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Verfasst: 16.01.2006, 13:20
von sedge111
Original geschrieben von Daniel/Bonn
Agent Orange macht aber keine Hepatitis. Wahrscheinlich hat jemand auf den Rasen gesch...
d.
Das wünscht man sich öfter! Endlich mal ein Aussage von der veehrten Ärzteschaft, mit der auch der plebs richtig was anfangen kann!
Da es auch noch einige Berufskollegen von Dir gibt, lieber Daniel, die sich tatsächlich zu Aussagen hinreissen lassen, die nicht wie von der Bahnhofstoilette gekratzt klingen, habe ich Dir noch zwei links zum Selbststudium aufgelistet!
Sportärztebund
Fachzeitschrift für Magen- und Darmerkrankungen GUT
Grüße!
Tom
Verfasst: 16.01.2006, 13:26
von felix181
Gleich vorweg: Ich gehe beiden Leidenschaften nach. Aber -
Aus meiner Sicht ist die Diskussion, wer denn nun der bessere Naturschützer ist völlig daneben. Sowohl Golf als auch Fischen bringen der Natur gar nichts.
Beim Golf werden über die Massen viele Düngemittel verwendet - jedenfalls mehr, als wenn auf der Fläche des Platzes kein Golf gespielt werden würde.
Beim Fischen wühlt man mit den Watstiefeln Naturstrukturen um und ausserdem werden, völlig gegen die Natur, Fische ausgesetzt um sie nachher wieder einzufangen.
Beides wird gemacht um Menschen die gerne entweder mit einem Schläger oder mit einer Angel in der Natur herummarschieren die Möglichkeit dazu zu geben. Zum Glück!
Wie gesagt, ich übe beide Hobbies mit viel Freude aus, aber darüber zu diskutieren, welches der beiden Beschäftigungen "besser" für die Natur wäre, ist einfach zynisch und dient meist nur dazu, die eigenen Vorbehalte gegenüber der anderen Gruppe loszuwerden...
Verfasst: 16.01.2006, 14:27
von Rattensack
Servus Felix,
wenn du den Eindruck gewonnen hast, hier ginge es darum, festzustellen wer der bessere Naturschützer sei, dann möchte ich dir widersprechen - eine derartige Schwanzvergleicherei bringt wohl wirklich nichts.
Eher schon geht's drum, zu diskutieren, wer wodurch und wieviel Natur zerstört. Der Konnex zwischen Golfplätzen und Fliegenfischen ist ja bereits gefunden, siehe Dünger und Spritzmittel, welche in die Gewässer gelangen.
Natürlich ist es Blödsinn, hier die Golfer pauschal an den Pranger zu stellen - ich denke jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren - da gibt's bei den Fischern mehr als genug Kehricht;-) Außerdem kriegen die Golfer sicher mehr Fett ab als verdient, wenn man's z.B. mit dem ebenfalls massiv naturzerstörerischen Schifahren vergleicht, das gesellschaftlich viel eher akzeptiert wird. Oder wie du sagst und von mir immer wieder kritisiert die gängige Entnahme/-Besatzpraxis an vielen Gewässern. Allerdings ist das Golfen wohl schon einzigartig, wenn man Flächenverbrauch und Zahl der Ausübenden/Profitierenden in Relation setzt.
Allerdings muss ich dir MASSIV widersprechen, dass das Fischen oder die Fischer den Fischen nichts bringt. Bitte bedenke, dass die Fischer-Szene doch immer wieder Leute hervorbringt, die sich für die Gewässer engagieren und in ihrer Freizeit sehr viel Zeit dafür investieren - oft viel mehr als zum Fischen selbst. Ob's derartige Idealisten auch bei den Golfern gibt kann ich nicht beurteilen und will ich auch gar nicht in Frage stellen.
Weiters möchte ich hier noch feststellen, dass der Mensch fischt, seit es ihn gibt. Mit unterschiedlichen Methoden, aber immerhin.
Jedenfalls sind mir im Lauf der Diskussion schon einige Eigenheiten der Poster aufgefallen, welche ich demnächst hier abschließend und zusammenfassend zur Diskussion stellen möchte!
Schönen Tag,
Clemens
Verfasst: 16.01.2006, 14:38
von felix181
@ Rattensack
Ich glaube, dass beide Gruppen massiv in die Natur eingreifen. Allerdings empfinde ich das nicht als sehr negativ. Der Vergleich mit dem Schifahren ist gut - gegen diese Eingriffe ist Golf oder Fischen wahrlich zu vernachlässigen.
Letztlich dienen beide "Eingriffe" auch dazu, Menschen die Möglichkeit zu geben, unter Ausübung einer Leidenschaft die "etwas adaptierte Natur" geniessen zu können. So sind die Menschen eben...
Verfasst: 16.01.2006, 14:43
von Rattensack
Genau das ist der Punkt, und das ist der Bezug zu meinem Eingangs - Statement:
Ich finde es beschämend, dass viele Menschen zivilisationsbedingt einen derart verbildeten Bezug zur Natur haben, dass sie Golfen als Naturerlebnis empfinden (oder auch fischen auf frisch besetzte Fische;)
Davon abgesehen: Dass das Golfen motorisch, sportlich und gesellschaftlich seine Reize hat, kann ich verstehen und akzeptieren. Wie halt Tennis oder Hallenfußball auch.
Clemens
Verfasst: 16.01.2006, 14:52
von pehers
Servus Freunde!
Ich muß gestehen, dass ich aus Zeitmangel nicht den ganzen Thread gelesen habe, aber ich muß eines dazu anbringen und hoffe, dass es noch nicht vorgekommen ist: Bei einem Golfgreen wird der Erdboden so stark, in so große Tiefen verdichtet, dass es nicht mehr möglich ist, ohne massiv Boden abzutragen, nachher wieder Landwirtschaft zu betreiben! Ob das naturnahe Umgestaltung der Landschaft ist, wage ich in Zweifel zu ziehen.
Beste Grüße,
Hans
Verfasst: 16.01.2006, 15:25
von felix181
Original geschrieben von rattensack
Ich finde es beschämend, dass viele Menschen zivilisationsbedingt einen derart verbildeten Bezug zur Natur haben, dass sie Golfen als Naturerlebnis empfinden (oder auch fischen auf frisch besetzte Fische;)
[/B]
Stimmt, aber wenn man bedenkt, wieviele Menschen in Grossstädten in Parks spazieren gehen, bei der USA-Reise mit Autos durch Nationalparks fahren, im Winter die Pisten bevölkern usw. ist die Menge der paar Golfer zu vernachlässigen.
Ausserdem merke ich es am eigenen Leib: Würde ich nicht Golfen oder Angeln hätte ich auch die Naturerlebnisse eines lebenslang Inhaftierten.
So bin ich froh, dass ich die beiden Möglichkeiten habe und geniesse meine Hobbies so oft ich kann...
P.S.: Als kleine Erklärung meiner eher gelassenen Einstellung zu dem Thema: Ich trenne auch aus Prinzip keinen Müll...

Verfasst: 16.01.2006, 15:39
von horstie honk
Original geschrieben von felix181
P.S.: Als kleine Erklärung meiner eher gelassenen Einstellung zu dem Thema: Ich trenne auch aus Prinzip keinen Müll...

[/B]
sehr sympathisch....
Verfasst: 16.01.2006, 15:42
von Rattensack
@Felix
Na, da hamma aber jetzt einen Parade - Golfer:)
La dolce vita lässt grüßen, was?
Clemens
Verfasst: 16.01.2006, 15:52
von felix181
Original geschrieben von rattensack
@Felix
Na, da hamma aber jetzt einen Parade - Golfer:)
La dolce vita lässt grüßen, was?
Clemens
Wusste ich doch, dass der Thread primär dem persönlichen Abbau von Golf-Vorurteilen dienen soll
Das mit der Verweigerung des Mülltrennens hat die Ursache in der beruflichen Verbundenheit zu diesem Thema:
Im mittlerweile ganz selbstverständlichen und staatlich anerzogenem Umweltschutzwahn der mitteleuropäischen Bevölkerung fragt kaum noch einer nach deren Sinnhaftigkeit, oder ist Dir bewusst, das z.B.: 40% des vorher getrennten Altpapiers in der Müllverbrennungsanlage wieder dem Restmüll beigesteuert werden muss. Das Zeug brennt sonst nämlich nicht mehr so wie es sollte.
Ich will Dir aber Deine Freude an Deiner Öko-Einstellung nicht nehmen und Dir auch noch ein Argument zur Vertiefung Deiner Golfer-Vorurteile bieten: Golfplätze entziehen viel zu viel Grundwasser zur Bewässerung als dies in einem "normalen" Kreislauf der Fall wäre.
Verfasst: 16.01.2006, 16:00
von Rattensack
Sorry,
hatte dich tatsächlich in die "nicht nachdenken und genießen" Fraktion fehlkategorisiert.
Aber 60% Papier recycled - wenn der Umkehrschluss zulässig ist - find ich mehr als genug, um weiterhin das brave Trennen von Papier und Restmüll zu rechtfertigen.
Clemens
P.S.: Danke für den Tip mit dem Grundwasser:-)
Verfasst: 16.01.2006, 16:03
von felix181
Original geschrieben von rattensack
Aber 60% Papier recycled - wenn der Umkehrschluss zulässig ist - find ich mehr als genug, um weiterhin das brave Trennen von Papier und Restmüll zu rechtfertigen.
Naja - die Bilanz wird dadurch schon deutlich zur Sinnlosigkeitsgrenze verschoben. Das Problem ist aber, dass das Verkaufen von Altpapier mittlerweile ein Riesengeschäft ist, dass die Kommunen nicht missen wollen. Also müssen wir brav weitersammeln...
Verfasst: 16.01.2006, 16:27
von Rattensack
Ist doch toll, wenn der Verkauf von recycelten Rohstoffen ein Geschäft ist - für mich ist das doch überhaupt kein Argument gegen das Sammeln, ganz im Gegenteil. Wenn die Alternaive noch mehr Schlägerungen in Finland, Kanada oder Amazonien ist - wo's zum Fischen ja auch ganz nett ist!
Aber das ist ein anderes Thema,
Clemens
Verfasst: 16.01.2006, 16:32
von horstie honk
AUA!
Verfasst: 16.01.2006, 16:38
von emka
Original geschrieben von rattensack
Genau das ist der Punkt, und das ist der Bezug zu meinem Eingangs - Statement:
Ich finde es beschämend, dass viele Menschen zivilisationsbedingt einen derart verbildeten Bezug zur Natur haben, dass sie Golfen als Naturerlebnis empfinden (oder auch fischen auf frisch besetzte Fische;)
...oder auch fischen an begradigten flüssen wie elbe/rhein/donau oder bächen die durch kultivierte landschaften fließen....alles verbildete menschen die dieses hobby SOFORT einzustellen haben.
ich unterstütze deine meinung voll & ganz
mein lieber, ich glaube du verrennst dich da ein wenig...
c&df
mk