switch rute und werfen

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth

Dieter W.
Beiträge: 216
Registriert: 29.09.2006, 00:18
Wohnort: Rheinfelden / Baden
Danksagung erhalten: 2 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dieter W. »

Hallo Bernd (und allen anderen),

du hast mehrere Punkte angeschnitten, auf die ich ein letztes Mal eingehen möchte, da wir uns jetzt eh schon im Kreise drehen...
Gerade kürzlich habe ich mich auf eine der leichten ZPEY Ruten eingelassen.
Das Ergebnis sah wie folgt aus (Danke Stui - guter Hinweis für alle bezüglich der Klassifizierung):
Klassifizierung a la Zweihand.
Alleine der Durchmesser der Rute im Unterteil ist heftig - verglichen mit Einhandruten von z.B. 10 Fuß.
Den fühlt man nicht nur bei Gegenwind mehr als deutlich.
Das Gewicht der Rute ist für eine Einhand ebenso schwer, wie der lange Hebel der 11 Fuß Rute.
Selbst mir fiel die Rute im Einhandwurf schon nach sehr kurzer Zeit sehr schwer in die Muskulatur. Und ich werfe täglich mehrere Stunden.
Du hast leider nicht angegeben welche Klasse du geworfen hast (hast du damit auch aktiv gefischt?). Ich beziehe mich bei meiner Angaben und Erfahrungen immer auf die Batson Rainshadow Switchrods und kann deine Argumente bzgl. Blankdurchmesser- und Gewichtsnachteil in keinster Weise bestätigen. Es ist klar, dass eine Rute mit einer Länge von 10'8"ft. einen grösseren Blankdurchmesser in der Buttsection hat, als eine 9ft. aus der gleichen Serie. Vergleichen kann ich immer nur gleiche Serien, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Des Weiteren werfe ich nicht die Rute gegen den Wind, sondern die Leine mit der richtigen Technik :wink: Wenn du mir nun weiß machen möchtest, du spürst einen Unterschied von ca. 1mm im Blankdurchmesser in der Buttsection, so halte ich das schlicht für blanken Unsinn.

Auch das Gewicht wird innerhalb der gleichen Serie immer etwas höher sein. Wir reden hier aber nicht von Unterschieden von 100Gramm pro Rute. So wiegt meine 8er ca. 170Gramm. Auf meiner Seite habe ich die reinen Blankgewichte gelistet, vergleiche die mit den Einhandruten, dann sind die Unterschiede in der Region von ca. 15Gramm. Die Rollenhalter sind im Wesentlichen gleich wie in der Einhandserie. Kommt also noch das "Mehrgewicht" des längeren Korkgriffs und des Butts. Der reine Rutengewichtsunterschied ist es also nicht. Wesentlich wichtiger ist in diesem Zusammenhang die richtige Rolle, um die Rute im Gleichgewicht zu halten. Und gerade hier beobachte ich immer wieder bei vielen Fliegenfischern ein Missverhältnis, dass dann viel schneller zur Ermüdung führt. Es ist vielmehr die Gewöhnung an den längeren Hebel, der aber dem ruhigen Werfer kaum Probleme bereitet. Wirfst du dagegen hektisch und mit viel Bewegung mit dem Wurfarm, dann brauchst du eben deine Muckies. Als Einhandrute geworfen, nutzt du den längeren Hebel effektiv nur mit einem effektiven Doppelzug, dann hast mit dem Wurfarm keine Probleme. Vielleicht sollest du einmal deine Technik überdenken, bei mehreren Stunden täglichen Werfens sollte dir das schnell gelingen.

Thema Nymphenfischen:
Du pickst nur eine Technik bzw. einen kleinen Teil der vielfältigen Möglichkeiten und Gegegebenheiten aus einer großen Palette und machst dein Argument daran fest. Jedes Gewässer hat seine spezifischen Bedingungen und verlangt nach dem passenden Gerät, sonst bräuchten wir alle nur einen einzigen Stock. Selbst für das Czechnymphen reicht mir im Regelfall eine 9ft. Rute. Mußt du aber über Krautbänke oder sonstigen Bewuchs hinweg, bis du schnell um jeden Zentimeter mehr Länge froh. Sind die Strömungsverhältnisse so beschaffen, dass du Mendings über größere Distanzen brauchst, bist auch schnell um die "Mehrlänge" froh. Die Führung der Nymphe wird in diesen Verhätnissen ebenfalls erleichert. Halte die Einhandrute mit gestreckten Arm über die Hindernisse hinweg, schnell wird dir der Arm lahm. Stütze hingegen mit dem verflängerten Handgriff die Rute an den Unterarm, dann spürst du rasch die Entlastung.

Switchcast:
Bernd, möchtest du jetzt ernsthaft behaupten, der Switch gehört nicht in die Famile der Speys? Dann ist die Bezeichnung Forward-Spey also falsch?
Bitte lass jetzt die Kirche im Dorf und stell die Welt nicht völlig auf den Kopf. Bitte lass uns darüber nicht weiter diskutieren, die Zeit wäre dafür zu schade.

Vorteile der Switchrute:
Hierzu hat dir Stuart schon ausführlich Antwort gegeben, und ich habe dir auch mehrere Gründe in meinen Argumenten genannt. Es gibt genügend Situationen in der mit der Einhand das Fischen einfach mühevoller wird, die echte Zweihand aber übermotorisiert bzw. zu unhandlich ist. Dort plaziert sich die Switchrute. Wenn sich dir persönlich dieser Bedarf nicht stellt, dann ist das ok. Sicher ist, wer an großen Flüssen oder Seen (ich schreibe ganz bewußt nicht über die Küste, sondern beschränke mich auf meine Kompetenz) über längere Zeit größere Distanzen werfen überbrücken muß, tut sich mit Switchrute leichter. Es ist dabei gar nicht notwendig eine astreine Unterhand zu werfen. Beide Hände an der Rute gelingen auch dem weniger versierten Werfer mit der Switchtrod schnell und wiederholbar Würfe in den Distanzen zwischen 20-25Meter. Mit der reinen Einhand macht das der Durchschnitt nicht.

Wer am Bach kaum über die 15mtr. raus muß, dazu mit der feinen Trockenen fischt, braucht sicher keine Switchrod.

Rapfenfischen:
Ich kann dir nur meine Erfahrungen schildern. Ich fische hier am Rhein mit der 8er Switchrod mit 23Gramm, der 12'6"ft. Klasse 7 Zweihand mit der 26Gramm Rio AFS Outbound. Wenn die Rapfen aktiv sind stört sie das überhaupt nicht. Wenn sie nicht wollen, dann klappts mit gar nichts. Ich setze ab und an auch die 6er TCR dafür ein, aber schnell zeigt sich, dass damit der Transport der Polarfibrefischen, oder des Poppers äusserst mühevoll im Vergleich zu 8er Switchrod ist. Ich werde in der kommenden Zeit die 5er Switchrod aufbauen und mit der Rio-Powerflex ausprobieren, damit denke ich, eröffnet sich dann mit den Switchrods auch in der Trockenfliegenfischerei an den großen Flüssen ein neues Feld. Ich kann zwar auch mit der Einhand sehr weit werfen, aber warum sollte ich mich mehr anstrengen, wenn es dann mit der 5er Switchrod wesentlich leichter geht.

Ich lade dich und alle anderen Fliegenfischer(innen) gerne zum EFFA-Deutschland Meeting am 31.10.- 01.11.09 nach Hamm ein. Dort wirst du die Möglichkeit haben mit den Switchrods verschiedenster Klasse zu werfen. Stuart wird hoffentlich auch dabei sein und die Echo Ruten mitbringen. Alex Ivanovic bringt die Scottrute mit und ich stelle die Rainshadows zur Verfügung. Dort haben wir dann auch Zeit über die Vor- und Nachteile zu diskutieren.

@Robert
Die Einladung nach Hamm gilt natürlich auch oder gerade für dich. Hier hast du die Möglichkeit die Ruten live zu testen und dir bei der Gelegenheit auch noch in einem kostenlosen Workshop oder einer persönlichen Unterweisung von den anwesenden Instruktoren das richtige Handling zeigen zu lassen. Dann hast du die allerbeste Entscheidungsgrundlage.

@Achim
Die Switchruten sind keine "Erfindung" der großen Labelmarken, sondern sind aus der fischereilichen Erfahrung und Idee gewiefter Rutenbauer entstanden. Es hat sogar relativ lange gedauert, bis die Labelmarken darauf reagiert haben.

Auch an dich die Einladung nach Hamm, dann reden wir darüber. Ich freue mich!

Beste Grüße

Dieter
Zuletzt geändert von Dieter W. am 23.08.2009, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.
.... einfach Fliegenfischen
Benutzeravatar
Achim Stahl
Beiträge: 1872
Registriert: 07.04.2007, 12:48
Wohnort: Kiel, direkt an der Kyste
Hat sich bedankt: 175 Mal
Danksagung erhalten: 726 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Achim Stahl »

Hallo Stui,
Was genau wird suggeriert und von wem?
Durch den Begriff "Switch"- Rute wird suggeriert, dass man mit der Rute zwischen Einhand- und Zweihandgebrauch hin- und her- "switchen" kann. Sprich, dass diese Ruten ein sinnvolles Zwischenglied zwischen Einhand- und Zweihandruten darstellen.

Suggeriert wird es von allen denjenigen, die sich diesen Begriff zu Verkaufszwecken auf ihre Fahnen bzw. Ruten geschrieben haben.

Wenn das so wäre, wie du schreibst, warum nennt man dann diese Ruten nicht einfach Zweihandruten?

... und wenn eine "Switchrute" nichts anders ist als eine Zweihandrute, was bedeutet dann dieses Zitat, auf das du extra hinweist?
Zitat:
.....Our solution to this particular application was to create a rod that would allow various two handed deliveries of the available lines as effectively as the longer spey rod, and yet be much lighter and shorter, leaving the option open for single handed deliveries if desired. ....... We are now into year 10 since our original conception of the switch rod system.
Sorry, ich sehe hier nach wie vor nichts weiter als einen Marketingversuch.


Viele Grüße!


Achim
Früher war mehr Lametta!
stuart
Beiträge: 306
Registriert: 28.09.2006, 21:29

Ungelesener Beitrag von stuart »

Achim ich denke

[quote] ...leaving the option open for single handed deliveries if desired[/quote] ist der entscheidende Punkt; ich kann wenn ich möchte die Rute auch 1Handig werfen. Dass ist schon möglich aber schwieriger mit einer längere 2Hand. Wenn ich überwiegend 1Hand werfen möchte, kaufe ich ein 1Hand und keine 2Handrute. Eine Switchrute ist und bleibt eine (kurzer) 2Handrute.

Ich persönlich sehe wirklich kein Marketing "Geplänkel" in der Ursprünglicher Idee bzw Namen, aber vielleicht liegt es daran dass ich als Angelsachse einige Worte bzw Begriffe die aus den englischen und/oder amerikanischen kommen anders empfinde.

Schönes WE nach Kiel
... stuart :smt039
Benutzeravatar
Dirk Janßen
Beiträge: 1530
Registriert: 28.09.2006, 16:21
Wohnort: Dangast
Hat sich bedankt: 42 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

stuart hat geschrieben:ich kann wenn ich möchte die Rute auch 1Handig werfen.
Moin Stuart und alle anderen,

genau so etwas habe ich mir gebaut, weil mir meine RST 11'' #8 irgendwann doch zu langheblig war. Ich habe sie als 2-Hand aufgebaut und sie wirft im 2-Hand-Modus über Kopf und beim Switchen sehr gut. Der 1-Hand-Modus ist jetzt sogar wieder leichter geworden, da ich unten durch den langen Griff mehr Gewicht unter der Hand habe.
Beim Streamern auf Hecht wechsle ich mit Doppelzug in den 1-Hand-Modus, wenn's schnell gehen muss >> "Da war doch ein Schwall!"
Im 2 Hand Modus kann ich dagegen mit wenig Kraft fischen.

Fazit: Ich finde diese 1 1/2 Händer sehr nützlich.

TL
Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
stuart
Beiträge: 306
Registriert: 28.09.2006, 21:29

Ungelesener Beitrag von stuart »

Fazit: Ich finde diese 1 1/2 Händer sehr nützlich.
ich auch, vor allem an der Küste auf MeFos :daumen :daumen und vor der schwedische Küste auf Hecht :daumen
... stuart :smt039
Benutzeravatar
chris meyer
Beiträge: 275
Registriert: 28.09.2006, 12:58
Wohnort: baden-baden
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von chris meyer »

morgen,

ich überlege ebenfalls mir eine switch zuzulegen.
auf der gaspe in kanada für die bomberfischerei. habe mir die t&t 1006 ausgeguckt. hättet ihr eine schnurempfehlung?

meine zweite rute die ich mir angeschaut habe ist die meiser System 6 & 8 Switch Rod. Allerdings bin ich kein schusskopffan. ich habe von meinem guide gehört man fischt switchruten mit einhanhandschnüren. stimmt das und welche schnur würdet ihr empfehlen?

chris
A wet fish is a Happy fish
stuart
Beiträge: 306
Registriert: 28.09.2006, 21:29

Ungelesener Beitrag von stuart »

Moin Chris, ich benutze Köpfe (Compact-Scandi oder Compact-Skagit) mit meinen Switch-Rods - als Schnüre kommen meines Erachtens RIO-Outbound, Airflo40+ oder RIO-OutboundAFS in Frage.

Wie schwer die Schnur sein soll - das kann man nicht aus der ferne sagen, es spielen zu viele Faktoren wie z.B Deine Präferenzen, Stil und nicht zuletzt auch der Gramm-Fenster von der Rute mit.

Wenn es sich um ein ECHO 2Hander oder Switcher handeln würde könnte ich einiges dazu sagen und auch Rat geben, aber ich habe keine Erfahrungen mit anderen Marken. Sorry.
... stuart :smt039
Benutzeravatar
fishingwithfriends
Beiträge: 100
Registriert: 19.02.2009, 20:54
Wohnort: CH-8910 Affoltern am Albis
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von fishingwithfriends »

Hi Leute

Sehe die Switch-Diskussion sehr ähnlich wie Berd und Achim. Die Rute von Suart kenne ich jetzt nicht, habe aber ähnliches auch im Repertoire meiner Irland-Ruten. Auch möchte ich die Erfahrung von Stuart keineswegs in Frage stellen sondern habe Achtung vor seiner Einstellung.

Für mich bevorzuge ich am Fluss eine Einhand von (je nach Gewässer, Strömung und Bewuchs) 9 bis 10 .6 Fuss oder aber eine 12.6 Fuss Kl.6 (Z-Axis) resp. 13 - 14 Fuss Klasse 8 bis 9. Grad die leiche Zweihand hat es mir in letzter Zeit enorm angetan. Mit dem Schusskopf von Rio und neu von troutcontrol ist sie ein Traum zum Fischen, sofern keine schwergewichtigen Tuben gefordert sind.
Also ich "switche" von Einhand- zu Zweihandrute!

Ein herzliches thight lines
Dani
"There is a fine line between fishing and standing on the shore like an idiot"
Dieter W.
Beiträge: 216
Registriert: 29.09.2006, 00:18
Wohnort: Rheinfelden / Baden
Danksagung erhalten: 2 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Dieter W. »

Hallo Chris,

wie Stuart schon geschrieben hat, es ist nicht ganz einfach dir exakte Auskünfte zu den Ruten zu geben.

Schau mal auf der Rio-Webseite nach, hier findest du eine ganz Liste mit Leinenempfehlungen für Ruten diverser Hersteller.

Rio Link

Die Rio AFS Outbound ist wirklich Klasse, erhältlich ab 300grains (19,5Gramm) ist die Leine eine echte Empfehlung. Baugleich mit den AFS Schußköpfen, aber fest mit der Runningline verbunden. Ich benutze selbst die 7/8 mit 26 Gramm und bin schlicht begeistert, wie geschmeidig und sauber diese Leine geht. Ich werde sie sicher demnächst auch in der leichten Klasse auf der Switchrute testen. Mit den kürzen Bellys eignet sich diese Leine meines Erachtens am besten für die Switchrods. Wenn du längere Bellys bevorzugts, dann sollltest du die neue Rio Powerspey näher unter die Lupe nehmen.

Ob sich der Hersteller bei seinen Empfehlungen auf Einhand oder Zweihandhandleinen bezieht, solltest du bei den Herstellern in Erfahrung bringen.

Beste Grüße

Dieter
.... einfach Fliegenfischen
troutcontrol
Beiträge: 978
Registriert: 07.10.2006, 12:31
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 172 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von troutcontrol »

fishingwithfriends hat geschrieben: Mit dem Schusskopf von Rio und neu von troutcontrol ist sie ein Traum zum Fischen
moin, für lob bin immer empfänglich (auch wenn es wohl eher für die rute galt) :D simon gawesworth von rio empfiehlt für die t&t 1006-3 beim überkopf-wurf 21 g und für den unterhand-wurf 22 g.
wenn du polyleader verwendest, liegst du mit der empfohlenen 300 gr - schnur sicherlich nicht völlig falsch.

grüsse
martin 8)
Benutzeravatar
chris meyer
Beiträge: 275
Registriert: 28.09.2006, 12:58
Wohnort: baden-baden
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von chris meyer »

danke für euere schnellen antworten.

chris
A wet fish is a Happy fish
stuart
Beiträge: 306
Registriert: 28.09.2006, 21:29

Ungelesener Beitrag von stuart »

wenn du polyleader verwendest, liegst du mit der empfohlenen 300 gr - schnur sicherlich nicht völlig falsch.
Vorfachgewicht ist nur relevant beim u-Kopf werfen nicht bei Speywürfe. Das einzige was beim Speywürfe relevant ist, ist das Gewicht der in der D-Loop befindliche Schnur d.H zwischen Rutenspitze und Anchorpunkt.
... stuart :smt039
derflow
Beiträge: 793
Registriert: 11.09.2008, 09:08
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 30 Mal

Ungelesener Beitrag von derflow »

Moin !

Habe interessiert diesen Beitrag verfolgt, da ich auch am überlegen mir eine Switchrod zuzulegen. Sinn oder Unsinn lass ich einfach einfach mal so dahingestellt - hab schon gesehen, dass die Meinungen sehr stark auseinandergehen.

Was mich für meine Fischerei sehr stark interessieren würde, ob es machbar ist mit einer Switchrod (die ja scheinbar mit Einhandschnüren betrieben wird) einen Hechtstreamer (bis 20cm, teilweise beschwert, mit Kanickelfell) unterhand bzw. mit Switchcast zu befördern. Wenn dies der Fall ist sehe hier einen ganz klaren Vorteil gegenüber einer schweren Einhand (Fische momentan Klasse 9/10), da es ohne entsprechenden Rückraum für einen Doppelzug kaum möglich ist die Dinger vernünftig rauszukriegen.
Hat hier vlt. Jemand Erfahrungswerte was das betrifft?
Gruß

Florian

zwei Hände sind besser als eine :-)
stuart
Beiträge: 306
Registriert: 28.09.2006, 21:29

Ungelesener Beitrag von stuart »

Hi Florian ....
einen Hechtstreamer (bis 20cm, teilweise beschwert, mit Kanickelfell) unterhand bzw. mit Switchcast zu befördern
Ja definitiv - allerdings sind meine Hechtwuschel nicht aus Zonker-Strips sondern Flashabou aber auch bis ca 25cm Lang (die meisten 15cm-20cm). Die #6'er (2Hand Klassifikation) Switch benutze ich allerdings nicht hierfür, sondern eine #7'er oder #8'er. Ein weitere Überlegungen ist es wert über den Einsatz von Skagit-Köpfe nachzudenken; die sind dafür konzipiert grosse schwerer Fliegen mit ein T14 oder ähnliche Vorfach ins jenseits zu befördern. Ein weitere Vorteil von Skagit-Köpfe, mit entsprechende Würfe (z.B Double-Skagit, Perry-Poke (Delivery-Teil kann immer noch u-hand durchgeführt werden)) ist dass sie i.d.R sehr wenig Rückraum benötigen, schön sind die Würfe nicht aber sehr "fischen" orientiert.
... stuart :smt039
derflow
Beiträge: 793
Registriert: 11.09.2008, 09:08
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 30 Mal

Ungelesener Beitrag von derflow »

Hallo Stuart!

Danke für die prompte Antwort!

Besonders Interessant wird es für mich natürlich, wenn ich meine 9er + 10er Basstaper - Einhandschnüre auf ner Switchrod weiterverwenden könnte.... Die Keulengewichte müssten hier so in etwa bei 21 -25g liegen.
Worüber ich natürlich schon gestolpert bin sind die Aftma-Klassifikationen bei Switchrods - sind die definitiv immer für 2Hand angegeben?
Wenn ich mir jetzt z.B. die Loop Opti-Switch, die Z-Axis als Switchrute oder die Rainshadow Switchblanks anschaue stehe ich immer vor dem Problem, dass ich überhaupt keinen Plan habe, welche Schnüre sich damit am besten werfen lassen. (Und eben ob das letztendlich für dicke Hechtstreamer auch noch ausreicht)
Gruß

Florian

zwei Hände sind besser als eine :-)
Antworten