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Verfasst: 10.01.2006, 08:20
von pehers
Servus Clemens!

Danke für Deine immer sehr ausführlichen Antworten, sie sind immer interessant und fundiert - manchmal könnte man da auf die Idee kommen, Dich um Deinen Job zu beneiden!

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 10.01.2006, 09:38
von Rattensack
Servus Hans,

na du kennst ja unsere Werke bald besser als ich selbst :-)

Ich kann dir versichern, es hat durchaus auch seine Vorteile, Hobby und Beruf streng getrennt zu halten. Ansonsten: Kannst dich ja auf Wasser-, Fischerei-, oder Naturschutzrecht stürzen!

Beste Grüße,
Clemens

P.S. Schon mal mit R.M. über die Nase in der Ager gesprochen - wie sieht der das?

Verfasst: 10.01.2006, 09:55
von pehers
Servus!

RM werde ich mal kontaktieren, gute Idee!

Versuch' mich eh schon ein bissl in das Rechtliche einzulesen!

Gruß,
Hans

Nasen und massiver Forellenbesatz

Verfasst: 11.01.2006, 12:19
von Frank Kaiser
Hallo,
gibt es einen Zusammenhang zw. dem hohen Besatz der Fischereivereine an Forellen und dem Niedergang einiger Flussfischarten.
Wenn bespielsweise auf einer durchgänigen Fließgewässerstrecke von 20km
mit viel Algenwuchs, die Nase nicht mehr hochkommt. Kann dies auf den hohen Forellenbestand zurückgeführt werden?

Danke für die Info.

Gruß
Frank

Verfasst: 11.01.2006, 13:01
von pehers
Servus Frank!

Ich glaube nicht, daß das der alleinige Grund sein kann, da müssen schon mehrere Faktoren ungünstig sein, um eine Art völlig zu verdrängen (z.B.: ungünstige Laichbedingungen...)!

Aber einen Faktor kann das natürlich darstellen.

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 11.01.2006, 13:17
von Rattensack
Servus die Herren!

Seh das ähnlich. Gute Frage, passt auch gut zur Ager, pervers hoher Forellenbesatz :D

Ist ja immer wieder ein Thema, natürlich vor allem wenn's auch Salmoniden betrifft als Futterfische, wie beim Huchenbesatz.

Nun, die Viecher sind ja während der Evolution miteinander entstanden und dementsprechend Mechanismen gefunden, nebeneinander zu existieren.
Die Nasen zogen z.B. in die Äschenregion, weil's da gute Laichbedingungen gab, obwohl der Prädationsdruck (durch Äschen/Forellen) hier wahrscheinlich größer war als im Potamal. Allerdings ist ja gerade die Nase extrem fruchtbar (Stichwort: bis zu 100.000 Eier pro Rogner), bei einem guten Jahr und hohem Bestand hätten die Salmoniden wohl gar keine Chance hier Jahrgänge wesentlich zu beeinträchtigen. Weiters wächst z.B. die Nase im ersten Jahr extrem schnell, im 2. Jahr fällt sie kaum mehr ins Beuteschema der Forelle, und schon gar nicht der Äsche. Darüber hinaus suchen Nasenbrütlinge nicht von ungefähr ganz flache, überströmte Uferbereiche auf - hier sind sie sicher!
Dass juvenile Nasen (die aufgund der extrem hohen Zahl und des schnellen Wachstums eine extrem hohe Produktivität im Gewässer bewirken!) den Speiseplan der Forellen auffetten find ich sehr begrüssenswert!

Aber sicher, bei einem an der Kippe liegenden Bestand und pervers hohem Forellenbestand kann das vermutlich auch ein nicht unwesentlicher Faktor sein! Was diese durch Attraktivierungsbesatz bewirtschafteten Reviere betrifft - hier gibt's ja i.d.R. viel mehr kapitale Forellen (Raubforellen) als in den tollsten natürlichen Gewässern, ich hab das z.B. in Kamchatka selbst gesehen.

Clemens