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Verfasst: 13.01.2006, 10:39
von Volker Furrer
Hallo FliFi-Rudi,
leider muß ich deiner Ausführung deutlich widersprechen.
Du machst einen Gedankenfehler. Bei der Stationärrolle wird die Schnur beim Aufspule verlegt. D.h. Keine Windung liegt gerade und parallel auf der anderen.
Beim Fliegenfischen ist das etwas ganz anderes. Denn hier gibt es keine automatische Schnurführung an der Rolle die dies besorgt.
So kann es eben schon vorkommen das der Angler beim Drill, sollte wirklich ein Fisch in´s Backing gehen, das erkämpfte Backing nicht richtig überkreuzt - und dann kann es eben zum Einschneiden kommen.
Gruß
Volker
Verfasst: 13.01.2006, 13:13
von Flemming Olsen
@Volker
Alles ein Problem, dass bei Multirollen soweit ich weiss nicht auftritt, obwohl nicht jede Multi über eine automatische Schnurverlegung verfügt!
I
Verfasst: 13.01.2006, 13:29
von Volker Furrer
Hallo Flemming,
Multirollen für z.B. Spinnfischen haben FAST immer eine Schnurführung und bei Meeremulti´s muß der Angler die Schnur auch beim Einholen von HAnd verlegen. Schon alleine deshalbt weil er sonst in der Mitte der Rolle einen Schnurberg erzeugen würde der
a) es nicht zulässt die Gesamtschnurmenge auf zu Rollen (Der Schnurberg klemmt dann am Gehäuse der Rolle)
b) die Schnur sonst von diesem Berg seitlich herunter fällt, nicht mehr gespreckt auf der Splue liegt und sich Perücken bilden
c) dann auch genau dieses Einklemmen der oberen Wicklungen in die darunter liegende vorkommen kann.
Mal ganz davon abgesehen das ich nicht nachvollziehen kann wenn jemand sagt:
Die Backingmenge xy ist mir gefährlich wenig (wünsche natürlich jedem von euch viele Fisch die gut in´s Backing gehen) - wie oft passiert das?
1 x in 10 Jahren?!?!?
Na gut, für diesen Fall ist man mit reichlich Backing natürlich auf der sicheren Seite.
Dann endet dieser Wunsch nach Sicherheit für den Traumfisch aber auch schon, denn das Backing - DIE SICHERHEIT - darf natürlich nichts kosten.
Muß man, muß ich das verstehen?
Gruß
Volker
Verfasst: 13.01.2006, 13:37
von Flemming Olsen
@ Volker,
mir stellt sich einfach die Frage wie relevant dieses Problem tatsächlich ist. Ich kenne mehrere Leute, die z.B. Fireline als Backig nutzen (beim Meerforellen fischen) und damit keinerlei Probleme haben. Da frag ich mich natürlich, warum immerso heftig davon abgeraten wird. Anscheinend ist da nur der theoretische Aspekt, der so viele davon abhält.
I
Verfasst: 13.01.2006, 13:42
von hauki
Hallo zusammen,
interessante Diskussion. Zum Thema Einschneiden auf Multirollen (beim Spinnfischen) kann ich sagen, dass das -selbst mit Schnurführung- sehr wohl ein Problem sein kann. Wenn man z.B. einen starken Hänger hatte und schweren Zug auf Rolle kriegt, kann es passieren, dass beim nächsten Wurf die Schnur in der Luft blockiert. Eine sehr unschöne Erfahrung. Daher sollte man, wenn so etwas passiert, sich die Zeit nehmen und die Schnur von Hand bis zur entsprechenden Stelle abspulen, und dann in Ruhe mit gleichmäßigem Zug wieder aufspulen.
Zurück zum Fliegenfischen: ich habe mein Backing bisher leider auch noch nicht gebraucht. Mich würde aber tatsächlich interessieren, ob da was dran ist, dass Geflochtene den Schlangenringen schadet (?).
Ansonsten habe ich gehört, dass manche Sportsfreunde auch Maurerschnur als Backing einsetzen. Ob das die erwünschten Eigenschaften hat, wage ich aber zu bezweifeln. Ich neige dazu an solchen Stellen keine Kompromisse einzugehen und würde wahrscheinlich für den o.g. Fall das Microbacking nehmen. Mit 35-40m sollte doch eigentlich nichts anbrennen...
Viele Grüsse
/hauki
Verfasst: 13.01.2006, 13:56
von Wolf L.
Hallo,
zum einen muss ich Volkers Aussage bestätigen was das Einschneiden bei Multis anbetrifft, selbst bei solchen mit automatischer Schnurverlegung. Das jedoch unabhängig von der verwendeten Schnur, sondern einzig von der Stärke des Zugs abhängig.
Etwas merkwürdig die Argumentation mit den Querschnitten. Eine einfach Geflochtene drückt sich wie sie gezwungen wird, daher auch das etwas leichtere einschneiden in unterliegende Wicklungen. Ummantelte (wie z.B. die Fireline) sind schon eher rund, auch wenn sie irgendwo anpressen.
Aus beiden Gründen halte ich es für egal, was man als Backing nimmt. Ein Argument was ich letztens hörte ist, dass, sollten mal ein paar Klänge insbesondere lose (also z.B. bei weiten Würfen - bin ich aber leider nicht von betroffen) vor einem liegen, die Schnur sich erheblich weniger leicht selbsständig verknotet je steifer sie ist. Und genau das ist bei relativ dicken ummantelten geflochtenen Schnüren der Fall. Am Bach aber wohl kein Argument.
Darum ist das am Bach relativ Banane.
Gruss,
Wolf
Verfasst: 13.01.2006, 14:54
von Jens2001
jetzt macht aber mal halblang.......
das einscheiden in die gewickelte Schnur ist beim Multirollen insbesondere großen Meeresmulties sehr wohl ein Thema ein Problem........ dies 1. auf Grund der großen Schnurmengen und 2. auf grund des großen Druckes der auf die Spule wirken kann aber beim Fliegenfischen insbesondere am Bach komplett zu vernachlässigen.......
die Forelle die am 10 m breitem Bach ins Backig geht möchte ich gerne sehen!
Also ob mit oder ohne Backing ist im Fall Bach vollkommen ohne belang..... der Sicherheit halber solten aber 20-30 m drunter gewickelt werden dann ist man auch am etwas breiteren Fluss auf der sicheren Seite........
was das ist ob "richtiges Backing" geflochtene oder Monofile ist auf einer Großkern Spule ohne belang wenn das schön straff aufgewickelt wird, bei den paar wenigen Lagen die übereinandxer liegen passiert überhaupt nix.......
diese Ausage jetzt mal für Geräte bis #5 evtl. noch #6 wenn es dann zu den scheren Waffen geht #7 #8 und darüber insbesondere beim Merresfischen bekommt Backing eine ganz andere Bedeutung aber das war hier ja nicht das Thema.......
LG Jens
Verfasst: 13.01.2006, 15:07
von Flemming Olsen
Ich werde einfach das Gefühl nicht los, das viele einfach nur schreiben, was sie selbst gelesen aber nicht selbst probiert haben. Fragt einer "Könnte ich nicht einfach Fireline etc. nehmen ..." kommen gleich die ersten, die schreiben "Nein auf keinen Fall, das geht nur so und so..."
Habt ihr das alle selbst probiert? Mal abgesehen von der Diskussion ob das Backing überhaupt so nötig ist, kenne ich wie gesagt einige Kollegen, die mit Fireline statt dem handelsüblichen Backing arbeiten...
I
Verfasst: 13.01.2006, 15:21
von FliFi-Rudi
Hallo Volker,
ich gebe Dir in der Theorie natürlich vollkommen recht, aber ich habe es in der Praxis noch nie geschafft, mein Backing akkurat auf die Spule zu kurbeln, es liegt eigentlich immer zu 99% (und dies auch mehr oder weniger bewusst) über Kreuz. Deswegen habe ich wohl auch noch nie einen "Backinghänger" gehabt und tue mich schwer den obigen "Einwand" zu verstehen, auch wenn es von der Theorie klar ist.
..... Liegt sicherlich vielleicht auch daran, dass ich nicht ständig bis ins Backing werfe oder am kleinen Bach ins Backing drillen darf

– „kleines Späßle am Schluss“!
TL & dry socks
Flifi-Rudi
Verfasst: 13.01.2006, 15:46
von Matthias M.
die Forelle die am 10 m breitem Bach ins Backig geht möchte ich gerne sehen!
Hallo Jens,
Schau mal
hier!
Die Forelle habe ich in einem sehr kleinen Bach(5m breit) gefangen.
Sie hat während des Drills die größe des Pools voll ausgenutzt und ist fast ins Backing gezogen.
Wäre sie an mir vorbei in eine etwa 50 Meter lange Rieselstrecke geschwommen, hätte sie sicher Backing genommen!
Eine 70er Forelle stoppst du auch mit keiner 5er Rute nicht, deshalb habe ich immer 30 Meter Backing auf der Rolle. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das Backing jemals zu Gesicht bekommt ist sehr gering.
Aber für alle Fälle habe ich immer etwas drauf.
Gruß Matthias
Verfasst: 13.01.2006, 15:52
von Wolf L.
Noch zu Flemming: ich benutze seit längerem auch normale ummantelte Geflochtene, z.T. Fireline aber auch andere (was ich gerade so zum Spinnfischen benutze

). Weil wie ich schon sagte, m.E. ist das egal.
Gruss,
Wolf
Verfasst: 13.01.2006, 16:07
von Jens2001
Original geschrieben von Matthias Meyer
Schau mal hier!
Die Forelle habe ich in einem sehr kleinen Bach(5m breit) gefangen.
Sie hat während des Drills die größe des Pools voll ausgenutzt und ist fast ins Backing gezogen.
Wäre sie an mir vorbei in eine etwa 50 Meter lange Rieselstrecke geschwommen, hätte sie sicher Backing genommen!
Eine 70er Forelle stoppst du auch mit keiner 5er Rute nicht, deshalb habe ich immer 30 Meter Backing auf der Rolle. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das Backing jemals zu Gesicht bekommt ist sehr gering.
Aber für alle Fälle habe ich immer etwas drauf. 
Gruß Matthias
Gratuliere sehr schöner Fisch........
na, ich halte es ja auch so 20-30 m habe ich auch immer drauf....... aber wie gesagt wiklich gebraucht habe ich es an kleinen Gewässern noch nie......
LG Jens
Verfasst: 13.01.2006, 18:00
von el-forello
Hallo Jungs,
ist den bei euch alles anderst ? Wenn euch eine Forelle in einem 5m breiten Bach ein paar Meter abgeht, dann bleibt halt nicht stehen, sondern geht eben mit ! Selbst wenn die über einen Riesel geht ist das mit ein paar Schritten gegessen. Hat den schon mal einer gesehen wie beim Lachsfischen am Ufer gerannt wird? Wenn du da stehen bleibst hilft dir dein Backing auch nichts!
Aber vielleicht will mir jetzt noch einer erklären das ein 14er Vorfach mit der ganzen Hauptschnur im Wasser hält ?
Gruß
Peter
Verfasst: 14.01.2006, 01:09
von Maifliege
Hallo Maifliege75,
wie langweilig, hättst die Äußerungen zu stattgehabten Fragen gelesen wärste im Vorteil gewesen....
Wer lesen kann ist im Vorteil!!
Grüße von der Maifliege
Verfasst: 14.01.2006, 07:07
von MathiasB.
Original geschrieben von hauki
...Mich würde aber tatsächlich interessieren, ob da was dran ist, dass Geflochtene den Schlangenringen schadet (?)...
Hallo Hauki
Bei Spinnruten habe ich des öfteren gesehen(insbesondere bei Firelinefischern) das der Spitzenring eine richtige Kerbe von der geflochtenen Schnur hat. Hier ist sicher an Materialqualität gesparrt worden und das bei zum Teil sehr nahmenhaften Rutenherstellern die sogar mit der Aussage verkaufen, Ruten speziell für geflochtene Schnüre herzustellen(peinlich).
Bei Fliegenruten dagegen sehe ich nicht das geringste Problem da dein(e) Backing(Geflochtene) nicht ansatzweise soviel Druck auf deine Ringe ausübt wie im Fall einer Spinnrute.
Mal ganz abgesehen davon wie oft du dein Backing durch die Ringe ziehst;)