Watschuhe - studded oder doch nicht, mit Fußbett??

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Gammarus roeseli
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Re: Watschuhe - studded oder doch nicht, mit Fußbett??

Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Es gibt Gewässer wo Spikes einfach nicht nötig sind.
Es gibt Gewässer wo Spikes empfehlenswert sind.
Es gibt Gewässer wo Spikes einfach unverzichtbar sind!!
Achim Stahl hat geschrieben: Fakt ist, wie Wolfgang schon schrieb, dass man beim Waten fast immer einen Höllenlärm macht. Zumindest, wenn man über große Steine oder Kies geht. Das Aneinanderschlagen der Steine ist so laut, dass man sich über das Geräusch der Spikes wirklich keine Gedanken machen muß.

Man kann eigentlich auch sagen, mit Spikes kann man nichts falsch machen solange man nicht auf seiner (eigenen !) :mrgreen: Schnur steht.

Achim Stahl hat geschrieben: Die einzige Ausnahme ist glattgeschliffener geröllfreier Fels. Aber da taugen Spikes auch nicht viel.
Korrekt, diesen glattgeschliffenen Fels, in diesem Fall felsiges Geröll kann man sich so vorstellen.

(Nasses Geröll.)
Bild

Man tut gut daran diese sehr glatten Felsen & große Geröllsbrocken zu meiden und versucht nach Möglichkeit immer auf mit Pflanzen (z.B. mit Quellmoos) bewachsene auszuweichen.


Bricht man die rund und glattgeschliffen Steine, sieht man schön die eigentliche raue Struktur des Gesteins.
Bild
Bild
Thomas aus Hamm hat geschrieben:Fahrt mal nach Bornholm zum fischen... :mrgreen:

Die Frage aus welchen Bestandteilen die Sohle eines Watschuhs bestehen
muss, klärt sich ganz von selbst :p

Ich helfe Euch.....Filz incl. Spikes =D>
Zur Ergänzung dazu und zum besseren Verständnis.

"Bornholm" Felsen und grobes Geröll im Wasser aus Gneisen und Graniten genau so wie z.B. in Südschweden oder bei uns im Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald ...

Bild



Gesteine wie Gneis und Granit:
Sehr hart, witterungsbeständig und daher auch eine sehr glatte Oberfläche. Das bedeutet, bei Felsen und Geröll im Wasser sind die Spikes einfach unverzichtbar!! Alles andere kann durchaus lebensgefährlich werden…

Im Gegensatz z.B. Felsen und Geröll im Jura. Kalkstein, Kalksandstein, ..., das Zeug ist am verwittern und hat eine eher raue rutschfeste Oberfläche. Spikes sind also nicht so zwingend erforderlich.
In den Kalkalpen, bei großsteinigen bis felsigen Geröll, losen Geröll und Schotter haben Spikes sicher ihre Berechtigung und machen durchaus Sinn.

Am "Bodensee", weicher Sandsteinfels und aus der letzten Eiszeit eher feiner Moränenschotter, dort könnte man sicher leicht auf Spikes verzichten …

LG
Christian

PS: Am bitterbösesten ist es bei uns, wenn die ohnehin schon sehr glatten Felsen ebenso wie das grobe Geröll im Fluss mit einem hauchdünnen braunen, schmierigen Algenfilm überzogen sind. Ohne Spikes geht dann gar nichts und mit Spikes ist man auch nicht sooo sicher auf den Beinen …
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gespliesste
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Re: Watschuhe - studded oder doch nicht, mit Fußbett??

Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo Achim,
Achim Stahl hat geschrieben:
gespliesste hat geschrieben:Auf Forelle- und Äsche würde ich keine Spikes nutzen wollen, an vielfrequentierten Strecken macht es evtl. keinen Unterschied, aber bei Fischen die nicht jeden Tag Fischer gewohnt sind, denke ich ist es ein klarer Nachteil. Schall setzt sich im Wasser deutlich besser fort als ausserhalb des Wassers.
Immer wieder liest man diese Aussage. In meinen Augen handelt es sich dabei um einen typischen modernen Mythos. Etwa so, wie dass man bei einem Sturz mit der Wathose unweigerlich kopfüber schwimmt...

Fakt ist, wie Wolfgang schon schrieb, dass man beim Waten fast immer einen Höllenlärm macht. Zumindest, wenn man über große Steine oder Kies geht. Das Aneinanderschlagen der Steine ist so laut, dass man sich über das Geräusch der Spikes wirklich keine Gedanken machen muß. Und auf Sand oder Lehm natürlich auch nicht. Die einzige Ausnahme ist glattgeschliffener geröllfreier Fels. Aber da taugen Spikes auch nicht viel.
Wenn das stimmt und man unweigerlich immer einen Höllenlärm machen würde, dann wäre es ja grundsätzlich egal wie man in das Gewässer einwatet - das kann ich aus der Praxis aber nicht pauschal bestätigen.
Wie schon geschrieben, an vielfrequentierten Strecken auf durchschnittliche Besatzfische macht das nach meiner Erfahrung wenig Unterschied. An vielbefischten Strecken lockt es Besatzfische sogar an, ich hab das mal mit Taucherbrille in Zusammenarbeit mit einem Fischer verifiziert.

Alle Situationen an denen die Fische keine Fischer gewöhnt sind, sehe ich mit Spikes einen deutlichen Nachteil. Wenn ich mich mit Filz vorsichtig über grosse Steine bewege, mache ich wenig bis gar keine Geräusche. Mit Spikes hat man unter Wasser schnell die Geräuschkulisse einer Zahnarzt-Praxis.

Erfahrene Fische die Fischer gewohnt sind, schwimmen nach meinen Beobachtungen nicht sofort weg, wenn sie einen Fischer ausgemacht haben (Schall oder Sicht), aber sie lassen sich dann zu Boden sinken und nehmen erst mal keine Nahrung mehr auf.

Abends im Wirtshaus dann immer die selben Berichte: "Ein Wahnsinns Fisch, stand ganz ruhig direkt vor mir und ich hab über Stunden die ganze Fliegendose durchgezogen ... der hat einfach nix genommen. ..."

Viele, die ich so beobachte, legen ja so oder so nicht so viel Wert auf "umsichtiges" waten, da ist es dann auch egal ob mit oder ohne Spikes ...

LG,

Olaf
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Shortcaster
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Re: Watschuhe - studded oder doch nicht, mit Fußbett??

Ungelesener Beitrag von Shortcaster »

Herzlichen Dank an alle für die vielen Antworten!!
Das hat mich in meiner Ansicht eigentlich voll bestätigt - ich werd bei den Chota STL plus zugreifen - Polypropylen"filz" mit einschraubbaren Spikes. Wegen der Scheuchwirkung mach ich mir weniger Sorgen, daher werden die Spikes meist drin sein (am Kamp zumindest)
Danke noch mal
Beste Grüße
Peter
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