Wie viel Fliegenschnur und Backing passen .. - Eine Theorie

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maieralex
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Wie viel Fliegenschnur und Backing passen .. - Eine Theorie

Ungelesener Beitrag von maieralex »

Hallo,

ich glaube ich bin Krank!

Die ganze Nacht ging mir eines durch den Kopf: Muss ich neues Backing für meine neue Fliegenrolle kaufen, kann ich das vorhandene nehmen oder ist es viel zu kurz oder zu lang? Ich traue den Angaben der Hersteller überhaupt nicht mehr. Bis jetzt verwende ich von Orvis die Clearwater II (2). Diese Rolle ist angegeben als Rolle für AFTMA 2-5 und ich nutze Sie mit einer WF6F und knapp 80 m Backing (was in der Regel auch reicht). Es muss doch berechenbar sein, wie viel Backing und Fliegenschnur auf eine Fliegenrolle passt.

Dann habe ich die Maße meiner neuen Fliegenrolle in Internet gefunden:
  • Spulentiefe: 28 mm
    Spulendurchmesser: 84 mm
    Spulentiefe: 17 mm
    davon nutzbar: 13 mm
Also wie war das noch damals in der Schule? Volumen eines Zylinders ist PI*r2*h. Also der nutzbare Außendurchmesser ist 84-2*17+2*13 = 76 mm. Der Innere Spulendurchmesser ist 84-2*17 = 50 mm. Dann Volumen1 - Volumen2: 127020,874 - 54977,871 = 72043,003 mm3 (gerundet 72 cm3).

Für das Backing habe ich mal die Angaben von 3M für das Standard Backing in 20 lb gefunden. Diese wird angegeben mit einem Durchmesser von 0.018" (0,4572 mm) was einem Volumenbedarf pro Meter von 164,0898 mm3 entsprechen würde. Demnach würden maximal 438 m auf die Rolle passen, bzw. benötigt eine Backingrolle mit 100 yds (91.44 m) 15004,371 mm3 (gerundet 15 cm3). Somit wäre für meine gewünschte WF6F noch ca. 57 cm3 Platz. Jetzt sollte man nur noch wissen wie viel Volumen eine bestimmte Fliegenschnur benötigt.

Eigentlich wäre es doch sinnvoll, wenn bei allen Fliegenrollen die Nutzkapazität als Volumen angegeben würde. Wenn dann noch alle Fliegenschnur Hersteller zum Gewicht noch das benötigte Volumen angeben würden wäre alles berechenbar. Bei Backing- und Runninglines sind meist die Daten - der Durchmesser - zum Berechnen des Volumens vorhanden.

Das Ganze ist natürlich sehr theoretisch! Es fehlen die Berücksichtigungen für die Maßtoleranzen und auch ist es nicht möglich ohne Zwischenräume das Backing und vor allen die Fliegenschnur aufzuwickeln.

Alexander
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Volker Furrer
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Ungelesener Beitrag von Volker Furrer »

Hallo Alexander,
da hast du dir ja eine schöne Beschäftigung für den Herbst gesucht :P :P .

Mal im Ernst. Natürlich sind die bisherigen Angaben immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Denn es weiß kein Mensch mit welcher Schnur und welchem Backing diese Werte ermittelt wurden, ganz davon abgesehen das offen bleibt ob die Spulle bis Oberkante (bei optimaler Schnurverlegung) gefüllt wurde oder nicht.

Ich bezweifle jedoch das es letztlich so wichtig ist die Schnurkapazität im Vorfeld auf 84,596 cm genau bestimmen zu können.

Ich persönlich begnüge mich damit zu wissen das die Rolle eine WF-x plus ca. yz Meter Backing fasst.
Ich möchte nicht vorher mit dem Taschenrechner die Werte div. Schnüre (Durchmesser sind ja durchaus verschieden, ebenso wie die reine Schnurlänge und das Taper - long Belly / Shot Belly - unterschiedlich sind) vergleichen, dazu 24 Backings einrechnen, mir zuvor natürlich meinen individuellen maximalen Befüllungsgrad der Rolle ermitteln und diesen von der maximalen "Volumen Nutzkapazität" abziehen, um dann zu erkennen, dass ich mit Schnur ab- und Backing bc+ ca. 4,872 Meter mehr an Backing aufrollen kann als beim Gebrauch meiner Lieblingsschnur.


Ist aber natürlich nur meine Meinung.
Finde deinen Ansatz aber dennoch recht interesssant und bin mal gespannt was andere dazu sagen.
Petri Heil

Volker
kepzky606

Ungelesener Beitrag von kepzky606 »

Hallo Alexander,

Deine Überlegungen sind interessant.
Um einen exakten mathematischen Zusammenhang zu erstellen bedarf es jedoch einer ganzen Menge Arbeit.
Man bräuchte eine Funktion des Durchmessers D abhängig von der Längenkoordinate s. Damit wäre man in der Lage den Volumenzuwachs pro infinitesimal kleines Längenstück mit D(s) *ds zu beschrieben. Integriert man das nun auf in den Grenzen von 0 bis L (L= exakte Leinenlänge) erhalt man das Volumen der Schnur.
Um nun noch Aussagen über die beste Packung der Schnur Aussagen zu machen müsste man sich mit nicht ganz einfachen Packungsproblemen rumschlagen. Wie man sich schnell vorstellen kann ist füllen kreisrunde Flächen eine rechteckige Fläche niemals ganz aus. Da gibt es Grenzwerte in Prozent die rechnerisch möglich sind. Unter dem Strich sind bei all diesen Betrachtungen noch keine Unregelmäßigkeiten im Aufwickeln, wie sie wohl jeder hat, verarbeitet.
Wer ein wenig Zeit hat kann sich damit ja mal befassen. Wenn die Hersteller bereit sind ihre Schnüre exakt zu vermessen besteht sicherlich die Möglichkeit ein Programm zu schreiben welches nach Angabe der Schnur (Hersteller, Klasse, Backing) ausspuckt wieviel Backing zu welcher Schnur -Rollen Kombination passt.

lg Erik
Marco Reisen

Ungelesener Beitrag von Marco Reisen »

Hallo Alexander

Mir stellt sich die frage:

Braust Du überhaupt Bäcking ?

Warum überhaupt? ob 50 oder 80 Meter das doch eh egal sehen wirste vieleicht mal die ersten paar Meterchen, wenn überhaupt.

Also ich habe mehrere Jahre gebraucht um mein Backing wiedereinmal zu sehen.;-)

Gruß Marco
maieralex
Beiträge: 105
Registriert: 06.10.2006, 13:22

Ungelesener Beitrag von maieralex »

Kyllfischer hat geschrieben:Hallo Alexander

Mir stellt sich die frage:

Braust Du überhaupt Bäcking ?

Warum überhaupt? ob 50 oder 80 Meter das doch eh egal sehen wirste vieleicht mal die ersten paar Meterchen, wenn überhaupt.

Also ich habe mehrere Jahre gebraucht um mein Backing wiedereinmal zu sehen.;-)

Gruß Marco
Klare Antwort: JA !

Im Urlaub hat mir ein Wolfsbarsch mein Backing so weit abgezogen, dass ich schon den Spulenkern durchschimmern sah. In der nächsten Saison sehe ich es auch noch auf Karpfen ab. Du hast recht, beim Fischen auf Salmoniden habe ich auch noch kein Backing gebraucht. Ausser vielleicht damit ich die Schnur besser auf der Rolle festknoten kann.

Es ging mir bei dem Beitrag auch eigentlich nicht darum, wieviel Backing ich auf meine Spule bekomme, sondern darum, dass ich mich selbst frage wie ich auf solch mathematische Geschichten komme.

Mir ist auch eine praktische Variante bekannt: Auf einer Ersatzspule ganz einfach mit der Fliegenschnur anfangen und dann das Backing obendrauf spulen. Wenn alles fertig ist einfach auf die richtige Spule umwickeln. Dann ist das Backing unten und die Rolle normal sinnvoll gefüllt.

Alexander
Marco Reisen

Ungelesener Beitrag von Marco Reisen »

Hallo
Somit wäre für meine gewünschte WF6F
In der nächsten Saison sehe ich es auch noch auf Karpfen ab
Du möchtest gezeihlt auf Karpfen mit ner #6er Fischen ??

Aus erfahrung sag ich dich gleich, LASS es bleiben :-) Das ist Stress pur.

Gruß Marco
kea

Ungelesener Beitrag von kea »

Öhm, das geht wunderbar, solange nicht gerade 30 Pfünder als Zielfische angepeilt sind. Bis 10 Pfund absolut kein Problem. Und ich fische mit einer 5er 8)
Nico
Beiträge: 171
Registriert: 02.10.2006, 09:45
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Ungelesener Beitrag von Nico »

Das Problem ist schon, dass nicht alle Backing Sorten gleich dick sind. Wenn Du die optimale Füllung für Deine Rolle suchst, erst die Fliegenschnur aufspulen, dann das Backing, bis die Rolle voll ist. Etwas Platz für eventuelle "Schnurberge" einplanen, die sich beim Einkurbeln bilden können. Dann das Ganze wieder abspulen und in der richtigen Reihenfolge wieder drauf.
Ich glaube, eine Berechnung der Kapazität scheidet aus, weil die Schnüre ja oft unterschiedlich stramm aufgewickelt werden.

Gruß

Nico
maieralex
Beiträge: 105
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Ungelesener Beitrag von maieralex »

Kyllfischer hat geschrieben:Hallo
Somit wäre für meine gewünschte WF6F
In der nächsten Saison sehe ich es auch noch auf Karpfen ab
Du möchtest gezeihlt auf Karpfen mit ner #6er Fischen ??

Aus erfahrung sag ich dich gleich, LASS es bleiben :-) Das ist Stress pur.

Gruß Marco
Ich fische nur auf Karpfen auf Sicht. Da gibt es bei uns immer wieder mal kleinere Rudel mit ein paar Kilos. Ich denke auch, dass dies kein Problem mit einer 6er ist.
Marco Reisen

Ungelesener Beitrag von Marco Reisen »

Hallo

Ich glaube wir müssen jetzt nicht Anfangen in diesem Thread darüber zu Diskutieren ob man nun GEZIEHLT auf Karpfen mit ner 6er geht oder nicht.

Wie bekannt bin ich nicht dafür. Aber vor zufallsfänge ist man nicht sicher, wie in meinem Fall.

Naja hätte ich in der Schule besser aufgepasst, wäre es bestimmt möglich sowas wie Alexander beschrieben hat bei zu pflichten. Ich denk aber es ist nicht unmöglich bis auf 10 Meter genau das Bäcking zu berrechnen.
Ich denk es wird sich schon ein Mathematiker zu Wort melden.

Nico hat den Faktor Aufspulen ja schon genannt. Dazu möchte ich noch anmerken das manche Bäckings zwar Rund sind, aber unter zug eher Oval oder unter Druck sogar Flach werden. Das müsste man je nach Art auch mit in die Rechnung einbeziehen.

Gruß und immer genug Bäcking auf der Rolle

Marco (Kyllfischer)
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