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Verfasst: 26.01.2009, 18:46
von henkiboy
Maggov hat geschrieben:Diese Diskussion ist richtig und gut - vielleicht nur etwas zu hoch bewertet.
LG
Markus
Da stimme ich dir voll und ganz zu lieber Markus und bin in vollem Umfang gleicher Meinung! :wink:

liebe Grüße
Detlef

Verfasst: 27.01.2009, 10:42
von Mario Mende / Sachsen
Ist mal gut zum Nachdenken geeignet der Fred.

Bei der Jagd ist Bleischrotersatz aber auch mit Nachteilen behaftet, die Schrote fliegen nicht so weit und die Deckung (Zusammenhalt der Schrote) ist deutlich schlechter, als bei Bleischroten.

Neben der Gewässerbelastung war auch das häufige Sterben der Seeadler durch Bleivergiftung ein wichtiger Grund für das Verbot.

Bei der Büchsenmunition hatte man in Brandenburg "bleifrei" befohlen beim Forst. Nun hat man es aber schnell wieder zurückgenommen, da die bleifreie Munition unberechenbare Abpraller produziert und somit hohes Gefahrenpotential von den Geschossen ausging.

Ich will damit nur sagen: Man braucht vergleichbare Alternativen, die weniger Nachteile bringen. Hier sind auch die Händler gefragt, finanziell sollte man die Preise niedrig halten für "umweltfreundliche Artikel".

Verfasst: 27.01.2009, 10:54
von Tobsn
Mario Mende / Sachsen hat geschrieben:Ist mal gut zum Nachdenken geeignet der Fred.

Bei der Jagd ist Bleischrotersatz aber auch mit Nachteilen behaftet, die Schrote fliegen nicht so weit und die Deckung (Zusammenhalt der Schrote) ist deutlich schlechter, als bei Bleischroten.

Neben der Gewässerbelastung war auch das häufige Sterben der Seeadler durch Bleivergiftung ein wichtiger Grund für das Verbot.

Bei der Büchsenmunition hatte man in Brandenburg "bleifrei" befohlen beim Forst. Nun hat man es aber schnell wieder zurückgenommen, da die bleifreie Munition unberechenbare Abpraller produziert und somit hohes Gefahrenpotential von den Geschossen ausging.

Ich will damit nur sagen: Man braucht vergleichbare Alternativen, die weniger Nachteile bringen. Hier sind auch die Händler gefragt, finanziell sollte man die Preise niedrig halten für "umweltfreundliche Artikel".
Währe Tungsten nicht eine Alternative zur Jagd? Ist zwar nicht ganz umsonst, aber dafür recht ungiftig...

T

Verfasst: 27.01.2009, 11:14
von Nymphenfischer
Hallo ,
es gibt für die Jagd auch Tungstenschrot dies ist aber sehr teuer !
@ Mario : wenn man die Schrotschußentfernung von max 35 m einhält hat man auch mit bleifrei eine gute Deckung !

Gruß Flo

Verfasst: 27.01.2009, 11:39
von Red Tag
Hi! (bissl off Topic)
Kurze Anmerkung zum Wickeln von Wolfram:
So etwas gibt es: bei Roman Moser und auch von Hends (sehr dünn).
Es ist aber äußerst teuer, da man für eine wirksame Beschwerung relativ viel verbraucht - Spule ist ganz fix leer und man wickelt sich einen ab...
Man muss es auch zusätzlich fixieren (Superglue oder Bindegarn), da sehr steif.
Tungsten-Knete eignet sich zum Binden auch nicht besonders, da sich der Bindefaden dort hinein schneidet.
Gruß Rob

Verfasst: 27.01.2009, 15:21
von Marco Reisen
Hallo,

@Dieter
Ziel erreicht :daumen

Gruß Marco

Verfasst: 28.01.2009, 12:13
von Tom Doll
Der Tungstendraht von Hends ist sehr dünn und stellt als Rippungsdraht sehr widerstandsfähige Verstärkung für Hechstreamer u.ä. dar - Stärkerer Tubngstendraht wäre zu steif und spröde.
Oftmals kann man auf Blei bei Nymphen verzichten oder weniger davon verwenden. Man muß dann für Nymphen starkdrähtige Haken verwenden z.B. CZF von Partridge o.ä. die bringen von sich aus schon einiges an Gewicht.
Ich denke aber, daß man der Umwelt schon mehr schadet, wenn man mit dem Auto zum Fischen fährt. Blei in Nymphen ist wahrscheinlich nicht relevant.

Verfasst: 28.01.2009, 22:43
von Florian B.
Hallo zusammen,

vorweg möchte ich kürz sagen, dass ich persönlich jegliche Art von umweltschonendem fischen unterstütze wo es nur geht.

Jetzt zum Thema selbst:

Aus chemischer Sicht betrachtet ist die Frage nach der Abbaubarkeit (Löslichkeit) von Blei nicht so ganz einfach. Es hängt sehr viel von dem Milieu ab, in dem sich das Blei befindet.
Generell ist jedoch festzuhalten, dass die meisten Bleisalze (besonders die, die sich im Wasser durch Reaktion mit darin gelösten Stoffen bilden) so gut wie unlöslich sind in Wasser, d.h. dass sich das Blei zwar langsam zersetzt und dies auch in durchaus giftige Stoffe, diese aber in so geringer Konzentration auftreten, dass sie kaum nachzuweisen sind.
Besonders in Fliessgewässern führen daher ein paar Nympfen nicht zu relevanten Belastungen.
Jedoch fließt jeder Fluss irgendwann ins Meer...
Und auf seinem Weg wird es nicht bei 2-3 Nympfen bleiben, man ist ja schließlich nicht alleine an einem Fluss.
Im Meer lagert sich das Salz dann irgenwo ab, gelangt in die Organismen und letztendlich zu uns und aus uns wieder in den Fluss... ein unendlicher Kreislauf :wink:

Sogesehen ist die ganze sache halt relativ kompliziert.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Nympfen eines Einzelnen selbst nicht das Problem sind, sondern die Beständigkeit, mit der immer mehr und mehr Blei (und andere Schwermetalle) in den Kreislauf gelangt was eigentlich das Problem darstellt und sich erst richtig in der für uns noch sehr fernen Zukunft auswirkt.

Schönen Abend noch
Florian B.

Verfasst: 29.01.2009, 14:20
von roland k
Tobsn hat geschrieben: Währe Tungsten nicht eine Alternative zur Jagd? Ist zwar nicht ganz umsonst, aber dafür recht ungiftig...

T
wenn es bezahlbar wäre auf alle Fälle. DIe Amis setzten es z.B. bei Panzergranaten ein, da spielt geld offensichtlich keine Rolle... :roll:

Roland

Verfasst: 29.01.2009, 19:22
von horstie honk
cool, schrapnellen einsammeln und weiterverarbeiten... das läßt doch bastlerherzen höherschlagen. alles für die umwelt!

Verfasst: 29.01.2009, 22:21
von Jaegher
Na sich mal Gedanken machen ist ja nicht so doll verfehlt oder?
Gruss
Andreas