"An der Ulster - Hilders bis Unterrückersbach (Los V) (i.d.Rhön/Hessen)"

von Martin Karger
Seit längerer Zeit schon stand wieder mal ein kleiner "Kurztrip" an. Doch terminliche Unstimmigkeiten ließen den Oktober immer näher rücken, sodass viele Bäche schon ihr Saisonende eingeläutet hatten. Somit bot sich die "Ulster" (Saison von 01.04.-15.10.) in der Rhön geradezu an.
Also wurde kurzfristig der Termin 04. u. 05. Oktober 2005 geblockt!
Nach einer etwa einstündigen Fahrt checkten wir, Olli und ich, erst mal auf dem Campingplatz "Rhön Camping-Park" in Ehrenberg gegen 9°°Uhr ein, um uns anschließend in der "Tourist-Information Hilders" nach Vorlage des Übernachtungsnachweises eine Tageskarte für die Ulster ausstellen zu lassen. Voller Tatendrang und frisch gestärkt, von der frischen Fleischwurst des Metzgers um die Ecke, ging es gleich ans Wasser. Traumhaft klares Wasser mit Rauschen und Gumpen!
Die Wathose war in "Null Komma Nix" am Mann und die #5/6er Rute mit einer "Peeping Caddis GK-Nymphe" bestückt. Jetzt kann's los gehen.
.....was für ein schöner Gumpen, indem meine Nymphe da treibt, dachte ich mir, als auch gleich mein Bissanzeiger stehen bleibt.....leichter Anschlag....ja, das sitzt. Zum Vorschein kam eine schon gezeichnete knapp 30cm Bachforelle, die wohl gerne am Fototermin teilnehmen wollte. Das geht ja schon gut los,.....einige Drift's später im selben Gumpen wieder ein Biss, jedoch mit deutlich heftigerer Gegenwehr. Die Forelle nimmt den gesamten Gumpen in Anspruch und nach etlichen Fluchten konnte ich das Exemplar in den Kescher dirigieren. Stolze 44cm und schätzungsweise 1kg hatte der Bachforellenmilchner mit seinem schon ausgeprägten Laichhaken vorzuweisen.
Diesem Gumpen konnte ich noch eine etwa 30er Bachforelle entlocken, dann war erst mal Schluss und Kamerad "Olli" war am Zuge. Binnen kürzester Zeit konnte er drei wunderschöne Äschen (bis 40cm)  kurzzeitig dem Wasser entlocken. Köder war auch wieder die "Peeping Caddis GK":
Da war ich ja ehrlich gesagt erst mal platt und mein "Forellenrekord" rückte immer mehr in den Hintergrund. Einige "halbwüchsige" BaFo's sahen unsere Imitate noch als nahrhaft an und konnten unbeschadet wieder zurückgesetzt werden.
Doch dann, ....wieder ein Biss,....mein Bissanzeiger taucht ab....Anschlag,.....der sitzt, pumpt aber recht heftig am Grund. Aber nach einigen kurzen Fluchten konnte auch ich eine wunderschöne, aber schlanke 35er Äsche landen, fotografieren und releasen (siehe unten).
......aber dann, aus unerklärlichen Gründen verwandelte sich das bislang klare Wasser in eine Lehm-Braune-Brühe und die Bisse ließen schlagartig nach. Lediglich eine etwa 30er Bachforelle konnte ich noch mit einem "Cone-Head-Haar-Streamer" der "Kakao-Suppe" entlocken, dann war entgültig Schluss.
Die Bissausbeute ab etwa 15°°Uhr  bis 19°°Uhr war gleich Null. Das Wasser glich einer fließenden Schokolade. Genug für heute und ab ins Wirtshaus, den leeren Magen füllen, um dann ein kleines Nickerchen auf dem Camping-Platz zu machen. Denn: "morgen ist auch noch ein Tag".

........die erste Inspektion am nächsten morgen galt dem Wasser: wieder klar. Also erst mal Gastkarten besorgen und ran' an die Strecke. Unsre Nymphen treiben allerdings nur kurzzeitig in den klaren Fluten, denn schlagartig hatte die Ulster wieder die Farbe eines Kakao-Bechers. So ein Mist,.....Da baggert doch irgend ein "Gesindel" im Oberlauf des Flusses rum!

Die Tageskarte war nun schon gelöst und man sollte das beste daraus machen. Nymphe runter, hellen "Cone-Head-Streamer" drauf und Gumpen abklopfen. Olli hatte damit den ersten Fischkontakt, jedoch ging die etwa 30cm Bachforelle nach kurzem Drill als Sieger hervor.
Mein Streamer hat mittlerweile schon Bekanntschaft mit diversen Gumpen gemacht, allerdings erfolglos, als es auf einmal einen Ruck in meiner Rute gab und sich ein kleiner Drill anbahnte. Nach kurzer Zeit konnte ich im trüben Wasser eine Bachforelle mit etwa 30cm landen. Da wir nun die obere Gewässergrenze des "Los V" erreicht hatten, ging es wieder flussabwärts. Einen schönen "Zug" gönn' ich meinem Streamer noch und lasse ihn im ruhigen Wasser tief absinken. Zupfe ihn im Zeitlupentempo heran und verspüre kurz darauf einen Widerstand, der einer sich füllenden Aldi-Tüte glich....und daraufhin erfolgte eine Flucht flussabwärts. Das ist was ordentliches, was sich da an meinem Streamer festgebissen hat.  Nach einigen Fluchten konnte ich aber den "Übeltäter" kurzzeitig verhaften: Äsche 38cm...

Fazit: 
Empfehlenswert, sofern das Wasser klar ist. Fangerfolg von knapp 2 Tagen: ca. 10 Bachforellen (25- 44cm), 6 Äschen ( 1x7cm, 3x 35cm, 1x38cm 1x 40cm). Bei ständig klarem Wasser wäre wahrscheinlich  die angegebene Fangerfolgs-Liste um das 5-fache angestiegen!

Gastkarten:

Tourist-Information
Schulstraße 2
36115 Hilders
Tel: 06681 / 960815
Fax: 06681 / 960825
eMail: tourist-info@hilders.de

Tages-/Wochenkarte: 

TK: € 15,- (Fanglimit 3 Salmoniden)
WK: € 40,- (Fanglimit 7 Salmoniden pro Woche)

Unterkünfte: 

z.B.: Rhön Camping-Park (ca. € 12,- für pro Person mit Kfz-Stellplatz)
An der Ulster 1
36115 Ehrenberg
Tel: 06683/1268 - Fax 1269

oder:

Infos: http://www.hilders.de/ 
eMail:  tourist-info@hilders.de

Gewässerkarte:


Ein Bericht von Martin Karger (www.kinzigfischen.de.vu/)

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