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Verfasst: 25.10.2005, 10:36
von Georg
Hallo Leute,
mich würde mal interessieren was eigentlich der Vorteil des Hardmonozeugs gegenüber gutem Stahl (Flexonit) sein soll? Also ich sehe da außer vielleicht, dass das Zeugs durchsichtig ist keinen.
Ich baue mir meine Vorfächer für den Esox bis jetzt noch mit Wirbel und Einhänger, allerdings war ich schon mal am überlegen den Wirbel gegen einen Pitzenbauerring zu tauschen.
Hat da jemand Erfahrung und wieviel tragen die "normalen" aus der Forellenficherei überhaupt?
Verfasst: 25.10.2005, 17:19
von Gerry
Hallo Georg,
ich habe jahrelang 7Strand von Drennan mit Klemmhülsen benutzt. Nach einem Biss hatte man in der Regel einen Knick im Vorfach oder es war stark verdreht. Ab und an sind mir auch die Streamer fortgeflogen weil durch die viele Werferei der Stahl durch die Klemmhülse abgeknickt wurde. Eine Beschädigung am Hardmono durch die Hechtzähne sieht man sofort und kann sie abschneiden. Ein angeknicktes Stahlvorfach unter der Klemmhülse merkt man i.d.R. erst wenn es zu spät ist. Hardmono ist eher billiger als Stahl.
Unter Abwägung der Vor- und Nachteile hatte ich mich für Hardmono in Stärke 0,80 mm entschieden. Wie bereits weiter oben erwähnt verwende ich jetzt eine selbstgemachte Spinnstange aus Federstahl. Kostet fast nichts, kann mit Sicherheit nicht durchgebissen werden oder durchscheuern oder abknicken. Stört nach bisherigen Erfahrungen die Hechte nicht im geringsten.
Ich fische auf jeden Fall so einmal eine Weile weiter um etwas Langzeiterfahrung zu sammeln. Ich möchte mich in jedem Fall auf mein Getackle verlassen können, da in dem Bereich in Schweden wo ich fische mit Hechten über 15 kg zu rechnen ist und ich würde mich totärgern wenn ich so ein Kaliber wegen einem Vorfachbruch verlieren würde.
TL Gerry
Verfasst: 25.10.2005, 21:41
von dreampike
Hallo Georg,
es gibt beim Heger auch sehr starke Pitzenbauer Ringerl mit 9,5 kg und sogar mit 14,5 kg Tragkraft. Die halten auch extreme Hänger aus; eher reisst die Flugschnur als so ein Ringerl. Die verbiegen sich höchstens. Ich schlaufe das Monovorfach in die Schnur und knote das Flexonit an das Ringerl, das hält prima. Seit einiger Zeit verwende ich wieder Cross-Lock Karabiner von Think Big (gibts bei angeln.de) und hatte bisher keine Probleme. Allerdings habe ich es vor einigen Jahren schon erlebt, dass die Hechte auch solche Karabiner knacken können...
Wolfgang
Verfasst: 17.11.2005, 12:20
von stuart
Moin Gerry - auch ich fische in Schweden auf Hecht, allerdings in der Ostsee. Auch dort fängt Mann Mamas bis 20kg - alles ohne Wiederhaken und in der Regel mit 0,80 Hard-Mono.
Ich habe bis jetzt ähnlicher Knoten benutzt wie Du, diese "Paketknoten" hat meineserachtens ein "kosmetische" Nachteil, die Fliege bzw Streamer laüft nicht "in-line". Ich habe jetzt von einen Tarpon-Spezi in Florida einige Tips bekommen und bin gerade dabei sie um zu setzen:
1. Statt den "Paketknoten" verwendet er jetzt den sogenannten "dopple-acht" knoten. - die Fliege schwimmt "in-line" und der Knoten fängt sich nicht mehr im Kraut und hält 100%. Was gut ist für Tarpon muss auch gut sein für Esoxe
2. Statt 0,80 Hard-Mono benutze ich jetzt 0,80 Fluoro; es knoted besser und liegt gerade, Du musst den Vorfach nicht sooft strecken.
Welche fliegen benutz Du auf Hecht, wollen wir mal "'ne Hecht-Fly-Swap" starten????
Im übrigen wer im Norden wohnt und fischt gerne auf Hecht mit der Fliege werde ich am 12.12.2005 in der "Horster-Mühle" einen kleinen Vortrag über "Salty-Pike" - Hechtfischen in der Ostsee - halten. Wer Lust und Zeit hat ist herzlichst eingeladen.
Verfasst: 17.11.2005, 12:41
von stuart
Gerry sorry ich glaube ich werde alt ...
.... ich habe etwas vergessen. Bezüglich "Spinnstangen" kennst Du einen Henk Verhaar aus NL? ER benutzt solche
Vorfächer aus Klaversaiten.
Verfasst: 17.11.2005, 19:02
von Gerry
Hallo Stuart,
auch ich fische jedes Jahr ein paarmal in der Ostsee auf Hechte, aber nur bei südlichen Winden, am liebsten Südwest.
Bis jetzt habe ich noch keine Nachteile an dem Paketknoten entdecken können, aber wie schon erwähnt bin ich auf Spinnstangen umgestiegen, da stellt sich das Problem ja nicht. Eine Abbildung des "dopple-acht Knotens" würde mich aber trotzdem interessieren, falls du eine hast.
Zur Zeit verwende ich Hechtstreamer wie ich sie auf meiner Homepage unter den Reiseberichten "Der Ivösjö in Südschweden" oder auch hier im Forum unter den Reiseberichten von Schweden vorstelle - davon diverse Größen und Farben.
An einem Swap habe ich aus Zeitgründen weniger Interesse; ich bin froh wenn ich mich ab und zu aufrappeln kann um das zu binden, was ich tatsächlich brauche.
Henk kenne ich leider nicht und Klaviersaiten hatte ich auch noch nie in den Fingern. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie billiger sind als der Federstahl aus dem Modellbau, den ich verwende.
Viele Grüße
Gerry
Verfasst: 17.11.2005, 19:36
von Harald aus LEV
Hallo Stuart,
die Bilder der Spinnstange sehen gut aus. Nur eine Frage, wie bekommt er die Fliege an die Stange, wenn auf beiden Seiten eine Öse gedreht wird?
Befestigt er die Fliege direkt am Öhr? Das würde bedeuten, pro Fliege eine Stange. Oder sind die Windungen des unteren Öhrs "offener" gedreht, sodaß daß das Hakenöhr der Fliege auf den Wicklungen in die Öse gedrückt werden kann? Könnte man nicht einfach an der unteren Öse einen Karabiner einarbeiten, in den die entsprechende Fliege bei Bedarf eingehängt wird?
Gruß Harald
Verfasst: 17.11.2005, 21:05
von stuart
Harald - ich nehme an (aber wissen tu ich es nicht) das er die Stangen vormontiert, ähnlich wie ich es früher mit Hard-Mono getan habe.
Mit 0,80mm fluoro hast Du die Probleme nicht
Verfasst: 17.11.2005, 21:09
von Gerry
Hallo Harald,
ich mache einen Sprengring an eine Seite und hänge dort einen Wirbel ein. Funktioniert einwandfrei und stört bei Ruten der Klasse 8 und höher nicht.
Gruß Gerry
Verfasst: 17.11.2005, 21:13
von stuart
Gerry -
here you are. Dritte von oben.
Meine (Hecht) Vorfächer sind ähnlich wie Deiner, vielleicht ein wenig Kürze - ich benutze Loop-Loop Verbindungen - als knoten für die Loops benutze ich ein Perfection-Loop.
Viel Spass, tschüss bis bald
Verfasst: 17.11.2005, 21:43
von Gerry
Hallo Stuart,
vielen Dank für den Link. Bei Gelegenheit werde ich den Knoten einmal ausprobieren.
TL Gerry
Verfasst: 17.11.2005, 21:52
von stuart
Gerry - sogar ich kann es ohne viel Übung und das soll was heissen
Stuart
Verfasst: 18.11.2005, 09:55
von Harald aus LEV
Halo Stuart:
>>Harald - ich nehme an (aber wissen tu ich es nicht) das er die Stangen vormontiert, ähnlich wie ich es früher mit Hard-Mono getan habe<<
...hast Recht, sieht so aus.
hallo Gerry:
>>ich mache einen Sprengring an eine Seite und hänge dort einen Wirbel ein. Funktioniert einwandfrei und stört bei Ruten der Klasse 8 und höher nicht.<<
.. ich denke auch, so geht´s am besten.
Viele Grüße Harald
Verfasst: 18.11.2005, 21:19
von helmut herrmann
hallo an die Runde,
melde mich nach einer Zeit der Experimente zurück. Habe in unserem
See 6 stramme Hechte (70-80 cm) mit Hard-Mono landen können. Nur
in einem Fall war das Mono kaum sichtbar angerauht (Wattetest). Mitt-
lerweile vertraue ich dem Zeugs, werde aber aus Gründen der Neugier
Stuart´s 0,80er Fluoro anbinden; das 0,60er Hardmono läßt sich wirk-
lich nur mit der Zange "knüpfen". Alle Hechte hatten die Streamer "inhaliert".
Übrigens: etliche fette Barsche waren ein schöner Beifang selbst auf die
großen Hechtstreamer; ich habe sie am Rande der Rotaugenschwärme
erwischt. Was auch sehr interessant war, wegen des schönen Oktober-
wetters waren viele spinnfischende Kollegen am Wasser. Zweie haben
mich angesprochen und gefragt, ob sie demnächst mal mitgehen könnten.
Das ist doch mal was!
Helmut Herrmann
Verfasst: 19.11.2005, 10:04
von Harald aus LEV
Hallo Helmut,
Danke für den Bericht Deines Feldversuches und Glückwunsch zu den schönen Fischen.
Vielleicht kannst Du ja den ein- oder anderen Spinnangler zur Fliege missionieren

Gruß Harald