Schmirgelpapier (naß) die Oberfläche schleifst, ist plan genug für deine zwecke und du rumpelst eh alsbald mit deinem Hobelmesser in die Form;)
Gruß Karl

Verfasst: 09.05.2004, 19:06
von zuma
@Reinhard
Ich habe mich wohl zu wenig präzis ausgedrückt. Ich kenne Hobellehren mit Differenzialschrauben und diese sind recht heikel in Bezug auf überdrehen. Eine solche Schraube kostet leider etwas mehr als nur ein paar Cent.
Gruss
Kurt

Verfasst: 10.05.2004, 07:08
von stefan grau
@Reinhard(t)

Ich habe eine alteHülsenbeck-Form, es war eine meiner ersten aus Metall und ich weiss nicht ob sie heute noch so aussehen/sind wie damals - also der Beschireb der meinigen von ihm;

Diese Formen haben keine Einstallschrauben, sondern 3-4 Bolzen die die 2 Formetile quasi parallel zusammenhalten.
Gemessen wird auch hier wie richtig gesagt mit der Messuhr, die Tiefenenistellung der Form efrolgt aber entweder durch einlegen von "Shims" (dünne, unterschiedlich dicke Metallplatten/Bleche), die die Kerbe eben dann mehr oder weniger Spreizen. Dir Form, res. die Shims, muss dann mit den integrierten Bolzen justiert werden.

Das Ganze ist recht umnständlich und nicht sehr genau, res. das Einstellen eines bekannten Tapers aus irgend einer Quelle wird damit recht umständlich. Allerdings ist zu erwähnen dass diese Art der Hobelfrom den alten Modellen aus der älteren Literatur (vor "Garrison")entspricht.

Die Kosten für die Form über die ich verfüge sind/waren recht hoch, heute empfehle ich - wenn`s günstig sein soll/muss eine aus den USA zu beschaffen - Preis rund $ 350.-, inkl. Zoll/MWST/Fracht mit UPS (das Ding ist schwer), sind die Kosten wohl sogar um etwas günstiger als obgenanntes Modell - und diese Form ist dann dank dem neueren Einsterllmechanismus mit Schrauben auf Zug/Stossen auch schnell(er) eingestellt.

Gruss

Stefan

Verfasst: 10.05.2004, 14:24
von Rolf - KA
@Stefan,

hast Du vielleicht eine Bezugsquelle für gute Formen?

Gruß
Rolf

Verfasst: 10.05.2004, 16:19
von stefan grau
jetzt darf ich aber schon sagen dass alles in meinem Buch steht, oder?

mein Buch:
http://gespliesstenbuch.tripod.com/default.htm

günstige aber gute Lehren, z.B.

http://members.tripod.com/~BamBooFlyRods/planing.html

Verfasst: 10.05.2004, 16:30
von Rolf - KA
hallo Stefan,

vielen Dank für die Links, eine Frage hätte ich aber noch zu diesen Formen, leider ist mein Englisch nicht besonders, sind das da 2 verschiedene Hobelformen und wenn ja worin liegt der Unterschied?
Kennst Du diese Hobelformen, hast Du schon einmal damit gearbeitet?

Gruß
Rolf

Verfasst: 10.05.2004, 16:51
von stefan grau
nix 2 Formen, es handelt sich um eine, und wie üblich ist auf der einen Seite die tiefere kerbe, auf der anderen die weniger tiefe.

Die Form ist für den Preis absolut top und oft um einiges Besser, als was hiesige metallbauer fertigen, die das mit dem Auftrag ja oft erstmal tun (ausser eben die, die schon mehrere gemacht haben).

Gruss

Stefan