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Verfasst: 30.05.2006, 18:23
von Royal Coachman
Hallo Freunde !

Ihr kommt der Sache schon ein gutes Stück näher.

Das mit dem Gewohnheitsfisch ist grunsätzlich richtig, bravo Markus!

Der Gewässerbesitzer oder Pächter konnte sich aus dem Fang als erster einen Fisch aussuchen, der zweite Fisch war dann der Bürgerfisch, aber wer war der Berechtigte zur Entnahme des Bürgerfisches aus dem Fang?

freundlichst

Gebhard

PS: Tip, die Sache gab's vornehmlich an der Küste !

Verfasst: 30.05.2006, 18:36
von Maggov
Hallo Gebhard,

wenn das vornehmlich an der Küste vorkam tippe ich auf den Bürger, der das lokale Handelsrecht für Fische hatte. Da war doch mal was mit Hanse und Kontoren und so...

Viele Grüsse

Markus

Verfasst: 30.05.2006, 21:12
von Royal Coachman
Hallo Markus !

Mit Hanse und Handel hat das nichts zu tun !

freundlichst
Gebhard

Verfasst: 30.05.2006, 22:33
von el-forello
Hallo Gebhard,
kann`s sein, das es dem Bürgermeister vorbehalten war ?
So wie das Bürgermeisterstückle beim Metzgen ?

Gruß
Peter

Verfasst: 30.05.2006, 23:31
von Royal Coachman
Hallo Peter !

Du kommst der Sache schon näher, aber mit Bürgermeister hat es nichts zu tun.

freundlichst
Gebhard

PS: morgen gibt es einen weiteren Tip, falls niemand löst.

Verfasst: 31.05.2006, 08:02
von Royal Coachman
Hallo Freunde !

Hier der weitere Tip: den Bürgerfisch gabs zusätzlich zum Sol(i), der von jedem verkauften Pfund abgeführt werden mußte.

freunlichst
Gebhard

Verfasst: 31.05.2006, 09:10
von Frank.
... dann vielleicht die Abgabe an den eigentlichen Besitzer zum Beispiel des Bootes (der ja nur selten identisch mit dem Fischer war)?

Herzlichst, Frank

Verfasst: 31.05.2006, 10:20
von Maggov
Hallo Gebhard,

vielleicht ist der Bürgerfisch auch eine Art Steuer für mittellose Bürger. So ne Spende die an Arme verteilt wurde. Mit einer bestimmten Menge verkauften Fisch musste der (fisch)Händler einen gewissen Anteil für Arme Leute hergeben. Das hört sich allerdings etwas zu solidarisch für frühere Zeiten an...

Viele Grüsse

Markus

Verfasst: 31.05.2006, 12:11
von Royal Coachman
Hallo Frank !

Gratuliere, die Boote wurden den Fischern meistens incl. Mannschaft zur Verfügung gestellt. Dem Besitzer des Bootes, meist ein wohlhabender Bürger, stand von jedem Fang (Ebbe und Flut)-neben dem Soli vom Erlös-der Bürgerfisch zu, als zweiter nach dem Gewohnheitsfisch.
Die Fischer selber waren meist arme Schlucker, die niemals das Geld für ein eigenes Boot mit Mannschaft aufgebracht hätten.

Weiterhin ist interessant, daß jeder Matrose sein eigenes Netz hatte und nach dem jeweiligen Erfolg entlohnt wurde.

Quelle: Gotthilf Schreber:
Die Geschichte der Fischereyen aus dem 18 Jhd.

freundlichst
Gebhard

Verfasst: 31.05.2006, 12:31
von rikus
Besten Dank lieber Gebhard,
für diesen weiteren Versuch uns nicht blöd sterben zu lassen.
TL Rikus

Verfasst: 31.05.2006, 13:05
von Frank.
Na prima! Danke für die Nuß, lieber Gebhard!

Herzlichst, Frank

Verfasst: 31.05.2006, 16:55
von RolandT
Hallo Gebhard,

auch ich sage Danke! für die Erweiterung unseres Wissens!

Herzlichst RolandT