Buchbesprechung: Panta rhei - Der Fluß und seine Bilder - Ein kulturgeschichtliches Lesebuch. Herausgegeben von Ute Seiderer, Reclam Leipzig, ISBN 3-379-01677-2. Nur noch im modernen Antiquariat zu haben, und damit äußerst preisgünstig ab ca. 2,00 Euro. Beschreibung aus dem Klappentext: „Was immer Flüsse dem Menschen bedeutet haben – es hat seinen Niederschlag gefunden bei Philosophen und Historikern, bei Dichtern und Essayisten. Sie führen den Leser dieser Anthologie an Initiations- und Inspirationsquellen, an Grenzflüsse, an heilige Flüsse, mit denen sich Ursprungsmythen verbinden, und an Flüsse, die visionäre und reale Welten voneinander Trennen. Sie zeigen den Fluß als Lebenselixier und Erotikon, aber auch seine todbringende Gewalt. Der Blick auf Natur ist zeitbedingt. Die Flüsse in der Literatur der deutschen Klassik vornehmlich brausen und fast überschäumen, während sie ein Jahrhundert später ruhig dahin ziehen, oder dass Bäche bei den Romantikern murmeln und plätschern, in barocken Zeiten hüpfen und springen – dies offenbart höchst unterschiedliche Denkweise und Empfindungswelten ganzer Epochen. Die stinkenden Kanäle und versickernden Flüsse in der Literatur des beginnenden 20. Jahrhunderts stehen dagegen in verwunderlicher Nachbarschaft zu Leonardo da Vincis apokalyptischer Vision von der Austrocknung unterirdischer Wasserwege. Panta rhei: Alles fließt. – Aber wie?" Einschätzung von Hans Klas, Göttingen: Für alle, die Flüsse lieben, ein ganz wunderbares Buch. Damit auf dem Sofa gemütlich eingerichtet lassen sich die Stunden, in denen wir Fliegenfischer nicht fischen dürfen, sehr schön von köstlich-unterhaltsam bis nachdenklich-melancholisch verbringen. Bezug: in unserem Buch-Laden.

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