Buchbesprechung: Gone Fishing – Bekenntnisse eines Besessenen | von Sven F. Goergens | Erschienen 2011 als 1.Auflage im KOSMOS Verlag, Stuttgart, ISBN 978-3-440-12447-5, gebundene Ausgabe, laminierter Pappband, 208 Seiten, 12 Abbildungen, Preis € 16,95 (D), Format: H 22,2 cm x B 14,5 cm. Beschreibung: Leben Sie noch oder angeln Sie schon? Dass die Jagd auf Karpfen, Hecht, Forelle und Co. durchaus mehr als eine stupide Freizeitbeschäftigung für dickbäuchige Frührentner sein kann, macht der leidenschaftliche Angler Sven F. Goergens mit seinen Geschichten in Gone Fishing deutlich: Ein schlüpfriger Aal entkommt durch die Tülle der Gießkanne, im grönländischen Fliegenfischer-Camp gehen Lebensmittel und Brennstoff zur Neige und in Südtirol sind die Bachforellen nur im Wasser liegend zu überlisten. In spannenden Erzählungen berichtet der Autor humorvoll von seinen Abenteuern und Angel-Erlebnissen auf der ganzen Welt. Entstanden ist so ein einzigartiges Abenteuerbuch übers Angeln. Nach der Lektüre wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Sie sich auf den Weg in die Wildnis machen und das Schild an die Haustür hängen: Gone Fishing. Sven F. Goergens ist Journalist und seit seiner Kindheit begeisterter Angler. Er berichtet unter anderem im „Focus“ über seine Passion und begeistert damit eine große Leserschaft, weit über die Angelszene hinaus. | Unser Eindruck: Die bunte Mischung von Geschichten zur Kindheit und dem eigenen anglerischen Werdegang des Autors, Ausführungen zur Angelei, Fliegenfischerei und Angelhistorik, Erkenntnissen und (erfreulichen bis leidvollen) Erfahrungen bis hin zu (Angel-)Reiseerlebnissen in verschiedenen Ländern, allesamt versetzt mit einer ordentlichen Portion Augenzwinkern, liest sich flüssig und unterhaltsam. Einige der 18 mehr oder weniger kurzen Geschichten werden ergänzt mit Steckbriefen nebst Zeichnung der Fische, mit welchen der Autor in Kontakt kam. Dass der wortgewandte Autor bei seinen Ausführungen zur Angelhistorie mitunter ein wenig in die „Recherche-Falle“ tappt, aus dem fliegenfischenden Engländer John Horrocks einen „Harrocks“ macht und in diesem Zusammenhang die thüringischen Kleinode Ilm und Saale kurzerhand nach Sachsen verlegt, tut dem guten Unterhaltungswert des Buches keinen Abbruch. Wie sollte er es als waschechter Münchener auch besser wissen... ;-) Wichtiger ist die gute Mischung der verschiedenen Geschichten, oftmals mit „schwerem Schmunzeleffekt“, lustige bis spannende Storys mit Wiedererkennungswert und das Übermitteln von elementaren Botschaften an passenden Stellen es Buches  - wie dem verantwortungsvollem Umgang mit der Kreatur Fisch, der Fairness und dem aktiven Erleben und Entspannen in der Natur. Widerhakenloses Fischen und C&R eingeschlossen. Alles in allem: ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch – und endlich wieder einmal ein gutes Buch mit Angelgeschichten, von denen es im deutschsprachigen Raum u.M. nach wie vor viel zu wenige gibt. Prädikat: durchweg lesenswert! Bezug: Im Buchhandel, direkt beim Verlag www.kosmos.de oder in unserem Online-Buchladen.

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