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Die Perlen des Tieflands Fliegenfischen an den schönsten Bächen Brandenburgs Ein Gewässer-Report von Frank Ritter |
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| Bereits über
40 Jahre befische ich die Bäche des Bundesland Brandenburg.
Viele schöne Stunden habe ich an den Bächen verbracht und leider auch die Zeit des massiven Kormoraneinflugs Anfang der 2000-er erlebt. Heute scheinen sich die Bestände etwas erholt zu haben, was auch am Einsatz des LAV Brandenburg und vielen freiwilligen Helfern liegt. Bei den vorgestellten Bächen handelt es sich
um sand- und kiesgeprägte Tiefland- oder Niederungsforellenbäche.
Die meisten sind Quellbäche, die nach und nach Seitenbäche aufnehmen
und somit erst nach einigen Kilometern für die Fischerei interessant
werden. Im Norden Brandenburgs befinden sich einige Bäche, die durch
Moor- und Sumpfgebiete fließen und zum Teil recht schwierig zu begehen
sind.
Die beiden hier vorgestellten Forellenbäche, die südwestlich von Berlin im Fläming entspringen, werden aus Quellen gespeist. Es gibt einige kleinere Zuläufe, die auch als Salmonidengewässer gelistet sind, jedoch nur im Frühjahr eine wirkliche Chance auf die Rotgetupfte bieten. Später wachsen sie komplett zu und sind nur noch an einigen wenigen Stellen befischbar. Andere Seitenbäche werden als Aufzuchtsbäche genutzt und sind für den Angelsport gesperrt. Die Salmonidensaison startet in Brandenburg vom
16.04. und endet am 15.10. des jeweiligen Jahres. Für detaillierte
Schonzeiten bitte bei Mindestmaße / Schonzeiten unter LAV Brandenburg
(www.lavb.de) informieren!
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| Die beste Zeit diese
Bäche erfolgreich zu befischen ist ganz klar die Maifliegenzeit!
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| Ist das zeitige Frühjahr
mild, darf man schon ab Mitte Mai mit den ersten Schlüpfen rechnen.
Wer ganz sicher gehen will, sollte sich auf die letzte Mai- und die erste
Juniwoche konzentrieren!
In dieser Zeit sind viele Maifliegen schon Tagsüber aktiv. Dies steigert sich im Verlauf des Nachmittags und endet nicht selten in einem abendlichen Massenschlupf. . |
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| Auch wenn tagsüber
fast ausschließlich kleinere Forellen steigen, sollte man nicht verzweifeln.
Wer geduldig ist, wird abends bei zunehmender Dunkelheit belohnt. Vorsichtiges
Heranpirschen an verdächtige Stellen und längeres Beobachten
dieser, bringt oftmals mehr Erfolg als blindes Anwerfen.
Da die Bäche zumindest in den Wiesenbereichen bereits Ende Mai recht verwachsen sind, sollte man Rute und Vorfachstärke den Gegebenheiten anpassen! Ich verwende dort ausschließlich Ruten der Klasse 5-6 in 9' und Vorfächer zwischen 0,20-0,25mm. Gefischt wird dort zu 90% vom Ufer, wodurch ein langstieliger Kescher von großem Vorteil ist. Dennoch ist eine Wathose unverzichtbar, sei es bei der Landung einer großen Forelle, oder zur Zeckenabwehr. Bei dem Einstieg ins Wasser ist Vorsicht geboten!
Wirklich leicht kommt man hier nicht an den Fisch
und wer an diesen Bächen dauerhaft erfolgreich fischt, wird wohl überall
erfolgreich sein.
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| Die Bäche der Prignitz
Stepenitz / Dömnitz / Schlatbach / Dosse Die Prignitz befindet sich im nordwestlichsten
Zipfel Brandenburgs.
Die Stepenitz Die Stepenitz fließt aus Richtung Meyenburg
kommend, über Putlitz in Richtung Perleberg um dann bei Wittenberge
in die Havel und anschließend in die Elbe zu münden.
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| Mittlerweile wurden
im gesamten Flusslauf 38 verschiedene Fischarten nachgewiesen. Seit einigen
Jahren (1998) wird mit Unterstützung des LAV Brandenburg und des Institut
für Binnenfischerei ein Wiederansiedlungsprogramm für Wandersalmoniden
gefördert.
Der Berliner Fliegenfischerverein Fario e.V. hat
es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wiederansiedlung zu unterstützen.
So werden Jahr für Jahr aufsteigende Lachse und Meerforellen elektrisch
abgefischt und im Vereinseigenen Bruthaus bis zur Laichreife gehältert
und danach abgestriffen.
Der Bachforellenbestand war in früheren Jahren
hervorragend! Als Fliegenfischer war man hier in den 80-ern ein seltener
Exot, denn die meisten stellten den Bachforellen mit der Spinnangel nach.
So waren in dieser Zeit Bachforellen über 50cm keine Seltenheit. Vielleicht hatte ich als Fliegenfischer einen großen Vorteil gegenüber den Spinnanglern, denn schon vor der Maifliegenzeit fing ich mehr große Bachforellen als meine Angelfreunde, die zu dieser Zeit noch oft mit der Spinnangel fischten. Einfach gebundene Schmerlenstreamer waren damals sehr fängig und selbst große Äschen konnten ihm nicht widerstehen. Die größte Stepenitz- Bachforelle die ich in meinen Händen hielt, war mit 75cm ein wahrer Gigant. Auch der Äschenbestand war zu dieser Zeit
unglaublich! Äschen zwischen 30-40cm waren der Durchschnitt. Der gesamte
Flussabschnitt von Wolfshagen bis hinauf nach Telschow hatte einen hervorragenden
Salmonidenbestand.
Wer direkt an der Stepenitz nächtigen möchte,
sollte sich eine Unterkunft in Putlitz suchen. Von dort aus sind gute Strecken
in beiden Richtungen Fußläufig zu erreichen. Weitere Möglichkeiten
gibt es in Perleberg und Pritzwalk.
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Die Dömnitz Die Dömnitz ist der wasserreichste Nebenbach
der Stepenitz und mündet etwas oberhalb von Wolfshagen in diese. Ab
dann kann man von der Stepenitz wohl von einem kleinen Fluss sprechen.
Aus Pritzwalk kommend, gibt es sehr schöne natürlich verlaufende
Strecken, aber auch einige begradigte Wiesenbereiche.
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Die letzten Kilometer von Neudorf bis zur Mündung gefallen mir persönlich am besten. Der große Pool, wo sich Stepenitz und Dömnitz vereinigen, ist immer für eine Überraschung gut. So fing ein befreundeter Fliegenfischer hier seine größte Stepenitzäsche mit immerhin 57cm. . |
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| Vereinigung von Stepenitz
(links) und Dömnitz bei Helle
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Der Schlatbach Der Schlatbach ist ein kleiner Forellenbach bei
Groß Linde. Dieser mündet nur ca.2 km südlich des Orts
in die Stepenitz. Mit seinem sehr natürlichen Unterlauf, ist er ein
wichtiger Laichbach für Wandersalmoniden im Mittellauf der Stepenitz.
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Das Einzugsgebiet der Stepenitz bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen natürlichen Lebensraum. Auch deshalb wurde die Stepenitz zur "Flusslandschaft des Jahres'' 2024/25 gewählt. Seit dem der Wolf in diesen, wie auch in allen
vorgestellten Gewässerbereichen keine Seltenheit ist, sollte man beim
Begehen von Viehweiden sehr vorsichtig sein! Mütterkühe sind
durch die ständige Bedrohung ihrer Kälber durch den Wolf, sehr
aggressiv!
Ostprignitz / Ruppiner Land Die Dosse Die Dosse unterhalb von Wittstock ist ein klassischer Wiesenbach, den man so gut wie überall leicht begehen kann. Sie hat einen enormen Bestand an Nährtieren, die die Bachforellen zu waren Giganten abwachsen lassen. Im gesamten Abschnitt von Wittstock über Goldbeck, Dossow bis Fretzdorf kann man mit guten Forellen rechnen. Eigentlich gibt es nur zur Maifliegenzeit die Möglichkeit diese alten Hasen an die Trockene zu locken und dann nach spannendem Drill und etwas Glück, zu landen. Natürlich ist es auch möglich zu Saisonbeginn
erfolgreich mit der Fliege zu fischen. Das wäre sicher mit dem Streamer
oder Nymphe möglich.
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| Im Sommer ist die
Dosse stark verkrautet und nur an einigen Stellen zugänglich. Zur
Maifliegenzeit ist dies noch überall möglich, weshalb ich diesen
Bach ausschließlich zu dieser Zeit befische. Allerdings gehe ich
hier nicht vor 20 Uhr ans Wasser, da es erst am Abend so richtig interessant
wird. Natürlich fängt man hier auch tagsüber Bachforellen,
nur sind die größeren Exemplare wie überall sehr vorsichtig.
Die wirklich erfahrenen Bachforellen steigen gar erst bei nahezu völliger
Dunkelheit.
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| Wer das obere Foto
betrachtet, wird mir zustimmen wie schwierig es ist, bei völliger
Dunkelheit eine größere Bachforelle durch diesen Pflanzendschungel
zu dirigieren. Deshalb mache ich beim Vorfach keine Kompromisse. Ein Durchmesser
von 0,20 mm sollte nicht unterschritten werden!
Wer wie ich nicht schon Tagsüber die Dosseforellen beunruhigen möchte, sollte sich in Richtung West (Stepenitz), oder Ost (Rheinsberger Rhin) begeben. Diese fließen teils durch Waldgebiete, wo man auch am Tag erfolgreich fischen kann. Beide Gewässer sind ca. 40km entfernt und von Wittstock über die A24 Richtung Hamburg (Abf. Putlitz), bzw. Landstraße Richtung Rheinsberg gut erreichbar. Viele Jahre habe ich die Dosse auch am Tag befischt
und gut gefangen.
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| Seitdem ich meine
Aktivität in die Abendstunden verschoben habe, sind die Fänge
beträchtlich gewachsen. Nicht die Anzahl, sondern die Größe
der Bachforellen. Wenn dann alles passt, entnehme ich auch mal eine große
Bachforelle.
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| Heiße Stunde
bei Vollmond an der Dosse, jetzt steigen die Großen!
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| Ab Ende Juni ist die
Dosse fast vollständig zugewachsen und viele Stellen nicht mehr befischbar.
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| Auch Äschen gibt
es in der Dosse! Ich konnte einige im Bereich Fretzdorf fangen, allerdings
keine Riesen. Da die Dosse in vielen Bereichen einer Landebahn für
Kormorane gleicht, wird es der immer wieder aufgestockte Bestand an Äschen
schwer haben einen selbst reproduzierenden Bestand zu bilden.
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Ruppiner Land Der Rheinsberger Rhin Der Rheinsberger Rhin entsteht durch den Ausfluss
des Rheinsberger See.
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| Landschaftlich sicher
einer der schönsten Bäche im nördlichen Brandenburg. Er
ist von Rheinsberg bis Zippelsförde auf gut 20 km als Salmonidenrevier
ausgezeichnet.
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| Da es sich um einen
Seeabfluss handelt, ist er auch so gut wie immer glasklar. Leider beginnt
ab Mitte Juni Kanutourismus in Dimensionen, der ein Befischen nur noch
sehr früh und spät Abends möglich macht. Zum Glück
fängt die Maifliegenzeit etwas früher an und somit besuche ich
den Rheinsberger Rhin immer mal wieder vor dem Run der Kanuten. Fast jedes
Jahr wird der Rhin mit fangreifen Bachforellen besetzt, die sich auch leicht
überlisten lassen.
Im Bereich Zechow gibt es eine schöne Flugangelstrecke. Im dortigen Wiesenbereich ist recht entspanntes Fischen möglich. Wenn es zeitlich passt, sind dort viele Maifliegen unterwegs und die Bachforellen lassen sich nicht lange bitten. Meist sind es frisch besetzte Bachforellen zwischen 30-40 cm. . |
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| Es gibt sie aber auch,
die alten erfahrenen Bachforellen, die erst am späten Abend, oder
im Morgengrauen auf Beutezug gehen.
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| Da es im Rhin nur
so von Kleinfischen wimmelt, wird solch ein Gumpenchef wohl kaum auf eine
kleine Nymphe oder Trockenfliege steigen. Mit Streamer und einer Menge
Glück und Können besteht die größte Möglichkeit
solch eine erfahrene Bachforelle aus ihrem Versteck zu locken. Die Maifliegenzeit
bietet auch hier eine Ausnahme.
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| Mitten im Wald gibt
es sogar 2 Parkplätze, ausschließlich für Forellenangler.
Für die Befahrung und Nutzung muss eine Waldfahrgestattung beim LAV
Brandenburg beantragt werden. Diese kostet 10€ und gilt für 3
Jahre.
Unterkünfte findet man in Rheinsberg reichlich.
Das Rheinsberger Schloss mit angrenzendem Schlossgarten ist bei einem Kulturtag
auf jeden Fall einen Besuch wert.
Die Bäche der Uckermark Köhntop / Boitzenburger Strom / Quillow Im nordöstlichsten Teil Brandenburgs, der
Uckermark befinden sich 3 sehr interessante Bäche, die zum Einzugsgebiet
der Ucker gehören.
Der Köhntop Ca. 20km nördlich der Kreisstadt Prenzlau
fließt der Köhntop, der als Ausfluss des Haussees Wolfshagen
entsteht, in Richtung Ucker.
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| Von Karlstein bachabwärts
geht’s ins Köhtoptal bei Trebenow. Völlig unverbaut und wild,
wie vor hundert Jahren. Nicht ganz ungefährlich sind die Hangmoore,
wo man echt nicht vom Bach abweichen sollte, da nur dort einigermaßen
fester Untergrund vorhanden ist. An meinen ersten Tag im Köhntoptal
kann ich mich noch gut erinnern. Die alten Erlen schienen wie mystischen
Gestalten am Bach zu stehen. Ich fühlte mich wie im Paradies. Mit
Fliegen schien hier noch nie jemand gefischt zu haben, denn meine Fangquote
war unglaublich. Ich konnte in ca. 4 Stunden intensivem Streamerfischen
mehrere Bachforellen über 40cm fangen. Ein Ausnahmefisch mit knapp
60cm war die Krönung dieses Vormittags.
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| Das musste doch auch
gegen Abend funktionieren! Ein ortskundiger Freund riet mir gegen Abend
den Unterlauf, der Schiefe Möhne genannt wird, auszuweichen. Dort
angekommen, war ich erst mal enttäuscht.
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| Der von Karlstein
bis hier völlig naturbelassene Bach verlief nun wie ein Kanal. Einige
Mäander beließ man aber doch und die offene Landschaft hatte
auch Vorteile. Maifliegen waren hier in unglaublicher Anzahl anzutreffen.
Da musste einfach was gehen!
Genau das war der Abend an dem ich von einem alten
erfahrenen Maifliegenfischer lernen sollte, dass nicht Wurfquantität
zum guten Fisch führt. Ruhiges Beobachten markanter Stellen war der
Schlüssel zum Erfolg. Viel fing ich nicht, dafür 2 große
Bachforellen von 50 und 55cm. Beide trocken auf Maifliegenimitat.
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Der Boitzenburger Strom . |
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| Der schönste
Abschnitt des ''Stroms'', wie er hier genannt wird liegt zwischen Klein
Sperrenwalde und Mühlhof. Hier fühlt man sich wie in einer anderen
Zeit. Der Strom fließt, nachdem man ein letztes Wehr entfernt hat,
völlig natürlich durch einen Jahrhunderte alten Auwald.
So schön der Bach auch durch den alten Auwald
mäandriert, ich konnte hier noch nie eine Forelle über 40cm fangen.
Bachforellen gibt es reichlich, nur scheinen sie mit zunehmender Größe
in den begradigten Wiesenbereich abzuwandern. Dieser befindet sich bei
der Ortschaft Mühlhof und obwohl dieser Wiesenbereich begradigt wurde,
ist das Nahrungsangebot für die Fische so gut, dass sich hier immer
wieder größere Bachforellen einstellen. Auch schöne Äschen
gab es in diesem Bereich. Leider ist die Äsche vollständig verschwunden,
jedenfalls konnte ich in den letzten Jahren keine mehr fangen.
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Der Quillow Der Quillow wird nach dem Ausfluss aus dem Stausee Dedelow als Salmonidengewässer gelistet. Leider ist dieser Bach fast überall begradigt und wird erst nach dem Zusammenfluss mit dem Boizenburger Strom interessant. Einige Stellen gibt es dennoch, die dann auch überraschend gute Bachforellen beherbergen. Nach dem Zusammenfluss sieht es erst mal recht monoton aus, aber der Fischreichtum ist im Unterlauf wirklich beachtlich. Auch Wurftechnisch wird man gefordert, da die besten Fische immer an den schlecht zugänglichen Stellen stehen. Hier im Unterlauf kann man immer mit einer kapitalen Überraschung rechnen. Auch der Bereich des Einlaufs in die Ucker ist sehr interessant. Bei einem Maifliegenschlupf hat man nur das Problem,
unter den vielen Steigern den vermeintlich Größten anzuwerfen.
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| Der damalige Vorsitzende
des KV Prenzlau konnte kaum glauben, wie effektiv Fliegenfischen sein kann.
Er war an vielen Tagen dabei und ich bin ihm noch heute dankbar für viele Tipps, die für mich vor allem in der Erkundung der Gewässer sehr hilfreich waren. Unterkünfte gibt es in der Kreisstadt Prenzlau reichlich. Von hier sind alle Bäche mit dem Auto kurzfristig zu erreichen. Die Bäche des Flämings Plane / Buckau Eigentlich würde ich über diese beiden Bäche sehr gern nur Positives schreiben, da es sich um wirklich schöne, in langen Passagen natürlich verlaufende Niederungsforellenbäche handelt. Leider werden hier, warum auch immer, weiterhin Jahr für Jahr Regenbogenforellen besetzt. Vor einigen Jahren wurden auch noch Bachsaiblinge besetzt. Diese lockten zwar viele Angler ans Wasser aber im Endeffekt waren sie nicht gerade günstig für die nachfolgende Bachforellengeneration. Die Plane
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| Das erste Mal stand
ich 1979 am Ufer der Plane. Bewaffnet mit einer Spinn- und einer Fliegenrute.
Ich muss wohl damals zur besten Maifliegenzeit vor Ort gewesen sein, denn
schon nach 2 Stunden erfolglosem Spinnangeln, wechselte ich zur Fliegenrute.
Eine optimale Fliege hatte ich gar nicht zur Verfügung, aber auch
eine 12-er Märzbraune wurde bereitwillig genommen. Erst später
informierte ich mich, was dies für große Fliegen waren, die
die Forellen zum Steigen brachten. Auch damals waren Regenbogenforellen
in allen Größen die Hauptbeute.
Maifliegenimitate haben seit dem einen festen Platz in meiner Trockenfliegenbox. . |
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| Die Plane ist von
der Werdermühle bei Niemegk bis ca. 2km nördlich von Trebnitz
als Salmonidenbach ausgewiesen. Aber auch bachabwärts werden immer
wieder gute Forellenfänge gemeldet.
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| Dies liegt an den
im Mittellauf zufließenden Baitzer- und Belziger-/Fredersdorfer Bach,
die zu Teil auch als Salmonidengewässer gelistet sind. Von dort wandern
immer wieder Forellen in den Mittellauf der Plane.
Auch deshalb wäre ein Versuch in diesem Bereich durchaus lohnend, da sie dort kaum befischt werden. Dass dort oft kapitale Forellen gefangen werden, weiß ich von Aalanglern, die dort öfters nachts eine Überraschung an ihrer Grundangel erleben. Die Plane ist ein sehr abwechslungsreicher Bach. Zugewachsene Bereiche im Oberlauf und Wiesenbereiche, (bei Mörz) wechseln ständig. Hinter dem Trebnitzer Sandfang ändert sich nicht nur der optische Zustand der Plane. Lief sie bis hierhin noch relativ naturnah, hat man sie hier in ein Korsett gezwängt. Da dies schon vor vielen Jahren geschah, hat sich hier und da die Natur einiges zurück erobert. Dennoch befische ich die Plane fast ausschließlich zwischen Werdermühle und Trebnitz. Die Plane ist ein sehr gutes Maifliegengewässer und wer mal eine der durchaus vorhandenen großen Regenbogenforellen erwischt, wird sich nicht über ihr Vorhandensein beklagen. Dennoch darf diese Art der Bewirtschaftung durchaus kritisch hinterfragt werden! Bachforellen gibt es natürlich auch, aber schon 40-er sind die Ausnahme. Das Befischen ist nicht immer einfach und in den zugewachsenen Bereichen sind Trickwürfe oftmals die einzige Möglichkeit um an den Fisch zu kommen. |
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| Der Bereich der Wühlmühle
gibt es ein Privatgelände, wo das Fischen untersagt ist. Beschilderung
bitte beachten!
Die Buckau
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| Die Buckau kann von
Buckau (Dorf) bis zur Neuen Mühle mit der Salmo-Karte befischt werden.
Im Unterlauf gibt es leider für viele Kilometer den Anblick eines
begradigten, kanalartigen Fließes. Wenn man aber Ortskenntnis hat
und etwas Mut auf sich nimmt, für den kann der Bachbereich zwischen
Buckau (Dorf) und A2 wahre Sternstunden ermöglichen. Nur sollte man
dort die Rinder nicht aus den Augen lassen! Vor allem wenn Kälber
mit auf der Weide sind.
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| Auch der Streckenbereich
hinter der Zuchtanlage ''Fläming Forelle'' bis ca. 2km stromab der
Eulenmühle, sind sehr interessant.
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| Dem Staubereich der
Eulenmühle (bei Glienecke) sollte man besondere Aufmerksamkeit schenken!
Hier konnte ich schon mehrmals große Bach- und Regenbogenforellen
fangen.
Beide Bäche sind leicht zu erreichen! Für die Plane wählt man die Ausfahrt Brück oder Niemegk der A9 und für die Buckau die Ausfahrt Ziesar oder Wollin auf der A2. Unterkünfte gibt es in Bad Belzig und Niemegk
(Plane) und in Ziesar (Buckau).
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| Auf der Tageskarte
ist das zu befischende Gewässer mit Nr. einzutragen:
Stepenitz
P 13-01
Falls es den einen oder anderen von Euch an einen Bach in Brandenburg verschlagen sollte, wünsche ich viel Erfolg und erholsame Stunden! Für detaillierte Fragen zu Unterkünften
oder dem jeweiligen Gewässer stehe ich natürlich gern Rede und
Antwort!
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Ein Beitrag und Fotos von Frank Ritter für www.fliegenfischer-forum.de - 2025/26. Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Text- und Bildmaterial aus diesem Beitrag ist verboten. |
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