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Verfasst: 30.01.2006, 18:21
von Harald aus LEV
Hallo Hans,
vielleicht reicht der Hinweis, daß eine Entnahme von mehr als 4 Fischen
den Bestand ruiniert, da das Wasser gar nicht so viel Fisch produzieren kann. Ich weiß nicht, wie die rechtliche Situation in Österreich bezüglich Besatz ist. Wenn Ihr natürlich beliebig viel besetzen könnt/dürft, zieht das Argument nicht. Dann wird einfach mehr besetzt

Gruß Harald
Verfasst: 31.01.2006, 08:14
von pehers
Servus Harald!
Du hast völlig recht, aber man sieht leider auch, dass diese Ausfänge eh nur kurz nach dem Besatz gelingen können. Aber solchen Argumenten ist mancher eben nur sehr schwer zugänglich, weil es halt seit 40 Jahren anders war uns ist...
Was kommt sei dahingestellt.
Beste Grüße,
Hans
P.S.: Der Verein hat eine eigen Fischzucht!
Verfasst: 31.01.2006, 13:42
von Kurt Zumbrunn
Hallo Hans
Wir können uns ganz gut die Hand reichen. Wir haben die selben Bestimmungen wie bei Euch und auch die Argumente sind die selben.
Vielleicht hängt das noch mit den "Restbeständen" der Nachkriegsgeneration zusammen.
Auch ich hoffe auf Besserung bei uns und wünsche Euch ebenfalls viel Erfolg!
Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Kurt
Verfasst: 31.01.2006, 13:54
von Christian Früh
Das Argument "der Alten" mit dem berühmten Satz - das Fische ich doch niemals wieder rein ist bei uns auf einer Versammlung auch schon gefallen.
Ich erinnere mich noch gut wie unser Schatzmeister aufstand und sagte:
Du hast Dir doch im Sommer einen neuen Mercedes gekauft. Hast Du da auch keine Winterreifen dazugenommen weil Du im nicht wusstest ob Du sie noch reinfahren kannst?
Danach war Ruhe.
Gruss
Christian
Verfasst: 31.01.2006, 18:37
von el-forello
Hallo Freunde
wir scheinen ein gemeinsames Problem zu haben. Auch bei uns sollte die Entnahme von 6 Fischen auf 4 Fische gesenkt werden und scheiterte kläglich.
Eine halbe Stunde zuvor wurde aber lauthals über alle fischfressenden Vögel usw. geschimpft. Nicht das ich ein Freund und Verbündeter der Langhaxigen und Krummschnäbligen währe, aber die können nicht anderst.
Das doch "überzeugenste" Argument auf dieser Sitzung lautete " ...... ich habe eine vierköpfige Familie zu ernähren !!!!!!!"
Weshalb ist so schwer zu erklären, daß der Wert unserer Gewässer im Freizeit und Erholungswert liegt und nicht in der Entnahmemenge. Beim Skifahren akzeptiert doch auch jeder einen stolzen Preis und bringt nichts mit am Abend.
.........mit einem traurigen Auge !
Peter
Verfasst: 01.02.2006, 10:18
von Maggov
Hallo Peter,
dem "überzeugenden" Argument könnte man dahingehend entgegnen, dass der Kauf der Fische im Laden günstiger ist. Ist dies nicht der Fall sind Eure Karten zu günstig

.
Viele Grüsse
Markus
Verfasst: 01.02.2006, 21:23
von el-forello
Hallo Markus,
icn kann dich beruhigen, die Karten sind sicher nicht zu billig. Das Problem fängt auch nicht beim Preis an, sondern in den Köpfen. Es wird nur durch Überzeugungsarbeit und positive Bespiele zu bewegen sein.
Hier liegt die Hoffnung darin, daß die Jungen den "Wert" eines Gewässers mit andern Augen sehen, was wiederum eine Aufgabe der Ältern ist dies zu vermitteln. Drehst du an der Preispirale, wird eben zum Ausgleich mehr Fisch entnommen. So kannst du es bis zum Kotzpunkt hochjubeln.
Gruß
Peter
Verfasst: 02.02.2006, 11:54
von Maggov
Hallo Peter,
ich glaube, dass es mit der "Jugendarbeit" gar nicht so schlecht steht. Zumindest habe ich an unseren Stammtischen viel Erbauliches dazu gehört.
Mit dem Thema Preisspirale hast Du wahrscheinlich recht. Ich verstehe diese Rechenweise zwar nicht aber wenn die Leute so denken ist der Preis tatsächlich eher kontraproduktiv. Besten Dank für den Hinweis

...
Also dann - mit gutem Beispiel voran
Viele Grüsse
Markus
Verfasst: 02.02.2006, 18:22
von el-forello
Hallo Markus,
jetzt singen wir wieder im gleichen Chor !
Ich will die Älteren nicht verdammen, denn viele von ihnen sind vorbildliche und hervorragende Fischer, die allerhöchsten Respekt verdienen.
Aber die Zukunft unserer Gewässer liegt nun mal nicht in den Händen der Alten, sondern in den Köpfen der Jungen !!!
Gruß
Peter
Verfasst: 11.02.2006, 10:35
von Olaf Kurth
Hallo zusammen,
so, wir haben uns darauf geeinigt die Bedingungen an der reinen Fliegenstrecke dahingehend zu erweitern, dass nun auch (für ältere Kollegen) die Möglichkeit besteht, mit Wasserkugel, 1,5 m langem Vorfach und der künstlichen Fliege als Köder dort zu angeln. Alles andere (Spinnsysteme, Lebendköder, Naturköder, etc.) bleibt verboten. Damit kann ich leben. :rolleyes:
Dem Problem der "Kochtopffischerei" versuchen wir dadurch zu begegnen, dass wir schon seit vielen Jahren pro Strecke das tägliche Fanglimit auf höchstens zwei Salmoniden (Bf. 30cm, Äsche 35cm) gesetzt haben. Gleichwohl hatten wir natürlich auch oftmals Ärger mit den "zweibeinigen" Kormoranen. Doch diese Spezi's sind bekannt und sie werden halt genau beobachtet und kontrolliert.
Zugegeben, es ist schwer den Gedanken an Erholungswert, sinnvoller Freizeitgestaltung und einen Sinn für nachhaltige Fischerei innerhalb der Mitgliederschaft zu vermitteln. Ich argumentiere und lamentiere sicherlich öfter mit dem Argument, dass wir als Angler traditionelle Hoheitsrechte ausüben dürfen wenn wir (neben den Jägern) freilebende Tiere fangen, sie töten und uns aneignen. Gleichzeitig versuche ich ein Verständis für die Achtung der Kreatur zu vermitteln.
Dass diese Gedanken nicht bei allen ankommen weiß ich. Trotzdem hoffe ich immer wieder, das etwas von meiner Litanei hängenbleibt. Hoffentlich ............ :rolleyes:
Gruß, Olaf
Verfasst: 02.06.2007, 22:21
von Theoretiker
Wenn Spinnfischen erlaubt ist, sind Einzelhaken für die Fische ein großer Vorteil.
Beispiel: Siehe hier:
http://www.myvideo.de/watch/1591449
Verfasst: 04.06.2007, 09:55
von Maggov
Unglaublich, was die Leute so online stellen!
Ein Trauriger
Markus
Verfasst: 05.07.2008, 14:39
von booroo3
Kleiner Tipp: Überdüngt eure Forellengewässer, dann gibt sich das von alleine!
Der Düngereintrag in unser Forellengewässer ist zwischenzeitlich so stark, dass es ab Mai schon zugewachsen ist (flutender Hahnenfuß u.ä.). Da geht dann kein noch so guter Blinker, Spinner oder Wurmhaken durch und die Blech-/Wurmfraktion verzweifelt vor lauter Hängern. Ab Mai gehört die Strecke den Fliegenfischern meist alleine, die Ihre Trockenfliege schön zwischen die Krautfahnen treiben lassen können.
Allerdings kann das auch nach Hinten los gehen. Dieses Jahr geht leider wegen der anhaltenden Trockenheit gar nix mehr. Jetzt kannst Du von einem Ufer zum anderen fast trockenen Fusses gehen. Alles zugewachsen.
P.S. Seit 2008 haben wir auch ein eigenes Fliegenwasser durchgeboxt

. Aber anscheinen aus Rache haben uns die Blechköppe nur einen kleinen sehr stark zugewachsenen Bachlauf zur Verfügung gestellt. Laut deren Gewässerbeschreibung auf der Homepage aber "der Traum eines jeden Fliegenfischers". In der Realität ein Witz.
Gruss booroo3
Verfasst: 03.08.2008, 14:11
von Gammarus roeseli
booroo3 hat geschrieben:Kleiner Tipp: Überdüngt eure Forellengewässer, dann gibt sich das von alleine!
Der Düngereintrag in unser Forellengewässer ist zwischenzeitlich so stark, dass es ab Mai schon zugewachsen ist (flutender Hahnenfuß u.ä.).
P.S. Seit 2008 haben wir auch ein eigenes Fliegenwasser durchgeboxt

. Aber anscheinen aus Rache haben uns die Blechköppe nur einen kleinen sehr stark zugewachsenen Bachlauf zur Verfügung gestellt.
Hallo booroo3,
eine Möglichkeit der Verkrautung entgegenzuwirken wäre, wenn möglich in den entsprechenden Gewässern einen Krebsbestand aufzubauen!! (Bitte nur einheimische Arten wie Stein- und Edelkrebs verwenden.) Edelkrebse haben neben tierischer vor allem eine Vorliebe für pflanzliche Nahrung und somit einen starken Einfluss auf höhere Wasserpflanzen und Algen! Vor allem aus Schweden sollen wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte vorliegen, dass durch fehlen von Krebsen, verursacht durch Krebspest, es zu rapiden Verkrautungen von Seen kam! Krebsbestände wirken sich zusätzlich positiv auf Fisch- vor allem Raubfischbestände aus.
PS: Das Edelkrebse nur in absolut sauberem, klarem und kühlem Wasser existieren können, trifft nicht zu, sie sind sogar erstaunlich unempfindlich gegenüber organischer Belastung, benötigen allerdings Wassertemperaturen in den Sommermonaten von mindestens 15°C, da bei kühleren Temperaturen keine Entwicklung der Geschlechtsorgane eintritt, optimal sind 18-21°C.
Freundlichst
Christian
Verfasst: 06.08.2008, 08:58
von pehers
Servus!
Dann wären die meisten Edelkrebse in Österreich - dort, wo sie ursprünglich überall heimisch waren - schon Jahre vor der Krebspest ausgestorben und wo es sie heute noch gibt, sowieso!
L.G.
Hans