Die Rolle der Kraft

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

Benutzeravatar
pehers
Beiträge: 1461
Registriert: 28.09.2006, 11:51
Wohnort: Linz/AUT
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 94 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Werner!

Dann bist Du aber von Deinem Ausgangsposting ganz weit abgekommen und diese Annahme ist die banalste Theorie, die ich je gehört habe.

Beste Grüße,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:49, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Rolf Renell
Beiträge: 1605
Registriert: 29.09.2006, 13:32
Wohnort: Köln,Leverkusen/Berg.Land/Eifel/Irland
Hat sich bedankt: 31 Mal
Danksagung erhalten: 69 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Ich vermeide den Begriff "Kraft" als Bezeichnung und Erklärung in meinen Kursen möglichst komplett.
Führt er in der Praxis des Verständnisses bei den Meisten Novizen oftmals zur unkontrollierten"Schnellkraft" oder "Schlagkraft",rel. ungesteuert und unkontrolliert.Der bekannten psychomotorischen Schranke hilft hier die Bennenung nicht viel.
Das Thema wird man theoretisch auspressen können,für didaktische Umsetzungen eignet sich der Begriff meiner Erfahrung nach gar nicht.
Da sollten andere "Begrifflichkeiten" individuell gesucht werden...
beste Grüsse,Rolf
Werner48

Ungelesener Beitrag von Werner48 »

@ Bernd,
"Eine enge Schlaufe steuere ich über verschiedene Punkte. "

Das weiß ich,
ich habe nicht behauptet, dass man durch Krafteinsatz seine Schlaufe enger machen SOLL und nun wirklich keine Lust mehr darauf, gewollt missverstanden zu werden.

(Hier stand ursprünglich mehr, aber die Wiese ist mir doch lieber. Das bringt hier nichts mehr. )

Später kann ich dir mit Meterzahlen, Beispielen usw. "dienen", wenn ich mit der Wiese "fertig" bin.

@Rolf
Da sollten andere "Begrifflichkeiten" individuell gesucht werden...

Code: Alles auswählen

Die gibt es schon : In der Praxis wirst du oft die Formulierung hören oder anwenden : "Gib etwas mehr Druck auf die Rute"
[/b]
Zuletzt geändert von Werner48 am 15.11.2006, 22:00, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
Dirk Janßen
Beiträge: 1530
Registriert: 28.09.2006, 16:21
Wohnort: Dangast
Hat sich bedankt: 42 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

@bernd

Kannst Du anläßlich dieses Threads mal was zum Thema Punch erzählen?

frug
der Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:52, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Rolf Renell
Beiträge: 1605
Registriert: 29.09.2006, 13:32
Wohnort: Köln,Leverkusen/Berg.Land/Eifel/Irland
Hat sich bedankt: 31 Mal
Danksagung erhalten: 69 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

.....kann die ausführungen von Bernd so bestätigen,speziell beim Switch ähnl. wie beim Rollwurf wird nach den Stop und dem Flug der Leine zu selten "nachgeführt",d.h. nachdem der Wurf ausgeführt ist in die wurfrichtung auch Länge zu geben,den wurfarm zum ziel zu führen ,dies führt meistens eher zu einem ausrollenden bzw. sich streckendem vorfach,vorausgestzt die Führung und der Stop waren sauber.
Die Namensvarianten für Würfe bzw. Präsentationsarten gerade aus oder über das engl. ist sehr varinatenreich und zum Teil verklärend,entstranden durch grobe Übersetzungsfehler und Unkenntniss,schon in alter Literatur gut zu beobachten,ebenso Underhandcast,Unterhandwurf,unten durch,under hand,ähnl. auch das es Bezeichnungen für "Dry fly fishing" gab,weil man eine Fliege "trocken" aus der Dose genommen hat,unabhängig von der Eigenschaft und Bindeweise.....
beste Grüsse,Rolf
Werner48

Ungelesener Beitrag von Werner48 »

@Bernd

Ergebnisse der „Wiese“ :
Gestreckt im Gras liegende Leine mit Rückwärtswurf ohne Zugunterstützung aufnehmen, gemessen von Standort bis zum Ende der Flugleine ( ohne Vorfach )
meine normale 5er ( „weiche“ ) Kombination 16m
schnellere 6er Rute mit 5er Leine 17m
schnelle 3er Rute 7 Fuß mit 4er Leine 16 m

Leine mit Doppelzug in der Luft halten vom Werfer bis zur Fliege 22m , 23 m, 21m

Krafteinsatz in seiner Auswirkung auf die Schlaufenform : Eine bewusst groß (1m ) geworfene Schlaufe wir kleiner und verändert sich keilförmig, wenn der Wurf „gepeitscht“ wird.

@all Fazit ( und Ende) der „Diskussion“ für mich

1.Beim Fliegenwerfen außerhalb des Castingsports spielt Technik die weitaus größere Rolle gegenüber Kraft, ( Wie diese auch immer definiert sein mag.)

2. Krafteinsatz hat bei ungeübten Werfern in aller Regel eine Verschlechterung des Wurfergebnisses zur Folge.

3. Krafteinsatz kann Bewegungsfehler verstärken, aber auch im Ergebnis abschwächen. ( Beides ist aus der Trainingslehre im Sport längst bekannt und erforscht und ist dort nicht umstritten.)

4. „Kraft“ ist ( vermutlich, weil ihr Einsatz beim Fliegenwerfen oft negativen Einfluss hat und Wurfinstruktoren selten aus dem Sportbereich kommen.) in der der Methodik zur Wurfschulung ein negativ besetzter Begriff, der sich deshalb der vorurteilslosen Diskussion entzieht. Ergo wird sie in die Didaktik des Trainings auch bei guten Werfern keine Rolle spielen.
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:52, insgesamt 1-mal geändert.
Werner48

Ungelesener Beitrag von Werner48 »

@Bernd,

seufz, die Missverständnisse nehmen kein Ende.

Code: Alles auswählen

diese Ergebnisse sehen denn doch etwas anders aus als Deine erste Annahme 
Dann haben ich oder du oder wir beide ein Leseproblem : Punkt 1. steht auch schon in meinem ersten Posting, Punkt 2. und 3. habe ich nirgendwo im Thread bezweifelt und Punkt 4. ist das für mich überraschende Ergebnis, weil meine Annahme, dass Kraft den technisch versierten Werfer weiter bringen könnte, unter Fliegenfischern nicht diskutabel ist.

So, jetzt is gut.
Nico
Beiträge: 171
Registriert: 02.10.2006, 09:45
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Nico »

Kraft an sich ist ja nichts negatives. Sie muss nur angemessen eingesetzt werden. Die Rutenspitze soll sich ja bekanntlich auf einer Geraden bewegen. Das wird erreicht durch der zu bewegenden Schnurmenge angepassten Kraft und entsprechendem Arbeitswinkel.

Hält man viel Schnur in der Luft, muss man die Rute mehr biegen (laden) und ergo auch mehr Kraft einsetzen. Hier geht´s ja um Physik, die kann man nicht außer Kraft ;-) setzen.

Zu großer Krafteinsatz produziert einen konvexen Wg der Rutenspitze und produziert so Tailing Loops.

Allerdings (das steht oben schon irgenwo) kann man bestimmte Wurffehler durch Kraft kompensieren. Oft sieht man, das Werfer einen schlechten Rückschwung haben, weil die Rute z.B. ihre Bahn seitlich verlässt und der Loop sich öffnet. Der Werfer benötigt dann mehr Kraft, weil der Loop verhungert und die Schnur keine Energie speichern kann. Das muss man dann mit mehr Power kompensieren.


Gruß

Nico
Benutzeravatar
salmosalar
Beiträge: 460
Registriert: 28.09.2006, 11:46
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von salmosalar »

Hallo Nico,

Nico schrieb:

"...Zu großer Krafteinsatz produziert einen konvexen Wg der Rutenspitze und produziert so Tailing Loops. ..."

Ähhhmmm, konkav..., oder? :lol:

Gruss
Salmi
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
Nico
Beiträge: 171
Registriert: 02.10.2006, 09:45
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Nico »

Natürlich konkav. War wohl noch zu früh für mich ;-)

Nico
Antworten