Nymphenfischen bei langsamer Srömung
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- sedge111
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Nymphenfischen bei langsamer Srömung
Hallo Forum,
ich fische vorwiegend in einem Wiesenbach, der neben kurzen flachen, relativ schnell fließenden Passagen hauptsächlich von langsam fließenden, relativ tiefen Bereichen (bis 2,5 m) geprägt ist.
In den flacheren Bereichen bin mit Nymphe im deaddrift durchaus sehr erfolgreich. Mein Problem liegt in den langsamen, tiefen Bereichen. Abgesehen von ein paar "erstrippten" Forellen war ich dort bisher nicht sehr erfolgreich, die deaddrift funktioniert meiner Ansicht nach, evtl. wegen der langsamen Srtömung nicht richtig. Wo könnte mein Fehler liegen - falsches Vorfach (bzw. Vorafchlänge), falsche Fliege (zu leicht,zu schwer), falsche Nymphtaktik.... Fragen über Fragen!
Bin für JEDEN Tipp oder Rat sehr dankbar!!!
Grüße!
sedge111
ich fische vorwiegend in einem Wiesenbach, der neben kurzen flachen, relativ schnell fließenden Passagen hauptsächlich von langsam fließenden, relativ tiefen Bereichen (bis 2,5 m) geprägt ist.
In den flacheren Bereichen bin mit Nymphe im deaddrift durchaus sehr erfolgreich. Mein Problem liegt in den langsamen, tiefen Bereichen. Abgesehen von ein paar "erstrippten" Forellen war ich dort bisher nicht sehr erfolgreich, die deaddrift funktioniert meiner Ansicht nach, evtl. wegen der langsamen Srtömung nicht richtig. Wo könnte mein Fehler liegen - falsches Vorfach (bzw. Vorafchlänge), falsche Fliege (zu leicht,zu schwer), falsche Nymphtaktik.... Fragen über Fragen!
Bin für JEDEN Tipp oder Rat sehr dankbar!!!
Grüße!
sedge111
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Hans aus Hessen
Hallo Sedge 111,
Auch ich befische so einen Wiesenbach ( langsame Strömung in den tiefen Gumpen ). Ich benutze dafür gerne kurze, schwimmende Vorfächer mit einem P-Ring und einer Spitze aus Fluorcarbon in Verbindung mit einer Golkopfnymphe oder eine bleibeschwerte Goldripped-Hare´s Ear. Ich beginne an der Gumpenkante, bringe die Nymphe aus und mende die Leine bachabwärts, das gibt der Nymphe Zeit zum absinken. Im Verlauf der Drift füttere ich immer ein wenig Schnur aus der Schnurhand nach, und zwar so lange, bis die Drift ausgefischt ist. Ist die Drift ausgefischt, bringe ich die ganze Sache etwas seitenversetzt wieder zu Wasser und fange von vorne an, bis ich den Gumpen ausgefischt habe. Auf diese Weise konnte ich letztes Jahr einige schöne Forellen aus ´meinem` Wiesenbach zaubern.
Gruß und TL für die neue Saison
Hans aus Hessen
Auch ich befische so einen Wiesenbach ( langsame Strömung in den tiefen Gumpen ). Ich benutze dafür gerne kurze, schwimmende Vorfächer mit einem P-Ring und einer Spitze aus Fluorcarbon in Verbindung mit einer Golkopfnymphe oder eine bleibeschwerte Goldripped-Hare´s Ear. Ich beginne an der Gumpenkante, bringe die Nymphe aus und mende die Leine bachabwärts, das gibt der Nymphe Zeit zum absinken. Im Verlauf der Drift füttere ich immer ein wenig Schnur aus der Schnurhand nach, und zwar so lange, bis die Drift ausgefischt ist. Ist die Drift ausgefischt, bringe ich die ganze Sache etwas seitenversetzt wieder zu Wasser und fange von vorne an, bis ich den Gumpen ausgefischt habe. Auf diese Weise konnte ich letztes Jahr einige schöne Forellen aus ´meinem` Wiesenbach zaubern.
Gruß und TL für die neue Saison
Hans aus Hessen
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Fynn_SH
- sedge111
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@ Hans aus Hessen
Hallo Hans,
vorab vielen Dank für Deine Antwort.
Trotzdem habe ich noch zwei Fragen.
Fischt Du die deaddrift auch bei sehr, sehr langsamer Strömung in "Normalfliessgeschwindigkeit" oder beschleunigst du die Drift bespielsweise durch menden?
Wie erkennst Du bei sehr langsamer Strömung einen Biss? (Stehenbleiben der Fliegenschnur bzw. Ruck in der Fliegenschnur)
Vielen Dank vorab!
sedge111
Hallo Hans,
vorab vielen Dank für Deine Antwort.
Trotzdem habe ich noch zwei Fragen.
Fischt Du die deaddrift auch bei sehr, sehr langsamer Strömung in "Normalfliessgeschwindigkeit" oder beschleunigst du die Drift bespielsweise durch menden?
Wie erkennst Du bei sehr langsamer Strömung einen Biss? (Stehenbleiben der Fliegenschnur bzw. Ruck in der Fliegenschnur)
Vielen Dank vorab!
sedge111
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Hans aus Hessen
Hallo Sedge 111,
Ich fische die Nymphe auch bei sehr langsamer Strömung so gut es geht in Normalfließgeschwindigkeit. Wichtig ist, dass die Nymphe nach unten kommt, deswegen Goldkopf oder bleibeschwert. Die Bisserkennung ist relativ einfach. Ich benutze keinen Bißanzeiger, sondern beobachte Vorfach und Flugschnur genau. Bei einem Biss bleibt die Schnur,bzw. das Vorfach kurz stehen oder es gibt einen kurzen Ruck. Das ist der Punkt, um den Anhieb zu setzen. Wichtiger ist jedoch, dass du dich vorsichtig an den Gumpen, den du befischen willst, heranpirschen solltest. Vermeide jede Erschütterung des Erdbodens, z.B. durch lautes Auftreten oder Zertreten von am Boden liegendem Geäst. Die Fische nehmen einen viel früher wahr, als wir denken.
Auch in einem tiefen Gumpen.
Viel Erfolg und Petri Heil
Hans aus Hessen
Ich fische die Nymphe auch bei sehr langsamer Strömung so gut es geht in Normalfließgeschwindigkeit. Wichtig ist, dass die Nymphe nach unten kommt, deswegen Goldkopf oder bleibeschwert. Die Bisserkennung ist relativ einfach. Ich benutze keinen Bißanzeiger, sondern beobachte Vorfach und Flugschnur genau. Bei einem Biss bleibt die Schnur,bzw. das Vorfach kurz stehen oder es gibt einen kurzen Ruck. Das ist der Punkt, um den Anhieb zu setzen. Wichtiger ist jedoch, dass du dich vorsichtig an den Gumpen, den du befischen willst, heranpirschen solltest. Vermeide jede Erschütterung des Erdbodens, z.B. durch lautes Auftreten oder Zertreten von am Boden liegendem Geäst. Die Fische nehmen einen viel früher wahr, als wir denken.
Auch in einem tiefen Gumpen.
Viel Erfolg und Petri Heil
Hans aus Hessen
- Edgar
- Beiträge: 233
- Registriert: 04.10.2006, 11:30
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[QUOTE]Original geschrieben von Fynn_SH
Hi,
mich würde mal interessieren wie ihr an einem See mit der Nymphe fischt? Ich habe sie bisher immer ähnlich wie einen Streamer eingestrippt, der Erfolg blieb aber leider aus.
Habt ihr Tipps für mich?
Am See ist es sinnvoll die Nymphe ruckartig und in Grundnähe zu fischen.
Gruß Edgar
Hi,
mich würde mal interessieren wie ihr an einem See mit der Nymphe fischt? Ich habe sie bisher immer ähnlich wie einen Streamer eingestrippt, der Erfolg blieb aber leider aus.
Habt ihr Tipps für mich?
Am See ist es sinnvoll die Nymphe ruckartig und in Grundnähe zu fischen.
Gruß Edgar
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Hans aus Hessen
Hi Fynn,
Tüddel dir mal ein paar Schwimmnymphen zusammen, befestige sie an einem schwimmenden Vorfach mit sinkender Spitze, das ganze so weit wie möglich raus ( Doppelzug ). Kurz warten, dann zentimeterweise ( Wichtig !!! ) einstrippen, immer mal wieder ruhen lassen dann wie vorgenannt weiter. Wenn du dann einen Biss bekommst, halt deine Rute gut fest, die knallen nämlich richtig gut, besonders wenn es ein Karpfen ist. Oder versuche es mit Booby-Flies im Stillwasser. Für mich einer der schönsten Stillwasserangelarten mit der Fliege.
Gruß und TL in 2004 wünscht dir
Hans aus Hessen
Tüddel dir mal ein paar Schwimmnymphen zusammen, befestige sie an einem schwimmenden Vorfach mit sinkender Spitze, das ganze so weit wie möglich raus ( Doppelzug ). Kurz warten, dann zentimeterweise ( Wichtig !!! ) einstrippen, immer mal wieder ruhen lassen dann wie vorgenannt weiter. Wenn du dann einen Biss bekommst, halt deine Rute gut fest, die knallen nämlich richtig gut, besonders wenn es ein Karpfen ist. Oder versuche es mit Booby-Flies im Stillwasser. Für mich einer der schönsten Stillwasserangelarten mit der Fliege.
Gruß und TL in 2004 wünscht dir
Hans aus Hessen
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Andreas aus B
Also irgendwie hab ichs noch nicht kapiert. Ist es besser, die Nymphe mittreiben zu lassen, also ohne drift, oder lasst ihr die Nymphe auch schon mal in der Strömung stehen und strippt sie dann ein.
Das mittreiben lassen kann ja eigentlich nur funktionieren, wenn man mit viel slackline oder flußaufwärts fischt oder?
Andreas
Das mittreiben lassen kann ja eigentlich nur funktionieren, wenn man mit viel slackline oder flußaufwärts fischt oder?
Andreas
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nisti74
Hallo,
also ich fische zwar an keinem ausschliesslichem Wiesenbach, aber auch bei mir gibt es diverse Stellen mit sehr langsamer Strömung.
Zu aller erst, das wichtigste ist anpirschen. Sieht zwar vielleicht bescheuert aus, aber je flacher du bleibst (kriechen etc.) um so eher fängst du was. Natuerlich niemals laut sein beim ranwagen an die Fische.
Dementsprechend bin ich auch absoluter verfechter vom upstream nymphen. Dabei hast du den Vorteil, dass du die Fliege jederzeit voll unter Kontrolle hast und minimal viel Schnur auf dem Wasser liegt (die Fische bei mir sind in dieser Hinsicht sehr scheu).
In Bezug auf die Tiefe kommt es meiner Meinung darauf an was du fangen willst. Fuer Forellen musst du meist gar nicht so tief, hier ist haeufig ein schwerer Haken schon genug um die Fliege langsam absinken zu lassen (es soll ja noch etwas natuerlich wirken
Bei Aeschen und vielen Weissfischen (v.a. Nasen und Barben) sieht es da schon ganz anders aus. Je tiefer um so besser. Dementsprechend schwer sollte natuerlich auch deine Fliege sein. Wichtig dabei ist aber, dass du bei sehr schweren Nymphen ein gutes Stueck oberhalb von der moeglichen Fangstelle 'hinwirfst' (oder sollte man eher hinkatapultierst), da die Fliege sonst mit einem heftigen 'blob' alles verscheucht was Schuppen hat
Wenn du dann mit der Fliege an der Stelle bist wo du den Fisch vermutest, hilft oft ein leichtes anheben der Rutenspitze um so das aufsteigen der Nymphe zu simulieren (die Englaender nennen das dann auch induced take).
In Bezug auf due Seenfischerei mit der Nymphe kann ich dir folgenden Rat geben. Lansgam ist alles, den Rest macht der Fisch. Je nachdem in welcher Gewaesserguete du fischt und was dein Zielfisch ist wuerde ich hier aber nicht nur Nymphen sondern auch mal buzzer knapp unter der Oberflaeche und bloodworms in den flacheren Uferzonen probieren.
Ich hoffe das hilft.
Tight lines,
Nik
also ich fische zwar an keinem ausschliesslichem Wiesenbach, aber auch bei mir gibt es diverse Stellen mit sehr langsamer Strömung.
Zu aller erst, das wichtigste ist anpirschen. Sieht zwar vielleicht bescheuert aus, aber je flacher du bleibst (kriechen etc.) um so eher fängst du was. Natuerlich niemals laut sein beim ranwagen an die Fische.
Dementsprechend bin ich auch absoluter verfechter vom upstream nymphen. Dabei hast du den Vorteil, dass du die Fliege jederzeit voll unter Kontrolle hast und minimal viel Schnur auf dem Wasser liegt (die Fische bei mir sind in dieser Hinsicht sehr scheu).
In Bezug auf die Tiefe kommt es meiner Meinung darauf an was du fangen willst. Fuer Forellen musst du meist gar nicht so tief, hier ist haeufig ein schwerer Haken schon genug um die Fliege langsam absinken zu lassen (es soll ja noch etwas natuerlich wirken
In Bezug auf due Seenfischerei mit der Nymphe kann ich dir folgenden Rat geben. Lansgam ist alles, den Rest macht der Fisch. Je nachdem in welcher Gewaesserguete du fischt und was dein Zielfisch ist wuerde ich hier aber nicht nur Nymphen sondern auch mal buzzer knapp unter der Oberflaeche und bloodworms in den flacheren Uferzonen probieren.
Ich hoffe das hilft.
Tight lines,
Nik
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nisti74
Ich beginne an der Gumpenkante, bringe die Nymphe aus und mende die Leine bachabwärts, das gibt der Nymphe Zeit zum absinken.
Moin Hans,
sorry, das leuchtet mir nicht ganz ein.
Wenn Du stromab mendest, Drückt die Strömung doch noch eher in den Schnurbogen und zieht die Nymphe nach oben ??
Oder meintest Du stromauf ?
Ich fische auch oft in kleinen langsamen Niederungsbächen.
Beim Nymphen werfe ich schräg stromab zum anderen Ufer und lasse die Nymphe dann langsam zu meinem Ufer "herumschwingen". Dabei erfolgen die meisten Bisse. Beim anschliessenden Heranzupfen habe ich aber auch schon einige Erfolge gehabt. Da ich meist mit Hares Ear in Gr. 8 Fische, werden die dann wohl "als Brutfischchen" genommen.
Wenn ich möchte, das die Nymphe erstmal etwas auf Tiefe geht, füttere ich Schnur zu oder mende stromauf. Fehler ??
Angeln wird nur von solchen Menschen als langweilig empfunden, die damit nichts anderes verbinden als Fische zu fangen...
-
Andreas aus B
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Hans aus Hessen
- Peter Pan
- Beiträge: 1236
- Registriert: 01.10.2006, 20:22
- Wohnort: Maintal-Hochstadt
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Abwärtsmenden geht aber auch!
Ich fische am Main in Maintal mit der unbeschwerten Nymphe an einem Sinkvorfach. Nach dem Ablegen schräg stromauf mende ich abwärts, so daß die Schnurspitze, Vorfach und Fliege in einer Linie abtreiben. Dann ohne Zug die Nymphe sinken lassen. Nach einigen Metern (sehr langsame Strömung) nehme ich Fühlung auf und zupfe die Nymphe über den Schnurbogen. Bisse von Weißfischen bemerkt man dann einfach in der Rutenhand.
Ich hoffe, meine Ausführung ist einigermassen verständlich.
Gruß und
tight lines,
Peter Pan
Ich fische am Main in Maintal mit der unbeschwerten Nymphe an einem Sinkvorfach. Nach dem Ablegen schräg stromauf mende ich abwärts, so daß die Schnurspitze, Vorfach und Fliege in einer Linie abtreiben. Dann ohne Zug die Nymphe sinken lassen. Nach einigen Metern (sehr langsame Strömung) nehme ich Fühlung auf und zupfe die Nymphe über den Schnurbogen. Bisse von Weißfischen bemerkt man dann einfach in der Rutenhand.
Ich hoffe, meine Ausführung ist einigermassen verständlich.
Gruß und
tight lines,
Peter Pan






