Hallo zusammen,
hier nun meine Eindrücke vom Aufenthalt an der Urschlauer Ache in Ruhpolding.
Der erste Tag begann gegenüber vom Schwimmbad und dann flussaufwärts, Start etwa 10 Uhr bei schönstem Sonnenschein und kristallklarem Wasser. Wir konnten ein paar wunderbar gezeichnete Bachforellen auf Parachutes und Rehhaar-Köcherfliegen fangen. Ging trocken nichts, habe ich auf Nymphe gewechselt und war damit in den Gumpen und unterhalb der Schwellen erfolgreich.
In den 4 Tagen, die wir in der Ache gefischt haben, haben wir nur 1 Regenbogenforelle von etwa 35cm gefangen, sonst ausschließlich Bachforellen.
Die Fische reagieren sehr sensibel auf Überwerfen, Schnurschatten und unvorsichtiges Anpirschen.
Das Waten in der Ache kann recht anspruchsvoll sein, die ein oder andere kleine Kletterpartie ist immer drin. Für 2 Leute, die nebeneinander fischen möchten, ist die Urschlauer meist zu klein.
Beeindruckt haben mich die vielen großen Steinfliegen, die man dort flattern sieht, habe ich so vorher noch nie gesehen. Und die Yellow Sally war in den Abendstunden allgegenwärtig.
Die Strecke der Weißen Traun in Ruhpolding, die man als Hotelgast befischen durfte, hat mich jetzt nicht soo umgehauen...fast vollkommen gerade mit einigen Staustufen, auf den Rieselstrecken war das Wasser teilweise nur knöcheltief. Kleine Bachforellen und zwei, drei Regenbogner um die 30cm waren es dann immerhin. Highlight war hier ganz klar die Beobachtung eines Bibers.
Einen Tag waren wir noch an einem anderen Teilstück der Weißen Traun, genauer an der Strecke von R.H.. Besonders an der unteren Reviergrenze, Spitz Au, ging es mit der Tungstennymphe perfekt und meine neue 3er Nymphenrute wurde mit etwa 10 Fischen um die 35cm eingeweiht. Dabei waren sogar schöne Bachforellen, die Rainis sind aber klar in der Mehrheit.
Am beeinduckendsten war für mich jedoch ein (für mich) aussergewöhnlicher Fund: Beim Anschauen der Tiroler Ache in Schleching fanden wir einen Stein, auf dem eine große, halb geschlüpfte Steinfliege in ihrer Nymphenhülle sitzt. Aus irgendwelchen Gründen hatte sie es nicht geschafft, sich aus der Nymphenhülle zu befreien und verendete in dieser halbfertigen Position. Ein sehr imposanter Anblick. Die Tiroler Ache steht für den nächsten Trip ganz fest auf der Liste der zu befischenden Gewässer, es ist einfach toll dort.
Alles in allem hatten wir ein paar wunderbare Tage im Chiemgau und kommen garantiert wieder, wie in den letzten 3 Jahren auch...
Einige Fotos gibt es später.
Viele Grüße,
Marco