Amadou im Eigenbau
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klak1
Amadou im Eigenbau
hallo leute,
absolute spitzenoberfliegenfischertüftelfrage: ich krieg von jemandem ein stück puren amadouschwamm, aus dem ich 4 bis 5 amadous, die je ungefähr 20 euro kosten würden, machen kann. jetzt will ich die kostbarkeit natürlich nicht versauen, deshalb die frage: mit was sollte man den schamm auf das leder kleben, so dass er hält, aber der klebstoff nicht so in den schwamm einzieht, dass der ganze effekt flöten geht und der schwamm kaputt ist. zu beachten ist ja ausserdem, dass einige kleber auch das leder angreifen, es hart und steif machen und er klebstoff hässlich verklumpt, wegen der chemischen reaktion mit dem leder.
habt ihr da ein paar tipps, wäre aber echt super. danke
klaus
absolute spitzenoberfliegenfischertüftelfrage: ich krieg von jemandem ein stück puren amadouschwamm, aus dem ich 4 bis 5 amadous, die je ungefähr 20 euro kosten würden, machen kann. jetzt will ich die kostbarkeit natürlich nicht versauen, deshalb die frage: mit was sollte man den schamm auf das leder kleben, so dass er hält, aber der klebstoff nicht so in den schwamm einzieht, dass der ganze effekt flöten geht und der schwamm kaputt ist. zu beachten ist ja ausserdem, dass einige kleber auch das leder angreifen, es hart und steif machen und er klebstoff hässlich verklumpt, wegen der chemischen reaktion mit dem leder.
habt ihr da ein paar tipps, wäre aber echt super. danke
klaus
Hallo Klaus, mit "the hell" liegst Du schon ganz richtig, denn das ist ein echtes Teufelszeug, wenn´s um das Kleben von natürlichen Materialien geht. Also sowas, was Jens meint, aber hier eben als konkretes Produkt:
Kövulfix
Gruß, Ranzi
Kövulfix
Gruß, Ranzi
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Georg
- Rolf Renell
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Hallo Georg ,
Ranzis vorgeschlagener kleber funktioniert,wichtig beim Be-Verarbeiten ist die geeignete Schicht so aus dem Stück zu trennen (Zunderschicht) das du sie gut verarbeiten kannst.Je frischer er ist desto besser lässt er sich erstmal aufarbeiten.Je nach Art ist er von Birken oder buchen meist,
beste Grüsse,Rolf
Ranzis vorgeschlagener kleber funktioniert,wichtig beim Be-Verarbeiten ist die geeignete Schicht so aus dem Stück zu trennen (Zunderschicht) das du sie gut verarbeiten kannst.Je frischer er ist desto besser lässt er sich erstmal aufarbeiten.Je nach Art ist er von Birken oder buchen meist,
beste Grüsse,Rolf
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...a fisherman`s dream , is a trout in the stream ...
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el-forello
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- Rolf Renell
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Kannst du tun bzw. versuchen,habe mir vor langer Zeit ein paar hergestellt,habe dies selber bei einem Hutmacher mal gesehen in Romänien.
Also deute Bezeichnung ist Zunderschwamm (Fomes f.) wurde und wird zum Anzünden/Feuermachen hauptsächlich benutzt ,die entscheidende nutzbare Schicht(Trama),sehr trockene Schicht wurde verarbeitet.diese musst du aus dem Pilz herausschneiden,liegt als Zwischenschicht unter der sehr harten ,welligen Aussenschicht und über der strukturierten Fächerschicht des Pilzes.
Die Schicht kann man dann aufkochen,hier gab es auch Zusätze die man hinzufügen kann ,weiss ich aber zu wenig von,das Material quillt auf ,man kann es zerschneiden in Schichten und dann wieder gut trocknen.Danach werden die getrockneten Stücke mit einem Hammer oder Presse zusammengedrückt/presst/geschlagen auf einse dünne Schicht ,welche dann wiederum verarbeitet z.B. aufgeklebt werden kann.
Das ist leider alles was ich darüber weiss,man kann es auf jeden Fall gebrauchen,
beste Grüsse,Rolf
Also deute Bezeichnung ist Zunderschwamm (Fomes f.) wurde und wird zum Anzünden/Feuermachen hauptsächlich benutzt ,die entscheidende nutzbare Schicht(Trama),sehr trockene Schicht wurde verarbeitet.diese musst du aus dem Pilz herausschneiden,liegt als Zwischenschicht unter der sehr harten ,welligen Aussenschicht und über der strukturierten Fächerschicht des Pilzes.
Die Schicht kann man dann aufkochen,hier gab es auch Zusätze die man hinzufügen kann ,weiss ich aber zu wenig von,das Material quillt auf ,man kann es zerschneiden in Schichten und dann wieder gut trocknen.Danach werden die getrockneten Stücke mit einem Hammer oder Presse zusammengedrückt/presst/geschlagen auf einse dünne Schicht ,welche dann wiederum verarbeitet z.B. aufgeklebt werden kann.
Das ist leider alles was ich darüber weiss,man kann es auf jeden Fall gebrauchen,
beste Grüsse,Rolf
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el-forello
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- Friedemann
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Hi Peter,
im "Fliegenfischer" Heft Nr. 64 / April 1986 beschreibt G. Laible sehr
schön die Herstellung von Amadou.
Das wichtigste scheint erstmal zu sein dass man einen echten
Zunderschwamm bekommt und keinen anderen Porling.
Dann wird die äussere Rinde entfernt um an das Fruchtfleisch ( Trama )
zu kommen. Das wird in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten und
in einer Pottaschelösung eingeweicht. Alternativ gehen auch
starke Kernseife- oder Spülmittellaugen.
Die Scheiben sollen ca. 3 - 14 Tage in der Lösung bleiben.
Sind sie weich und vollgesogen werden sie gepresst und zum trocknen
an einen schattigen Platz gelegt. Wenn die Scheiben noch feucht anfühlen
aber sich kein Tropfen Wasser mehr rauspressen lässt legt man sie auf
ein glattes Holzbrett und klopft sie ( vorsichtig ) mit einem Gummihammer
damit sie sich ausdehnen.
Zum Schluss werden die Amadouteile mit der Hand noch gezogen und gedehnt damit sich die Poren weiten.
Das war eine Kurzfassung des zweiseitigen Artikels.
Probiert habe ich es allerdings noch nicht da ich bis jetzt keinen
"echten" Zunderschwamm gefunden haben. Ich sollte mich mal mit
einen Pilzkenner untehalten.
Gruß aus Hessen
Friedemann
im "Fliegenfischer" Heft Nr. 64 / April 1986 beschreibt G. Laible sehr
schön die Herstellung von Amadou.
Das wichtigste scheint erstmal zu sein dass man einen echten
Zunderschwamm bekommt und keinen anderen Porling.
Dann wird die äussere Rinde entfernt um an das Fruchtfleisch ( Trama )
zu kommen. Das wird in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten und
in einer Pottaschelösung eingeweicht. Alternativ gehen auch
starke Kernseife- oder Spülmittellaugen.
Die Scheiben sollen ca. 3 - 14 Tage in der Lösung bleiben.
Sind sie weich und vollgesogen werden sie gepresst und zum trocknen
an einen schattigen Platz gelegt. Wenn die Scheiben noch feucht anfühlen
aber sich kein Tropfen Wasser mehr rauspressen lässt legt man sie auf
ein glattes Holzbrett und klopft sie ( vorsichtig ) mit einem Gummihammer
damit sie sich ausdehnen.
Zum Schluss werden die Amadouteile mit der Hand noch gezogen und gedehnt damit sich die Poren weiten.
Das war eine Kurzfassung des zweiseitigen Artikels.
Probiert habe ich es allerdings noch nicht da ich bis jetzt keinen
"echten" Zunderschwamm gefunden haben. Ich sollte mich mal mit
einen Pilzkenner untehalten.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Zuletzt geändert von Friedemann am 30.01.2006, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Hallo Friedemann,
jetzt wird´s schon detailierter und man kann sich was darunter vorstellen. Der einzige Haken an der Sache ist, daß ich das " Fliegenfischen " erst ab 1994 habe. Könntest du mir den Artikel scannen oder kopieren und so zukommen lassen.
Besten Dank im voraus !
Peter
jetzt wird´s schon detailierter und man kann sich was darunter vorstellen. Der einzige Haken an der Sache ist, daß ich das " Fliegenfischen " erst ab 1994 habe. Könntest du mir den Artikel scannen oder kopieren und so zukommen lassen.
Besten Dank im voraus !
Peter
... der mit dem Weib fischt !
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RolandT






