Guten Morgen
Da ich ja mal den Vorschlag eines Bilderforums gemacht habe, bin ich ich schon fast erschrocken,
in welche Richtungen eine Diskussion über Fangbilder gehen kann.
Ich hatte schon gezögert meinen Senf dazuzugeben, tue es nun doch beschränke mich aber auf das eigentliche
Thema.
Ich gehe davon aus, das der weit aus größte Teil(99%+ ) von uns weiß , wie man mit gefangenen Fischen
behutsam umgeht.
Die Einstellung sich als Gewinner des "Kampfes" Fisch-Angler darzustellen finde ich abstrus und ich
behaupte einfach mal, das die allermeisten die notwendige Reife haben,über so etwas zu stehen.
Trotzdem sollte es/darf es Freude über einen kapitalen oder auch schwierig zu fangenden Fisch geben dürfen.
Fliegenfischen ist schließlich gerade auch eine lustbetonte Beschäftigung.
Ein Fangbild sollte für mich eine Erinnerung sein,an einen Angeltag,eine Stimmung,einen Angeltrip vielleicht auch Angelurlaub.
Ich habe mich eigentlich nie für Photographie interessiert, im letzten Jahr ergab es sich, das ich eine Traum-Meerforelle fangen konnte,
toller Fisch,blauer Himmel mit Schäfchenwolken im Hintergrund,weißgischtende Wellen,im Hintergrund eine tolle langgezogene felsige Bucht
mit windschiefen,pittoresken dänische Fischerhäusern, ein Traum. Ja, wenn ich eine Kamera dabei gehabt hätte, so habe ich nur ein lätschertes Bildchen, welches am Abend mein Vermieter von mir vor seinem Lieferwagen gemacht hatte.
Hat mich doch schon geärgert da ich schon seit knapp 25 Jahren zur Mefo fahre,und das war meine schönste(nicht größte!).
Seit diesem Tage beschäftige ich mich mit dem Thema Bildermachen.
Da ich fast immer alleine bin mache ich von lebenden Fische nie Bilder sondern versuche, den Fisch schnellstens und schonend in Wasser zu bekommen, mit nassen glitschigen Fingern nervös mit der Kamera umzugehen ist auch nichts für mich, da belasse ich es bei Genre-Bildern,vom Gewässer,,vielleicht arrangiert mit den Gerätschäften.
Wenn ich Fische fotografiere, dann habe ich sie gerade frisch abgeschlagen. Als Grundregel sollte gelten das diese Fische ähstetisch
abgebildet werden,also gereinigt, nicht Blut überströmt, sondern (fast) so ausschauend ,als ob sie noch am Leben werden,natürlich halt.
Mit einem kapitalen Fisch sollte man kein stundenlanges Shooting mach, ein paar Bilder reichen. Da ich mich viel für Lachs/Meerforellen interessiere,fällt mir immer mal wieder auf, das Fische mit beiden Händen in die Höhe gestemmt werden, der stolze Untertext sagt dann aus, das dieser Fisch "schonend " zurückgesetzt wurde, das MUß NICHT SEIN.
Es gibt durchaus tolle und ähstetische Motive von gefangenen,frisch abgeschlagenen Fischenb,Bachforellen auf einem Bett von Wiesenblumen,Äsche im Herbstlaub,Mefo auf einem Felsen oder Tangbett usw.
Also, Fazit: Für mich ist ein Fangfoto eine Erinnerung an eine Stimmung, welches ich noch zeigen kann, wenn ich noch älter und grauer als heute bin.
Liebe Grüße Lutz