Ich habe mich auch gerade sehr geärgert, oder amüsiert.... Wahrscheinlich Beides!
Im Oktober 2012 habe ich mir eine Hüfthose der Firma Patagonia zugelegt. Begeisterung im ersten Jahr. Tolle Passform, klasse Atmung, alles Super!
Ernüchterung Mitte des zweiten Jahres. Wassereinbruch an beiden Beinen, kurz überm Füßling, an exakt gleicher Stelle.
Ich habe die Hose mit dem beiliegenden Flickset repariert, um weiter Fischen zu können.
Dann eine andere Hose gekauft und die Defekte beim Händler abgegeben, der sie dann auf die Reise geschickt hat.... Es muss eine beschwerliche, lange Reise gewesen sein.... Ganze drei Monate hat es gedauert. Drei Monate um eine Stelle professionell zu flicken und die zweite Stelle so zu belassen, wie ich sie sorgsam zugepfuscht habe!!
Bei mir persönlich hat bisher noch keine Hose länger als 2 Jahre gehalten. Ich fische ausschließlich im Süßwasser, mache keine Klettertouren und komme auf ca. 100 Fischtage im Jahr.
Auch ich werde jetzt mehrere Hosen nutzen.... Das gibt mir wenigstens ansatzweise ein gutes Gefühl.
Es ist wohl eine unendliche Geschichte....
Gruß, Thomas.
Wathose und Watschuhe
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Re: Wathose und Watschuhe
Die Frage ist doch auch, wie Wathosen gepflegt werden?
Bei Funktionstextilien ist eine gewisse Grundpflege ja unausweichlich, um die Wasserdichtigkeit & Atmungsaktivität zu gewährleisten. Das geht sogar so weit, dass ungepflegte und ungewaschene Funktionsjacken (mit Membran) bei Undichtigkeit wegen Pflegedefizit nicht als Reklamation anerkannt werden (namhafte Hersteller).
Die Membran setzt sich ja mit der Zeit mit Schweiss, Hautfett und anderen Rückständen zu (zumindest bei mikroporösen Membranen). Die verstopften Poren können dann zum einen keinen Wasserdampf mehr durchlassen, zum anderen kann sich ein Dochteffekt bilden, wodurch Wasser von außen nach innen gelangt.
Daher bietet es sich an, eine Wathose von Zeit zu Zeit zu waschen & imprägnieren.
Die gerne verbreitete Behauptung, es würde die Garantie erlöschen, wenn man eine Hose gem. der auf dem eingenähten Etikett angebrachten Waschanleitung(!) wäscht, halte ich auf den ersten Blick für etwas fragwürdig.
Bevor ich eine undichte Hose in die Tonne werfe, würde ich es auf jeden Fall zuerst mit Waschen & Imprägnieren versuchen.
VG
Bei Funktionstextilien ist eine gewisse Grundpflege ja unausweichlich, um die Wasserdichtigkeit & Atmungsaktivität zu gewährleisten. Das geht sogar so weit, dass ungepflegte und ungewaschene Funktionsjacken (mit Membran) bei Undichtigkeit wegen Pflegedefizit nicht als Reklamation anerkannt werden (namhafte Hersteller).
Die Membran setzt sich ja mit der Zeit mit Schweiss, Hautfett und anderen Rückständen zu (zumindest bei mikroporösen Membranen). Die verstopften Poren können dann zum einen keinen Wasserdampf mehr durchlassen, zum anderen kann sich ein Dochteffekt bilden, wodurch Wasser von außen nach innen gelangt.
Daher bietet es sich an, eine Wathose von Zeit zu Zeit zu waschen & imprägnieren.
Die gerne verbreitete Behauptung, es würde die Garantie erlöschen, wenn man eine Hose gem. der auf dem eingenähten Etikett angebrachten Waschanleitung(!) wäscht, halte ich auf den ersten Blick für etwas fragwürdig.
Bevor ich eine undichte Hose in die Tonne werfe, würde ich es auf jeden Fall zuerst mit Waschen & Imprägnieren versuchen.
VG
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Ralf
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Re: Wathose und Watschuhe
Moin zusammen,
tja, die lieben Wathosen. Eine neverending story.
Bei den atmunsgaktiven Wathosen hab ich gute Erfahrungen mit Sets der unteren Preisklasse gemacht, da meine Kalkulation von den Kosten für eine Hose pro Jahr ausgeht. Ich habe in den letzten Jahren Kombisets aus Hose plus Schuhe genutzt, für Preisklassen von 180-200,- Euro. Diese halten bei mir meist ca. 3-4 Jahre, bei gut 120 Einsätzen an der Küste im Jahr, inkl. drei Wochen Extremeinsatz in Lappland jährlich. Wenn die Hose also gute 50-60,- Euro pro Jahr kostet, ist das eine annehmbare Relation. Bei einer Hose von z.b. 400,- Euro muss diese schon mindestens 7 Jahre halten, um sich zu "rentieren". Da ich meine Hose wie viele andere Fischer als Arbeitsgerät ansehe, ist mir das Risiko für ein verfrühtes Versagen einer teuren Hose zu hoch. Meine derzeitige Hose, eine Waterspeed (blöder Name, ich weiß) von Kinetic ist jetzt im vierten Jahr, hat also fast 400 problemlose Einsätze hinter sich. Mit dicken Neoprenfüßlingen, angesetzten Gravelguards mit Gummizug und zwei Fronttaschen mit nahezu wasserdichten Reißverschlüssen bietet sie alles, was mir bei einer Hose wichtig ist. Damit hat sie sich absolut gerechnet. Wenn sie demnächst versagen sollte, wäre das absolut o.k., dann kommt eben eine neue in der unteren Preisklasse. Gerade weil die günstigeren Modelle oft etwas weiter geschnitten sind, nutze ich diese umso lieber, da sie weniger Probleme mit dem Hinknien haben, sie spannen dadurch nicht so stark, was das Material schont. Meine Pflege besteht nur aus dem Abspülen der Hose mit handwarmem Wasser nach dem Fischen. Und leichte schnell trocknende Schuhe kann ich bei Bedarf für 40,- Euro alle zwei Jahre auf der Messe in Kolding, dem Danish Fly Festival neu kaufen.
Mit dieser "Strategie" bin ich bisher sehr gut gefahren. Aber da macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Meine Erfahrungen gebe ich einfach mal als Denkanstoß weiter.
Dass die Qualität der atmungsaktiven Bekleidung in den letzten Jahren allerdings nicht mehr unbedingt dem oft hohen Preisniveau entspricht, höre auch ich aus dem Freundeskreis leider immer öfter.
Grüße
Ralf
tja, die lieben Wathosen. Eine neverending story.
Bei den atmunsgaktiven Wathosen hab ich gute Erfahrungen mit Sets der unteren Preisklasse gemacht, da meine Kalkulation von den Kosten für eine Hose pro Jahr ausgeht. Ich habe in den letzten Jahren Kombisets aus Hose plus Schuhe genutzt, für Preisklassen von 180-200,- Euro. Diese halten bei mir meist ca. 3-4 Jahre, bei gut 120 Einsätzen an der Küste im Jahr, inkl. drei Wochen Extremeinsatz in Lappland jährlich. Wenn die Hose also gute 50-60,- Euro pro Jahr kostet, ist das eine annehmbare Relation. Bei einer Hose von z.b. 400,- Euro muss diese schon mindestens 7 Jahre halten, um sich zu "rentieren". Da ich meine Hose wie viele andere Fischer als Arbeitsgerät ansehe, ist mir das Risiko für ein verfrühtes Versagen einer teuren Hose zu hoch. Meine derzeitige Hose, eine Waterspeed (blöder Name, ich weiß) von Kinetic ist jetzt im vierten Jahr, hat also fast 400 problemlose Einsätze hinter sich. Mit dicken Neoprenfüßlingen, angesetzten Gravelguards mit Gummizug und zwei Fronttaschen mit nahezu wasserdichten Reißverschlüssen bietet sie alles, was mir bei einer Hose wichtig ist. Damit hat sie sich absolut gerechnet. Wenn sie demnächst versagen sollte, wäre das absolut o.k., dann kommt eben eine neue in der unteren Preisklasse. Gerade weil die günstigeren Modelle oft etwas weiter geschnitten sind, nutze ich diese umso lieber, da sie weniger Probleme mit dem Hinknien haben, sie spannen dadurch nicht so stark, was das Material schont. Meine Pflege besteht nur aus dem Abspülen der Hose mit handwarmem Wasser nach dem Fischen. Und leichte schnell trocknende Schuhe kann ich bei Bedarf für 40,- Euro alle zwei Jahre auf der Messe in Kolding, dem Danish Fly Festival neu kaufen.
Mit dieser "Strategie" bin ich bisher sehr gut gefahren. Aber da macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Meine Erfahrungen gebe ich einfach mal als Denkanstoß weiter.
Dass die Qualität der atmungsaktiven Bekleidung in den letzten Jahren allerdings nicht mehr unbedingt dem oft hohen Preisniveau entspricht, höre auch ich aus dem Freundeskreis leider immer öfter.
Grüße
Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.






